11.06.2012 · In Griechenland ist es den Linksradikalen gelungen, ihren Anhängern die Angst vor einem Ausschluss des Landes aus der Eurozone zu nehmen. Ihre Argumente finden auch in anderen Parteien Widerhall.
Von Michael Martens, ChalkiRichtlinien für Lesermeinungen
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Euro-Zone will Spardiktat für Griechenland lockern.
Ich schrieb: "Alexis Tsipras ist ein kluger Mann, denn er hat
erkannt, daß Griechenland gegen die Eurozone dieselben Druckmittel
in der Hand hat, wie die kriminellen Zocker in Banken und an Börsen."
Und es funktioniert. :-)))
Herr Liatos, im Fall Griechenland würde ich auch eher von Notwehr, denn von Erpressung sprechen.
Wenn ich Alexis Tsipras als klugen Mann bezeichne, dann ist das auch
genau so gemeint. Und ich hoffe sehr, daß die Griechen ihn auch
wählen werden. Denn gegen die Erpressung der Staaten durch die
Finanzmärkte muß endlich wirksam vorgegangen werden. Dazu
braucht es Politiker wie Tsipras. Griechenland könnte wegweisend
für die Euro-Zone werden, da die dann handeln muß, soll der
Euro nicht bald schon Geschichte sein. Von deutschen Untertanen ist
keine Hilfe zu erwarten.
Daneben bleibt selbstverständlich richtig und wichtig, daß
Griechenland seine Hausaufgaben macht, was die Strukturen im Land
betrifft. Aber doch nicht auf Kosten der kleinen Leute, die völlig
unbeteiligt an den Krisen sind.
Ob der Euro ohne politische Union überhaupt eine Chance hatte und
hat, bezweifle ich allerdings sehr. Doch das ist nicht Griechenlands Verschulden.
Druckmittel?
Herr Meier,
ich denke das die lockerung des Diktats abzusehen war und kein Resultat
einer Erpressung ist. Sie können keinm Geld abzapfen der keins hat.
Stellen Sie sich einen Hund vor der Hunger hat und nichts zu essen. Sie
treiben Ihn in die Ecke . Was macht der Hund? Er beisst zu.
die links-ideologische Logik der Sozialisten
hat man nicht genug, nimmt man es von anderen weg.
Man kann dann in den Tag hineinleben und erspart sich diszipliniertes
Arbeiten und kluges Wirtschaften.
Wenn die anderen sich nicht mehr ausbeuten lassen wollen oder abwandern
oder nichts mehr haben, ist die sozialistische Logik und der Sozialismus
am Ende. Regelmäßig. Ein Naturgesetz
Es werden viele Faktoren für die Eurokrise herangezogen. Der Euro
sei Schuld, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, die Banken usw. Das
stimmt aber nicht.
Spanien und Irland haben zwar Probleme mit den Banken, die wegen der
Immoblase viele faule Kredite haben. Aber das gehört zur
Bankenkrise, nicht zur Euro-Krise.
Es gibt einen Hauptgrund für die Euro-Krise, nämlich dass
viele Bürger ihre Steuern nicht zahlen und den Staat betrügen.
Ohne diesen Steuerbetrug gäbe es die Eurokrise nicht.
Man muss die Eurokrise klar von der Bankenkrise abgrenzen. Eurokrise
heißt: In Südeuropa werden zu wenig Steuern gezahlt, so dass
der Staat überschuldet ist und die Leute über ihren
Verhältnissen leben. Das hat nichts mit dem Euro und auch nichts
mit den Banken zu tun.
Die EU steckt daher nicht in einer wirtschaftlichen, sondern in einer
moralischen und politischen Krise. Die Politik ist unfähig, Steuern
ordnungsgemäß einzutreiben.
Griechenland lässt bereits die Drachme drucken!
Dieses handfeste Gerücht verbreitet die Wirtschaftswoche auch ihrer
Website.
Super !
Hört sich endlich mal nach einer sinnvollen Handlung an !
„Erstens, weil das Memorandum vom Wahlvolk niedergestimmt....
