11.07.2009 · Seit fast acht Jahren sind britische Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Die Verluste dort sind mittlerweile höher als beim Einsatz im Irak. 184 Soldaten starben bis zum heutigen Tag bei ihrem Einsatz am Hindukusch.
In Afghanistan sind binnen 24 Stunden acht britische Soldaten getötet worden. Damit steigt die Zahl der getöteten Briten seit Beginn des Einsatzes vor fast acht Jahren auf 184 - beim sechs Jahre langen Irak-Einsatz starben 179 Soldaten. Die Regierung in London betonte am Samstag, sie werde am Engagement in Afghanistan festzuhalten.
Für die Briten in Afghanistan war es auch einer der blutigsten Tage seit Beginn des Einsatzes. Sechs Soldaten kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Freitag in der südlichen Provinz Helmand um, zwei weitere starben am Donnerstag. In den vergangenen zehn Tagen starben somit 15 Briten in Afghanistan. Außenminister David Miliband verteidigte den Einsatz. Die Soldaten kämpften „für die Zukunft Großbritanniens“. Afghanistan dürfe nicht wieder zur „Brutstätte des Terrorismus“ werden, sagte er am Samstag im BBC-Radio.
Premierminister Gordon Brown betonte, an der Afghanistan-Strategie festzuhalten. „Unsere Entschlossenheit, die Arbeit, die wir in Afghanistan und Pakistan angefangen haben, zu beenden, ist ungeschmälert“, sagte er auf dem G8-Gipfel in Italien.
Mehr als 8000 Briten stationiert
Der Chef der Streitkräfte, Jock Stirrup, sagte, der Einsatz schütze die Menschen zu Hause vor Terrorangriffen. Die radikalislamischen Taliban würden den Kampf „verlieren“. Die Vereinigten Staaten führen derzeit eine Großoffensive gegen die Taliban in Südafghanistan.
Allerdings entzündete sich wieder eine Debatte um den Sinn des Einsatzes. Oppositionschef David Cameron kritisierte, es sei „ein Skandal“, dass dem Militär nicht genug Mittel zur Verfügung gestellt würden. In Afghanistan sind derzeit rund 8300 Briten stationiert, vor allem im gefährlichen Süden des Landes. Großbritannien hatte seine militärische Präsenz bis zu den afghanischen Wahlen im kommenden Monat vorübergehend um einige hundert Soldaten aufgestockt. Die Streitkräfte beklagen jedoch immer wieder, dass die Ausrüstung nicht ausreichend seien. Den Irak-Einsatz hatten die Briten im April beendet.
Mehr tote Briten...
Reinhard Ettel (FredIV)
- 11.07.2009, 19:58 Uhr
Herr Ettel, wenn die betroffenen Muetter
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 12.07.2009, 00:33 Uhr
'Was gehen uns die Twinn Towers an'?
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 13.07.2009, 19:00 Uhr
nur mal die ruhe bewahren,
Christian Bartke (DerBartke)
- 13.07.2009, 19:32 Uhr