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Grenzkonflikt mit Syrien Neue Granateinschläge - Türkei schießt zurück

 ·  An der türkisch-syrischen Grenze ist es einen Tag nach der Kriegswarnung von Ministerpräsident Erdogan wieder zu Scharmützeln gekommen. Nachdem abermals Granaten aus Syrien südtürkisches Gebiet trafen, erwiderte das Militär das Feuer.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 07.10.2012 15:43 Uhr

Wer greift wen an?

Die Saudis und Katar haben Syrien angegriffen, mit logistischer Hilfe der Amis. Es geht darum
zuerst einen wichtigen Verbündeten des Iran, Syrien, auszuschalten. Assad kämpft mit seinen
Minderheiten gegen die sunn. Bevölkerungsmehrheit. Alle möglichen Milizen, viele Ausländer, mischen dort mit. Es wird überall exekutiert, das heisst auch ganze Familien werden gezielt ausgelöscht. Um Schrecken und Angst zu erzeugen. Wenn Syrien besiegt ist, geht es gegen den Iran. Syrien ist dann Aufmarschplatz und Flugzeugträger. Von Süden über den Pers. Golf ginge es nicht. Man behindert zu lange die Öl-Schiffahrt. Die Türkei ist Ostflanke der (ameri-kanischen) NATO. Sie schwankt, ob sie das Problem im Kampf gegen die Kurden in Anatolien en pasant lösen kann. Diese haben ihren Rückhalt im Nordirak, Mossul. Seitdem sie so tapfer
mit den Amis gegen Saddam gekämpft haben, winkt die Freiheit. Ein großer Unsicherheitsfak-
tor sind die schiitischen iranischen Freiwilligen, die in Syrien eingetroffen sind

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.10.2012 14:55 Uhr
Tim Wilhelm

dieses zitat

" Assad kämpft mit seinen
Minderheiten gegen die sunn. Bevölkerungsmehrheit." verstehe ich nicht ganz bzw. stimmt so nicht? wenn Sie davon ausgehen, dass hinter Assad nur eine bestimme minderheit steht, die auch noch vll. ausschließlich schiiten sind, dann ist dies nicht der fall. 1. steht die mehrheit des syr. volkes hinter assad und 2. kämpfen in der syr. armee soldaten aus verschiedener religiöser herkunft. sunniten seit an seit mit shiiten und christen und weiteren ethnischen gruppen.

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andre schütze
andre schütze (wruck22) - 07.10.2012 08:50 Uhr

antwort

Ich stimme dir voll zu.Es ist nur noch eine frage der zeit bis wir wieder unsere Friedenserhaltungskampfbomberstaffel los schiecken um die demokratie herbei zu bomben und was wir unter demokratie verstehen sehen wir ja in Afganistan,irak Libyen.....ez.Das ist alles so krank und pervers !

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Gerhard Rohlfs

@Andre Schütze: Es wurde also getürkt, wie zu erwarten war

Geopolitische Lage: Die USA sind dabei, das grosse Spiel in Asien gegen China und Russland zu verlieren, und spielen jetzt ihren letzten Trumpf aus, die mohammedanische Karte. Die Türkei darf daher auf Landnahme-Feldzug gehen und andere Länder überfallen, deren Regime die USA aus irgendwelchen kurzsichtigen Gründen, meist Öl, hier das Bündnis mit Iran, beseitigt sehen wollen.
Kein Anlass für uns, schon wieder für fremde Herren die Kastanien aus dem Feuer zu holen.
.
Der politischen Klasse der Bundesrepublik käme eine eine kriegerische Eskalation mit NATO-"Verteidigungsfall" allerdings gelegen, um von ihrer bevorstehenden und unvermeidlichen Rettungs-Pleite (ESM-Blankoscheck ist unterzeichnet) abzulenken. Sie kann im Grunde nur noch auf einen Ausnahmezustand hoffen, den sie anschliessend frei nach Carl Schmitt zu kontrollieren versucht. Also besser, ihr mal auf die Finger zu schauen.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 06.10.2012 18:55 Uhr

Kann mir jemand aufdröseln welche Rolle "Die Kurden" bei diesem Konflikt spielen?

jetzt nicht unbedingt an dem Ort der benannten Einschläge, sondern im Konflikt insgesamt.

PS Arabischer Aufstand Teil 2. Der Erste war war vor ca 100Jahren. Hauptmotivation mancher Araber war damals nicht Nationalismus sondern Geld und Beute lt. Lawrence. Briten, Franzosen waren die Gegenspieler des mit Deutschland verbündeten osmanischen Reiches. Briten und Franzosen sorgten dann dafür das die "richtigen" Stammesführer König werden konnten.
Mal sehen was dieses mal heraus kommt.

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Cornelia  Holtmann

Die Türkei "schießt zurück"?

Niemand hier kann mit Sicherheit sagen, wer die Granaten abgeschossen hat. Aus diesem Grund verstehe ich auch nicht, dass der Artikel so eindeutig von einer Verteidigungssituation der Türkei ausgeht. Assad ist eigentlich zur Zeit anderweitig beschäftigt, aus welchem Grund sollte er sich neben dem Krieg im Innern noch einen Krieg gegen die Türkei führen wollen?

Und erstaunlich ist es auch, dass Herr Erdogan so empfindlich auf Granatenangriffe reagiert. Die Angriffe der Hamas auf Israel sieht er sehr gelassen.

