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Gaza-Konflikt Keine Ruhe in Gaza

 ·  Ägypten kann mit seinen Bemühungen um eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt nur dann erfolgreich sein, wenn es die Hamas zur Einsicht bewegt, die militärische Provokation Israels zu beenden. Ein Kommentar.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)
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Heinz Assenmacher

Israel handelt völkerrechtswidrig

Wieder wird im Westen diskutiert, wer denn diesmal mit dem kriegerischen Gewaltausbruch begonnen hat. Und wieder hängt die Beantwortung dieser Frage davon ab, wo man den Anfang der Auseinandersetzungen sieht.
Israel hat den Gaza-Streifen 1967 militärisch besetzt und 2005 wieder verlassen. Seitdem werden die Menschen dort durch eine brutale Abriegelungspolitik stranguliert und an der Entwicklung einer Zivilgesellschaft gehindert. Selbst Versuche internationaler Organisationen, den Menschen in Gaza durch Lieferung humanitärer Hilfsmittel zu helfen, wurden von Israel ohne Rücksicht auf Menschenleben mit militärischer Gewalt unterbunden, wie z.B. 2010 bei der Erstürmung der Marvi Marmara. Dies ist völkerrechtlich illegal und inhuman.
Israel hat die aktuelle Zuspitzung der Gewalt zu verantworten, weil es sich seit 1967 weigert, internatonales Recht anzuerkennen. Die UNO hat den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat sowie ein Rückkehrrecht der Millionen Flüchtlinge von 1948 un

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Dietmar Blum

"Einsicht der Hamas"?

dieser Verein würde damit seine einzige Daseinsberechtigung verlieren!

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Werner Neustock
Werner Neustock (altego) - 19.11.2012 10:11 Uhr

Keine Ruhe

Mir stellt sich die Frage:
von wem und wie kommen die Raketen der Hamas in den Gaza-Streifen?
Der Einsatz dieser Raketen gegen Israel ist doch das eigentliche Grundübel.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 14:38 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 19.11.2012 14:38 Uhr

selektive Wahrnehmung, mangelnde Selbstreflexion, Projektion

Das ist genau an jene zu erkennen, die nur die Raketen aus Gaza wahrnehmen.

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Dietmar Blum

...

Googlen Sie unter "selektiver Wahrnehmung" Frau Orti und dann ein wenig Selbstreflexion!

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 19.11.2012 10:52 Uhr

"Der Einsatz dieser Raketen gegen Israel ist doch das eigentliche Grundübel"

Für Sie ist also sonst alles in Ordnung, was Israel seit Jahrzehnten betreibt.

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Günter Busse

Eine Waffenruhe wäre wünschenswert....

Aber natürlich nicht einseitig, sondern von beiden Seiten.
Und wer wirkt auf Netanyahu und Lieberman ein?
Und was kommt nach der Waffenruhe? Wenn es danach nicht zu einer Verbesserung
der Lage der entrechteten Palästinenser kommt, ist der nächste militärische Konflikt
schon wieder vorprogrammiert.
Und der kann sich ausweiten. Nachdem in einigen arabischen Ländern die Diktatoren
gestürzt worden sind, werden es die Menschen in diesen Ländern immer weniger
akzeptieren, das ihre Glaubensgenossen in Palästina wie Menschen zweiter Klasse
behandelt werden.

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Walter Müller
Walter Müller (camier) - 19.11.2012 06:30 Uhr

Die ganze Argumentation Israels und des Westens beruht auf einer Lüge

Vor der gezielten Ermordung Jaabaris hat die Hamas keine Raketen auf Israel abgefeuert. Das waren andere Gruppen wie islamischer Jihad, die Salafisten und was es sonst noch an radikaleren Kräften in Gaza gibt. Die Hamas hatte immer einen mäßigenden Einfluss auf diese Gruppen. Der israelische Angriff allein ist die Ursache der jetzigen Eskalation und er hat ausschließlich wahltaktische Gründe. Wie erbärmlich!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 12:49 Uhr
Dietmar Blum

Herr Tarasenko

in welcher Welt leben Sie eigentlich?

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joachim tarasenko

in welcher Welt leben wir eigentlich?

Es wird halt ein Feindbild gebraucht. Der Westen hat noch nie einen guten Palästinenser gefunden oder jemals gut über ihn/sie geschrieben. Reden kann man natürlich auch mit keinem von denen. Dabei hat man Arafat wirklich hofiert. Zuletzt seine Residenz in Ramallah zu einer Ruine geschossen und ihm den Strom abgesperrt. Alle waren sie nicht akzeptabel, nicht demütig genug,insubordinat und frech gegenüber ihren Herren, den Israelis. Das kann natürlich nicht angehen und muss bestraft werden. Sie vergessen auch oft demütig ihren Dank zu zeigen wenn man sie hungern lässt, oder ihre Häuser abreisst. Oder wenn sie in Jerusalem ohne Grund beschimpft werden oder geschlagen, Ihnen keine Reisefreiheit erlaubt, ihnen die Zukunft verbaut und überhaupt, sie noch ausrotten will. Dann kommt noch die Islamophobie dazu und fertig ist die Gift Melange. Man denkt nicht wir wären im 21. Jahrhundert sondern in Judäa unter römischer Knute.

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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 19.11.2012 01:41 Uhr

Wie lösen wir das neugeschichtlich unglaublicheste Problem das die junge UN uns beschehrte?

