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Gaza-Konflikt Eine Offensive mit Strategie?

 ·  Kommt es zu einer israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen? Ein Krieg mit Verlusten unter den eigenen Soldaten ist zwei Monate vor der Wahl für die Regierung Netanjahu ein riskantes Unterfangen. Gleichwohl hatte der getötete Hamas-Militärführer Dschabari das israelische Militär unter Zugzwang gesetzt.

Artikel Bilder (3) Video (1) Lesermeinungen (40)
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Peter Rohde
Peter Rohde (prohde) - 19.11.2012 10:16 Uhr

politische Fehler

Die Israelis haben sich über viele Jahre aus Gaza beschiessen lassen, ohne der Hamas, deren Hauptziel immer die Vernichtung Israels war und ist, klare rote Linien aufzuzeigen. Das rückt ihre plötzliche massive Vergeltungsaktion in ein fragwürdiges Licht. Es ist natürlich auch denkbar, dass man die Eskalation braucht um das neue Abwehrsystem Iron Dome zu testen. Das revolutionäre an diesem System ist, dass es die Koordinaten der Abschussrampe mitliefert. So dauert die Vernichtung der Rampe nur wenige Minuten. Das erklärt auch das Nachlassen des Beschusses aus Gaza.

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Heinz Thieme

Wenn man

Moshe Zimmermanns Buch "Die Angst vor dem Frieden - Das israelische Dilemma" gelesen hat, ist man geneigt, Meldungen über neuerliche Auseinandersetzungen im dortigen Konflikt beiseite zu legen. Eine friedliche Lösung werden wir wohl nicht mehr erleben, eine kriegerische Beseitigung der Konfliktsituation aber auch nicht.

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Andreas Gati

Fr. Lorenz, ist der Raketenbeschuß der Hamas Teil eines Friedensplans?

Fr. Lorenz, Sie haben die Frage noch nicht beantwortet, womit Sie den jahrelangen, täglichen Raketenbeschuß vom Gaza auf die israelische Bevölkerung rechtfertigen? Ist das Teil Ihres Friedensplans Auge-um-Auge usw?

Und wenn Sie schon am erklären sind, warum hat die Hamas den letzten Waffenstillstand ständig mit den Raketen gebrochen und Israel erst jetzt darauf reagiert?

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 10:50 Uhr
Dietmar Blum

"Selektive Wahrnehmung"

ist ein psychologisches Phänomen oder sollte ich sagen, Krankheitsbild!?

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Andreas Gati

Rechtfertigungen im Handeln des Anderen bringen keinen Frieden

Herr Hinderer und Fr. Lorenz, mit der Frage, wer wann was zuerst gemacht hat kommen wir offensichtlich nicht weiter. Wer den Frieden will, muß sofort alle Waffen niederlegen und über eine friedliche Koexistenz verhandeln.

Man kann sich allerdings schon die Frage stellen, warum seit Jahren von der Hamas Raketen und Mörsergranaten auf israelische Dörfer und Städte abgeschossen werden. Da das weder militärisch noch politisch Sinn macht, komme ich nur auf eine Lösung: Unfrieden stiften und die Israelis provozieren. Wenn die Hamas den Raketenbeschuß einstellen würden, könnte man auch sehr schnell sehen, ob die Israelis irgendwelche militärischen oder sonstigen Ziele im Gaza verfolgen.

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carolin arcos
carolin arcos (Haled) - 19.11.2012 09:54 Uhr

zugegeben, ein Friedensplan steckt nicht dahinter

ich empfehle Ihnen waermstens(!!!) die Hamas Charta durchzulesen. Kann man googeln, gibts bestimmt sogar auf Deutsch. Das ist eine Voraussetzung um sich ueberhaupt zum Konflikt eine Meinung bilden zu koennen.
danach reden wir noch mal ueber "Friedensplan"

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Ulrich Hinderer

@ Andreas Gati:

Es haben beide Seiten den Waffenstillstand ständig gebrochen. Mal wurden Menschen an der Grenze von palästinensicher Seite aus ermordet, dann wieder von israelischer Seite aus. Hierbei bedienten sich beide Seiten dessen, was ihre Arsenale zu bieten haben: Gewehrschüsse, Artillerie, Raketen, Kampfhelikopter und -flugzeuge nebst zugehörigen Bomben und Raketen - vergleichbar mit Indien und Pakistan.

