15.07.2012 · Frankreichs Präsident Hollande hält das Rahmengesetz für den Fiskalpakt für ausreichend und will die sogenannte Schuldenbremse nicht in die französische Verfassung aufnehmen.
Von Michaela Wiegel, ParisRichtlinien für Lesermeinungen
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Bisher durften wir gar nicht über eine Verfassung abstimmen
Was die Franzosen in ihre Verfassung schreiben, geht uns gar nichts an.
Selbst wenn sie hineinschreiben sollten.
Artikel 4711: Deutschland bezahlt für uns ... hätte keine
Wirkung auf uns, weil wir ja gar keine Franzosen sind. Die
französische Verfassung gilt nur für Franzosen. Wer hätte
das gedacht. Zurück zur DM. Das würde in etwa so aussehen.
Einen € für 2 DM und dann 1 DM für 2€. Ist doch wohl
logisch. ;-). Frankreich wird jeden Einfluss auf uns verlieren, jemehr
sich die Nordstaaten um uns scharen. Frankreich wird dann der
Führer des Club Med. Hatte Sorko doch auch schon vor.
Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?
da gibt es doch immer noch die Naiven unter uns, die meinen, man
müsse nur den "Reichen" mehr Steuern abknöpfen, dann
ist allen geholfen.
Man könnte sich ja schlau machen und recherchieren, wie hoch der
%satz ist, den die "Reichen" am Steueraufkommen haben und
wieviel dann bei einer Erhöhung um x% herauskommt. Ne, das hiesse
ja Sachkenntnis, da ist es doch besser, sozialistischen Dauerfurzen zu
folgen, die haben zwar nie gestimmt, aber es klingt gerecht.
Reich ist in der BRD jemand ab 120 einkommen brutto, das sind die
Leistungsträger, durchschnittliche Menschen, z.B. die Porgrammieren
von SAP.
Das ist in Frankreich nicht anders, Peugeot und Renault sind von denen
nicht zu retten.
Mehr arbeiten, später in Rente, so sieht die Welt aus. Hollande
ruiniert Frankreich, Reformen sind nicht zu erwarten, es geht um Gloire!
Merke;den wirklich "Reichen" kann niemand etwas tun, die leben
dann in der Schweiz, auf Turks&Caicos, Bermudas, Bahamas oder einem
anderen Paradies. resus42
Bin einer Meinung mit Ihnen, dass jeder Staat selbst bestimmen dürfen muss, was in die Verfassung kommt und was nicht. Allerdings würde ich das unbedingt um die Aussage ergänzen, dass jeder Staat das, was in seiner Verfassung steht oder nicht, auch selbst finanziell zu verantworten hat.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 10:38 UhrSelbst verantworten ? Hollande ? Entschuldigung...
...das ist ja eben nicht der Fall, denn um das geht es ja schließendlich. Er sammelt seine gallische Herde hinter sich um den Franzosen weiterhin das bisherige Dolce-Vita-Lebensgefühl zu vermitteln, aber bezahlen soll das Deutschland. Das ist der zentrale Punkt. Er benutzt Deutschland skrupellos um als zweiter Napoleon (diesmal siegreich) in die Geschichte einzugehen, falls ihm das Merkel erlaubt. Für mich ein sehr gefährlicher Mann, der mit anti-deutschen Ressentiments unterschwellig arbeitet. Gesehen haben das bisher nur wenige.
Hollande, ein gutes Vorbild für andere
Komisch, vor gut einer Stunde habe ich hier einen Kommetar geschrieben,
mich an die Höflichkeitsregeln gehalten und er ist nicht da.
Nun schreibe ich zum 2. Mal, dass ich es sehr hilfreich für eine
pluralistische Politik empfinde, wenn einer, wie Hollande, seine
Vorstellungen zu ESM und Fiskalpakt unter die Leute bringt.
Er will nicht diese "Schuldenbremse" (dich doch besser
heißen sollte Schuldenbegrenzungsgesetz o.ä.) in "den
Marmor der frz. Verfassung" meißeln. Mit Recht, denn jeder
Staat sollte selbst bestimmen dürfen, wie die Verfassung auszusehen hat.
Den Wachstumspakt gibt es schon i.d. EU-Verfassung, jedoch konnte er
bisher nicht in Anspruch genommen werden, da den Ländern wegen
Eigenbeteiligung das Geld fehlte. Nun wird umgeschichtet.