Das ist die Politik der griechischen Polis, aber nicht das Völkerrecht. Haben wir über den Schuldenschnitt uind die 500 Milliarden € für Griechenland gestimmt? Tspiras Logik ist die eines Strauchdiebes. Und die offene Grenze nach der Türkei für die Masse der Illegalen ist seine Kriegserklärung an uns. Angesichts der Militarisierung des Landes eine echte Provokation. Tsipras ist das böse Zerrbild des griechischen Nationalisten.
Griechen sind für Griechenland verantwortlich!
Griechen sind für Griechenland verantwortlich! Mehr gibt es nicht zu sagen.
Es gibt eine ganz einfache Lösung für GR. Wenn die Griechen
nicht sparen wollen, dann bekommen sie eben kein Geld mehr von EU und
IWF für ihre Neuverschuldung. Die Altschulden könnten ja ggf.
noch übernommen werden (mittels zweitem Schuldenschnitt und
Übernahme durch EU, EZB und IWF). Dann müssen die Griechen mit
dem auskommen, was sie selbst erwirtschaften. So sollte es doch
eigentlich ohnehin überall sein. Und selbst wenn die griechischen
Steuereinnahmen dann so gering sind, dass damit vieles nicht mehr vom
Staat bezahlt werden kann: Ist doch egal. Steuern, die die Griechen
nicht zahlen, sind Geld, das gleich im Portemonnaie der Griechen
geblieben ist. Also brauchen die Griechen auch keine staatlichen
Leistungen, wenn sie die Steuern gleich im eigenen Portemonnaie lassen.
Eigentlich sollten alle Euro-Staaten kein Geld mehr für neue
Schulden bekommen. Jeder Euro-Staat, der eine Neuverschuldung plant,
sollte vom Kapitalmarkt direkt
abgestraft werden. Nur so lernen Politiker.
Wichtig ist dass Deutschland nicht einknickt, denn Hollande will ja die Eurobonds...
...und Griechenland somit exkulpieren. Wenn Europa die Zocker und Trickser belohnt und die ehrlichen Steuerzahler der Nordländer dafür die Zeche zahlen, wird Europa untergehen. Langfristig kann auch Deutschland solche Transfers nicht mehr leisten. Es flossen ja schon Milliarden nach Griechenland - was war der Dank? Eine Beschimpfung der Deutschen als Nazis, Merkel wird in Zeitschriften mit SS-Uniform gezeigt und das schlimme ist, dass sämtliche griechische Politiker diese Selbstlüge mittragen, kein Einziger hat den Mut eigene Versäumnisse zu benennen. Frankreich wird jetzt als grosser Retter auftreten - und lässt sich das von Deutschland und d.h. von jedem einzelnen Bürger bezahlen. Wenn die Eurobonds kommen, tut das der deutschen Wirtschaftskraft nichts - wohl aber dem einzelnen Leistungsträger und Steuerzahler in Deutschland, die ja im Vergleich zu Leistungsempfängern sowieso schon die Dummen sind. Die Deutschen haben von dieser Politik genug, Merkel darf jetzt nicht einknicken.
Fakt ist aber dass Europa sowie auch Griechenland Misst gebaut haben. Das vernünftigste wäre es jetzt den besten Ausweg aus diesem Fiasko zu finden und den auch zu nehmen. Dieser ganze Hass und diese Radikalisierung sind eher das Gegenteil und werden die Situation nur noch verschlimmern, für die Griechen sowie auch die Europäer.
Die Griechen lassen sich wenigstens nicht ohne Gegenwehr das Schnitzel vom Teller nehmen
Davon könnten sich die deutschen Schäfchen auch mal eine Scheibe abschneiden.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 17:09 UhrWir sind es einfach nicht gewohnt, daß es Politiker gibt, die zuerst an das eigene Land denken. :-)
Wir sind es einfach nicht gewohnt, dass es in anderen Staaten Politiker gibt, die zuerst an das eigene Land denken. Die Deutschen Politiker scheinen zuallererst immer an das Ausland zu denken und dann erst die eigene Nation. Dass alle Politiker in allen Ländern zuerst an den eigenen Machterhalt denken ist klar. Lediglich kommen sie in Deutschland bei den Wählern und Medien damit durch, zuerst an das Wohl anderer Nationen zu denken, alles andere gilt als egoistisch und isolationistisch. Soweit ist es um das deutsche Selbstbewusstsein bestellt. In anderen Staaten ist das eben nicht der Fall und das löst dann, weil es unbekannt ist, in D eben Befremden auf. That’s all, ;-)!