Des Öfteren lagen nach diesen "Aktionen" Menschen in ihrem eigenen Blut und haben nicht mehr geatmet, waren gar bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt. Auf beiden Seiten, in Gaza wohl zahlenmäßig mehr als in Israel.

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Monika Lorenz

Was heisst da "ständig gebrochen"

Die "Reaktion" der Israelis, d.h. die feindseligen Aktionen gegen Ghaza sind permanent durch wöchentlich neue spontane "Strafaktionen", durch die zementierte Blockade auf Land, in der Luft, auf See, durch "Liquidationen" nach Belieben.
Die Hamas hält da mit ihrem Beschuss nur dagegen.

Zugegeben, ein Friedensplan steht da nicht dahinter. Bei den Iraelis aber auch nicht.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 18.11.2012 20:02 Uhr

Uncondicional surrender

Abgesehen von der Auffassung vieler "Friedensfreunde" das es besser von Churchill und Roosevelt gewesen wäre mit Hitler oder zumindest mit dem deutschen Widerstand zu dialogisieren und heute den Israelis diesen "vernünftigen" Weg empfehlen oder besser aufdrängen wollen, zeigt sich gerade darin wie irrational solche Rationalisten sind. Da werden nicht nur Waffenstillstände ausgeblendet, sondern ganze Friedensverträge, Gebietsräumungen, Gefangenenaustäusche tot gegen lebendig und 1:1000. Die Überlegung von Rössler, einer vernichteten Hamas werden radikalere Islamisten folgen ist schon richtig, setzt aber voraus, dass diese auch aus dem Iran bestückt und alimentiert werden, sowie von europäischen "Friedensfreunden", auch aus der SPD und den GRÜNEN, propagandistisch sekundiert wird. Erst wenn der Iran, nicht nur Ahmadinedschad die Idee aufgibt, Israel aus der Landkarte zu löschen, bzw. die Atomwaffenpläne nebst Assad jr. aufzugeben ist Frieden in der Region möglich

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 23:17 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 18.11.2012 23:17 Uhr

@Pleiades

Die 1:1000 habe ich nur als reine Tatsache angeführt. Welche Bewertung Hamas dabei zugrunde legte, müssen beim deutschen Unterhändler nachfragen. Wer schon seine Kinder nur als potentielle "Märtyrer" schätzt, braucht natürlich rein menschlich gesehen einige erwachsene Gefangene mehr, auch wenn man sich lesend auf deren Seite neigt

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 18.11.2012 19:40 Uhr

Es gibt immer nur eine Wahrheit:

Israel ist ehrlich und hier leben nur gute Menschen.
Das gilt auch für die USA und für die ganze westliche Welt.
Die bösen und unehrlichen Menschen sind die
Russen, Chinesen und die Moslems.
So sollen, müssen wir das Glauben. Das ist deutsche Meinungsfreiheit.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:57 Uhr
Horst Johnson

Sehr gut erkannt Hr.Müller !!

Und beizufügen. Bist du nicht der offiziellen Meinung, dann bist du Antisemit, Rassist, Rechtsradikal, Rechtsextremist usw. Die alten Beißreflexe werden sofort herangezogen. Ist zudem aber auch immer das letzte Mittel, wenn argumantativ substantiell nichts mehr kommt und das letzte Hemd ausgepackt wird.
Bin nur froh das meine Kinder sich dem nicht mehr vorurteilsfrei unterziehen und den aufrechten Gang gehen.

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Monika Lorenz

Herr Gati, Ihre Vorstellungskraft in Ehren, aber Hamburg und Berlin

werden gewiss nicht aus Nachbarländern beschossen.

