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Gewalt in Burma China fürchtet um seinen internationalen Ruf

28.09.2007 ·  Für das Regime Burmas ist China der wichtigste Verbündete und auch sein wichtigster Wirtschaftspartner. Doch weil die UN die Unterdrückung der Junta ächtet, wird für Peking gerade in dem Jahr vor den Olympischen Spielen das Bündnis zu einer großen Last.

Von Petra Kolonko, Peking
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Die Bilder aus Burma ähneln fatal jenen vom Tiananmen. Schwerbewaffnete Soldaten gegen friedliche Demonstranten, das endete im Jahr 1989 in Peking in einem Blutbad, für das bis heute niemand zur Verantwortung gezogen wurde.

Nicht zuletzt um die Bürger nicht an vergangene Zeiten zu erinnern, wird in China wenig über die Proteste in Burma berichtet. Die meisten der großen Zeitungen erwähnten das Vorgehen der Soldaten gegen die protestierenden Mönche nicht. Einige wenige zitierten nur die Stellungnahme des chinesischen Außenministeriums.

China mische sich nicht ein

Dort zeigt man sich weiter zurückhaltend, fordert aber die Führung in Burma zur Zurückhaltung auf. „Wir hoffen dass man ruhig bleibt und nichts unternimmt, was die Lage noch komplizieren könnte“, sagte die Sprecherin des Außenministeriums am Donnerstag.

Nachdem China und Russland eine Verurteilung des Militärregimes im UN-Sicherheitsrat verhindert hatten, forderte das Pekinger Außenministerium, Burma solle konkrete Schritte unternehmen, um die Krise zu lösen und zu einer normalen Lage zurückzukehren. China mische sich aber nicht in innere Angelegenheiten anderer Länder ein, versicherte das Außenministerium.

Schon wegen der Afrika-Politik in die Kritik gekommen

Doch unter dem üblichen Ton der Zurückhaltung ist ein Hauch von Sorge zu spüren. China ist zwar der wichtigste Verbündete des Regimes in Burma und auch sein wichtigster Wirtschaftspartner, doch will die Pekinger Regierung nicht unbedingt allzu freundlich gegenüber einem Regime erscheinen, das von der Weltgemeinschaft für seine Unterdrückung der Opposition geächtet wird.

Gerade in dem Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking liegt der chinesischen Führung daran, als verantwortliche Großmacht zu erscheinen. Nachdem die chinesische Führung bereits über ihre Afrika-Politik und Darfur in die Kritik gekommen war und als großer Verbündeter des Regimes in Nordkorea gesehen wird, verspricht ihre Nähe zu dem Militärregime in Burma, das sich jetzt gerade wieder von seiner hässlichsten Seite zeigt, nicht gerade internationalen Glanz.

Burma ist Rohstofflieferant

Für die Volksrepublik China ist Burma nicht nur als Markt für billige Konsumgüter und Standort für chinesische Investitionen von Bedeutung. Burma ist Rohstofflieferant. In diesem Jahr ist ein Abkommen über eine Gasleitung von Burma nach China geschlossen worden.

Es heißt, dass China über den burmesischen Hafen Kyau Phyu Öl nach China bringen will. Burma ist auch von strategischer Bedeutung. Über Burma hat China Zugang zum Golf von Bengalen und den Indischen Ozean.

Angst vor Unruhen an der eigenen Grenze

China muss sich aber als Nachbar und Investor auf alle Eventualitäten einstellen. Wenn die Proteste auf das ganze Land übergreifen sollten, muss China Unruhe an seiner Grenze fürchten. Sollten die demokratischen Kräfte doch noch gewinnen, müsste sich Peking auch einer künftigen nichtmilitärischen Regierung im Nachbarland als Partner empfehlen.

Peking hat aus der blutigen Niederschlagung seiner Demokratiebewegung gelernt, dass ein solches Vorgehen schwere Folgen nicht nur für das Ansehen eines Landes, sondern auch für seine wirtschaftliche Entwicklung haben kann. Deswegen hat Chinas UN-Botschafter auch gesagt, dass Burma die wirtschaftliche Entwicklung im Blick haben sollte.

China empfiehlt sein Modell, wirtschaftliche Reformen mit gleichzeitiger langsamer Öffnung. Doch derzeit scheinen sich die burmesischen Militärführer eher am Beispiel Peking 1989 orientieren.

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Politische Korrespondentin für Ostasien.

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