Home
http://www.faz.net/-gq5-6kom9
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Sonntag, 12. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Golfregion Mubarak kritisiert Iran

06.09.2010 ·  Der ägyptische Präsident Mubarak hat Iran für „neue Gefahren in der Golfregion“ verantwortlich gemacht. Konflikte in Afghanistan, Pakistan, im Irak und im Libanon gebe es schon. Nun kämen neue Gefahren hinzu, die die Golfregion und deren Stabilität bedrohten.

Von Rainer Hermann, Abu Dhabi
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der ägyptische Präsident Mubarak hat Iran für „neue Gefahren in der Golfregion“ verantwortlich gemacht. In einer Rede anlässlich der Nacht, in der der Koran erstmals offenbart worden sein soll, sagte Mubarak, die Erinnerung an jene Nacht falle in eine Zeit, in der sich die arabische und die islamische Welt „schwierigen Zeiten“ gegenübersehe. Konflikte in Afghanistan, Pakistan, im Irak und im Libanon sowie in Sudan und Somalia gebe es schon. Nun kämen neue Gefahren hinzu, die die Golfregion und deren Stabilität bedrohten. Die Golfregion sei „von Stürmen bedroht“, sagte Mubarak.

Erst am Wochenende hatte Ägypten einen Besuch des iranischen Außenministers Mottaki verschoben, der Kairo besuchen wollte. Unmittelbar zuvor hatte Iran kritisiert, dass arabische Staaten, unter ihnen Ägypten, die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern unterstützen. Iran versucht seit Jahren eine Annäherung an Ägypten, stößt in Kairo aber auf großes Misstrauen. Beide Staaten unterhalten seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen mehr. Eine große Straße in Teheran ist nach dem Mörder des früheren ägyptischen Staatspräsidenten Sadat benannt. Der iranische Staatspräsident Ahmadineschad hatte am Sonntag in der qatarischen Hauptstadt die neuen Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern eine „Totgeburt“ bezeichnet.

Die arabischen Staaten, die mit Ausnahme des Iraks von sunnitischen Muslimen regiert werden, sind über das iranische Atomprogramm beunruhigt und über die Unterstützung von Extremisten in ihren Ländern durch Iran. Zuletzt hatte Bahrein am vergangenen Samstag Anklage gegen 23 schiitische Aktivisten erhoben, von denen zehn prominente Politiker sind. In der Anklageschrift wirft ihnen „Mitgliedschaft in einem Terrornetzwerk“ vorgeworfen, das innerhalb und außerhalb Bahreins einen Sturz der politischen Ordnung anstrebe, was auf eine Rolle Irans anspielt. Zellen dieses schiitischen Netzes sollen sich demnach auch in Kuweit befinden. Die meisten Angeklagten gehören der schiitischen Reformbewegung al Haq an und bestreiten, einen Umsturz anzustreben.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Blumen für Athen

Von Michael Martens

Wer glaubt, künftige Athener Regierungen könnten oder wollten die Sparvorgaben einhalten, hat Griechenland nicht verstanden. Auch künftige Regierungen werden scheitern. Denn die griechischen Strukturen sind, wie sie sind. Mehr 40