02.04.2012 · Vor 30 Jahren begann der Falklandkrieg - ein Bericht fällt ein vernichtendes Urteil über die argentinische Junta. Vor allem hatte Argentinien die Entschlossenheit Großbritanniens, den Archipel im weit entfernten Südatlantik zu verteidigen, völlig unterschätzt.
Von Josef Oehrlein, Buenos AiresRichtlinien für Lesermeinungen
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ist eigentlich auf Grenzstreitigkeiten spezialisiert.
Erstens: Die Inselgruppe heisst geographisch "Malvinen". Die
Engländer haben sie Falklands getauft, unter Geographen (und
Argentiniern) heissen sie weiterhin Falklands.
Zweitens: Aus dem Lehnstuhl und im Abstand von 30 Jahren wissen alle,
dass die Engländer einfach gewinnen mussten. Logisch! Na klar! So
wie Hitler den Krieg einfach verlieren musste. Das wissen heute auch
alle Salonstrategen. Damals war das wesentlich weniger klar und die
Engländer selber haben gezweifelt, als ihr schöner Kreuzer
brennnend versank, weil er aus Magnesiumlegierungen bestand und
angeschossen wurde. Ooops.
Drittens: Schön, dass sie nun ein einsames Inselchen wiederhaben
mit 5000 Schafen und 2000 Einwohnern. Genauso attraktiv wie die
äusserne Hebriden, aber 10,000km entfernt. Was sagt uns das
über die Briten? Britannia rule the waves? Oder krampfhaftes
Festhalten an einem versunkenen Empire, das Britannien im zweiten
Weltkrieg verspielt hat?
Geographisch?
Die Inselgruppe heißt auf Englisch "Falkland Islands",
auf Spanisch "Islas Malvinas" und auf Franzözisch
"Îles Malouines". Ob Sie nun auf Deutsch
"Falklandinseln" oder "Malwinen" sagen, hängt
in erster Linie davon ab, ob Sie den Anspruch Argentiniens
unterstützen oder eben nicht. Auf einer Landkarte (also das Zeugs,
das Geographen so machen) werden Sie entweder beide Bezeichnungen finden
oder aber "Falkland Islands", weil das die Wiedergabe in der
Fasung der dort einheimischen Bevölkerung ist.
Oder sind Sie etwa der Ansicht, Deutschland hieße geographisch
"Alemania"? Oder "Germany"?
The Falkland Islands remain british ! End of story !
Argentinien hat nur Fehler gemacht, militarisch, politisch und wirtschaftlich. Die Invasion und den Einmarsch in Port Stanley hatten auch Schulbuben auf dem Pausenhof machen konnen. Argentinien hatte alle Trumpfe in der Hand : Sie hatten 3 mal mehr Mann, beherrschten die Lufthoheit, motorisierte Verbande und 5 strategische Hugel ! Grossbritannien hatte Mut und Entschlossenheit und wenn nur Soldaten, ohne grossartige Luftunterstutzung und ohne schweres Gerat, eben diese 5 Hugel einnehmen, die Argentinier zuruckschlagen, dann war diese Invasion nur als Entschuldigung zuwerten, das die Junta sich mit der Einnahme der Falkland Inseln, ihre Stellung verbessern wollte. Das jetzige Sabelrasseln aus Argentinien konnen sie sich schenken, denn die britische Verteidigung ist diesmal sehr gut vorbereitet und jeder Inselbewohner ist in dieser Verteidigung einbezogen. Grossbritannien wollte nicht den Krieg, aber die Junta verlor die Falklands und ihre Macht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 15:27 Uhr@ Peter Slater
1982 hatten die Falklands weder eine militärische noch eine wirtschaftlichen Bedeutung. Der Grund warum die Junta die Inseln angriff war rein innenpolitischer Natur. Nach mehreren Jahren Diktatur und Terrorherrschaft zeigte sich starker Widerstand in der Bevölkerung Argentiniens und es kam zu massiven Protesten. Da brauchte man eine Ablenkung von diesen Problemem durch patriotischen Nationalismus. Rein militärisch wäre es klüger gewesen die Inseln 6 Monate später anzugreifen, denn dann hätten die Briten ihre Flugzeugträger verkauft, was aus Geldmangel ihre Absicht war und Argentinien wäre mit mehr Anti-Schiffsraketen und Seeminen besser bewaffnet gewesen. Der Konflikt wäre dann vermutlich anders ausgegangen. So hat die Junta sofort zugeschlagen, was dann mit dem Verlust dieses Krieges auch ihr Ende war. Man darf nicht vergessen, das Ende der Junta hat auch viele Leben gerettet, denn mit ihr stoppte der üble Terror und die politischen Morde an der Widerstandsbewegung.
