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Gaza-Konflikt Israel braucht seine Nachbarn

 ·  Nur eine starke Hamas kann dafür sorgen, dass eine Waffenruhe hält, denn anderenfalls übernähmen noch radikalere Kräfte die Führung im Gazastreifen. Doch die Hamas verliert an Boden - nicht nur wegen der israelischen Offensive.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (31)
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klaus keller (klkeller) - 20.11.2012 16:27 Uhr

Selbstbewußte! Keine die ihre Minderwertigkeitskomplexe mit Bombenanschlägen

kompensieren müssen weil sie in Ihrem Flüchtlingsdasein steckengeblieben sind und es nicht schaffen sich eine Existenz aufzubauen und sei es als Einwander großein einer wirklich weiten Welt.
Wer will jammernde depressive haben?
Menschen mit Burnout hält man eine Weile aus aber irgendwann gehen sie einem auf die Nerven wenn sie einem ständig mit dem gleichen Kram in den Ohren liegen.
Hier: Die bösen Juden lassen uns nicht in Frieden mähhhhhhhh.
Es Nervt. Das einzige was mir noch fehlt sind Frau Nahles und Herr Gabriel in Verbindung mit einen Grünen die ggf einige Hundertausend demnächst nach Deutschland einladen.

Selbstbewußte Israelis gerne !
Jammernde Palästinenser: Nein Danke

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Maria Busold
Maria Busold (facholet) - 20.11.2012 14:50 Uhr

Anwort auf Erwin Herz:

sinngemgemäß, das High- tec-Land Israel braucht die israelfeindlichen arabischen Nachbarn...wenn es überleben will. Herr Herz, das war jetzt Ironie, oder?

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 20.11.2012 12:14 Uhr

Ich wage etwas zu schreiben, das mich wahrscheinlich aus Eis legt: Vom Modertor nicht ...

Eine kurze biblische Geschichte: Gott hatte einen jubgen Israele, Gideon, beauftragt sein Volk zu befreien - es ist ja nichts neues, dass Israel bekaempft wurde. Der Junge man versuchte es mit mehreren Entschuldigungen, sich der Aufgabe zu entziehen. Gott hatte ihm eine Arme gegeben. Die war aber zu gross, so Gott segte Gedon solle den groessten Teil heimschicken. Das veraengstigte den jungen Mann, aber Gott schickte ihn dennoch los und der Gewann.
Ich habe eine andere Sicht der Vorgaenge im Nahen Osten als unsere Politiker. Und deswegen habe ich keine Angst um Israel. Aber ich habe Angst um ubser Land. Bis es zum enkampf kommt, kann unser Land die stellung wechseln.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 20.11.2012 11:37 Uhr

Sprichwörtliche Nachbarn

Einige Nachbarn Israels, besonders die Hamas, wissen mit Sicherheit wie Fadjr-5-Raketen, mit denen Tel Aviv beschossen wurde, nach Gaza gelangt sind. So lange sie dieses Wissen mitsamt den Raketen für sich behalten, fällt jeder dieser Nachbarn als Stabilitätsfaktor aus. Es geht auch nicht um Stabilität Gazas, sondern um die Sicherheit Israels und im weiteren sinne Europas.

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Martin Blumentritt

Friedensplan für Gaza, Befreidung von der Hamas

"Der Amtssitz des Ministerpräsidenten der Hamas ist ein Trümmerhaufen, und der wichtigste Militärführer der islamistischen Organisation liegt in einem Ehrengrab beigesetzt. Von den gut gefüllten Raketenarsenalen der Hamas und ihrer Verbündeten ist wenig übriggeblieben. Israel hat den bewaffneten Islamisten im Gazastreifen einen schweren Schlag versetzt. Doch so hart, dass die Hamas verzweifelt um eine Waffenruhe bittet, war er nicht."
Erst dann, wenn die Hamas um mehr als bloß eine Hudna (Waffenruhe, um später erholt weiterzumachen) bitten wird, besteht eine geringe Chance für Frieden.
Beim ersten Blick auf die Überschrift las ich: Israel braucht neue Nachbarn. Freudsche Fehlleistungen bringen oft die Wahrheit zutage. In der Tat wird erst Ruhe sein, wenn die Hamas endgültig besiegt sein wird. Jeder andere Friedensplan hat versagt und wird versagen, wie leid das auch einem tun mag.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 12:31 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.11.2012 12:31 Uhr

"Israel braucht neue Nachbarn"

Interessanter Ansatz, Herr Blumentritt. Woher sollen aber die Nachbarn kommen, die mit einem Israel als Nachbarn zusamenleben können und wollen? Die wären auch in ihrer Einstellung nicht anderes als die Zionisten, die würden also eine Verlängerung von Israel bilden. Dann hat man das Problem, dass auch die Nachbarn von Israel neue Nachbarn brauchen, und wieder die Nachbarn der Nachbarn von Israel neue Nachbarn, und so ad infinitum. Damit würde Israel nur wachsen: heute beherrschen sie Palästina, morgen die gaze Welt. Das wäre ja die Weltdemokratie, oder?