Jedenfalls scheint Hollande derzeit der einzige EU-Politiker zu sein,
dem die Bevölkerung mehr am Herzen liegt, als der Druck von Merkel
oder den Märkten.
Er will die Reichen mehr besteuern, die Mwst. wird nicht erhöht.
Das ist doch was.
Auch habe einen Traum von einer gerechten und freundlichen Welt
Sie verkennen leider einiges, und zwar, dass dieser neoliberale
Sozialstaatenkahlschlag nichts mit sozialistischer Gundeinstellung zu
tun hat.
SPD und Grüne sind derart neo-konservativ- und neo-liberal
assimiliert, dass sie im Bundestag schon keine Opposition mehr darstellen.
Wenn Hollande bedenkt, die Reichen höher zu besteuern, macht er
ganau das Richtige.
Die massive Steuersenkungspolitik durch Rot-Grün i.d.J. 2002 - 2006
haben auch in D zu massiven Steuerausfällen beigetragen, weswegen
die Agenda 2010 entstand. Das Geld mußte ja irgendwie wieder reinkommen.
Ich sehe nicht nich ein, dass Staaten für die Schulden der Banken
aufkommen sollen und ich sehe auch nicht ein, dass Reiche und
Unternehmen sich fast steuerfrei durch's Leben schummeln können.
Wenn Hollande das auch so sieht, ist er kein Träumer oder
Sozialromantiker, sondern einer, der menschlich, christlich, sozial
denkt und handelt. Ich wünsche, wir hätten mehr von diesen Menschen.
Deutschlands größter Niedriglohnsektor in Europa und killt jeden Wettbewerb
Lieber Herr Edelmann,
wie jetzt bekannt wurde durch das Ansinnen von Monti u.a., die Banken
direkt aus dem neuen ESM zu beglücken, statt die
Länderhaushalte zu belasten, zeigt doch deutlich, dass bisher die
Länder mit ihren enorm hohen Zinsen belastet wurden und dadurch in
die Schuldenfalle geraten sind.
Die Schulden entstammten eben nicht schludriger Haushaltsführung,
sondern schludriger Führung der Banken und Industrien, wofür
die Menschen in diesen Staaten die Haftung übernehmen mußten.
Dass andere Staaten ebenfalls viele Schulden angehäuft haben, d.h.
diese immer weiter gestiegen sind, liegt im System dieses merkelschen
Nicht-Sparprogramms, in dem Massenentlassungen, Privatisierungen,
Gehalts- Rentenkürzungen auf dem Programm standen. Damit macht man
über Steuerausfälle die Schulden aber größer, statt kleiner.
Es wäre gut, wenn die anderen Länder auch endlich wach
würden und sähen, was diese Orgie von Zerstörung
angerichtet hat. Es gibt Alternativen die besser sind.
Kritik ist für selbstbewusste Menschen niemals anti-deutsch
Lieber Herr Meyer, danke für Ihre frdl. Hinweise, zu denen ich
einiges sagen möchte, weil sie mir irgendwie befremdlich
erscheinen, z.B. Hollande sei ein Träumer und Lebemensch der mit
deutscher Sparkultur nicht viel am Hut hat.
Ich muss lachen, weil Träume zu haben, erst recht wenn sie um das
Wohl der Gesellschaft gehen, kein schlechter Charakterzug ist.
Dass er ein Lebemensch - vielleicht meinten Sie Lebemann - ist, ist so.
Ich würde auf den Schlag eine Handvoll Lebemenschen-Politiker aus D
aufzählen können.
Die deutsche Sparkultur, auf die Merkel Ihre politischen Aussagen in
Sachen "Eurorettung" aufgebaut hat, ist in diesem Fall keine
Spar-Kultur, sondern ein Einsparen/Kürzungen in den Haushalten. Mit
dem Sparen, wie es in Privathaushalte geschieht, hat das gar nichts tun,
wie Ökonomen, Flassbeck, Krugmann u.a. immer wieder betonen.
Auch sehe ich in seiner Kritik nicht gleich eine Anti-Deutsche Haltung,
sondern eine natürliche Reaktion auf unzumutbare Richtlinien.
