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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Giftmordaffäre Verdächtiger im Fall Litwinenko will sich angeblich stellen

14.03.2007 ·  Der frühere russische Geheimdienstler Kowtun, einer der wichtigsten Zeugen im Mordfall Litwinenko, will sich angeblich den deutschen Behörden stellen. Er soll das radioaktive Polonium über Hamburg nach London gebracht haben.

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Dimitri Kowtun, nach Erkenntnissen von Scotland Yard einer der wichtigsten Zeugen im Mordfall Alexander Litwinenko, will nach einem wochenlangen Klinik-Aufenthalt in Moskau nach Hamburg reisen und sich den deutschen Behörden stellen. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ in seiner Mittwoch-Ausgabe.

Der frühere Geheimdienstler Kowtun soll jedoch die Bedingung stellen, freies Geleit zu bekommen und nicht an die britische Justiz ausgeliefert zu werden. Das habe der 41jährige seiner ehemaligen Frau bei einem Treffen in der russischen Hauptstadt im Beisein eines Hamburger Anwaltes gesagt.

Auch England ermittelt gegen Kowtun

Kowtun stand bislang im Verdacht, das radioaktive Polonium 210 über Hamburg nach London gebracht zu haben, mit dem der russische Ex-Spion Alexander Litwinenko Anfang November ermordet worden war. Spuren des Giftes waren in der Wohnung seiner Ex-Frau in Hamburg und im Haus von Kowtuns ehemaliger Schwiegermutter in Schleswig-Holstein entdeckt worden.

Bei seinem Besuch in Moskau hat Außenminister Steinmeier die russische Regierung aufgefordert, die Todesfälle Politkowskaja und Litwinenko aufzuklären. Zugleich unterstrich er, die Bundesregierung setze weiter auf eine enge Partnerschaft Rußlands mit Europa.

Nach Informationen des Blattes wird in Hamburg weiterhin gegen Kowtun wegen des unerlaubten Transports eines radioaktiven Stoffes und des Verdachts auf die Vorbereitung eines Strahlungsverbrechens ermittelt. Ein Sprecher von Scotland Yard bestätigte dem „Hamburger Abendblatt“, dass auch in England gegen Kowtun im Zusammenhang mit dem Tod von Litwinenko ermittelt werde. Spuren des Giftes Polonium 210 waren in Kowtuns Körper nachgewiesen worden.

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