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andre schütze
andre schütze (wruck22) - 06.10.2012 17:43 Uhr

unter falscher flage

Die türkische Zeitung Yurt schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe, die Granaten die auf Akçakale abgefeuert wurden, stammen aus NATO-Beständen. Damit ist klar, nicht das syrische Militär hat geschossen, die diese Munition gar nicht besitzt, sondern die von der NATO angeheuerten Terroristen selber. Wieder eine inszenierte Provokation, um einen Grund für einen Krieg gegen Syrien zu haben.

Laut dem Chefredakteur von Yurt, Merdan Yanardag, hat die Zeitung verlässliche Informationen erhalten, die Türkei hat die Granaten an die sogenannte Free Syrian Army (FSA) geliefert, welche fünf türkische Zivilisten in Akçakale tötete und zahlreiche verletzte.

"Diese Informationen bestätigen, die falsche Politik der Erdogan-Regierung steckt hinter dem Beschuss der Stadt mit Mörsergranaten, die fünf Türken das Leben kostete," schrieb Yanardag.
...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.10.2012 13:38 Uhr
Heimo Hammer
Heimo Hammer (blokker) - 09.10.2012 13:38 Uhr

Radio Erivan hat Berichtet.......

das die Enten aus Syrien fliehen. Yurt kennt kein Mensch. Aber Hauptsache es hat jemand gegen die Türkei geschrieben. Das reicht schon aus um Gerüchte als Tatsachen hinzustellen.

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andre schütze
andre schütze (wruck22) - 07.10.2012 09:03 Uhr

antwort

die Türkei war noch bis 2007 relativ selbständig was man daran sehen konnte wie erdogan sich gegen israel gestellt hat,dann hat er sich aber erwischen lassen wie er masiv geld in seine tasche und seine familie gestekt hat seit dem tanzt er nach der pfeife der usa und droht mit krieg gegen ein land was bis vor kurzen noch eng verbündet mit der türkei war.auserdem befinden wir uns schon im krieg gegen syrien die usa franreich england katar und saudi arabien finanzieren und rüsten die söldner aus.in der türkei werden sie ausgebildet und dann nach syrien geschmuggelt wenn das keine kriegerrische handlung ist dann weis ich auch nicht.

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Benjamin Strube

Stimm ich Ihnen zu,

ich hatte hier schonmal einen provokanten Kommentar gewagt in Bezug auf die Rolle der Türkei in der NATO. (Wurde leider nicht freigegeben). Wie dem auch sei, sie führen meiner Meinung nach brav die Befehle der NATO aus und sie haben auch garkeine andere Wahl.. Es ist ja bekannt, dass die NATO schon seit Monaten nach einem Grund sucht welches einen Krieg gegen Syrien rechtfertigt. Ich schätze mal das Endziel wird der Iran sein. Syrien steht Israel in der Bestrebung ja nur im Weg. // »Meiner Meinung nach« ist die Türkei, wie Deutschland, leider auch nur ein weiterer Sklave der NATO. Hoffen wir das Beste.

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Rolf-Dirk Maehler

Ist eigentlich schon mal jemandem der Gedanke gekommen, daß die Regierungsgegner in Syrien ...

... ganz gezielt versuchen ein Eingreifen der Türkei zu provozieren. Zimperlich sind die ja bei ihren Kriegshandlungen nun auch nicht. Und die Türkei hatte sich bisher nicht unparteiisch verhalten. Ich wäre deshalb sehr vorsichtig hier einen "NATO-Fall" auch nur diskussionsweise anzunehmen. Obwohl eine realistische Einschätzung der Handlungen in Syrien sicher nicht einfach ist, stört es mich besonders wie schnell die Ereignisse dort kategorisiert werden wobei immer nur eine Partei die Schuld trägt. Dieser sehr amerikanischen Urteilsweise kann ich mich nicht anschließen, weil auch dort die Interessenlage sehr eindeutig ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.10.2012 14:59 Uhr
Tim Wilhelm

Politik ist nicht schwarz od. weiss!

exakt. das behauptet auch niemand! jedoch kann man als mensch sich der geschichte bedienen und die handschriften, die diesesmal im krisenherd-syrien zu lesen sind, lassen einen geschichtskundigen menschen schlüsse ziehen. und wenn diese nach mancher leute hier das "usa-feindbild" aufblitzen lässt, dann suchen sie die schuld nicht auf der falschen seite!

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Reinhold Maier
Reinhold Maier (Reinmai) - 06.10.2012 20:35 Uhr

@Herr Maehler...

...wohltuend Ihr Beitrag...und ich schließe mich der Meinung des @Herrn Ranitzki an, der Ihnen zunächst geantwortet hat. Man wundert sich über die vielen Foristen hier, die von ihrem einseitigen US-Feindbild nicht lassen können. Viel zu komplex ist hier die politische Gemengelage, somit scheint mir Ihre Argumentation, obwohl hypothetisch, viel logischer. Aber Sie argumentieren eben auch sachlich zurückhaltend und somit ohne Vorverurteilung.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 06.10.2012 17:07 Uhr

Das Fahrzeug im Vordergrund trägt m.E. ein Flugabwehrsystem

Die abgedeckten Panzer im Hintergrund sind vermutlich alte M60.
Bei Kettenfahrzeugen mit Granatwerfern befindet sich der Mörser/Granatwerfer idR im offen Kampfraum im hinteren Teil des Fahrzeugs. Es gibt auch Raketenwerfersysteme die Ihre Systeme tatsächlich auf dem Dach tragen. Ich gehe aber davon aus es handelt sich um ein Flugabwehrsystem (vermutlich Stinger)

Es ist auch sinnvoll Panzerabstellplätze mit Fla-Systemen zu schützen. Was vermutlich hier der Fall ist.

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