07.08.2007 · Zwischen Georgien und Russland bahnt sich neuer Streit an: Die Regierung in Tiflis beschuldigte Moskau, eine 700 Kilogramm schwere Bombe über einem Dorf nahe der Unruheprovinz Südossetien abgeworfen zu haben.
Zwischen Georgien und dem Nachbarn Russland bahnt sich neuer Streit an. Die Regierung in Tiflis beschuldigte Russland am Dienstag, mit Hilfe zweier Kampfflugzeuge eine 700 Kilogramm schwere Bombe über einem Dorf nahe der Unruheprovinz Südossetien abgeworfen zu haben. Innenminister Wano Merabischwili sprach von einem „Akt der Aggression“. Glücklicherweise sei der Sprengsatz nicht explodiert. Niemand sei verletzt worden.
Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen. „Die russische Luftwaffe hat weder am Montag noch am Dienstag Einsätze über Georgien geflogen“, sagte Oberst Alexander Drobischewski.
Russland unterstützt die abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien moralisch und finanziell. Die Regierung in Moskau hat Georgien wiederholt vorgeworfen, eine anti-russische Politik zu betreiben. Georgien betrachtet die Provinzen hingegen als Teil seines Landes und ist strikt gegen eine Unabhängigkeit.
Vor fünf Jahren beschuldigte Georgien schon einmal das Nachbarland, Kampfflugzeuge über sein Territorium zu schicken. Russland bestritt dies.
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Alexander Sobeslavsky (Sobeslavsky)
- 07.08.2007, 10:34 Uhr