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Dirk  Lehmann

Die Kriegspropaganda läuft auf allen Kanälen....

Mittlerweile werden ja viele Foren von proisraeleischen postings überflutet, die ihrerseits bisweilen an Rassismus gnzen.

"Bestes" Beispiel ist das erste posting heute von von "Marcel Uelli" , in welchem wörtlich steht, " die Kastration der Extremisten wäre mal eine Lösung" !!!

Ich stelle in zunehmend vielen postings eine martialische und rassistische Sprache fest, die man ausgechnet aus pro- israelischen Stellungnahmen eigentlich als letztes erwarten würde, bei den schrecklichen Erfahrungen der Juden in der jüngeren Geschichte.

Offen rassistische und meines Erachtens volksverhetzende Kommentare zeigen jedoch nur auf, daß auch auf der israelischen seite zunehmend Fundamantalisten in der deutschen Öffentlichkeit wirken.

Augstein hat gestern auf Spiegel online dazu mutig einen Artikel geschrieben.

Den sollte jeder mal durchlesen.
Die israelische Armee zerstört gezielt die Infrastruktur ihrer Nachbarländer, sie schreckt auch vor dem VORSÄTZLICHEN Töten von UN-Soldaten nicht zurück.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 14:48 Uhr
Dirk  Lehmann

Herr bujtor, mit ùblen Unterstellungen kommt man in Diskussionen nicht weiter.

Sie unterstellen mir etwas,was ich nie geschrieben habe, genau DAS ist die typische Masche, die die Unentwegten Scharfmacher hier und anderswo praktizieren. Ich habe mich sehr konkret geäussert, daß der von mir zitierte Satz von marcel Uelli inakzeptabel ist. Es spricht jedoch BÄNDE,daß Sie in keinster Weise darauf eingehen, man könnte fast einen, sie seien auch der Meinung,dass man " Extremisten Kastrieren" sollte. Es kommt in Deutschland zunehmend zu inakzeptablen Äusserungen seitens der gnadenlosen Befürworter der fatalen israelischen Aussen- und Militärpolitik, eine Form des generalisiserten Araberhasses greift um sich, die schockierend ist. die Äusserungen des Herrn Uelli gehören nicht in eine Diskussion unter ziviliserten Menschen. Sparen Sie sixh also die unhaltbaren Angriffe und sagen sie lieber, ob Sie diese Äusserungen von " Marcel Uelli" akzeptabel finden oder nicht. Ich warte auf Anwort, Her " Bujtor"

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 20.11.2012 11:44 Uhr

Ach so Herrt Lehmann, wer fuer Israel ist, ist ein Rasist?

Faellt ihnen nichts anderes ein?

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Sven Weihusen

Wie wahr.

Israel hat am Ende 2 Möglichkeiten: 1. Es schafft endlich Frieden, was sicher das Westjordanland kosten wird, alles andere ist nicht vermittelbar, oder 2. es wird über kurz oder Lang mit jedem Nachbarstaat dauerhaft im Krieg stehen. In jetzige Politik Israels Abbas zu demontieren ist logisch aber für die Welt brandgefährlich. Logisch weil nur mit Abbas ein Frieden möglich wäre, der aber wegen der Aufgabe des Westjordanlandes von den Führern nicht gewünscht wird. Brandgefährlich weil es für alles eine Zeit gibt. Ist die Fatah erst einmal erledigt, und das dauert nicht mehr allzu lange, dann dürfte selbst die Aufgabe des Westjordanlandes keinen Frieden mehr bringen. Für den Rest der Welt ist es auch gefährlich, denn mit jedem weiteren Tag der Unterstützung des jetzigen Kurses in Israel werden die ultraradikalen Kräfte stärke.
Ein sehr guter ausgewogener Kommentar!!! Respekt!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.11.2012 02:31 Uhr
Klaus Ermecke

"Politik der Entvölkerung Palästinas"

Das ist eine plumpe Lüge.

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Josef Erwin Herz

Nur eine Vernunftlösung kann Frieden schaffen!

