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Fall Litwinenko Geheimdossier als Mordgrund?

16.12.2006 ·  Der frühere KGB-Spion Alexander Litwinenko ist nach der Theorie eines Freundes und Kollegen wegen eines Geheimdossiers ermordet worden, das eine ranghohe Persönlichkeit im Kreml schwer belastet.

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Der frühere KGB-Spion Alexander Litwinenko ist nach der Theorie eines Freundes und Kollegen wegen eines Geheimdossiers ermordet worden, das eine ranghohe Persönlichkeit im Kreml schwer belastet.

Juri Schwez, wie Litwinenko ein ehemaliger KGB-Agent, sagte nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC vom Samstag, er habe mit Litwinenko zusammen gearbeitet, um für Firmen vor möglichen Investitionen in Rußland vertrauliche Informationen zusammen zu stellen. Litwinenko sei vergiftet worden, nachdem ein achtseitiges Dossier an die namentlich nicht genannte Person in Moskau durchsickerte.

Lugowoi spricht von Medienhysterie

Schwez zufolge könnte dies durch Andrej Lugowoi, einem weiteren früheren KGB-Agenten erfolgt sein, der Litwinenko am 1. November in London traf. Litwinenko habe seinen Bericht, der nun im Besitz der britischen Polizei sei, Lugowoi gezeigt. An diesem Tag erkrankte Litwinenko, am 23. November erlag er den Folgen einer Vergiftung mit dem radioaktiven Element Polonium-210. Lugowoi den Bericht gezeigt zu haben sei Auslöser des Mordes gewesen, sagte Schwez, der zur Zeit in den Vereinigten Staaten lebt. Er vermute, daß Lugowoi noch immer für den russischen Geheimdienst arbeite.

Lugowoi hatte am Freitag betont, er sei von der Polizei als Zeuge, nicht als Verdächtiger vernommen worden. „Die Polizei hat mir gar nichts vorgeworfen“, sagte er. „Was all das angeht, was so gesagt wird: Das ist nichts als Medienhysterie.“

Raum für Verdachtsmomente

Schwez sagte, er könne nicht 100 Prozent sicher sein, daß seine Theorie zutreffe. „Es gibt offensichtlich Raum für andere Verdachtsmomente“, sagte er. Es gebe aber so etwas wie eine höchst wahrscheinliche Theorie: „Und das ist sie.“ Die britische Polizei wollte sich zur Theorie von Schwez nicht äußern.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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