http://www.faz.net/-gpf-90igb

Flüchtlingskrise : Sturm auf spanische Enklave Ceuta

  • Aktualisiert am

Sie haben es geschafft: junge Flüchtlinge am Montagmorgen in Ceuta Bild: Reuters

Der Flüchtlingsansturm auf die spanischen Städte Ceuta und Melilla im Norden Marokkos hält an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl derer, die es in die Enklaven schaffen, verdoppelt.

          Dutzende Flüchtlinge aus Afrika sind am Montag in die spanische Enklave Ceuta eingedrungen. Ein Reuters-Augenzeuge berichtete, eine Gruppe von mehr als 100 Menschen sei durch einen Grenzposten gestürmt. Sie hätten offenbar die Sicherheitskräfte auf der spanischen und marrokanischen Seite überrascht. Das Rote Kreuz teilte mit, 186 Personen nach der Grenzstürmung betreut zu haben, vier Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

          Bild: F.A.Z.

          Die Grenze zu den beiden spanischen Enklaven Ceuta und Melilla wird mit einem bis zu sechs Meter hohen Zaun gesichert, der zusätzlich mit Stacheldraht versehen ist. Afrikanische Migranten versuchen immer wieder, entweder vom Meer aus oder über den Zaun in die Enklaven und damit auf EU-Territorium zu gelangen. Wenn sie dies geschafft haben, werden die Flüchtlinge entweder in ihre Heimatländer abgeschoben oder auf das spanische Festland gebracht. Von dort aus versuchen viele Migranten, andere EU-Staaten zu erreichen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums gelangten im ersten Halbjahr 3200 Migranten in die beiden Enklaven, doppelt so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Erst vergangene Woche hatten etwa 70 Migranten den Grenzzaun um Ceuta überwunden.

          Traumziel Europa : Migranten überrennen Posten zu spanischer Exklave

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Spanisches F-18-Kampfflugzeug stürzt bei Start ab Video-Seite öffnen

          Madrid : Spanisches F-18-Kampfflugzeug stürzt bei Start ab

          Ein spanisches Kampfflugzeug vom Typ F-18 ist am Dienstag auf einem Luftwaffenstützpunkt in einem Madrider Vorort abgestürzt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte mit, das Unglück auf der Luftwaffenbasis Torrejon habe sich bei Start-Übungen ereignet. Bei dem Unglück sei der Pilot der Maschine ums Leben gekommen.

          Topmeldungen

          Monokulturen und der Einsatz von Agrarchemikalien stehen im Verdacht als Auslöser des Insektenschwunds.

          75 Prozent weniger Insekten : „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“

          Das Insektensterben lässt sich nicht mehr abstreiten. Der oft kritisierte Krefelder Entomologen-Verein hat jetzt in einer Langzeitstudie gezeigt: Die Populationen sind seit der Wende um drei Viertel geschrumpft. Welchen Anteil hat die Landwirtschaft, welchen das Klima?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.