Liebe Karola Schramm
Im Allgemeinen schätze ich ja Ihre Kommentare sehr, aber mit Ihrer Betrachtung zu François Hollande haben Sie sich wohl erheblich am Schreibgerät vertippt. Hollande wird noch bös auf die Nase fallen, glauben Sie es mir. Es handelt sich bei dem Südfranzosen um einen Träumer und Lebemenschen, der mit deutscher Sparkultur nicht viel am Hut haben kann und es geht ihm dazu auch völliges Verständnis abhanden. Und ob Hollande wirklich die Bevölkerung am Herzen liegt, zeigte sich bisher nur in anti-deutscher Politrik, da konnte er bisher seine Schäfchen hinter sich bringen. Aber wehe es geht ums Eingemachte, Arbeitsmarktreformen. Da kommen noch harte Zeiten auf ihn zu, wenn nicht muß Deutschland dafür herhalten. Das weiss er und sammelt schon mal seine Herde im Ur-Interesse Frankreichs hinter sich, gegen Deutschland.
Hollande, ein sehr schlechtes Beispiel für andere
Viele Euro-Staaten haben bereits gewaltige Schulden aufgehäuft.
Dass derart unsolider Weg
in fortgesetzt stark wachsende Staatsverschuldung verderblich ist und
nicht ewig so weitergehen kann, hat das Exempel Griechenland mehr als
deutlich vor Augen geführt.
Die Schuldenbremse in der Verfassungen der Euro-Staaten erscheint schon
fast als ein letzter Versuch, das Schneeballsystem hemmungslosen
Schuldenmachens im Euro-Raum einzugrenzen. Hollande aber will
Schuldenbremse als unkonstitutionelles Femdwort verstehen, weil er sich
mit Staatsschulden auf Kosten anderer zunächst einmal kurzfristige
Vorteile für seine Politik verspricht, wobei er hofft, damit bis
zur nächsten Präsidentenwahl dort wirtschaftlich über die
Runden zu kommen. Das von Hollande jetzt demonstrierte Beispiel
verfassungsunbegrenzten Schuldenwachstums wird in anderen Staaten
Nachahmer finden. Dann ist dem Wettbewerb, wer am schnellsten die
höchsten Euro-Schulden zustande
bringt, ziemlich hemmungslos Tür und Tor geöffnet.
Nach großen Sprüchen hat Hollande durch Merkel einen Dämpfer erfahren
Anders kann ich das harmlose Gerede von Hollande über seine
Einstellung zum ESM nicht verstehen.
Nichts ist mehr zu hören von den Eurobonds- u.
Schuldenvergemeinschaftungsträumen Hollandes in der Wahlkampfphase.
Das wird die Kanzlerin freuen. Monti hat ihr da mehr zugesetzt, und sie
ist eingeknickt. Allerdings ziert sich die Kanzlerin, genau anzugeben,
wo sie am letzten Gipfel dem schrecklichen Drängen Montis
nachgegeben hat.
Hollande wird keine Gelegenheit auslassen, auf seine o.a.
Träumereien zurückzukommen. Denn seine sozialistische
Grundeinstellung deckt sich mit der der kollaborierenden SPD: Alle
Eurostaaten müssen auf ein einheitlich schlechtes Zinsniveau
gebracht werden. Koste es, was es wolle.
Und alles zulasten von D.
worum es geht: Geld von anderen, aber selbst nicht sparen wollen. Die deutsche SPD darf sich nach der verlorenen Bundestagswahl 2013 u. a. bei diesem"Bundesgenossen" bedanken. Deutschlad ist nicht die Melkkuh der EU. Von der CDU erhoffe ic nicht allzuviel, sind doch sogar ihre EU-Parlamentarier inzwisschen für Euro-Bonds. Eine SPD, die den Hollande-Kurs übernimmt, gefährdet Deutschlads Zukunft. Was nun?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 06:01 UhrEs gibt nur einen Weg
Ich weiß es, Sie wissen es, eigentlich wissen es alle, selbst wenn
sie es nicht zugeben:
Deutschland muss sofort raus aus dem Euro und zurück zur DM.
Und das war der erste Schlag gegen die deutsch -französische Solidarität. Schuldenbremse ohne Verfassungsrang? Die kann Hollande mit seiner grossen Mehrheit in beiden Kammern jederzeit und leicht ausbremsen!
Ob man mit diesem französchen Präsidenten weiter in einer Währungsgemeinschaft und weiterer ...