Schlicht dehalb, weil wir unsere Nachbarn auch nicht beschiessen.
Oder ihre Führungspersonen "liquidieren".
Oder eine Blockade gegen Polen oder Dänemark in Gang setzen.

So einfach ist das.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 10:38 Uhr
carolin arcos
carolin arcos (Haled) - 19.11.2012 10:38 Uhr

demokratische Spielregeln fuer Anfaenger

Das waere schon richtig, wenn Sie , um mal bei Ihrem Beispiel zu bleiben, vorher Eigentuemer der Wohnung waren.
Da Sie aber nicht Eigentuemer waren, konnte es auch keinen Diebstahl geben.
Und mit demokratischen Beschluessen ist es leider nun mal so, dass nicht immer das Ergebnis kommt, welches man gewaehlt hat. Das ist naemlich auch eine Spielregel der Demokratie.

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Ulrich Hinderer

@ Andreas Gati:

Wenn ich mich mit meinen Nachbarn und Freunden und mit Ihren Nachbarn in Sydney treffe und über die Aufteilung Ihres Hauses, in dem ich eine Einliegerwohnung als Zweitwohnung gemietet habe, unterhalte (Einliegerwohnung, Keller und erster Stock für mich, Wohnzimmer, Küche und Bad teilen wir uns, den unausgebauten Dachboden können Sie gerne haben), bei einer Abstimmung Ihre Nachbarn alle sagen "das ist Diebstahl" und meine Nachbarn alle sagen "Jau, so machen wir das" und Sie gar nicht erst gefragt werden - könnte das Ärger geben, wenn ich dann in Ihrem Wohnzimmer feierlich erkläre, dass wir uns demokratisch und rechtsverbindlich sowie fair geeinigt haben und Sie jetzt gefälligst auf den Dachboden ziehen? Wäre mit gewalttätigem Widerstand zu rechnen, wenn ich beginne, Sie nebst Kindern auf den Dachboden zu prügeln? Oder würden Sie sagen "Menno, so ist Demokratie und Rechtsstaat eben, geh' ich halt auf den Dachboden."

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Horst Johnson

Vollkommen richtig erkannt Fr.Lorenz!

Nur haben sie da in ein Wespennest gestochen. Die israel.Meinungsführer unterleigen einer Hybris die glauben vermag, Frieden nur noch mit mehr Gewalt zu erreichen. Dieses ist pure Minderwertigkeit. Getrieben aus der Angst heraus stürzt sich Israel in eine Spirale der Gewalt.

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Ulrich Hinderer

@ Wolfgan Hebold:

Nun denken Sie mal drüber nach, warum uns unsere Nachbarn - und auch Israel - uns nicht in's Meer treiben wollen. An der Friedfertigkeit unserer Vorfahren im letzten Jahrhundert kann's nicht liegen.

Vielleicht daran, dass wir den Mangel an Friedfertigkeit nicht leugnen, das verursachte Leid anerkannt und für dieses um Verzeihung gebeten sowie Wiedergutmachung geleistet haben.
Wir haben nicht behauptet, die Menschen, die durch den Großmachtwahn unserer Vorfahren zu Schaden gekommen seien, seien "selber Schuld" daran, dass "unsere Wehrmacht" ihre Dörfer niedergebrannt und die Bewohner vertrieben hat.
Konnten wir auch gar nicht, wir hatten den Krieg verloren. Nicht nur wegen der aufgeflogenen Lügen ein großes Glück für uns: Wären diese Lügen nicht aufgeflogen und hätten wir den Krieg gewonnen - seien Sie versichert: Aus den angenzenden Ländern würde heute noch auf uns geschossen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

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Closed via SSO

Alles wird gut. Guido W. reist in die Region. Wurde auch Zeit, Israel zu helfen. Die Hamas muss

sich warm anziehen. Libyen kann ein Lied davon singen....