Was ich von der israelischen Politik erwarte ist Vernunft. Vernunft ist aber ohne Verzicht auf Land nicht moeglich. Die bisherigen Fakten zeigen uns aber leider Gottes sehr deutlich, dass Israel lediglich am Land der Araber, nicht aber an den Arabern des Landes interessiert ist. Unter dem Deckmantel der Sicherung der Existenz Israels betreibt Israel eine Politik der Entvoelkerung Palaestinas. Auch die Araber sind Menschen, und haben ein Recht auf Existenz, wobei das Existenzrecht der Israelis inzwischen doch wirklich unbestritten ist. Doch der unersättliche Landhunger der Israelis macht es einem schwer, bedingungslos hinter Israel zu stehen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.11.2012 10:39 Uhr

"Andernfalls könnte im Süden Israels ein neues Somalia drohen"

Ich halte es nicht für einen Zufall, dass Israels Politik dazu steuert: dann sind die Palästinenser mit sich selbst beschäftigt, ohne sich auf irgend etwas Konstruktives beschäftigen zu können. Aber vielleicht auch Israel endet so: mit so vielen Gruppen gegeneinander wie die Fraben ihrer Kippas.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 13:40 Uhr
joachim tarasenko

Abdullah ist eh bald Geschichte

Jordanien ist ein US Protektorat. Die Könige dort sind nicht mehr zeitgemäß und haben seit Jahrzehnten den Arabern den Dolch in den Rücken gedreht. Die wären eigentlich der 52. US Bundesstaat. Lange geht es eh nicht mehr mit diesen abgehobenen Royalisten

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Klaus Meyer

@Cher Uelli,

wenn das was Israel vor einigen Jahren im Libanon vorführte und vor etwas weniger Jahren schon einmal im Gaza Streifen, und laufend beim Umgang mit nicht-jüdischen Bewohnern des West-Jordan-Landes - wenn das Alles unserer Rechtsvorstellung und Moral entsprechen soll, dann kann diese von mir aus gerne bei nächster Sitzung den Orkus hinunter gespült werden. Da würde sie meiner Meinung nach hingehören.

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Dieter Zorn

Wann?

Wann werden die sog. politischen Führer in diesem geschundenen Landstrich einsehen, dass man mit Gewalt keinen Frieden herbei zwingen kann? Wann wird die Bevölkerung Israels endlich einsehen, dass sie sich von Führern verabschieden muss, die ihnen das Gegenteil versprechen? Wann werden Israel und Palästina endlich als zwei Staaten friedlich nebeneinander leben können? Wenn die Menschen auf beiden Seiten einsehen, dass diese Führer ihre eigenen persönlichen Agenden verfolgen, die nichts, aber auch gar nichts mit den Zielen der Menschen zu tun haben! Und wenn die internationale Gemeinschaft diese Führer zu einem Kompromiss zwingt und ihnen nicht immer wechselweise ihre Solidarität und Geld verspricht. Also nie!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 16:02 Uhr
Dennis Beerling

Zitat

"Israel muss wie ein bissiger Hund sein, zu gefährlich um ihm auf die nerven zu gehen....wir haben die Möglichkeit die Welt mit uns unter gehen zu lassen und ich kann euch versichern, dass dies passieren wird, noch bevor Israel untergeht"

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Dennis Beerling

Herr Fischer

Ich glaube sie haben mittlerweile oft genug auf die Charta der Hamas hingewiesen. Aber um mal ihre Hetze zu unterbrechen: Sie vergessen in ihrer einseitigen Argumentation, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass solche Organisationen enstanden sind. Wie können sie so mit dem Finger auf die Palästinenser zeigen? Den Palästinensern wurde das Land weggenommen. Ob das nun per UN abgesegnet wurde oder nicht, da ist ein Volk natürlich erstmal sauer. Und wenn dann noch die Neuansiedler kommen und ihre Wohnblöcke immer weiter in Palästinenser Gebiet stanzen, Familien aus ihren Häsuern zerren und nebenbei den Gaza-Streifen knechten, dann sollte es doch verständlich sein, dass die ein oder andere Gruppe ziemlich wütend wird. Die Palästinenser sehen, dass die Israelis nichts an einer Kooperation mit ihnen gelegen ist. Israel will sich lieber als bissiger hund etablieren : Dazu ein Zitat von General Moshe Dyan : ( Im nächsten Teil)

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 20.11.2012 11:49 Uhr

Herr Zorn,

Der Kampf im Nahen Osten, gegen Israel - ein schlisslich Syrien - wird von anderer Stelle gesteuert.

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Christian Heine

"Israel braucht seine Nachbarn" Wirklich?