Der argentinische Angriff war rechtswidrig und überflüssig.
Die Engländer haben diese Inseln besiedelt und kultiviert. Das ist englische Geschichte, hat mit Argentinien nichts zu tun - und daher war der Angriffskrieg von 1982 peinlich und nicht gerechtfertigt. Die Toten hat Argentinien zu verantworten. Die Bewohner der Falklandinseln sind Engländer und ihr Votum ist eindeutig.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.04.2012 23:39 UhrNa, na, na,...
ganz so einfach ist die Geschichte ja auch nicht. Die ersten Siedler
waren wohl Franzosen, dann waren die Inseln mal eine ganze Zeit eine
spanische Kolonie. Dann haben sich die Argentinier schonmal angemeldet
(1820)... und die Briten hielten dann so in den 1830er Jahren die Hand
drauf und haben begonnen Siedler hinzuschaffen... (aber da kamen auch
ein paar Leute aus Chile, etc. dazu).
Aber der Krieg war natürlich Schwachsinn. Ob sich allerdings die
Briten dabei so schlau angestellt haben, läßt sich auch
diskutieren...
HD
Kultiviert?
Was haben die Briten gemacht? Die Falklands kultiviert? Herr Manteufel, grosse Worte. Wenn ein paar Tausend Schafe und ein paar Holzhäuser für sie Kultur bedeuten, dann bitte...
Versagen der britischen Regierung
Die Besetzung der Falklandinseln durch Argentinien war ganz klar ein illegaler imperialistischer Akt. Aber die britische Regierung hat sämtliche Anzeichen einer Zuspitzung des Konfliktes ignoriert. Hätte sie rechtzeitig ein paar Schiffe in die Region geschickt, wäre nichts passiert. Auch wenn GB den Krieg letztendlich gewonnen hat, traten große Unzulänglichkeiten bei der Ausrüstung zu Tage und die Strategie der Briten war zunächst auch nicht gerade wirklich geschickt. Dadurch haben sehr viele Soldaten vollkommen unnötig ihr Leben verloren. Dieser Krieg hat daher große Auswirkungen auf die Wehrtechnik und die militärischen Strategien gehabt. Die Siegesfeier fand ich geschmacklos, man sollte der Toten in Würde gedenken, die Überlebenden sollten dankbar sein. Mehr nicht. Krieg ist immer schrecklich, auch wenn man ihn gewinnt.
Befürworter des britischen Weges vergessen, dass die eroberten Gebiete, egal wo, bevölkert waren, so auch die Falklandinseln. Diese Bevölkerung wurde bei Widerstand verjagt oder getötet, Überlebende wurden zum Kontinent gebracht. So auch in Neuseeland, Australien u.a.m., wo die eigentliche Bevölkerung im eigenen Land! bis heute keine Rolle spielt und höchstens noch als Touristenattraktion herhalten darf. Es geht dabei nicht um stabile Währung, nette Europäer und sonstige Segnungen westlicher Zivilisation, es geht um Unterdrückung, Würde und eigene Identitätsfindung. Dass hinter all diesen Okkupationen Tod und unendliches, menschlisches Leid der Urbevölkerung stand und noch steht, wird von heutigen Hurra-Eroberern aus Kalkül ignoriert, die Strategie des Überlegenen ist aufgegangen.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.04.2012 22:30 Uhr"Herr Korner" welche geschichtlichen Turen wollen Sie denn noch offnen ?
