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Eurovision Song Contest Ell & Nikki & Alijew

 ·  Im Mai werden in Baku wieder viele europäische Lieder über Liebe und Freiheit gesungen und abends dann Noten verteilt. Doch der Glanz des Eurovision Song Contests hat für viele Leute in Baku nichts mit Liebe und Freiheit zu tun.

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© Peter-Philipp Schmitt Blick aus dem Haus Nummer fünf: Baku und die neuen Hochhaus-Wahrzeichen der aserbaidschanischen Hauptstadt

Natürlich haben wir uns mit dem Haus befasst“, sagt Adil Karimli, der für den aserbaidschanischen Sender Ictimai Televiziya in der Hauptstadt Baku einen Wettbewerb organisiert, der Europa im Namen führt und deshalb mehr ist als nur ein Wettbewerb: den Eurovision Song Contest. Und deshalb fügt Adil Karimli noch schnell hinzu: „Wir sind beunruhigt über diese Vorgänge.“ Seit Wochen muss er sich fragen lassen, warum für diesen Wettbewerb Menschen illegal aus ihren Häusern vertrieben werden, um Platz für die Show, die Arena und ihre Zufahrtstraße zu schaffen.

Die „Baku Crystal Hall“ wird von der Schweizer Nüssli Gruppe, der Alpine Bau Deutschland als Generalunternehmer und den Hamburger Architekten Gerkan, Marg und Partner auf einer Halbinsel im Kaspischen Meer errichtet. Karimli sagt, das sei nicht erst seit gestern so. Die Halle sei als Tennis- und Volleyball-Halle schon lange vor Aserbaidschans Grand-Prix-Gewinn im vergangenen Mai geplant worden. Jetzt finde eben dort auch die Schlagersängershow statt. Außerdem: „Die Arena genauso wie die Wege zu ihr entstehen auf der Halbinsel auch an Stellen, an denen vorher nichts stand.“ Und die Straße nach Baku habe mit dem Wettbewerb nun überhaupt nichts zu tun.

„Niemand drängt sie auszuziehen“

Sieben Häuser, sagt Karimli, seien von der Stadt schon abgerissen worden. Die Eigentümer hätten nicht protestiert. Sie seien mit der Entschädigung sehr zufrieden gewesen. Mehr als 1500 Manat hätten sie pro Quadratmeter bekommen. Für Häuser im Vorort Bayil, wo die Arena gebaut wird, liege der übliche Preis bei 500 bis 900 Manat. Das hätten ihm unabhängige Experten versichert. Jetzt wollten die Bewohner im letzten Haus, das noch steht, im Haus Nummer fünf, noch mehr herausschlagen. Der „Song Contest“ mit all seiner internationalen Aufmerksamkeit habe die Bewohner erst auf die Idee gebracht. „Niemand drängt sie auszuziehen“, sagt Karimli. Er sei froh, dass das ganze Hickhack nichts mit Ictimai Televiziya, nichts mit dem Wettbewerb, nichts mit ihm zu tun habe.

Man möchte dem redegewandten Adil Karimli gerne glauben. Doch der Untergrund-Fernsehsender Obyective TV hat genügend Filme über den Abriss anderer Häuser, die zeigen, dass es ganz anders ist. Etwa in dem Film von Haus Nummer neun an der Agil-Guliew-Straße. Zu sehen sind wütende Anwohner, die, wie sie sagen, monatelang gegen ihre Vertreibung und die Zerstörung ihrer Wohnungen gekämpft haben. Ein Mitarbeiter des Instituts für die Freiheit und Sicherheit von Journalisten berichtet von Menschen, die nachts im Schlafanzug von Polizisten aus ihren Wohnungen gejagt wurden. Dann kamen die Bagger und Abrissbirnen, und ihr Hab und Gut lag schon im Morgengrauen in Trümmern. „Mit Obyective TV wollen wir über all das berichten, was die staatlichen Medien verschweigen“, sagt er.
 

Gasherd als einzige Wärmequelle

Im Haus Nummer fünf gehen um kurz nach drei Uhr nachmittags die Lichter aus. „Heute ist es also der Strom“, sagt Anastasija Cherkessowa. Fast jeden Tag werde irgendwann am Nachmittag entweder der Strom abgeschaltet, oder es komme stundenlang kein Wasser mehr aus dem Hahn. Die Heizung funktioniere schon seit drei Jahren nicht mehr, erzählt die Sechsundzwanzigjährige. Einzige Wärmequelle auch in den kalten Wintermonaten ist der Gasherd in der Küche. In ihr vor allem lebt die junge Mutter mit ihren Eltern und ihrem zweijährigen Sohn. Die vier scharen sich um den mächtigen Ofen, auf dem schon Wasser für den Tee kocht. Darüber hängt die Wäsche der Familie zum Trocknen, im Ofen schmort ein Stück Fleisch für den Abend.

