http://www.faz.net/-gpf-8uz03

Furcht vor Russland : Finnland stockt sein Militär um 50.000 Soldaten auf

  • Aktualisiert am

Nato-Übung mit estnischen Soldaten (Symbolbild) Bild: dpa

Die Sicherheitslage in der Ostsee habe sich angeblich verschlechtert, die Furcht vor Russland wächst. Im Konfliktfall will Finnland sein Militär aufstocken – das Land ist kein Nato-Mitglied.

          Aus Furcht vor einer Bedrohung durch Russland hat die finnische Regierung am Donnerstag angekündigt, dass die Truppen des Landes für den Konfliktfall von 230.000 auf 280.000 Soldaten aufgestockt werden. Damit solle die „Fähigkeit zur Verteidigung des gesamten nationalen Territoriums verbessert“ werden, hieß es in einem Regierungsbericht. Die Rede ist darin von der Absicht des Nachbarstaats Russland, seinen „Status als Großmacht zu festigen“. Dem stehenden Heer Finnlands gehören derzeit rund 35.000 Soldaten an.

          Moskau habe als „Ziel“ ein „auf Einflusssphären beruhendes Sicherheitssystem“ genannt. Der Bericht erwähnt ferner, dass sich die Sicherheitslage in der Finnland umgebenden Ostsee verschlechtert habe. Finnland, das nicht dem Nato-Militärbündnis angehört, hatte im vergangenen Oktober einen Vertrag zur militärischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet.

          Die Aufstockung der Truppen schlägt sich im finnischen Militärhaushalt mit 55 Millionen Euro nieder – zusätzlich zu den jährlichen Ausgaben von derzeit 2,4 Milliarden Euro. Die Regierung rechnet damit, dass es nach 2020 eine deutliche Ausgabensteigerung geben wird. Helsinki will im kommenden Jahrzehnt seine Hornet-Kampfjets durch moderne Flugzeuge ersetzen und auch seine veraltete Flotte modernisieren.

          Weitere Themen

          Abtreibungsverbot in Irland Video-Seite öffnen

          Referendum : Abtreibungsverbot in Irland

          In Irland sind Schwangerschaftsabbrüche per Verfassung verboten - bei einem Referendum am Freitag können die Iren diese Regelung kippen. Laut Umfragen liegen die Befürworter neuer Abtreibungsregelungen leicht vorne.

          Das große Sterben

          Dreißigjähriger Krieg : Das große Sterben

          Mit dem zweiten Prager Fenstersturz begann vor 400 Jahren für Mitteleuropa eine Katastrophe. Zeitgenössische Texte dokumentieren sie bestens. Trotzdem konnte die Archäologie in jüngster Zeit noch Neues darüber erfahren.

          Druck auf Bamf-Chefin steigt Video-Seite öffnen

          Skandal um Asylgenehmigung : Druck auf Bamf-Chefin steigt

          Nach Medienberichten war Jutta Cordt möglicherweise früher über Unregelmäßigkeiten in der Bremer Bamf-Außenstelle informiert als bislang bekannt. Es ist unklar, wie lange die Prüfung, ob ein Verdacht besteht, dauern wird.

          Topmeldungen

          Bamf-Außenstelle : Seehofer verbietet Bremen Asylentscheidungen

          Horst Seehofer hat der Bremer Außenstelle des Flüchtlingsbundesamtes (Bamf) verboten, über Anträge von Flüchtlingen zu entscheiden. Damit zieht der Innenminister erste Konsequenzen aus der Affäre um unrechtmäßige Asylentscheide.

          Dreißigjähriger Krieg : Das große Sterben

          Mit dem zweiten Prager Fenstersturz begann vor 400 Jahren für Mitteleuropa eine Katastrophe. Zeitgenössische Texte dokumentieren sie bestens. Trotzdem konnte die Archäologie in jüngster Zeit noch Neues darüber erfahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.