... europäischer Integration verbleiben soll, sollte dringend überdacht werden. Wenn Herr Hollande seinen eigenen Worten treu bleibt, wird Frankreich in große Schwierigkeiten geraten. Dieser Mann scheint bar jeder ökonomischen Vernunft zu sein. Und wenn wir uns nur den Eiertanz mit der griechischen Tragödie ansehen, dann wird man sich Fragen müssen, wohin Frankreich sich bewegt und ob alle diesen Weg mitgehen wollen. Es wird höchste Zeit, daß die deutsche Bundesregierung und auch die EU-Kommission dem Herrn ein deutliches Stoppzeichen setzen.
Andere Denkweise des Franzosen
Hollande läßt es bei der Herabsetzung des Rentenalters in Frankreich auf 60 Jahre nicht bewenden. Jetzt kommt auch noch die Schuldenbremse nicht ins französische Gesetzbuch. Wieder einmal ein glasklares Beispiel anitideutsch gesinnter Politik des Franzosen. Wenn das so weiter geht muß die "deutsch-französische Freundschaft" neu definiert werden. Es wird zwar immer mehr Europa gefordert, wenns ums Bezahlen geht, aber direkte Konsequenzen lassen auf sich warten oder werden ausgehebelt à la François Hollande. Als Südfranzose will er wohl daß das Dolce-Vita-Lebensgefühl immer weiter geht. Er nimmt die Realität falsch wahr und benutzt deutschen Sparwillen um seinem Volk mehr Lebensgefühl zu verpassen. Ein entgegen gesetzteres Denken gibt es wohl nirgendswo mehr in Europa. Hollande soll bitteschön das Wort Eurorettung nicht mehr in den Mund nehmen. Ach du armes Frankreich !!!
Hollande sagte, er habe Europa neu ausgerichtet.
Das haben alle französischen Präsidenten gesagt, seit Charles
de Gaulle (von Winston S. Churchill als "schlimmster Feind
Frankreichs" bezeichnet) anno 1944 aus dem Londoner Exil heimkehrte.
All diese Beteuerungen haben, auch wenn sie in den jeweiligen Epochen
vom Rest der Welt oft beifällig aufgenommen wurden, einen
wiederkehrenden Haken: Sie dienten stets nur französischen, niemals
aber gesamteuropäischen Interessen. Diese Linie lässt sich von
der Montanunion über EG und EU, bis hin zu EFS und ESM,
lückenlos nachweisen. (Ich bin gottlob zu jung, um früh
dabeigewesen zu sein, habe aber jahrelang etliche Uni-Bibliotheken frequentiert.)
Es ist das natürliche Recht und Streben jedes Staates, seinen
eigenen Acker zu pflügen. Es erhebt sich aber die logische Frage,
wie weit die Anrainer dieses Ackers sich darauf einlassen sollten, dort
für Saatgut, Dünger, Regen, Landmaschinen und
frühverrentete Bauern aufzukommen. — Diese
Großzügigkeit setzt Herr Hollande aber stillschweigend
voraus.
Wenn Hollande noch mehr Staatsschulden will,...
...dann passt natürlich keine Schuldenbremse in die
französische Verfassung. Wer aber mit immer höheren Bergen von
Staatsschulden wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit
erkaufen will, begibt sich auf einen gefährlichen Irrweg, spielt
politisches Roulette mit der Zukunft von Millionen Menschen und kann am
Ende tief stürzen. Dass auf gesteigerten Kredit schon alles besser
werde, ist eine kurzsichtige, unsolide und verfehlte Handlungsmaxime.
Ein kluger Kopf sollte das erkennen.
Das versteht sich eigentlich von selbst, dass ein Roter............
mit einer Schuldenbremse nicht leben kann.
Und so wird Angela Merkel wieder schnell nach Paris eilen und mit einem
Wangenküßchen ihre Zustimmung ausdrücken.
Im weiteren Text gibt er seine schmutzigen Gedanken noch preis :
Der beschlossene Wachstumspkt sei ein erster Schritt mit einem
Kompromiss gewesen.
Er hätte sich gewünscht, noch weiter gehen zu können.
Das glaube ich ihm aufs Wort; sicher wird er irgendwann der Merkel auch
noch die Eurobonds abtrotzen, zu denen sie nie zustimmen werde,
jedenfalls nicht so lange sie lebt.