Da sind die Muslimbrüder in Ägypten, die wohl zusammen mit noch strengeren Kräften auf mittlere Sicht einen Schariastaat errichten werden. Der König im Libanon strauchelt, ebenfalls unter dem Druck der Muslimbrüder. Am Ende werden sie ihren Willen bekommen, wie in Egypt.
Der Libanon, eine Multikultihölle aus x verschiedenen Volksgruppen und Religionen, immer latent am Rande eines Bürgerkriegs, Spielfeld der benachbarten Staaten mit ihren meist israel-hassenden Milizen, wie der Hisbollah.
Zu guter Letzt auch noch Syrien, dessen grausamer, sakulärer Diktator im Kreuzfeuer noch perfiderer islamisch-sunnitischer Terroristen steht. Dank der weltweiten Unterstützung der Islamisten wird wohl Assad auf mittlere Sicht verschwinden und wir haben wieder einen neuen sunnitischen Schariastaat in der Region.

Mal ehrlich, was soll eine progressive High-Tech Demokratie wie Israel mit solchen rückwärtsgewandten Versagerländern anfangen. Ausser Hass exportieren die alle nix.

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Thomas Schneider

Verwegene Theorie.

Israel soll auf die Hamas setzen, die ausweislich ihrer Charta ausdrücklich die Vernichtung des Landes zum Ziel hat? Verzeihung, aber das ist absurd.

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Hanspeter Bühler

Wann endlich begreift Israel dass


der Golan an Syrien zurückzugeben ist? Der Sinai gehört zu Ägypten. Und das Westjordanland in den Grenzen von 1967 plus Gaza gehört den Palästinensern - Siedler-/Wahlpropaganda hin oder her. Wahlkampf à la Netanyahu unter Inkaufnahme von toten Frauen und Kindern ist eine menschenverachtende und absolut zynische Sauerei. Druck kommt leider nur von den Islamisten - USA und EU schweigen darüber sehr laut. Und wer die dilettantischen Raketen anprangert die von den Hamas-Aktvisten nach Israel abgeschossen werden, ist auf dem Holzweg, denn damit spielen diese dümmlichen Leute nur Israel in die Hände, denn damit hat Israel freie Hand hart zuzuschlagen. Wenn Israel könnte wie es wollte würden alle Palästinenser von heute auf morgen von der Weltkarte verschwinden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 16:09 Uhr
Klaus Ermecke

Gefühltes Völkerrecht?

Herr Bühler, Sie haben in der Vergangenheit exzellente Beiträge geschrieben, aber mit diesem scheinen Sie sich auf "gefühltes Völkerrecht" zu verlassen. Zum Golan: Warum sollte Israel den zurückgeben müssen? Syrien hat den Golan jahrzehntelang benutzt, um mit Panzern und Artillerie nach Obergaliläa hineinzuschießen. Irgendwann war damit Schluß - Israel hat ihn erobert, und Syrien hat ihn verloren. Nichts hindert Syrien daran, mit Israel Friedensverhandlungen zu führen und Gegenleistungen anzubieten, wenn Israel ihn zurückgibt. Syrien müßte etwas geben - möglicherweise sehr viel. Solange nichts geboten wird, "muß" Israel nicht.

Gaza wurde von Israel geräumt - schon vor Jahren.

Nun zu den ex-jordanischen Gebieten. Diese sind laut Völkerbundbeschluß von 1922 Teil des für die "Nationale Heimstätte..." vorgesehenen Gebietes, das die Türken zugunsten des damals noch 18 Millionen Menschen zählenden Jüdischen Volkes abtreten mußte. Warum "gehört [dieses Gebiet] den Palästinensern"?

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.11.2012 10:27 Uhr

Die Grundung Israels war etwas Radikales, dass nur Radikalisierung mit sich bringt

Der radikal jüdische Staat Israel kann nur als radikales Gebilde in einer radikalen Umgebung noch eine Weile existieren. Wenn man das wollte, kann nicht Harmonie verlangen.

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Josef Erwin Herz

Israel muss auf gute Nachbarschaft setzen, wenn es ueberleben will!