Dass Strom, Heizung und Wasser immer wieder ausfallen, weil in der Nachbarschaft gebaut wird, oder einfach aus Versehen, daran glaubt die Familie nicht. Dazu kennt man zu viele Geschichten, die Leidensgenossen in der ganzen Stadt zu erzählen wissen. Anastasijas Mutter, die 62 Jahre alte Natalia Alibekowa, spricht von „Staatsterrorismus“, dem sie seit Monaten hilflos ausgeliefert seien. Bitt- und Protestbriefe hat sie seit mehr als einem Jahr, seit ihnen mitgeteilt wurde, dass auch ihr Haus abgerissen werde, an die aserbaidschanische Regierung bis hinauf zu Staatspräsident Ilham Alijew geschrieben. Eine Antwort habe sie nicht bekommen. Nur offizielle Schreiben von der Stadt, in denen inzwischen ultimativ gefordert wird, dass sie das Haus verlassen sollen.

Der höchste Fahnenmast der Welt

Schön war das neunstöckige Gebäude aus sowjetischen Zeiten mit seinen 72 Eigentumswohnungen nie. Doch die Apartments, in denen Lehrer, Ärzte und Anwälte wohnten, waren liebevoll ausgestattet - manche mit Parkett ausgelegt, manche mit Stuck an den Decken. Und die Lage des Hauses war einmalig. Nur fünfzehn Minuten zu Fuß von der Altstadt Bakus entfernt führte die Agil-Guliew-Straße bis vor etwa fünf Jahren auf eine mit Pinien bewachsene Landzunge im Süden der Metropole, die weit ins Kaspische Meer reicht.

Heute steht inmitten einer riesigen Baustelle nur noch das Haus mit der Nummer fünf, alle Nachbargebäude wurden abgerissen. Direkt an dem Haus vorbei wird auf der einen Seite eine mehrspurige Ausfallstraße gebaut, die das alltägliche Verkehrschaos in der Stadt am Morgen und am Abend verhindern soll. Auf der anderen Seite, am Meer, wurde eines der neuen Wahrzeichen der stolzen Nation schon vor gut zwei Jahren fertig gestellt: Vor Anastasijas Küchenfenster streckt sich der höchste Fahnenmast der Welt in den Himmel, an seiner Spitze in 162 Metern Höhe weht die 2450 Quadratmeter große blau-rot-grüne Nationalflagge mit ihrem weißen Halbmond und achtzackigen Stern in der Mitte. Hinter dem mit italienischem Marmor dekorierten nationalen „Platz der Staatsflagge“ wurde in nicht einmal sechs Monaten die „Kristallhalle“ errichtet, eine Arena, in der im Mai der 57. Eurovisions-Liederwettbewerb stattfinden wird.

Lockerer Umgang mit der Klimaerwärmung

Anastasija Cherkessowa und ihre Mutter schrieben die ersten Protestbriefe schon im Februar vergangenen Jahres. Das war drei Monate, bevor Eldar Qasimov und Nigar Camal („Ell & Nikki“) in Düsseldorf den Song Contest gewannen und für dieses Jahr in ihre Heimat, nach Aserbaidschan holten. Einen Bauboom gab es da schon seit Jahren in Baku; 2003 war deshalb der mittelalterliche Kern der Hauptstadt fünf Jahre lang auf der Unesco-Liste des gefährdeten Weltkulturerbes geführt worden.

Jetzt wirkt das Festival der europäischen Schlagersänger noch einmal wie ein Beschleuniger der Baustellen, die sich schon durch die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele immer weiter ausgebreitet hatten: Aserbaidschan bewirbt sich zum zweiten Mal, dieses Mal für die Sommerspiele 2020. Gebaut wird deshalb überall in der Stadt: Kurz vor der Fertigstellung sind die alles überragenden drei Flammen-Türme, drei mehr als 200 Meter hohe Wolkenkratzer, die symbolhaft für das „Land des Feuers“ stehen sollen, wie Aserbaidschan sich nennt. Denn es ist ein Land, das von der Förderung fossiler Brennstoffe lebt und mit der Klimaerwärmung recht locker umgeht.

„Schergen des Regimes“

Hunderte Häuser und mit ihnen Tausende ihrer Bewohner und Eigentümer müssen weichen. Dafür werden sie zwar von den Behörden entschädigt, doch fühlen sich die meisten trotzdem um ihr Hab und Gut betrogen und von den Behörden terrorisiert. Anastasijas Nachbar zum Beispiel bekam jetzt wieder ungebetenen Besuch von Fremden - „Schergen des Regimes“, wie er sie nennt. Sie hatten seine Wohnungstür aufgebrochen. Die 1500 Manat (etwa 1450 Euro) pro Quadratmeter, die er und die anderen bekommen sollen, hören sich auf den ersten Blick gut an. Doch die Flächen der Wohnungen wurden so kleingerechnet, dass unterm Strich nur die Hälfte berechnet wurde.