Sie wissen, das es um 18. und im 19 Jahrhundert viele Landesteile in vielen Regionen von irgendwelchen Machthabern unterworfen bzw besetzt wurden und wenn Sie diese Falkland Islands nehmen, da konnte ich Sie fragen, was Amerika denn auf den Phillippien gemacht haben, oder Belgien in Afrika oder die Niederlande in Indonesien uws usw ... Die fruheren Bewohner der Falkland Inseln waren der britischen Krone zugehorig und die Falklands war KEIN Militarstutzpunkt, sondern es waren einfache Fischer und Schaafsbauern und sonst war da garnichts. Nachdem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Antarktis unter den grossen Nationen meist aufgeteilt und die Falklands wurden dann etwas interessanter, waren aber weiter politisch und militarisch mehr oder weniger bedeutungslos. Erst nach und nach interessierte sich vornehmlich die argentinische Junta fur die Falklands und wollten im Falle einer erfolgreichen Besetzung ihre Macht weiter ausbauen. Es gibt andere Beispiel Ceuta und Gibraltar, Panama-Kanal ...
Ein kleiner Fehler in Ihrer Argumentation
Es tut mir leid Sie hier berichtigen zu müssen, aber die
Falklandinseln waren vor Entdeckung durch die Europäer
gänzlich unbewohnt. Sie mögen ja durchaus einen wahren Kern in
Ihreren Aussagen haben, aber auf die Falklandinseln trifft Ihr Kommentar
in keinster weise zu. Auch was hier in Argentinien immer wieder gerne
erzählt wird, dass die Engländer Argentinier von den
Falklandinseln vertrieben hätten um sie selbst in Besitz zu nehmen
entpuppt sich als bloßes Wunschdenken und kann innerhalb von
weniger als einer Minute Recherche herausgefunden werden.
Gruß
Unbesiedelt!
Werter Herr Körner,
die Falklandinseln waren bei ihrer Entdeckung unbesiedelt. Wobei ich
nicht bestreite, dass die Briten die Einwohner womöglich vertrieben
hätten. Nur wissen wir das nicht.
Wolfgang Hebold
Dann hätten sie auch gleich die USA nennen müssen, denn dort ist nichts anderes passiert
Es ist weniger der Kolonialismus sondern es sind die Gesetze Darwins die dazu geführt haben, dass überall auf der Welt wo es Eroberungen und eine Völkerwanderung gab, die Stärkeren die Schwächeren verdrängt haben. Das war schon im Altertum so und niemand ist bisher eingefallen sowas als Kolonialismus zu brandmarken. Warum auch soll der Stärkere und höher entwickelte hier Rücksicht nehmen. Das lag nie in seien Genen und offen gesagt beruht auch unsere Zivilisation und deren technische Errungenschaften darauf, dass der Stärkere den Schwächeren auch innerhalb Europas immer verdrängt hat.
Zur historischen wahrheit gehört, dass die Falklandinseln nie zu Argentinien gehört haben.
Es hat einfach Anspruch darauf erhoben, ohne dass auf der Insel jemals
"Argentinier" gelebt und gearbeitet hätten. Und leitet
diesen Anspruch bis heute aus der Kolonialvergangenheit her, da diese
Inseln und das argentinische Staatsgebiet einmal spanische Kolonie
waren.
Fakt ist heute, dass die Falklandinseln seit vielen Jahrzehnten von
Menschen bewohnt werden, deren überwältigende Mehrheit lieber
zu Grossbritannien gehören möchte. Solange das so bleibt, sind
die aus dem frühen 19. jahrhundert behaupteten Ansprüche
Argentiniens moderner Neokolonialismus. Den wir doch alle
überwunden sehen wollen. Bis auf diejenigen om Westen
natürlich, die sich selbst und ihre Vaterländer so abgrundtief
hassen. dass ihnen alles Recht ist, was diesen irgendwie schadet.
Dieser kurze Krieg verrät mehr, als den meisten Europäern in den Sinn kommt. Denn er zeigt nicht nur eine auch damals noch weit überlegene britische Marine. Er zeigt vor allem, zu was Europa bzw. in diesem Falls England, in der Lage ist, wenn es wirklich ernst wird. So gesehen sollten all die Strategen, die das Ende des Westens schon kommen sehen, sich den Verlauf des Krieges genauer ansehen. Und sein strategisches Ziel: Die Errichtung eines Netzes von Seestützpunkten zum Schutz der für das wirtschaftliche Überleben Europas wichtigen Schiffahrtsrouten.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.04.2012 18:16 Uhr@ wolfgang hebold
"Er zeigt vor allem, zu was Europa bzw. in diesem Falls England, in
der Lage ist, wenn es wirklich ernst wird."
der westen, sicher. ganz sicher der westen ohne deutschland.
deutschland, von dem man annehmen darf, das es zu garnichts in der lage ist.