Das waren ihre Worte, oder ...?
Hollande zeigt, dass es Alternativen gibt
Mit Hollande scheint ein Mann endlich anzufangen, selbständig zu
denken und das "Projekt" ESM-Fiskalpakt in Frage zu stellen.
"Goldene Regeln" über Haushaltsführungen, sollten
die Länder selber bestimmen und sich nicht von Merkel et al,
diktieren lassen, was in die jeweilige Verfassung gehört.
Zumal "Schuldenbremse" ansich schon ein lächerliches Wort
ist und nach der jetzigen Erfahrung mit GR,(und auch in den
Bundesländern) durchweg eine Wachstumsbehinderung darstellt und die
Privatisierung zum Nachteil der Menschen befördert.
Mit dem vorgeschlagenen Wachstums"pakt" sollte Hollande nicht
so angeben, da der sowieso schon in der EU-Verfassung steht, die Gelder
jedoch nicht abgerufen werden konnten, weil das Geld für die
Eigenbeteiligung nicht vorlag und jetzt nur umgeschichtet wird.
Ansonsten habe ich den Eindruck, dass Hollande bisher der einzige
Politiker ist, der in 1. Linie an die Bevölkerung denkt und nicht
an die Befriedigung von Merkel und der Märkte.
Es gibt ja jetzt den ESM. Das Konjunkturprogramm für Peugeot und Co
wird Geld kosten.
Es bleibt beim Euro Alles wie gehabt: Die Pessimisten liegen richtig.
Gut gemacht. Als Nächstes dann Subventionen für
"umwelfreundliche" (sprich in Frankreich hergestellte)
Kleinwagen. Vielleicht auch, wie in Griechenland, eine Ausweitung des
Beamtenapparats. Sichere Arbeitsplätze braucht der Mensch.
Wenn dann keiner mehr Frankreich Geld leihen will, dann wird der ESM,
sprich Deutschland, zur Kasse gebeten. Oder über den Umweg durch
frz. Banken, die Hollande solange Geld leihen, bis sie pleite sind und
selbst den ESM anzapfen.
Wenn ich Franzose wäre, würde ich Stolz sein auf soviel
Durchsetzungskraft. Nur leider bin ein deutscher Mitbürger mit
stinknormalem Nichtmigrationshintergrund, und ich werde gezwungen werden
dafür zu zahlen. Und unsere Madam Qui, und ihr europäischer
Visionär mit Münchhausen Syndrom ... naja, ich schau mich
schon mal nach einem Job im Ausland um. Dort habe ich dann
Migrationshintergrund und bin vielleicht endlich irgendwo willkommen.
Angola usw.
Was für eine Art Job haben Sie denn in Angola, Sambia, Mosambique,
etc gemacht? Ich hatte an Australien gedacht. Dort habe ich früher
schon gelebt, nur ist dort inzwischen alles sehr teuer geworden,
speziell auch Häuser.
In Europa kämen höchstens die Schweiz in Frage (sieht aber
schon mit Deutschen überfüllt aus), oder Norwegen, aber
schwierig was Sprache und Wetter betrifft.
Aber nicht in Europa...
...lieber Peter Pan, denn dort werden Sie schon bei der Jobsuche schief angesehen weil eben aus Deutschland kommend. Das "Leid" und die daraus folgende "Austerität", alles das was Frau Merkel über diese Länder gebracht hat, würden auch Sie knallhart zu spüren bekommen. Ich spreche da aus Erfahrung. Gehen Sie lieber nach Afrika (Angola, Sambia, Mosambik, Ghana, Kenia) oder gleich nach Brasilien, Paraquay oder Chile. Dort werden Sie mit offenen Armen empfangen, aber nicht in Europa. Europas Einfluss weltweit geht dem Ende entgegen.
Respekt vor diesem Francois Hollande. Dass er seiner
Lebensgefährtin klare Grenzen gesetzt hat und seinen Franzosen eine
Knechtschaft à la Merkel erspart, ist wirklich klasse. Die
Entschleunigung aus Karlsruhe hinsichtlich des ESM kommt natürlich
auch dem französischen Präsidenten zugute. Denn das es im
deutschen Haus im Hinblick auf die Ökonomie ein Stimmenwirrwarr
gibt, hat er natürlich längst eingerechnet in seine Politik.