Aber wie erklärt der Außenminister in Israel, dass wir unsere Flugabwehr erst einmal in der Türkei aufstellen müssen?

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Volker Mueller
Volker Mueller (MrVo) - 18.11.2012 16:41 Uhr

Wielange noch im tödlichen Streit?

... im 12.Jh.vor Chr. gab es in der Region das Volk der Philister, Palästina=Philistäa, die nach Abzug der ägypt. Macht die Vorherrschaft ergriffen u. ins Landesinnere vordrangen, dort in Jahrhunderte währendem Streit mit der "Volksfront von Judäa" lebten, bis (lt Bibel) David den Philister Goliath erschlug u. kurz darauf als König die Philister zurückdrängte (wohin?).
Was dann kam, waren fremde Eroberer, Araber, Griechen, Römer u.
erbitterte jüdische Aufstände, bis Kaiser Hadrian Jerusalem zerstörte u. unter grausamer Verfolgung die Juden für 2000 J. vertrieb ...

Ab 636 wurde Palästina wieder von Arabern regiert (von Damaskus, Bagdad, Kairo). Seit 1517 war es Teil des osman. Reiches, im 20. Jh. kamen die Briten u. teilten Palästina in Cistjordanien (diesseits des Jordan) und Transjordanien (jenseits d. Jordan) ...
In dieses islamisch geprägte Wespennest kehrten die Juden (wiederum
verfolgt) nach 2000 J. zurück mit dem Anspruch, "die angestammten Herren des Landes" zu sein ...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:30 Uhr
Volker Mueller
Volker Mueller (MrVo) - 18.11.2012 20:30 Uhr

Frau Holtmann

Wären die Juden mit Hilfe von Landkäufen eingewanderte Siedler unter einem verlängerten britischen Mandat geblieben und hätten von Anfang an Interesse gezeigt, gemeinsam mit den Palästinensern einen Staat aufzubauen, hätte der Hass vermutlich keinen Nährboden gefunden ...
Zu spät.
Zumindest hätte die 1947 von der UN-Vollversammlung geforderte Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat (der jüd. Anteil an der Gesamtbevölkerung war 33 %) konsequent durchgesetzt werden müssen.
Stattdessen sahen die UN zu, wie die Lage von Tag zu Tag eskalierte.
Ich denke, der Dauerkonflikt kann nur über eine unabhängige, aber legitimierte mächtige dritte Seite .entschärft werden

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Ulrich Hinderer

@ Cornelia Holtmann:

Wenn Sie mir jetzt noch erklären, warum die von Ihnen genannte Anzahl von Arabern im ausgehenden 19. Jahrundert dann im Jahr 1946 rechtfertigte, Araber in großer Zahl zu vertreiben, ohne weiterhin seitenweise Argumentationslinien aus "Mein Kampf" zu verwenden, bin ich leider gezwungen, meinen Anfangsverdacht, es bei Ihnen mit einer waschechten Faschistin (die ihren Faschismus vielleicht nicht einmal selber erkennt?) zu tun zu haben, nochmals zu überdenken.

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joachim tarasenko

Frau Holtmann, die Geschichte aus dem Kokon

Glauben Sie das wirklich? Das Wasser dort wurde früher geteilt, jetzt ist es leider rationiert.
Hauptsache Israelis können ihre Gärten bewässern. Wer sind die arabischen Grossgrundbesitzer von denen Sie schreiben? Besetzung kann man natürlich auch Besiedelung nennen, je nach Sichtweite. Oder Ordnungsmacht, wie die USA, die machen auch überall Ordnung. Mit Bomben. Einen Carl H Voss kennt leider niemand. Ein Zionist wahrscheinlich
sonst hätten Sie ihn ja nicht genannt. Ah und als dann die Juden ins Land kamen liefen ihnen sofort die Araber zu die natürlich vorher nichts zu essen hatten. Man fragt sich wie die die Jahrtausende überlebt haben. Die Zionisten haben Angst davor dass rauskommen könnte wie schlau auch die Palästinenser sind. Als ich studiert habe im Ausland waren die Israelis nicht annähernd so gut wie die Leute vom Maghreb und dem Libanon.