( stichwort: "bundeswehrreform")
der falklandkrieg war vor30jahren. wie es um GB heute bestellt ist, das
ist noch sehr die frage.
Antiimperialistische Sumpfblüten
Toll, was die Ideologie vom Anti-Imperialismus so für Blüten treibt. Die Falklandinseln wurde zu keinem Zeitpunkt von Südamerikanern besiedelt. Weder von denen mit indianischem Migrationshintergrund. Noch von denen mit spanischem. Und nun fordert man also die Rückgabe dieser Inseln, die 400 km vor der Küste Argentiniens liegen. Nebebei: Von Emden zur Ostküste Englands sind es knapp 300 km. Ein Schelm, wer da auf böse Ideen kommt. Schließlich wurde diese Insel zumindest zuerst von Sachsen besiedelt. Dass der Falklandkrieg die Junta beendete - das scheint ohnehin keinen Antiimperialisten zu kümmern. Bliebe die Frage, was die Briten dort zu suchen haben: Nun, die leben dort seit ca. 300 Jahren. Bedenkt man, dass die Argentinier vor allem auf Öl scharf sind, stellt sich plötzlich die Frage, wer hier wirklich die Imperialisten sind - nur eben mit einer ganz anderen Antwort.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.04.2012 19:13 UhrVon Hastings nach Santiago
Werter Herr Luecke,
Sie wissen aber schon, dass Sie mit Ihrer völlig richtigen
Bemerkung die Chilenen auf den Plan rufen? ;-)
Grüße,
Wolfgang Hebold
"Von Emden zur Ostküste Englands sind es knapp 300 km ..."
Wie recht Sie haben: Und von der Normandie bis nach Hastings war es noch sehr viel näher ...
Naja, da leben auf den Falklands weniger als 3000 Einwohner (nur Schafe gibt's mehr) ....
... , das ist weniger ein Viertel der Einwohnerzahl der Kleinstadt Erbach im Odenwald (Erbach möge mir für das Beispiel verzeihen ...). Und für Argentinier, die dort leben (und ggf auch Schafe züchten wollen) gibt es faktisch Zuzugsbeschränkungen. Ich bin auch ein Freund des Selbstbestimmungsrechts der Völker, aber die Falklands sind da wohl eher ein misslungenes Beispiel.
Die Bewohner nicht fragen.....
....und die Falklands den Argentiniern übereignen, wäre ein neuer Kolonialismus. Daher kann ich ihren Ausführungen nur uneingeschränkt zu stimmen.
Es war eine Fehleinschätzung Maggy Thatchers - nicht der britischen Regierung insgesamt !
Argentinien hatte sich zu sehr auf die kompromissbereite Haltung des britischen Außeninisteriums verlassen. Dies hatte in den Jahren vor der Invasion mehrfach in Verhandlungen signalisiert, dass die 'Malvinas' für Großbritannien keine herausragende Bedeutung besitzen und eine Rückgabe durchaus denkbar sei. Die (übrigens schon seit 1965!! laufenden) Verhandlungen kamen aber trotz US-amerikanischer und einer breiten südamerikanischen Unterstützung für die argentinische Sache nicht voran, so dass man sich von seiten der Militärs in Buenos Aires leichtsinnigerweise zur Besetzung der Inseln entschloss. Erste Konsequenz in London(!) war, dass der britische Außenminister Lord Carrington zurücktreten musste, dem quasi die Verantwortung für die Ermunterung zur argentinischen Invasion zugeschoben wurde. Dass Premierministerin Thatcher dann militärisch losschlug, lag nicht zuletzt an der Labour-Opposition, die die "faschistische Karte" spielte und Thatcher praktisch eine Blankovollmacht erteilte.
Im Prinzip hat Ihnen Herr Sax ja schon die Antwort gegeben. Nur mal so als kleiner Denkanstoß: nicht immer sind die Europäer und insbesondere die Deutschen die Bösen. Ein kleiner Blick ins Geschichtsbuch lohnt sich oftmals.