Von wessen Schnitzel reden wir hier?
Griechen, die die Schnitzel auf ihren Tellern verteidigen?
Hmm. Ich wäre geneigt, dieser Haltung Respekt zu zollen und mir in
Deutschland bei Wählern wie auch Gewählten etwas mehr
Rückgrat und Forschheit in dieser Richtung zu wünschen (Sie
kennen ja sicher Lenins Satz über die braven Deutschen, die sich
vor dem Stürmen des Bahnhofs eine Bahnsteigkarte kaufen, weswegen
das mit der Revolution bei uns nichts wird).
Aber es sollte dann doch berücksichtigt werden, dass dieses
metaphorische Schnitzel (= Subventionen, Kredite) EU-finanziert ist.
Verspeist wird es im Süden - aber ob der Gast die Rechnung zahlt,
hat er noch nicht entschieden. Die Preise (= Konditionen) auf der
Speisekarte sagen ihm nicht zu, lässt er wissen, auch beleidige die
Rechnungsstellung seine Ehre. Das hält ihn nicht davon ab, noch
Dessert zu bestellen.
Das alles ist für mich nicht die Definition von gesundem
Selbstbewusstsein, sondern etwas anderem.
Genau !
Die Unterschiede zwischen Deutschland und dem Balkan sind so extrem, dass eine Gemeinschaft mit diesen Länder ungefähr soviel sinn macht wie einen Hund und eine Katze in ein Zimmer zu sperren.
wo Überschrift und Abschluss des Artikels zu 100% die Wahrheit wiedergeben.
Die die meinen dass Griechenland sich mit richtiger Anstrengung aus
dieser Situation befreien kann haben es immer noch nicht kapiert(u
werden es vermutlich nicht)
Griechenland ist TROTZ aller Hilfen immer tiefer in diese Krise gefallen
u es gibt keine Chance
dass die da je wieder rauskommen-ausser sie Verhandeln neu,verlassen den
Euro und werden
unabhängig(u auch endlich erwachsen)-denn irgendwann ist so viel
privatisiert,dass man nicht mehr zu verkaufen hat-und dann??Ist man da
wo man jetzt ist.
Griechenland hat die Möglichkeit die EU zu verlassen-dann geht es
ihnen besser als der BRD ,denn Ende des Monats will
Merkel/Schäuble,während hier alle EM gucken, uns mit dem
Verfassungswiedrigen ESM an die EU knechten.
Wer dagegen ist:Bund dt. Steuerzahler Bayern petition"ESM
Stopp"-erzählen sie es ihren bekannten.
Das ist Unsinn
Griechenland braucht eigentlich gar keine Hilfen. Würden die Griechen ordnungsgemäß Steuern zahlen, hätte das Land gar nicht diese Überschuldung. Alles andere sind Ablenkungsmanöver, um die Schuld von den Griechen auf andere Staaten oder Umstände zu schieben. Nein, Schuld sind allein die Griechen, die vor allem in die eigene Tasche wirtschaften und nichts abgeben. So kann kein Staat funktionieren.
Solange in Europa Politiker das Sagen haben die kein Rückrad haben,
wird Europa durch die Schuldenländer erpressbar sein.
Ich finde es ist an der Zeit das Europa ein Zeichen setzt und
Griechenland gegebenenfalls aus dem Euro aussteigen muss. Es kann nicht
sein das Griechenland der Meinung ist, wir können nicht ohne sie
und sie geben die Bedingungen vor. Vielleicht hätte das dann auch
mal Einfluss auf die Denkweise von Italien, Spanien usw. , dass nicht
die Deutschen für die Schulden der anderen Länder arbeiten
müssen sondern man selbst vielleicht auch Konzepte entwickeln kann,
damit es läuft. Nur Hand auf halten und Beschimpfungen verteilen
macht keine Freunde.
Ich befürchte nur Merkel & Co. knicken wieder einknicken und
werden es uns wieder als große Wundertüte verkaufen.
