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Gespräche in Addis Abeba Sudan und Südsudan einigen sich auf entmilitarisierte Zone

 ·  Südsudan und Sudan haben nach tagelangen Verhandlungen in einigen Streitpunkten eine Einigung erzielt. Wesentliche Streitfragen blieben indes ungeklärt, so auch jene über die ölreiche Grenzregion Abyei.

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© dpa Die Präsidenten Sudans (Baschir, links) und Südsudans (Kiir) 2011 in Khartoum

Im Konflikt um die Grenzzeihung und um Öl zwischen Sudan und dem Südsudan haben beide Seiten weitere Annäherungen erzielt. Es seien Einigungen über einige umstrittene Gebiete erreicht worden, darunter über eine entmilitarisierte Zone, teilten Vertreter beider Länder am Mittwochabend in Addis Abeba mit. Es gebe eine „Vereinbarung über bestimmte Gebiete“, sagte der Sprecher der südsudanesischen Delegation, Atif Kiir. Sein sudanesischer Kollege Badr al-din Abdullah Badr sprach von „Fortschritt in vielen Fragen“.

Ein entsprechendes Teilabkommen soll am Donnerstag unterzeichnet werden. Die Einigung über die entmilitarisierte Pufferzone entlang der umstrittenen, nicht vollständig festgelegten Grenze sieht demnach vor, dass sich die jeweiligen Truppen zehn Kilometer weit ins Hinterland zurückziehen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Keine Einigung gab es den Angaben zufolge über die erdölreiche Grenzregion Abyei und andere umstrittene Grenzgebiete. Laut Kiir ist die Grenzfrage insgesamt weiter offen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aber vereinbart worden. Anfang August hatten der Sudan und der Südsudan sich im Streit um die Aufteilung der Erdöleinnahmen geeinigt.

Am Samstag war ein Ultimatum des UN-Sicherheitsrates, der eine friedliche Lösung des Grenzstreits fordert, abgelaufen. Das Gremium droht mit internationalen Sanktionen.

Die Beziehungen zwischen Khartum und Juba sind seit der Unabhängigkeitserklärung Südsudans im Juli 2011 angespannt. Der Unabhängigkeit Südsudans war ein zwei Jahrzehnte langer Bürgerkrieg zwischen der sudanesischen Zentralregierung und dem überwiegend christlichen Süden des Landes vorausgegangen. Bis zu einem Friedensabkommen im Jahr 2005 starben etwa zwei Millionen Menschen.

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