Warum waren F.D.Roosevelt und Churchill nach WK 2 gegen die Gründung eines Israel das von den Zionisten durchgeboxt wurde. 1948 stimmten 38 UN Mitglieder, 33 dafür, England und 4 andere enthielten die Stimme. Roosevelt war inzwischen gestorben und Churchill abgewählt. Da waren vorher keine "Verhandlungen" mit den Palestinensern,. auf die die Israelis jetzt so friedgesinnt bereit sind. Die Palestinenser wurden sozusagen von einem Tag auf den andern nach etwa 2000 Jahren aus Haus und Boden herausgeworfen. Was für eine Grundlage jezt für Verhandlungen? Das ganze Israel Konstrukt basiert einzig und alleine auf der unkondizionellen Unterstützung dere USA. Solange die USA Israel immer nachgibt wird es nie eine friedliche Lösung geben. Die aussichtsreichste Lösung wäre wohl ein Einheitsstaat, wobei die USA alle Israelis die wie, zu alten Zeiten von ihrem Land einfach fortgelaufen sind, zu sich einwandern lassen.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 19.11.2012 00:48 Uhr

Verbrecher

Daß Hamas sich mäßigen würde, widerlegen die Raketen auf Israel. Ich glaube Hamas möchte Ägypten gerne in den jetzigen Konflikt mit hinein ziehen. Der ägyptischen Bevölkerung würde ich zutrauen, daß sie sich dazu aufhetzen läßt. Hamas ist an Frieden nicht interessiert. Das sind völlig skrupellose Verbrecher. Die versuchen m.E. gerade ganz Palästina anzuzünden. Man muß sich schämen, daß dieses Gesindel u.a. von der EU alimentiert wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 09:24 Uhr
Adalbert Doliwa

Verbrecher?????

Lieber Herr Schweitzer,

empfehle Ihnen einmal darüber nachzudenken, ggf. auch nachzulesen was die völkerrechtswidrige und durch die UN -Resolutionen geahndete aggressive Siedlungspolitik der Israelis hervorgerufen hat. Diese Resolutionen wurden niemals beachtet.

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Erdal Kalyon

Ägypten kann mit seinen Bemühungen um eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt nur dann erfolgreich sein, we

Dieser Titel ist nicht mehr lustig, sondern schon kriminell, wenn Opfer die Täter zur Einsicht bewegen sollen....Typisch FAZ..

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Konstantin Schneider

Israel macht alles richtig

Bisher haben es die Israelis noch immer verstanden, auf Provokationen mit solch massiver Gegengewalt zu reagieren, dass das Land danach für viele Jahre Ruhe hatte. Von 900 palästinensischen Raketen kaum in Bedrängnis gebracht werden zu können ist schon großartig.

Man darf eben nicht vergessen, dass sich die Israelis seit ihrer Staatsgründung darüber im Klaren waren, dass es möglicherweise 100 Jahre dauert, bis sie mal davon träumen können einen ewigen Frieden zu erringen.

Innerhalb von 100 Jahren gab es wegen der "Deutschen Frage" den Sieg der Preussen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich, ausserdem 2 Weltkriege, die Teilung, den Mauerbau und die Elysee-Verträge.

Bis 2048 wird Israel also noch durchhalten müssen, bis es einen Freundschaftsvertrag mit dem Iran unterzeichnen kann. Doch immerhin in 36 Jahren wird es dann wohl soweit sein. Denn nach diesem Konflikt wissen die Mullahs endgültig, dass es völlig aussichtslos ist, das Heilige Land zurückerobern zu wollen.

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gisbert heimes

Utopie Frieden in Nahost

Das enorme Konfliktpotential ist dort mit den herkömmlichen Methoden der Diplomatie nicht wegzubekommen; auch nicht mit 'herkömmlichem' Krieg. Einzig vor der Atomoption würden auch die drei Großmächte USA, Rußland und China wohl zurückschrecken. Bleibt nur die Utopie, daß sie sich verständigen, ehe die Atomoption Realität werden könnte. Eine gemeinsam erzwungene Befriedung der Konfliktparteien durch die Großmächte wäre zwar auch nicht schön, aber besser als dieser anhaltende Schrecken mit dem Risiko eines desaströsen Ausgangs nicht nur vor Ort.

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Eckhardt Kiwitt

Charta der Hamas lesen

Die Hamas müsste schon ihre Charta ändern, um den Konflikt mit Israel zu beenden. Damit aber würde die Hamas ihr Selbstverständnis wohl aufgeben. In dieser Charta der Hamas heißt es in Artikel 7: „Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: 'Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!'“ Und im Artikel 32: „Den Kreis des Konflikts mit dem Zionismus zu verlassen ist Hochverrat. Alle, die das tun, sollen verflucht sein. 'Wer immer ihnen den Rücken zukehrt […] zieht sich den Zorn Allahs zu, und seine Wohnung soll die Hölle sein…' (Koran, 8:16)“ Ob die Führung der Hamas bereit ist, so weit zu gehen, und ob die Mehrheit der Palästinenser einen solchen Weg wohl mitgehen würde - bereit, diesen Verzicht zu üben ? Eckhardt Kiwitt, Freising

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thomas röver

gaza- konflikt

bodentruppen der israelis würden dem land viel sympathien kosten, die es dringend braucht,nach der massiven früheren siedlungspolitik.
mir macht auch sorgen, daß der iran die situation ausnutzen könnte, und israel sich in einem
mehrfrontenkrieg verstrickt, das wäre der super-gau.....
das ende dieser kriegsform haben unsere väter und grossväter noch erlebt.

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18.11.2012, 17:38 Uhr

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