Egal ob mit oder ohne Euro: der dt. Steuerzahler wird Griechenland auch weiterhin finanzieren
Glaubt eigentlich wirklich jemand, dass die Eurozone Griechenland
einfach so rauswirft - wie es schon längst hätte geschehen müssen?
All diejenigen, die im Moment europäische Verträge mit
Füßen treten werden dann darauf hinweisen, dass ein Land
"laut Vertrag" den Euro nur freiwillig verlassen kann. Und das
werden sich die Griechen sehr sehr gut entlohnen lassen.
Realitätscheck für die anwesenden Deutschen: zahlen werden die
Deutschen so, oder so. Und nicht wenig. Dafür werden sie dann auch
noch kollektiv beschimpft und ausgelacht, und unsere
"Politiker" faseln dann wieder von Solidarität und
Weltfrieden.
Wenn es nur die Griechen wären, ginge es noch, aber Spanien wird
noch mehrfach Geld verlangen, und Italien auch. Frankreich werden unsere
Politiker gar nicht in die Verlegenheit bringen einen Bail-out zu
verlangen. Unterhalb der Würde der Grande Nation. Frankreich wird
Geld unter anderem Namen und schon lange vor dem Bankrott bekommen, um
den Schein zu wahren.
Unser Volk hat kaum Freunde und auch keine Sympathie
Und auch jetzt ist kaum ein Politiker unterwegs Freunde fuer unser Volk zu finden! Ich muss oft dabei an Amerika und Deutschland denken. Es hat sich gezeigt, dass viel Geldgeben und helfen eben keine Freund macht. Im Namen unseres Volkes ist vielzuviel Schaden und Unheil in der Welt angerichtet worden. Amerika hat uns soviel geholfen und dennoch hat Amerika nirgentwo soviele Hasser wie in Deutschland!
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 16:55 UhrHerr Staack
ich denke auch an mein Kindheit. Und dabei kommt mir eine Frage: Was ist besser oder schoener als Knd, Baseball zu spielen oder4 zu hungern in einem KZ? Und ich bleibe auf amerikanischer Seite, weil ich ohne die im KZ verhungert waere! KZ ist auch nicht schoen aber Kommunistish
Herr Gerlach wo habe ich von deutscherschul gesprochen?
Ich habe nur von der Mitschuld der Detschen Linken geaprochen! Und dabei bleibe ich.
Das Stimmt nicht
Ich muss an meine Kindheit denken in der ich z.B. Baseball gespielt
habe. Nicht weil es besonders kreativ oder sonst irgendwie anspruchsvoll
ist sondern weil es Amerikamisch ist.
.
Nur wenn aus den Vereinigten Staaten von Amerika Finanzkriesen über
die Welt gebracht werden und man langsam merkt, dass nicht alles Gut ist
was in den Vereinigten Staaten passiert und exportiert wird wächst
irgendwann die Enttäuschung. Wenn sie Teilweise sehr differenzierte
Kritik als Antiamerikanismus bezeichnen spricht das für eine sehr
enge Sichtweise.
Im Gegensatz zu Amerika
..fangen wir seit 1945 nicht jedes zweite Jahr einen Krieg an. Aber ja
doch, Angelsächsische Kriege sind GUT(TM) und deutsche Kriege
schlecht, Nazi etc pp.
Bald kommen die Studienräte hier wahrscheinlich mit irgendeinem
Krampf vom "geheimen Wirtschaftskrieg gegen Griechenland"
o.ä. Der Schuld-Reflex ist schliesslich schon hartverdrahtet in
ihren Gerhirnen.
Griechenland hat über 10 Jahre ständig 15% des Sozialproduktes
mittels geborgtem Geld ersetzen müssen. Die Griechen haben einen
Getränkeberieb als Nr.1 der Börsenränge. Was ist da an
Wende erwartbar? Das geborgte Geld wurde in alle möglichen
Ausgaben-Bereiche gesteckt: Löhne, Gehälter,Pensionen,
Gesundheit usw. Jedoch war der Staat generell nicht in der Lage, seine
lfd. Steuern und Abgaben ständig einzutreiben. Statt dessen ein
System von Korruption, Hinterziehung und Masserverdummung. Jeder Grieche
weiss, dass es so primitiv
nicht weitergehen kann. Genauso viele fürchten harte Einschnitte
bei viel weniger Transfers.
