Weil alle Kabinettsmitglieder, die sich um einen Sitz im Parlament beworben hatten, erfolgreich waren (und ihr Mandat gleich an Stellvertreter weitergaben), kann die französische Regierung unverändert bleiben - von einer taktischen Arrondierung abgesehen. Doch jetzt fangen für Präsident Hollande und Regierungschef Ayrault die Mühen der Ebene an.
Schon kursieren erste Gerüchte, wo gekürzt werden soll. Denn die Löcher im Haushalt können nicht gestopft, die fiskalpolitischen Ziele Hollandes nicht erreicht werden, ohne dass neben Steuererhöhungen auch massive Sparmaßnahmen beschlossen werden.
Die Frage ist, ob Paris diese aufziehende Wolkenfront in den europäischen Verhandlungen kompromissbereit macht, oder ob Hollande das innenpolitische Gewitter durch außenpolitische Hartleibigkeit verscheuchen will. In Berlin und Paris wird gute Stimmung verbreitet: es gebe konstruktive Gespräche, man werde zu einer gemeinsamen Linie finden. Doch das ist Wunschdenken. Es gibt bisher wenig Vertrauen zwischen Frau Merkel und Hollande, also auch noch keine Geschenke.
Hollande muss lernen, wie alle Linken Regierungen
Josef Bujtor (Mramorak)
- 22.06.2012, 06:24 Uhr
Wenn Hollande nicht bei seinen Ankündigungen bleibt,
Marie Louise (marielouise1)
- 21.06.2012, 23:32 Uhr
Geschenke?
Holger Baade (papperlapap)
- 21.06.2012, 17:41 Uhr
