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Fall Litwinenko Der Agent und Putin

 ·  Wer hat Alexander Litwinenko umgebracht? Daß der Kreml hinter dem Mord steckt, ist unwahrscheinlich: Denn daß Putin es mit Gewalt auf einen Gesichtsverlust anlegen will, scheint keine sinnvolle Strategie zu sein. FAZ.NET-Spezial.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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Lutz Grellmann
Lutz Grellmann (Lumi1) - 14.12.2006 13:34 Uhr

Glückwunsch

Herr Wehner,
Ihr Kommentar "Der Agent und Putin" ist die erste Meinungsäusserung aus dem Haus der FAZ, die sich in dieser Angelegenheit nicht zuerst der normalen Klischees bedient und sensibel mit dem Thema umgeht. Ich stimme Ihnen zu. Aber wir wissen nichts.

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Mika Korolef
Mika Korolef (calmIce) - 02.12.2006 15:22 Uhr

wto?

nur mal dahingeworfen:
- rache von strukturen die durch den wto beitritt russlands einbüßen werden?
- einschüchterung von ausländischen kapitalgebern ist auf jeden fall erreicht

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fpeter (fpeter) - 27.11.2006 14:37 Uhr

Russlands Drittes Reich

Ihr Artikel ist ein Versuch, durch aneinander gereihte Fragen einer Beantwortung dieser Fragen zu entgehen u. der Kernfrage einer sehr realen Mordserie (Journalisten, Bankmanager, Reformer, Kritiker -- seien es nun Agenten oder nicht) aus dem Weg zu gehen.

Ihr Artikel ist ein Nebelwerfer. Am Schluss wird in einer infam abgeschwächten Form Putins Medienpolitik auf denkbar vorsichtigste, fast entrückte Weise "angedeutet". Das Sätzchen, das Sie formulieren, soll den Anschein der Kritik erwecken. Sie hauchen Ihre Kritik. Wie zartfühlend gegenüber den Nachahmern der Sowjetzeit.

Putins Werk von nur wenigen Jahren ist die Gleichschaltung u. Einschüchterung aller Medien. Er nahm dem Land die Chance, nach über 70 Jahren ideologischer Verheizung und nur wenigen Jahren holprig-anfänglicher Erfahrung von Selbstbestimmung sich auf diesem Weg weiter vorzutasten.

"Autoritär" (als Zustand der Gesellschaft) reicht dem Apparat des Kreml nicht mehr. Erneut wird das Großreich auf Monolithismus getrimmt -- im hitlerischen Tempo. Der neue/alte Zustand wird mit erklärter Absicht der obersten Spitze und ihrer geheimdienstlichen Seilschaft planvoll organisiert. Das Tempo der Formierung der Gesellschaft nimmt Maß an faschistischen Vorbildern.

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Jens Malte Schieck

Putin war es sicher nicht!!!

Wie bringt man jemanden um der um keinen Preis reden soll? .... Natürlich schnell und leise ...
Litwinenko sagte lediglich das er Glaubt der Kreml war es... hat er mehr gesagt? Irgendetwas was bedrohlich wäre ausgepackt? Er hätte dies doch getan wenn er weiß das er den nächsten Tag nicht überleben wird... Also wusste er nichts lebensbedrohliches.... sprich es gab auch keinen Grund ihn zu liquidieren... und wenn es Ihn gegeben hätte dann wäre es schnell und leise gewesen... mit Radioaktivem Material zu verstrahlen ist ja auch die saublödeste Idee. Da hätte er sich auch selbst verstrahlen können... vlt hatte er ja auch den Drang zu sterben und am Ende die Idee Putin mit zu stürzen?! Wer weiß das schon.... wer auch immer es war man sollte es sehen und der kreml hätte sowas bestimmt nicht gewollt

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Constantin Berg
Constantin Berg (berg11) - 26.11.2006 17:29 Uhr

Antwort auf beitrag"radiokatives material"