Banken mussten nicht spekulieren, das hat der gr. Staat und seine Banken
von Anfang an getan. Ohne falsche Verschuldungsangaben hätte es
keine "Euro-Gemeinschaft" gegeben.
Tatsächlich war Gr. vor 10 Jahren mit zirka 80 Milliarden Dollar
verschuldet. Eine Summe, die sie damals nicht tilgen konnten. Der Euro
hat ihnen zusätzliche 10 Jahre Spielraum gebracht.
Was nun?
Sie haben in vielem Recht, doch: was nun= Was ist zu tun?
Es ist doch Blödsinn, was hier viele vorschlagen: "Griechen
raus aus dem Euro". Die Folgen kann keiner von uns, keiner der
Experten guten Gewissens vorhersagen.
Also, gibt es doch nur die Möglichkeit a) kurzfristig durch das
Rettungspaket Zeit zu gewinnen, also den Bankrott zunächst zu
vermeiden und b) mittelfristig durch sinnvolle Reformen in Griechenland
einen funktionieren Staat mit einigermaßen verlässlichen
politischen Repräsentanten zu entwickeln. Das müssen aber die
Griechen selber a) verstehen und b) machen!
Bisher wurden in Griechenland wenige Anpassungsmaßnahmen ernsthaft
durchgeführt. Glaubhafte Politiker reden nicht nur, sondern
"machen" auch was. Das gefällt dann nicht jedem und nutzt
auch nicht jedem, aber wenn es halbwegs in die richtige Richtung geht,
dann ist es doch gut!
„Ein Land, das nicht in der Lage ist, ein Gesetz über das
Rauchverbot an öffentlichen Orten durchzusetzen, ist natürlich
auch nicht fähig, wichtige Reformen durchzusetzen.“
Ein interessanter Satz, er wird dadurch pikant, dass sowohl Deutschland
als auch Österreich genau in dem Punkt äußerst
schwammige Gesetze erlassen haben.
Ich weiß nicht wie es in Deutschland aussieht, aber in
Österreich gibt es auch einen absoluten Reformstau, verursacht
durch eine feige Proporz-Politik.
ja eh, und das rauchverbot
ist gewiss das wichtigste davon...
als ob die menschheit keine anderen sorgen hätte!
Alle Europalogeten sollen bitte erklären, wie dies mit dem europäischen Gedanken vereinbar ist. Europa wird gerade massiv geschwächt, der Euro ist im Endkampf, der europäische Gedanke ist je nach Nation mittlerweile verpönt. Ginge es uns ohne EU und Euro wirklich schlechter?
Man muss sich ja fast wundern, dass nicht wieder die alte Leier von der
"Wiege der Demokratie" angeschlagen wurde, um den eigenen
Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Diesem realitätsfernen Gerede kann man doch nur noch mit Ironie und
Sarkasmus begegnen. Daher ein entsprechender Alternativvorschlag
für die Rettung des Landes: Wenn Griechenland die Hilfen von den
"Faschisten" aus dem Norden Europas nicht will, kann es sich
ja von der Türkei Geld geben lassen. Dort ist das Haushaltsdefizit
niedriger als in vielen EU-Staaten und die Wirtschaft wächst. Ich
glaube allerdings nicht, dass sich die Türken an der Nase
herumführen ließen wie die EU-Länder.
Alexis Tsipras ist ein kluger Mann,
denn er hat erkannt, daß Griechenland gegen die Eurozone dieselben
Druckmittel in der Hand hat, wie die kriminellen Zocker in Banken und an
Börsen. Damit das nicht so auffällt, wird es eine
Transferunion nach deutschem Muster geben.
Griechenland müßte freiwillig aus der Eurozone ausscheiden,
zwingen kann die Griechen niemand dazu. Und das will auch niemand
wirklich. Denn für die Gläubiger wäre das im Zweifel noch
teurer, als ein weiterer Schuldenschnitt oder ein Zahlungsmoratorium.
Würde Griechenland aber freiwillig ausscheiden, zur Drachme
zurückkehren, die Zahlungen mehr oder weniger einstellen und sich
relativ kurzfristig erholen, dann wäre das ein Signal an andere
Mitglieder der Eurozone, diese ebenfalls umgehend zu verlassen. Das
wäre das Ende für den Euro, würde Deutschland
wirtschaftlich sehr schaden und politisch isolieren.
