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Fall Litwinenko Merkel fordert zügige Aufklärung

11.12.2006 ·  Die Kanzlerin mahnt Rußland mit Nachdruck zur Mitarbeit im Fall Litwinenko an. Zur jüngsten Mordserie an russischen Journalisten, Politikern und Geschäftsleuten sagte sie: „Das ist kein gutes Zeichen, das muß sich ändern.“

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine schnelle Aufklärung des Todes von Alexander Litwinenko angemahnt und sich besorgt über politische Morde in Rußland geäußert. „Ich hoffe, daß das aufgeklärt wird“, sagte sie. Zur jüngsten Serie ungeklärter Morde an russischen Journalisten, Politikern und Geschäftsleuten sagte sie: „Das ist kein gutes Zeichen, das muß sich ändern.“

Merkel zeigte sich am Sonntag abend bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung „Beckmann“ nicht überrascht darüber, daß eine Spur in dem Fall auch nach Deutschland führt. Die Erfahrungen seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 hätten immer wieder verdeutlicht, daß Deutschland kein abgeschirmter Raum sei. Dies zeige, daß auch die Aufklärung nur durch europäische und weltweite gute Zusammenarbeit gelingen könne. Sie bekräftigte auch, daß der russische Präsident Wladimir Putin ihr im Fall der erschossenen Journalistin Anna Politkowskaja zugesagt habe, sich für die Aufklärung einzusetzen.

„Wir wollen die Wahrheit erfahren“

Der russische Botschafter Waldimir Kotenew wies die Ermahnung Merkels nachdrücklich zurück. „Die Mitarbeit ist da und unsere Behörden kooperieren auch mit Scotland Yard“, sagte Kotenew am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“. Die russische Staatsanwaltschaft habe auch ein eigenes Verfahren eingeleitet. Der Botschafter versicherte: „Wir sind nicht minder interessiert, die Wahrheit zu erfahren.“

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte am Montag in Berlin, die Bundesregierung habe „großes Vertrauen“ in die Aufklärungsarbeit der britischen Ermittler und in die Kooperationsbereitschaft der russischen Behörden.

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