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Drazen Perinic
Drazen Perinic (Perinic) - 18.11.2012 16:35 Uhr

Die Endllösung

Hamas muss eines Tages einsehen, dass es keine Chancen gibt, gegen Israel den Krieg zu gewinnen. Also muss Hamas Israel anerkennen, den Frieden mit Israel schliessen und den Palestinenserstaat gründen. Allerdings muss dann die freie Welt auch Israel dazu bringen, diesen Staat in den Grenzen von 1967 zu akzeptieren und sich aus den besetzten Gebieten endgültig zurückzuziehen. Das wäre ein frommer Wunsch, aber m.E. wohl die einzige Möglichkeit im Mittleren Osten einen dauerhaften Frieden zu schaffen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 21:10 Uhr
Sabine Mersmann

Das geht nicht. Denn ein Israel in den Grenzen von 1967 ist in dieser Nachbarschaft nicht ...

lebensfähig. Anerkennung hin, Anerkennung her. Die Golanhöhen ist der Wasserspeicher der ganzen Region. Vom Golan her lässt sich der gesamte Norden Israels militärisch dominieren. Sollte die Westbank die Grenze sein, misst Israel an der schmalsten Stelle nicht mehr als 15 Kilometer Ebene. Und sei Israles Armee auch noch so stark. Ein solches Territorium lässt sich nicht mehr verteidigen. Und für was solche Pfände eintauschen? Für ein paar Blätter Papier? So vertrottelt ist kein Jude. Und kein Jude würde sich auf eine Garantiemacht verlassen wollen - zu Recht. Dauerhaften Frieden hätte man nur, wenn Israel von der Landkarte verschwände, und die Preisgabe von Golanhöhen und Westbank wäre der erste und entscheidende Schritt dazu. Die Juden müssen, wenn sie einen eigenen Staat haben wollen, mit dieser Situation leben. Und die Palästinenser sind der Blitzableiter für die Regierungen der arabischen Staaten drumherum, falls das Volk von innenpolitischen Problemen abgelenkt werden muss.

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Rolf Weidemann
Rolf Weidemann (RolGe) - 18.11.2012 16:27 Uhr

Israels Erfahrung in Gaza 2009

"[Da]...hat auch...[Hamasführer] Hanija, begriffen, dass er sich nur drei Wochen verstecken muss, um hinterher als Sieger dazustehen....Und er hat allen Grund, Israel dankbar zu sein, denn seine Hamas hat sich tatsächlich einen Platz am Verhandlungstisch erkämpft....Es hatte sich gelohnt, Raketen auf Israel abzufeuern, die eigene Bevölkerung zu terrorisieren und Zivilisten als Schutzschilde zu benutzen..... Den Rest besorgten die Israelis. Jetzt sind sie um eine Erfahrung reicher. Die Hamas kann gegen Israel nicht gewinnen, aber Israel kann sehr wohl gegen die Hamas verlieren."

Schon vergessen, Herr Netanjahu? 1300 tote Palästinenser - darunter hunderte von Kindern - haben im Vergleich zu 12 toten Israelis - einige davon durch "friendly fire" ihrer Kameraden - den militärischen Sieg in eine moralische Niederlage verwandelt.

Was soll diesmal anders sein?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:57 Uhr
Sabine Mersmann

Das ist bereits Schnee von gestern - so zynisch es klingen mag.

Israel hat die Möglichkeit, die Situation militärisch eskalieren zu lassen, die Hamas nicht. Im schlimmsten Fall verlieren tausende von Palestinensern ihr Leben und noch mehr fliehen auf den Sinai. Das kann auch nicht im Interesse Ägyptens sein. So haben derzeit die Israelis die Trümpfe in der Hand. Die Hamas wird das einsehen und klein beigeben. Worüber soll denn auch diesmal verhandelt werden?