Alexis Tsipras hat das wohl erkannt und weiß, daß er alle
Trümpfe in der Hand hält.
Ohne wirksame Regulierung der Finanzmärkte keine Euro-Pa-DE-Zukunft.
Die Euro-Krise hat nichts mit der Steuerehrlichkeit der Griechen zu tun, Herr Schwarzer.
Aber das schreiben Sie ja auch selbst, wenn Sie darauf hinweisen,
daß selbst ein hundertprozentiger Schuldenschnitt kein echtes
Problem für die Eurozone darstellt. Die Gründe der Euro-Krise
habe ich in meiner Antwort an Frau Holtmann ja grob skizziert. Die
Euro-Krise ist systembedingt und hat nichts mit Griechenland zu tun.
Selbst bei absoluter Steuerehrlichkeit, maximaler Steuerquote und
Hartz-IV-Niveau für die Mehrheit der Griechen ist es in meinen
Augen mehr als zweifelhaft, ob das dann ausreichen würde. Davon mal
ganz abgesehen, daß die Griechen Zustände wie in Deutschland
nicht hinnehmen würden.
Das überragende Problem aber ist, ob mit Euro oder DM, die totale
Deregulierung der Finanzmärkte. Die Zockerei gegen einzelne
Volkswirtschaften erzeugt grund- und sinnlos eine stetig steigende
Staatsverschuldung. Das führt zwangsläufig in die Pleite, da
keine Handlungsspielräume mehr bleiben. Und daher muß die
wirksame Regulierung der Finanzmärkte höchste Priorität genießen.
Sie sprechen da ein Hauptproblem des Euro an, Frau Holtmann.
Richtig ist, daß die Unterschiede zwischen den Staaten der
Eurozone das Problem schlechthin sind. Vor der Währungsunion
hätte die politische Union stehen müssen. So aber ergaben sich
für die weniger leistungsfähigen Staaten aufgrund der
fehlenden Wechselkurse derart hohe Kosten, daß eine zunehmende
Staatsverschuldung zwangsläufig war. Da helfen auch keine noch so
hohen Steuern. Und davon hat insbesondere Deutschland profitiert, wie
man aber jetzt sieht, nur relativ kurzfristig. Diese Entwicklung war
vorhersehbar, wurde aber von deutschen und französischen Politikern
aus ideologischen Gründen ignoriert.
Diesen Geburtsfehler des Euro könnte man zwar theoretisch
beseitigen, praktisch ist Europa aber noch nicht reif für eine
politische Union. Das Vorhaben einer Fiskalunion wird nicht gelingen,
ein vorgezogener Fiskalpakt wird die Probleme nur verschärfen.
Realistisch betrachtet ist der Euro gescheitert.
Dennoch, ohne eine wirksame Regulierung der Finanzmärkte hat auch
die DM keine Chance
Tsipras kann nichts tun
Wir können Griechenland getrost sich selbst überlassen. Die Altschulden kann man ja noch ablösen, unter Beteiligung der Altgläubiger (Schuldenschnitt). Aber es gibt kein frisches Geld mehr von uns für neue Schulden der Griechen. Die Griechen werden dann mit dem auskommen müssen, was an Steuern beim Staat ankommt. Es liegt dann an den Griechen und ihrer Steuerehrlichkeit, wieviel vom Geld in der Staatskasse ankommt. Das kann uns völlig egal sein, und den Griechen scheint es ja auch egal zu sein. Den Euro können die Griechen dann gerne behalten. Welche Währung die haben, ist eigentlich egal. Im Grund es geht es in der ganzen Eurokrise nur um die fehlende Steuerehrlichkeit der Griechen.
Aber die Verschuldungsquote allein ist ja gar nicht aussagekräftig, Herr Meier.
Sie muss im Zusammenhang mit dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der
Länder beurteilt werden. (Ich gebe Ihnen aber recht, wenn Sie die
hohe Verschuldung Deutschlands oder vor allen Dingen der USA als
problematisch bezeichnen.) - Und damit wir uns nicht falsch verstehen:
Natürlich müssen viele Praktiken der Finanzwirtschaft (z. B.
der Hochfrequenzhandel) einer stärkeren Reglementierung
unterliegen. Nur stellen liegt in diesen Praktiken nicht die Ursache der Krise.