Um an solches Material zu kommen braucht man weder Geheimdienstkontakte noch irgendwelche hochwissenschaftlichen Fähigkeiten. 1. Möglichkeit: In Russland gibt es heutzutage viele arbeistslose Atomwissenschaftler. Weil diese aber nicht verhungern wollen, verschaffen sie allmöglichen Leuten allmöglich Stoffe. 2. Möglichkeit: In Russland und ehmaligen Sowjetrepublicken liegen alte Nuklearwaffen aus dem kalten Krieg unbewacht herum. Es gibt kein Geld sie zu vernichten oder zu bewachen. Nach dem Zusammenbruch der Sowejtunion gab es ein Angebot diese Dinge nach Hanau zu transportiern um sie dort in Brennelmente umzuwandeln und anschlißende wieder zurückzutransportieren um sie zu nutzen. Aus politischen Gründen wollte man dies nicht. Anmerkung: Dies ist meine persönliche Meinung, die ich mir im Lauf der Jahre mit Hilfe verschidener Medien angeeignet habe. Ob sie deshalb ganz der Wahrheit entspricht, kann ich nicht sagen, da ich nicht absolut sicher sein kann ob die Berichte die ich gelesen bzw. gesehen habe der Wahrheit entsprechen.

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Karlheinz Wiechel

Mord an Litwinenko

Es ist gleichgültig,ob Putin direkt hinter den Morden an Alexander Litwinenko und Frau Politkowskaja steckt oder seine Gesellen . In Russland sollen in 2005 ca. 27000 Morde geschehen sein , davon ca. 500 politisch motiviert. Was hört man über Aufklärungsraten ? Russland unter Putin ist kein Rechtstaat geworden, man sieht den Trend in die Gegenrichtung, bei aller "lupenreiner demohratischer Gesinnung" von P. . Wie lange wird Herr Chodorkowski noch leben ?

K.Wiechel

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Felix Jendrosch

radioaktives Material

Bei allen Spekulationen: Wie kommt man an selch radioaktives Material. Da Braucht man mehr als nur Kontakte zum Geheimdienst.

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Alex Kohl
Alex Kohl (alexkohl) - 26.11.2006 11:34 Uhr

zielgerichtetes rätselraten

fest steht bislang, dass wir alle fast nichts sicher wissen. mit ausnahme der tatsache das herr litwinenko vermutlich an einer vergiftung verstorben ist.

was diesen fall eigentlich erst interessant macht, ist das erkennbare, uebergrosse interesse, moskau und hier herrn putin als 'schuldigen' auszumachen. und dies, obwohl saemtliche akteure natürlich wissen, dass sie in wirklichkeit ueberhaupt nichts wissen koennen.

dies laesst einen wirklich 'stutzig' werden.

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Urs Hagenbach

Erinnerung an die letzte Liquidation durch russische Agenten

Am 13. Februar 2004 liquidierten russische Agenten den tschetschenischen Ex-Präsidenten Jandarbiew in Katar. Peinlicherweise wurden die beiden Killer von den Behörden von Katar verhaftet. Ihre Namen lauteten Anatoli Jablotschkow und Wassili Bogatschow. Sie wurden am 30. Juni 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt und am 23. Dezember 2004 auf Druck des Kremls nach Moskau abgeschoben

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Norbert Brand

Sehr bedrohlich

Geheimdienste können Feinde unspektakulärer verschwinden lassen, wie der Name sagt "geheim". Dass im Rahmen der Spekulationen die Terrorismusvariante fehlt, verwundert. Und die wäre wirklich sehr bedrohlich. Ein Mord einfach so in der Londoner Öffentlichkeit mit einem äußerst seltenen Mittel, das Atommächte beim Bau von Atombomben verwenden. Das wäre ein Fanal, das weit über das gegenseitige Abgemurkse von Geheimen hinausginge.

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Ulf Schreier

Warum gerade jetzt?

Das Merkwürdigste an der ganzen Geschichte ist doch das "Timing". Das ist nämlich schon reichlich komisch, dass das alles pünktlich zum EU-Russland Gipfel passiert! Und wurde Politkowskaja damals nicht auch ganz kurz vor dem Staatsbesuch Putins in Deutschland ermordet? Merkwürdig.

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Jahrgang 1963, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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