Die Malwinas gehören Argentinien, die Zeit der Kolonien ist endgültig vorbei!
Was hat England heute noch im Südatlantik zu suchen? Nichts!
Dusch den wirtschaftlichen und militärischen Aufschwung in
Südamerika haben sich die
Kräfteverhältnisse verschoben - und sie werden sich weiter verschieben.
Es ist völlig klar und nur eine Frage der Zeit, das England diese
Kolonie aufgeben muss.
"Herr Busse" die Geschichte lehrt uns, nicht 1 Argentinier bewohnte die Falklands !
Also Herr Busse, jeder Schuljunge konnte so ein Zitat schreiben. Offensichtlich haben Sie diese Streitigkeiten nicht richtig verfolgt, weder militarisch, noch politisch und auch nicht wirtschaftlich. Die ersten Siedler waren der britischen Krone zugehorig und da Sie von Kolonialzeit sprachen, Sie wissen, das Argentinien selbst unter der spanischen Krone stand ... und heute leben dort uber 3000 Siedler, die britisch bleiben wollen und dazu stehen jeden Tag 1000 britische Soldaten bereit, diese Inseln wieder zu verteidigen. Herr Busse, die Siedler werden sich schon melden, wenn sie zu Argentinien zugegliedert werden mochte und den Siedlern stunde dieser demokratische Weg offen und auch das haben Sie vergessen zu schreiben !
Warum sollen die Falklands zu Argentinien gehören? Weil sie näher dran sind?
Wenn das ihre Argumentation ist müsste Griechenland zwei Drittel seiner Inseln an die Türkei abtreten und Frankreich Korsika den Italienern übereignen.
Mit der vor 200 Jahren üblichen Arroganz haben sich die Europäer, insbesondere Engländer, Spanier, Franzosen und andere Seefahrernationen, fast die ganze Welt mit brachialer Gewalt unter den Nagel gerissen. Diese Beuteländer und Kontinente (Australien. Neuseeland u.v.m.) im 21. Jahrhundert noch dem eigentlichen Mutterland zuzurechnen ist bezeichnend für die immer noch bestehende, herablassende und schamlose Haltung gewisser ehemaliger Kolonialstaaten Europas. Selbst das Opfern von tausend Menschen vor 30 Jahren zeigt, wie tief unsere europäischen Partner immer noch ihrer kolonialen Piratenwelt anhängen, der sie massive Reichtümer zu verdanken hat. Es wird höchste Zeit, dass die heutigen Kolonialherren die Geschichte ihrer Ahnen endlich beginnen aufzuarbeiten u.a. auch deshalb, um archaische Kriege, wie den Falklandkrieg, zukünftig unmöglich zu machen. Fatalerweise wird Grossbritannien als Lieblingseuropäer von den USA bei der Verteidigung "britischen" Bodens unterstützt.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 09:37 Uhr@ Peter Slater
Da Sie offenbar kein Deutsch-Muttersprachler sind, sehe ich es Ihnen nach, daß Sie die Ironie in meinem letzten Satz nicht verstanden haben. Die Behauptung, die Falklands seien "geklaut", stammt von Herrn Körner und meine Darstellung war als Widerlegung angelegt.
"Herr Matig" ein kleiner Fehler ist ihnen unterlaufen, wenn Sie sagen die Briten klauten ...
... die Falklands, nun wie Sie schon sagten 1594 waren die ersten Siedler Briten und diese Bewohner waren der britischen Krone unterstellt und dann kam es zu verschiedenen Verschiebungen, jedoch waren die Falklands seit der ersten Landung british und das wird jetzt auch immer so bleiben ! Was mir gut gefallen hat, das Sie "Herrn Kroner" seht gut ausgekontert haben, das Frankreich sich namlich tatenlos die Inseln von den Briten wieder wegnehmen liessen ...
Was sollen denn die ehemaligen Kolonialländer aufarbeiten?