Und auf Ihre Eingangsfrage "Und, was hat es genützt?",
ist zu antworten, was bis jetzt immer gegolten hat: Die Daumenschrauben
wurden angedroht, angezogen wurden sie nie. Die Aufnahme der Schulden
hat sich danach noch gesteigert.
Ja, Frau Holtmann,
aber, hat es etwas genutzt? Schauen Sie doch einmal nach, wie hoch die
Staatsverschuldung in Deutschland 2005 war. Und, wie hoch ist sie Heute?
Nun sagen Sie mal ehrlich, die Staatsschulden Griechenlands, sind das
nicht Peanuts für die Eurozone? Stellen die 250 oder 350 Milliarden
Euro wirklich ein echtes Problem für den Euro dar? Gar für
Europa? Ich sehe das nicht.
Aber an Griechenland hat die Finanzwirtschaft getestet, wie weit sie die
Eurozone unter Druck setzen kann, wie weit sie gehen kann und ob die
Politik vor ihr einknickt. Und nachdem nun feststeht, daß von der
Politik keinerlei Gegenwehr zu erwarten ist, nehmen die Zocker sich ein
Land nach dem anderen vor. Das kann nicht gutgehen und das hat nichts
mehr mit Griechenland zu tun. Das ist Raubtierkapitalismus in reinster Form.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die amerikanischen
Rating-Agenturen sich nur an Europa derart abarbeiten und nicht an den
USA? Sieht es da nicht deutlich schlechter aus, als in Europa?
@ Herrn Meier / Staatsdefizit - Daumenschrauben für Athen (FAZ vom 9.2.2005)
"Die EU-Kommission hat das laufende Defizit-Strafverfahren gegen
Griechenland weiter in Richtung Sanktionen getrieben. Sie will damit den
größten Defizitsünder des Euro-Raums zum Schuldenabbau
zwingen. ..."
Wie Sie an dem Jahr der Berichterstattung sehen, hat die griechische
Situation nichts mit der von Ihnen angeführten Krise von 2008 zu
tun.
Sehr geehrter Herr Teuber,
da rennen Sie bei mir doch offenen Türen ein.
Selbstverständlich haben fast alle Staaten der Eurozone über
ihre Verhältnisse gelebt. Auch Deutschland hat keinen einzigen Euro
seiner Staatsschulden abgebaut. Dennoch waren 2008 ff. eine Zäsur.
Denn der Machtkampf zwischen Finanzwelt und Politik wurde in der Folge
ganz eindeutig zu Gunsten der Finanzmärkte entschieden. Die Lehman
Brothers Pleite war der Lackmustest, den die Politik nicht bestanden
hat. Seitdem wird nicht mehr auf Immobilien gewettet, stattdessen wird
auf Staatshaushalte gewettet. Und immer mit dem drohenden Zeigefinger
auf die Lehman Pleite zeigend.
Diese Wetterei, begünstigt durch die Deregulierung der
Finanzmärkte z. B. durch Schröder (SPD), ist es, die uns
endgültig das Genick brechen wird. Denn diesen Irrsinn kann die
Realwirtschaft nicht auffangen, egal wie hoch oder niedrig die
Staatsschulden sind, ob wir in Euro oder DM zahlen oder ob Griechenland
in der Eurozone bleibt.
Herr Meier
ich verstehe nicht,wie Sie die Länder Griechenland,Spanien,Portugal
& Co. von aller Schuld freisprechen können ?!
.
Wenn Sie als Privatmann ungeahnte Schulden machen,alles Geld verjubeln
und Leben wie Gott in Frankreich und irgendwann alle Banken Ihnen kein
Geld mehr leihen wollen,wer ist dann in Ihren Augen Schuld ?
.
Die Banken oder doch Sie als Geldverprasser ?
.
Die Blaupause "Bankenkrise 2008" paßt nicht auf die hier
Verdächtigen !
.