Balkone, Keller und Dach, Hof, Treppenhäuser und Fahrstühle seien bei den willkürlichen Berechnungen überhaupt nicht berücksichtigt worden. „Mit dem bisschen Geld, das wir bekommen sollen, können wir uns höchstens eine kleine Wohnung etwa eine Stunde von Baku entfernt leisten“, sagt der Nachbar, der aus Angst seinen Namen lieber nicht nennen will. Erdöl und Erdgas haben Reichtum nach Baku gebracht. Für eine Wohnung direkt am Kaspischen Meer werden bis zu 7000 Manat pro Quadratmeter gezahlt.

Geheimnisvoller Immobilienhändler

Das wissen auch die Baulöwen und Immobilienhändler. Ein gewisser Zulfeli Ismaylow soll seit einigen Jahren in der ganzen Stadt Wohnungen, die dem Bauboom zum Opfer fallen, unter Wert aufkaufen, um sie dann für das Doppelte und Dreifache an die Stadt weiterzuverkaufen. Der geheimnisvolle Mann taucht in allen Kaufverträgen auf. Aber viele halten auch ihn nur für eine kleine Nummer im großen Spiel. Hinter den Ungerechtigkeiten vermutet auch Anastasija niemand anderen als den ersten Mann im Staate und dessen Familie.

Ilham Alijew setzt sich mit den Neubauten Denkmäler. Ein gigantisches Kulturzentrum wird den Namen seines Vaters Heydar tragen, und eine Konzerthalle in der Innenstadt, die schon fertig ist. Anastasija weiß deshalb, dass ihr Kampf und ihr Ausharren in der Abbruchruine vergeblich sind, dass sie und ihre Eltern schon bald aufgeben müssen, so wie die meisten ihrer Nachbarn, die nach und nach ausgezogen sind. Ihre Wohnungen sind schon demoliert, Fenster und Außenwände wurden schon herausgebrochen. Regen und Schnee kommt durch Decken und Böden.

Auf Elend gebauter Glanz

Der neue Glanz Bakus ist auf solchem Elend gebaut. Hinter der Heydar-Alijew-Konzerthalle entsteht der mehrere hundert Meter lange Winter-Boulevard, eine Parkanlage, für die Hunderte Häuser in zehn Straßen abgerissen werden, darunter Prachtbauten aus längst vergangenen Zeiten. Dem Erdboden gleich gemacht wird derzeit auch die Mirzaga-Alijew-Straße. Im Erdgeschoss von Nummer 205, Apartment elf leben die Brüder Ahmedow, die sich gleich als mehrfache Verlierer fühlen.

Der 47 Jahre alte Saxib zog vor 20 Jahren als Soldat gegen Armenien in den Krieg, später zählte er mit seiner Familie zu den Hunderttausenden aserbaidschanischen Flüchtlingen, die ihre Heimat, die Exklave Nagornyj Karabach, verlassen mussten. Nun werden sie aus ihrer Wohnung vertrieben, das Haus ist schon weitgehend entkernt, Dach und obere Stockwerke sind fast abgerissen. Die Ahmedows lebten zunächst illegal in der damals freistehenden Wohnung. Am 1. Juli 2004 erließ Präsident Ilham Alijew ein Gesetz, dass die Flüchtlinge nicht aus ihren Häusern vertrieben werden dürfen. Davon aber wollen die Regierung und Ilham Alijewjetzt nichts mehr wissen.

Ein kleiner Triumph

Seinen Job hat Saxib auch gleich verloren. Er war Taxifahrer, hatte einen Kredit aufgenommen und einen Lada gekauft. Vor einigen Wochen aber schaffte Baku Tausende Neuwagen an. Sie sehen aus wie die berühmten Londoner Cabs. Gleichzeitig erging ein Erlass, dass Autos bestimmter Marken wie Lada und Wagen, die vor 2006 gebaut wurden, nicht mehr auf Bakus Straßen als Taxis fahren dürfen. Baku soll modern und westlich sein, wenn die Europäer kommen. Doch die alten Taxifahrer, die keine Lizenz für das neue Zeitalter bekommen, sind arbeitslos geworden.