Mit Kanonen auf Spatzen (Zivilbevoelkerung) zu schiessen, wird den Israelis keinen Frieden bringen koennen.
Israel sollte endlich einsehen, dass der Weg zu einem dauerhaften Frieden nur ueber Verhandlungen fuehren kann, verbunden mit dem Ziel, gute Nachbarschaft zu erreichen und zu erhalten.
Dies aber bedeutet, dass Israel Zugestaendnisse machen muss, so seine Nachbarn ebenfalls das gleiche Recht auf Existenz besitzen.
Solange aber die israelische Politik Verhandlungen fuerchtet, so wie der Teufel das Weihwasser, wird es sich zu Tode siegen muessen, was nichts anderes bedeutet, dass sich der Nahostkonflikt zu einem Weltkonflikt entwickeln wird.
Also, liebe Israelis, zeigt Mut, aber an der richtigen Front, indem ihr auch bemueht, aus sogenannten Feinden dauerhafte Freunde zu machen.
Der Nahe Osten wird in diesem Fall zu einem Wohlstandsgebiet explodieren, wobei sich dann die Explosionen bisheriger Art eruebringen wuerden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.11.2012 02:28 Uhr
Klaus Ermecke

"Israel soll Verhandlungen führen" - "´Zugeständnisse machen"

Das ist Quatsch - eine völlige Fehlbeurteilung der Lage. Israel hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Verhandlungen geführt, und dann auch Abkommen geschlossen, die von den palästinensischen Arabern allesamt nicht eingehalten wurden. Ich erinnere an die sogenannte "Roadmap", die den Tennet Work Plan einbezieht, der seinerseits auf den Mitchell-Report verweist, in dem steht, daß die Palästinenser ihre Terroristen sofort festnehmen und einkerkern müssen. Kein einziger Terrorist wurde damals eingekerkert, zumindest nicht von den Palästinensern. Der Putsch der HAMAS in Gaza war das Ergebnis.

Es geht jetzt darum, daß der Hamas-Staat Israel beschießt. Israel hat sich entschlossen, das ab sofort zu unterbinden - mit militärischer Gewalt. Israel kann die Leute, die es vernichten wollen, im Rahmen der Kampfhandlungen einfangen oder notfalls umbringen.

Es ist die HAMAS, die jetzt Verhandlungen braucht. Israel braucht sie nicht.

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Klaus Ermecke

Verloren in falschen Denkwelten ...

Die älteren werden sich noch erinnern: vor drei Jahrzehnten gab es da ein politisches Gebilde namens "Sowjetunion". Und damals gab es in den Kreisen sowjefreundlicher westlicher Linksintellektueller und Journalisten ein stereotypes Standardschema: wenn immer ein Konflikt zwischen westlichen und sowjetischen Positionen aktuell wurde oder Verhandlungen anstanden, tönte es auf allen Kanälen, der Westen müsse unbedingt nachgeben, denn im Politbüro (der eigentlichen Machtinstanz bei den Russen) lauere eine Fraktion der "Falken" darauf, eine vermeintlich gerade noch akzeptable Führung ("Tauben") an der Parteispitze abzulösen. Westliche Verhandlungspositionen wurden dadurch "weichgekocht", aber die tatsächliche Existenz einer Falkenfraktion nie nachgewiesen - sie war ein durch KGB-Desinformation gefördertes Zweckgerücht.

Es wäre sicher interessant festzustellen, ob hier auch wieder das Tauben/Falken-Spiel durchgezogen werden soll - mit der HAMAS als den "Tauben"!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.11.2012 02:07 Uhr
Klaus Ermecke

Die Worte neu sortieren

Frau Orti, würde es Ihnen etwas ausmachen, Ihren Beitrag noch einmal zu schreiben? Dann werden Ihre Worte vielleicht verständlich!

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Klaus Ermecke

"Falken" und "Augustputsch"

Herr Schäfer, ich hatte ausdrücklich auf die Situation "vor drei Jahrzehnten" Bezug genommen, also um 1982 und davor, als die Sowjetunion noch scheinbar unverrückbar existierte. Ansonsten freue ich mich, wenn Sie Argumente bringen - die Wertungen haben Sie ja schon genannt!

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Torsten Schäfer

Herr Ermecke...

...den Augustputsch 1991 haben wir uns dann sicher nur eingebildet. Ansonsten sollten Sie mal ihr eigenes Standardschema abklopfen, ob das wirklich auf alles und auf die aktuelle Nahost-Problematik insbesonders anwendbar ist. Ist ja immer so ne Sache mit den Stereotypen.... ;-)

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 20.11.2012 10:32 Uhr

Die älteren werden sich noch erinnern: vor drei Jahrzehnten gab es da ein politisches Gebilde ...

... namens Israel. So wird man in ein paar Jahrzehnten sagen können. Der Status Quo seit dem Ende des Krieges von 1914 ist eine Unmöglichkeit, die der wahnsinnige Westen für eine Selbstverständlichkeit hält.

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20.11.2012, 09:19 Uhr

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