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Frankreich Atombehörde nimmt Anlage Tricastin vom Netz

11.07.2008 ·  Schwerwiegende Sicherheitsmängel und Verstöße gegen die gesetzlichen Auflagen bewogen die Behörden zu dem weit reichenden Schritt: Nach der Panne in Tricastin darf die Urananreicherungsanlage vorerst nicht mehr weiter arbeiten.

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Nach der Panne in der südfranzösischen Atomkraftanlage Tricastin hat die Atomaufsichtsbehörde ASN (Autorité de sûreté nucléaire) am Freitag angeordnet, den Betrieb in der betroffenen Uranaufbereitungsfabrik Socatri vorerst einzustellen.

Laut mehrmals korrigierten Behördenangaben waren 20.000 Liter Uranlösung durch ein Leck in einem Auffangbecken in die Kanalisation und umliegende Flussläufe gesickert. Die Uranlösung soll 240 Kilogramm Uran enthalten haben.

Seltener Beschluss

In Frankreich ist es sehr selten, dass die Atomaufsichtsbehörde anordnet, den Betrieb in der von einer starken Nuklearlobby gestützten Nuklearindustrie einzustellen. ASN kritisierte nach mehreren Inspektionen auf dem Betriebsgelände schwerwiegende Sicherheitsmängel und Verstöße gegen die gesetzlichen Auflagen.

ASN will deswegen auch die Staatsanwaltschaft anrufen. Unterdessen haben die zuständigen Präfekturen das Verbot über Trinkwasserentnahme und die Nutzung der Seen und Flussläufe in der Nachbarschaft der Nuklearfabrik verlängert.

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