Wie rigoros die Regierung die Hauptstadt verschönert, zeigt auch der Fall der Regimekritikerin Leyla Yunus. Ihr Institut für Frieden und Menschenrechte wurde im August zerstört. Bagger rissen das Haus mitsamt der Einrichtung ab, in dem Yunus seit Jahrzehnten arbeitete. Das Zerstörungswerk begann, noch während sich Mitarbeiter in dem Gebäude befanden. Yunus war vor ein Gericht gezogen und hatte einen kleinen Triumph errungen: Die Richter verboten bis auf weiteres den Abriss ihres Hauses. Die Bagger aber rollten trotzdem an.

69 Menschenrechtsaktivisten in Gefängnissen

Der Oberbürgermeister von Baku, Hajybala Abutalybow, findet das alles in Ordnung. Die Evakuierungen der Wohnungen seien durch einen 25 Jahre alten Beschluss aus sowjetischen Zeiten legitimiert. Da seien schon exakt die zehn Straßen aufgeführt, um die es jetzt geht - darunter auch die Shamsi-Bedelbeyli- Straße, an der das Menschrechts-Institut stand. Yunus und ihre Mitarbeiter hätten doch wie alle anderen mehr als genug Zeit gehabt, die Gebäude zu räumen, sagt der Oberbürgermeister. Wer jetzt protestiere, wolle sich in der Sonne des europäischen Lieder-Wettbewerbs doch nur wichtig machen.

Doch die internationale Aufmerksamkeit, wenn es sie denn überhaupt geben sollte, hat nichts gebracht. Leyla Yunus zählte im vergangenen Jahr so viele neue politische Gefangene wie seit 2003 nicht, dem Jahr, als Ilham Alijew die Macht von seinem Vater Heydar übernahm. „2011 gab es 26 zu Unrecht verhaftete und verurteilte Regimekritiker“, sagt Yunus. Insgesamt sitzen nach ihren Angaben 69 Menschenrechtsaktivisten in aserbaidschanischen Gefängnissen, unter ihnen einige, die im Frühjahr 2011 - inspiriert von den Revolutionen in anderen muslimischen Ländern - gegen Alijews Herrschaft auf Bakus Straßen demonstrierten.

Das Europaratsmitglied Aserbaidschan tut sich mit der Einhaltung der in der eigenen Verfassung niedergelegten und durch internationale Abkommen bestätigten Menschenrechte schwer. Lange zögerte das Land zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus, die von der Europäischen Rundfunkunion geforderten Garantien für Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit wenigstens während des Liederwettbewerbs abzugeben. Erst sehr spät, Mitte Oktober, verpflichtete sich Baku, die in den Statuten der Union aufgeführten Grundrechte anzuerkennen. Auch eine unkomplizierte Visumsvergabe für alle 43 Delegationen wurde damit zugesagt.

Eine ganz und gar „unpolitische Veranstaltung“

Die Rundfunkunion wird nicht müde zu betonen, dass der Wettbewerb eine ganz und gar „unpolitische Veranstaltung“ sei. Doch hinter den Kulissen übt sie sehr wohl politischen Druck auf Aserbaidschan aus. Erst vor wenigen Tagen fand zum ersten Mal eine Pressekonferenz anlässlich des „Song Contest“ in Baku statt, an der regimekritische Journalisten offen Fragen stellen durften - und auch Antworten bekamen. Am gleichen Tag gab es auf Ictimai Televiziya eine Talkshow. Einer der Teilnehmer war Jon Ola Sand, der Generalsekretär des Liederwettbewerbs bei der Rundfunkunion. Der Norweger bekräftigt bei solchen Gelegenheiten immer wieder, dass der Musik-Wettbewerb durchaus in der Lage sei, Gutes zu bewirken. Gerade weil er die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Veranstaltung, sondern auf ein Land mit all seinen Problemen lenke.

Das haben auch Leyla Yunus und fünfzehn weitere aserbaidschanische Nichtregierungsorganisationen erkannt und die Kampagne „Singt für Demokratie“ begründet. Zu ihren Zielen gehören neben der Freilassung aller zu Unrecht inhaftierten politischen Gefangenen auch ein besserer Schutz von Grundeigentum. Ihre Hoffnung sei, sagt Yunus, dass sich durch den „Song Contest“ im Land etwas zum Positiven bewege, dass nicht nur über Friede, Freiheit und Liebe gesungen, sondern auch etwas dafür getan werde.

Präsident Alijew, der im nächsten Jahr ein drittes Mal wiedergewählt werden will, kündigte vor wenigen Tagen „umfassende Reformen bei Menschenrechten und Grundfreiheiten“ an, ein „nationales Aktionsprogramm“. Dazu müssten das Rechtssystem und die Rechtskultur der Gesellschaft weiter entwickelt werden. Da könnte er in Baku an der Mirzaga-Alijew-Straße oder an der Shamsi-Bedelbeyli-Straße oder im Haus Nummer fünf gleich anfangen.

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Jahrgang 1967, Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

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