So dürfte denn der Tag kommen, an dem sich Hollande traut unserer
Kanzlerin die Frage zu stellen: "Und, würden Sie mit Kindern
eigentlich genauso regieren wie ohne?"
Leider ist die deutsche Politik nämlich auch von mangelnder
Weitsicht geprägt, weil unsere Regierungsspitze in puncto Familie
so völlig unerfahren ist.
Man sieht und denkt nur mit dem Herzen gut
Ich stimme Ihnen einerseits zu. Andererseits finde ich es nicht richtig,
einem Menschen seine/ihre Kinderlosigkeit vorzuwerfen, denn es gibt auch
Menschen, die machen mit Kindern eine miserable Politik. Siehe v.d.Leyen.
PolitikerInnen haben einen Charakter, eine Biographie, eine
Sozialsisation und all das bestimmt, wie sie ihre Arbeit sehen und das
Land politisch gestalten möchten.
Wenn nur noch Marionetten da sind und Machtkämpfe innerhalb einer
Regierung stattfinden, wer - wann - mit wem - irgendwann mal
koalitionsfähig sein könnte, so zeigt die Gegenwart, dass wir
es mit Kopf-menschen zu tun haben, die gleichzeitig auch noch mit
Blindheit geschlagen sind. Politiker brauchen aber Herz, Verstand und
Augen die sehen.
Recht hat er. Wann endlich begreifen wir Deutschen unsere von Schröder eingeführte und von Merkel und den sogenannten Mainstream-Ökonomen kritiklos fortgeführte und von uns noch so gern geglaubte Lebenslüge "an der Eurokrise sind wir völlig unschuldig, schuld sind nur die Südeuropäer"? Mit der übertriebenen Lohnzurückhaltung führen wir seit der Euro-Einführung einen viel zu aggressiven Export-Verdrängungswettbewerb gegen unsere Euro-"Partner" - diese Politik beschädigt nicht nur Europa, sondern letztlich auch Deutschland, nur will das hierzulande kaum einer wahrnehmen. Damit haben wir viel zu lange auch am eigenen Ast gesägt, wir werden es bald merkeln, wenn unsere weltmeisterlichen Exporte einbrechen. Die jahrelange Lebenslüge wird auch jahrelang herausgeschwitzt werden müssen. Die makroökonomische Inkompetenz der deutschen "Elite" (inkl. SP und Grüne!) ist nicht länger zu vertuschen. Siehe: Heiner Flassbeck - 10 Mythen der Krise. Suhrkamp 2012 (nur 5 Euro!!).
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 11:05 UhrPreisbildung auf deutsch?
warum sind sie denn schon heute nicht teurer? merken sie jetzt ihren
mangel an logik? und kommen sie bitte nicht mit den chinesen.
immerhin danke ich ihnen, dass sie nur von 100 und nicht von 1000 jahren
gesprochen haben, das hatten wir doch schon mal, ist gar nicht so lange
her, hat aber böse geendet...
sie sind nicht in guter, sondern in mehrheitsgesellschaft, wie die
kommentare auch hier belegen. aber auch die deutsche mehrheitsmeinung
geht zum brunnen bis sie bricht. das nennt man dann späte einsicht.
Keine Sorge...
...deutsche Produkte werden auch in 100 Jahren und zu einem noch viel höheren Preis gekauft werden, weil sie schlicht und einfach die bessere Qualität besitzen.
Hollande will gar nicht sparen
sonst wäre das was er vorhat gar nicht zu erklären. Frankreich erstickt an der Unflexibilität seines Arbeitsmarktes den man zum Nulltarif reformieren könnte. Die Franzosen sind in ihrem Herzen alle Sozialisten und sehr staatsgläubig. Sie werden Reformen erst einleiten wenn ihnen das Wasser an der Oberkante der Unterlippe steht. Niemand stellt Leute ein weil es ohne Insolvenz unendlich schwierig ist jemanden wieder loszuwerden. Selbst erlebt habe ich wie in einer Hochtechnologie-Firma die Security während eines Rundganges, Mitarbeiter nach 18 Uhr aus den Büros getrieben hat weil sie sonst die tägliche Arbeitszeit der 35 Stunden Woche überschreiten. Den französischen Kollegen war dies übrigens peinlich dass wir das als Deutsche mitbekamen.