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Monika Lorenz

Die Bodenoffensive wird Israel medientechnisch verlieren

Der "gesunde Menschenverstand" tickt nämlich so verblüffend einfach:

Man sieht einen Panzer in einer zerschossenen Strasse.
Und fragt sich sofort:

- Steht die Hamas in Tel Aviv ?
- Oder stehen die Israelis in Ghaza ?
Und dann: aha. Und die Suppe ist gegessen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:52 Uhr
Sabine Mersmann

So einfach ist das nicht!

Israel wird ganz maßgeblich von der EU (insbesondere durch die brD) und den USA unterstützt. Und auch wenn Israel einen konventionellen Krieg gegen Ägypten gewinnen sollte, wäre die Zukunft langfistig futsch, denn die EU kann sich einen ihr feindlich arbisch-muslimischen Block nicht leisten, nicht in dieser aktuellen Situation, und auch in den USA nimmt die Macht der jüdischen Organisationen tendenziell ab. Die Juden haben schon einmal in einer Krise (Jom-Kippur 1973) erleben müssen, dass die am Gängelband sicher geführt geglaubte brD aus volkswirtschaftlicher Notwendigkeit aus der einseitigen Solidarität ausgebrochen war (Ölschock von 1973). Und ohne diplomatische, wirtschaftliche und mitlitärische Unterstützung wird dieser Staat sich in einer feindlichen Umgebung nicht dauerhaft behaupten können.

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Ulrich Hinderer

@ Wolfgang Hebold:

Stimmt. Allerdings dürfte die Frage, was denn an einem Genozid so schlimm ist, aus dem Mund israelischer Politiker für Beifall von der ganz falschen Seite sorgen.

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Ulrich Hinderer

@ Andreas Gati:

Ihre Darstellung ist auch ein bisschen verkürzt.

Es wurden in den letzten Jahren nicht nur Raketen und Schüsse aus Gaza abgefeuert - es wurden vielmehr auch auf Gaza Raketen und Schüsse abgefeuert. Und nicht nur bei den Attacken auf Israel gab es Tote und Verletzte, nein auch in Gaza waren Opfer zu beklagen.

Jaja, ich weiß, die Opfer sind selber Schuld, hätten ja nicht Hamas wählen müssen.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 18.11.2012 15:29 Uhr

Es gibt auch Palestinenser die sich nicht mit den Radikalen identifizieren

Ich habe in einem Interview, ich glaube das war bei Phönix, gesehen, dass ein Palestinenser ausgesagt hat, dass sowohl Hamas als auch Fatach Verbrecher sind. Nur sind diese Palestinenser leider noch nicht in der Position etwas zu verändern.
.
Solange die Palestinenser subjektiv den Weg der Gewalt als einzigen empfinden um sich Gehör zu verschaffen, kondizioniert man sie auf Gewalt. Diese Spielregeln werden keine Lösung hervorbringen solange sie so gespielt werden.
.
Es ist auch sehr bedauerlich, dass Verteidiger der sehr Harten linie Israels immer wieder Menschen die diese kritisieren als Antisemiten diffamieren. Da Scheint es schon fast als Genugtuung, dass vor nicht alzulanger Zeit auch die Israelische Regierung von radikalen Juden als antisemitisch diffamiert wurde.
.
Wenn hierzulande Kinder sich streiten wird ihnen beigebracht, dass sie sich erstmal vertragen und dann ihre Differenzen friedlich lösen. Diese Fähigkeit wurde vielen in der Nahostregion scheinbar noch nicht beigebracht

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 19:41 Uhr
Ulrich Hinderer

@ Andreas Gati:

Israel hat Gaza geräumt, weil es mititärisch nicht zu halten war: Der Widerstand und der damit verbundene Preis war zu hoch.
Also hat man sich zurückgezogen.

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joachim tarasenko

Ist nicht ganz richtig

Aha, die Kinder lösen ihre Konflikte hierzulande friedlich. Was ist mit den Mobbern, den Amokläufern, den Schlägern auf den Schulen?

