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Falklands Britische Medien erteilen Kirchner Abfuhr

 ·  Die argentinische Präsidentin Kirchner hat mit ihrem offenen Brief zum Falkland-Streit nicht viel Erfolg. Die britische Regierung erteilte ihr umgehend eine Abfuhr, und eine Boulevardzeitung weist in einer eigenen Anzeige daraufhin, wer den Krieg 1982 gewonnen habe.

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Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat von neuem die Diskussion über die Forderung Argentiniens nach Souveränität über die Falklandinseln entfacht. In einem an den britischen Premierminister David Cameron gerichteten Brief, der in Kopie auch an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ging, wollte sie daran erinnern, dass Großbritannien am 3. Januar 1833, „genau vor 180 Jahren“, den Archipel Argentinien „mit Gewalt weggenommen“ habe. London müsse „den Kolonialismus beenden“ und eine UN-Resolution von 1960 erfüllen, in der die Mitgliedsstaaten angehalten würden, „den Kolonialismus in allen Formen“ aufzugeben.

Auf ihre Forderung, beide Länder müssten über die Souveränitätsfrage Verhandlungen aufnehmen, erhielt Frau Kirchner postwendend aus London eine Abfuhr. Die Inselbewohner hätten deutlich den Wunsch gezeigt, dass sie Briten sein wollten, hieß es in einer Stellungnahme des britischen Regierungssprechers. Der Premierminister werde alles tun, um deren Interessen zu schützen. Es seien überdies nicht nur zwei Verhandlungspartner, sondern drei, weil die Inselbewohner nicht aus der Geschichte getilgt werden könnten.

Die Einwohner des in Lateinamerika „Malvinas“ genannten Archipels wollen im März in einem Referendum über den politischen Status der Inselgruppe abstimmen. Allen Voraussagen nach werden sie sich mit großer Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien entscheiden. Frau Kirchner hat im vergangenen Jahr, in dem sich der Falklandkrieg zum dreißigsten Mal jährte, mit immer neuen Initiativen bislang vergeblich versucht, die Forderung Argentiniens nach voller Souveränität über die Malvinas zu einem internationalen Konfliktthema hochzureden. Ihre Taktik war es offenbar, die britische Regierung unter Druck zu setzen und sie damit an den Verhandlungstisch zu zwingen. Doch mit ihrer Forderung stieß sie in London stets auf taube Ohren.

Die britischen Medien haben auf ungewöhnliche Weise auf den jüngsten Vorstoß der argentinischen Präsidentin reagiert. Die Boulevardzeitung „The Sun“ veröffentlichte in dem englischsprachigen Blatt „Buenos Aires Herald“ eine Anzeige, in der daran erinnert wird, dass der von der Militärdiktatur 1982 entfachte Krieg mit dem Sieg der britischen Streitkräfte zu Ende gegangen sei. Der Krieg habe die Verteidigung der Selbstbestimmung der Inselbewohner zum Ziel gehabt.

Die Falklands seien nie von Argentinien aus regiert worden und seien auch nie Bestandteil des souveränen argentinischen Territoriums gewesen, heißt es in der Anzeige. Im Übrigen gehe die Anwesenheit des Vereinigten Königreichs auf den Malvinas nicht auf 1833, sondern auf das Jahr 1765 zurück. So lange die Falklandbewohner nicht beschlössen, Argentinier zu werden, seien sie entschieden britisch. „Im Namen von unseren Millionen Lesern, und um es auf andere Weise zu sagen: Hände weg!“, schließt die Anzeige.

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