Fragen sie doch mal die Bewohner all dieser Inseln die heute noch zum britischen, holländischen oder französischen Hoheitsgebiet gehören ob sie unabhängig werden wollen. Sie werden überall ein NEIN bekommen, denn sie schätzen die finanzielle Unterstützung, die stabile Währung und eine funktionierende Exekutive und Verwaltung seitens des Mutterlandes. Heute sind diese Inseln ein Kostenfaktor für die ehemaligen Kolonialmächte und der Profit den sie einst brachten, fließt seit Jahren wieder zurück. Staaten wie Haiti wäre deutlich besser dran wären sie noch beim französischen Mutterland. Die Bewohner der Inseln Re Union, St. Helena, St. Bart, Franz. Guyana, Taiti, würden nie selbstständig werden wollen, genauso wenig wie Helgoland. Das Mutterland bietet Sicherheit und die Selbstständigkeit bringt das Ungewisse. Es gibt hunderte Beispiele.
Von wem geklaut?
Von den Indianern Feuerlands, die offensichtlich die ersten Menschen auf
den Falklands waren, aber nie eine dauerhafte Siedlung errichtet haben?
Der erste Landgang in der Neuzeit war 1594 - von Briten.
Die zweite Landung war 1600 - von einem Niederländer.
Die Namensgebung "Falklands" geht auf einen Besuch von 1690
zurück - von einem Briten.
Die erste Siedlung wurde 1764 errichtet - von Franzosen.
1765 wurden die Falklands von den Briten annektiert - soll sich also
Frankreich beschweren?
1774 räumten die Briten die Inseln wieder, behielten aber den
Anspruch bei.
Dann kamen die Spanier - übrigens auch eine Kolonialmacht. Sie
räumten die Falklands 1811, weil sie mit dem argentinischen
Unabhängigkeitskrieg und in Europa mit Napolen anderes zu tun
hatten. Den Anspruch behielten sie wie die Briten bei.
Jetzt erhob zum ersten Mal Argentinien Anspruch! (Ging vorher auch
schlecht, weil Argentinien erst 1816 unabhängig wurde).
Also alles klar - die Briten haben Argentinien beklaut.
Man kann nicht etwas zurück haben wollen was man niemals besessen hat
Die Falkland-Inseln waren schon in britischer Hand als es Argentinien noch gar nicht gab. Die Inseln wurden nie von Argentiniern besiedelt. Die Bevölkerung die auf den Inseln lebt ist zu 100% Britisch und will das auch bleiben. Argentinien sollte das endlich respektieren. Die Argumentation dass Argentinen näher liegt als Großbritannien ist nicht stichhaltig. Mit der gleichen Argumentation wie Argentinien könnte Australien von den Franzosen ihr Überseegebiet Polynesien mit Tahiti als Hauptinsel fordern. Das ist genauso absurd wie die Forderungen Argentiniens. Einen neuen kriegerischen Konflikt werden die Argentinier nicht mehr riskieren. Für die Briten wäre der gewaltsame Verlust dieser Inseln eine Schmach die sich auch heute keine Regierung leisten könnte.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.04.2012 09:35 UhrKönnten Sie vielleicht auch erklären, warum das Beispiel Australien für Argentinien spricht?
"Wenn Australien also im Zusammenhang mit den Falklands eine
Bedeutung haben sollte, dann die, dass der Fall des Landes eher einen
Anspruch der Argentinier (oder Südamerikas) auf Rückgabe der
Malvinas begründen könnte ... "
Ja und warum? Man kann ja schreiben was man will, stichhaltig wird es
dadurch nicht.
Und vielleicht wissen Sie auch, dass die Mehrzahl der Einwohner der
Falklandinseln für die Zugehörigkeit zu GB votiert hat.
Ziemlich schlecht gewähltes Beispiel mit "Australien" !
Die Argumentation mit "Australien" ist von "Herbert Sax" ziemlich unglücklich gewählt worden. Denn "Australien" stellt sich bei genauerem Hinsehen als ein ähnlicher Fall wie die Falklands dar: eine ehemalige britische Kolonie, die erst 1986 - also in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Falkland-Konflikt - von den Briten in die vollständige Unabhängigkeit entlassen wurde. Wenn Australien also im Zusammenhang mit den Falklands eine Bedeutung haben sollte, dann die, dass der Fall des Landes eher einen Anspruch der Argentinier (oder Südamerikas) auf Rückgabe der Malvinas begründen könnte ...
Josef Oehrlein Jahrgang 1949, politischer Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in Buenos Aires.
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