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Horst Johnson

Israel erntet die Früchte seiner Politik

Man muß schon schön geistig debil sein,eine solche aggressive israelische Politik noch gutzuheißen. Was hat denn bislang der ganze Zinnober mit den illegalen Siedlungsbauten und den hohen Grenzen, höchste Gefängnisstrafen bei friedl.Sympathisanten der Hamas gebracht.Mord, Totschlag,unglaublicher Haß auf das israel.Volk. Nun solidarisieren sich immer weitere gemäßigte arabische Kräfte auf seiten der auch nicht unschuldigen Hamas. Was nun erreicht? Null komma null Nichts, und dies schon jahrelang. Trotz einer unglaublichen Medienpropaganda in den USA und hier. Vergeudete Jahre, sinnfreie Diplomatie.
Dabei hat Israel keine Zeit zu verlieren. Die USA zerbröseln als Weltherrschaft, die EU und ihre Lemminge sind insolvent. Israel läuft die Zeit davon. Sie spüren ganz insgeheim das ein künstl.Staatsgebilde, errichtet auf paläst.Boden es bald so nicht mehr geben wird.
Frieden erreicht man nur durch einen ehrlichen Willen, weniger durch Täuschung!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.11.2012 10:55 Uhr
Dietmar Blum

Lesen Sie Ihre Kommentare

und Sie werden wie ich feststellen, dies ist ein klassischer Rohrkrepierer!

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Horst Johnson

@Hr.Hebold-Israel hängt am seidenen Faden der USA

Ihre Rassismuskeule können sie sich sparen. Ich bin Deutscher, stehe zu meiner Identität und gottlob frei jeglichem indoktriniertem Schuldkomplexes. Ich laße mir von niemandem das Wort verbieten.
Sie faseln da was von "Israel-einziger stabile Faktor?" "heroischen vergangenen Kriegen"Ich glaube sie sind wirklich ideologisch verblendet. Israel hat nur noch einen einzigen Lebensfaden. Dieser wird von den USA gehalten. Ohne diese wäre das Kunstgebilde Israel sofort adacta gelegt. Israel argumentiert weniger aus eigener Stärke,sondern aus tiefster Minderwertigkeit heraus. Dies erklärt auch ständig die aggressive Haltung gegenüber seinen Nachbarn. Frieden schließen wäre leicht möglich, wenn die Israelis es enrst meinten und nicht zum xten male täuschen und manipulieren. Die Weltöffentlichkeit, bis Obama, hat dieses Theaterspiel von Netanjahus Schergen so was von leid. Wer diese Politik noch verteidigt,trägt Mitschuld am Untergang Israels, was wir alle nicht wollen.

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Ulrich Hinderer

@ Wolfgang Hebold:

Wer Propagandamärchen unreflektiert nachplappert wie ein Papagei ist zumindest einmal keinesfalls besonders helle.

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joachim tarasenko

Realitätsverlust

was Sie schreiben hat mir der Realität dort wenig zu tun. Gerade jetzt habe ich auf TV gesehen wie die Israelis wieder die Behausungen der Bauern in Palästina niedergewalzt hat. Wäre ich einer von denen würd ich auch Bomben werfen. Wer so inhuman und aggressiv ist hat kein Recht dort einen Staat zu haben

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joachim tarasenko

die hamas hat noch was in Petto

Eine brillante Eröffnung, Mal sehen wann jemand eine brillante Atomeröffnung macht und die Leute dann noch applaudieren. Noch waren die nicht im Gaza und sind auf die Minen aufgefahren. Die haben so eine Angst , die wissen genau was sie erwartet.

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18.11.2012, 14:25 Uhr

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Die Nato brauchte ihre Zeit, um aus dem Winterschlaf zu erwachen. Jetzt muss sie an ihrer Ostgrenze Flagge zeigen, um nach innen und nach außen glaubwürdig zu bleiben. Mehr 116 38