Eine Geiselnahme Toulouse ist am Mittwoch von der Polizei beendet worden. In unmittelbarer Nähe der Wohnung, in der sich im März der Serienmörder Mohamed Merah verschanzt hatte, hielt ein 26 Jahre alter Täter in einer Bankfiliale zunächst vier Personen in seiner Gewalt, darunter den Bankdirektor.
Der Mann war nach Aussagen des zuständigen Staatsanwalts ein „religiöser Überzeugungstäter“. Er behauptete, Mitglied des Terrornetzes Al Qaida zu sein. Eine Schwester des aus einer kinderreichen Einwandererfamilie stammenden Mannes sagte der Zeitung „Le Figaro“, ihr Bruder leide unter Wahnzuständen und habe „riesige Wut“ auf die Gesellschaft. Aus Polizeikreisen hieß es, der Mann sei in psychiatrischer Behandlung gewesen.
Der Mann war am Vormittag in eine Bank im Stadtzentrum eingedrungen und hatte Geld verlangt. Als die Angestellten ihn nicht ernst nahmen, feuerte er laut Polizei einen Schuss ab und brachte vier Menschen in seine Gewalt.
Am Nachmittag war zunächst eine Geisel freigelassen worden. Der Geiselnehmer hatte wiederholt Merah als sein Vorbild erwähnt und verlangt, dass die Polizeieinheit Raid mit ihm verhandele. Diese Eliteeinheit hatte Merahs Wohnung am 22. März gestürmt, dieser war bei dem Schusswechsel getötet worden.
Bin gespannt, wie mir dieser Vorfall von den üblichen
Verdächtigen erklärt wird
Michael Scheffler (Striesner)
- 20.06.2012, 14:02 Uhr
Al Qaeda
Richard Löwe (RichardL)
- 20.06.2012, 13:07 Uhr
Verhandlungen
Dietmar Blum (derEifeler)
- 20.06.2012, 12:37 Uhr