Es ist eine Tatsache,daß alle die Länder,um die es jetzt
geht,über Jahre hinweg -und auch schon VOR der Finanzkrise 2008 -
exorbitante Schulden machten .Die griechischen,portugiesischen udn
spanischen Banken etwa hatten nie auf dem amerikanischen Immobilienmarkt
investiert -also wurden sie auch nie von ihren Ländern gerettet
,was zu einer höheren Staatsverschuldung geführt hätte.
.
Und diese Mond-Schulden -welche diese Länder nun haben- konnten sie
nur wegen des TEuro machen -weil die Kreditgeber diesen als
Blanko-Sicherheit sahen !
Nun, Herr Berg,
wenn Sie der Meinung sind, Griechenland stelle kein ernsthaftes Problem dar, denn Hessen ziehen wir ja auch mit durch, dann stimmen Sie mir sicher zu, daß es sinnvoller ist, sich dem wahren Problem zu widmen, oder?
Es wird Sie hoffentlich nicht wundern, Frau Holtmann,
daß ich Ihrer Einschätzung nicht folgen kann. Aber es ist müßig, dies hier näher zu erläutern. Auch Sie werden das noch erkennen (müssen).
Unsinn !
Immer mehr Politiker wollen, dass Gr. abhaut. Es ist zuwenig Wille
erkennbar, in Zukunft von eigenem Feld zu leben. Die Wut der Arbeiter,
für Gr. mitarbeiten zu müssen, weist der Politik
den Weg. Gr. hat das Wirtschaftvolumen wie das dt. Hessen. Es kommt
nicht auf den Handel
an, d. wird das kaum merken.
Vielleicht lesen Sie den Kommentar "Europa in Not - Deutschland in Gefahr".
Es ist möglich, dass er Ihnen dabei hilft, die Ursachen der Krise
zu erkennnen. Die Banken sind in Schwierigkeiten, weil die
überschuldeten Staaten ihre Schulden nicht mehr begleichen
können. Die Politiker lenken aber gern von diesen politischen
Ursachen der Krise ab. Für ihr Versagen und ihre Schuld
instrumentalisieren sie die Ablehnung der Bürger gegen die
"Welt der Finanzen". - Das Sündenbock-Prinzip
funktioniert eben gut.
Di-Da-De ("Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch")
Seit meiner Jugend, und das ist schon eine ganzen Weile her, hör
ich die Kakofoniekombination von Di-Da -De, nämlich in Zusammenhang
mitn"Die da unten..." und wir mit der starken
"D-Mark". Es scheint sozio-genetisch zu sein, dass
"wir" die braven arbeitsamen sind, und dieda unten die faulen,
bei denen wir zwar im Sommer anliegen, aber eben nur ganz kurz...
Dieser antropologische Schwachsinn, eine Stammtischgeburt, kursier
wieder voll seit der GR-Krise, leider auch von sonst doch eher
nüchternen Medien getragen. Ist die Mythik des/der Deutschen vom
Herrenmenschen immer noch aktiv?
"Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch", hatte
Brecht recht?
Herr Stockinger, der Brecht hat sowenig rechtgehabt wie Sie
Denn Sie sagen nicht wir Herrenmesnchen und die da unten, nein, Sie sagen wir Herrenmenschen und die Stammtischredner. Ich habe 1Jahr in einem KZ, 5,5 Jahre in einem Zwangsarbeitslager in meinem Geburtsland, Jugoslawien, 25 Jahre in Deutschland (wo ich Buerger bin), und 18 Jahre in Australien gearbeitet. Nur die Australier zahlen mir eine angebrachte Rente, Deutschland zahlt mir auch Rente, aber seit mehr als 15 Jahre keine Aufbesserung (das ist Sozialismus), denn unsere LINKEN muessen den Griechen die fruehe Rente bezahlen, Mein Geburtsland zahlt nichts!!! Keine Entschaedigung fuer Kz oder Zwangsarbeit und auch keinen Cent Rente. Herr Herrenmensch, haben Sie eine Antwort dazu? Oder wuerden SIE mir die Schulden des ehem. Kommunistischen Jugoslawien bezahlen??? Sie glauben doch auch nicht an Schuldenzahlen!
Jaja
Die Nazi-Selbstkasteiung, auch wenn sie faktisch keinen Sinn macht.
Und Frau Lagarde ist wohl auch "Nazi" ?
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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