25.02.2013 · Mit der Rettung Zyperns gelangt ein neues Wort in die Euro-Debatte: Haircut auf Russisch.
Von Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Vielen Dank Herr Martens für diese ehrliche Meinung.
Man fragt sich oft nach den Sinn solche Rettungen, die eigentlich nur
eine bestimmte "Kaste" in den betroffenen Länder retten.
Wie? Ich dachte es gab einen Banken-Stresstest? Zypern müsste doch kerngesund sein?
Wer glaubt auch nur ein Wort dieser Leute?
Für eine schnelle Regelung der Probleme müssen Sondergesetze
mit umfassenden Eingriffsrechten in die Verfassungen her.
Qualifizierende Elemente, wie den Deutschen Föderalismus und den
italienischen Senat haben in dieser Krise nichts zu suchen.
Die Regierungscheffs sollten sich zusammensetzen, und einen
vertrauenwürdigen Kommissonspräsidenten mit mmfassenden
Machtbefügnissen bis in die letzte Kammer kommunler Misswirtschaft
bestimmen. Dafür wäre Monti der richtige Mann.
Sollten die Politiker das jetzige Spiel mit den bestehenden Regeln
weiter führen wollen, wird man diese dafür verantwortlich
machen und vor ein gericht stellen. Man hat wider besseren Wissen eine
fatale entwicklung in kauf genommen.
"Eingriffsrechten in die Verfassungen"
Anleitung zur Euro-Diktatur ...
Es reicht: Kein Geld zur Rettung der Vermögen von russischen Schwerstkriminellen auf Zypern!
Das geringste Delikt aus dem diese riesigen Vermögen stammen ist Steuerhinterziehung. Viel mehr kommt aus dem Bereich der Schwerstkriminalität wie etwa Schutzgelderpressung, Menschenhandel, Waffenhandel, Drogenhandel usw. und nicht zuletzt durch Betrug am russischen Volk, dem wichtige Unternehmen - die ja ein Teil des Volksvermögens waren - geraubt wurden. Nicht vergessen sollte man auch, dass Zypern diesen Verbrechern durch die umstandslose Vergabe der Zypriotischen Staatsbürgerschaft, das Tor zu Europa sperrangelweit geöffnet hat - das alleine wäre schon Grund genug, die Pleite nicht zu verhindern.
Die Russen werden gar nichts zahlen
Fürs Zahlen ist der deutsche Steuerzahler zuständig, darauf hat man sich weltweit geeinigt. Schäuberl, Mutti und Draghi werden schon wieder irgendwas zusammentricksen damit es nicht so auffällt und der Michel weiterpennen kann.
Ein Zwergstaat der EU meldet einen Finanzbedarf von 17 Mrd EUR und
schon trabt die Troika an um zu verhandeln mit dem Ziel, das Geld
möglichst schnell bereitzustellen. Der Betrag entspricht in etwa
dem dem BIP eines Jahres. Wenn unser Land einen vergleichbaren
Finanzbedarf anmelden würde, wären dies 2500 Mrd EUR.
Glaubt denn jemand im Ernst, dass die Geber jemals einen Cent
wiedersehen werden ? Das Beispiel wird Schule machen. Da bereits ein
Zwergstaat in der EU Systemrelevanz für sich in Anspruch nehmen
kann sind alle Dämme gebrochen. Das Beispiel wird Schule machen.
Die Retter stehen bereit. Wetten dass bald die Apokalypse erreicht ist
wenn die Retter gerettet werden müssen aber keine neuen Retter in
Sicht sind.
Keine Retter in Sicht ........?
Doch, die leben hier. Das sind Sie, Ihr Nachbar, ich, mein Nachbar usw. usf.! Nur die Verbrecher in Brüssel und Berlin machen sich einen schlanken Fuß ......
"Strischka" klingt noch gut ?
Herr Steinbrück hat ja auch seinen eigenen populistischen
Wortschatz für bildungsferne Personen.
Dieser will nun nach der Kavallerie in die Schweiz, Störtebeker
nach Zypern schicken. (SPIEGEL-25.02.2013) So macht man sich Freunde.
Wortschöpfer für "Strischka" und
"Störtebeker" bedenken in ihrer dünkelhaften
Selbstgefälligkeit kaum, daß sie das Volk auf der
Straße damit kaum erreichen, ohne ein Nachschlagewerk mitzuliefern.
"Stischka" kennen meine "Brüder und Schwestern aus
dem Osten" sicher noch ( die haben das ja in der Schule gelernt.),
aber wir armen "Westler"….
Steinbrücks "Störtebeker" ist da schon
anspruchsvoller, aber die Kavallerie kannte ja jeder.
Das Europroblem, als Produkt feuchter Träume von Teo Waigl und
Anhang, läßt sich nicht mit volksgefälligen Schlagworten lösen.
Jeder der für eine Zypern-Rettung stimmt
muss mit seinem kompletten Vermögen dafür haften. Dann hat sich diese unapetitliche Angelegenheit sofort erledigt. Ich? Werden sich dies Plappermäuler fragen. Soll mit meinem hart erarbeiten Geld (hahahaha) bürgen, wenn meine Hilfsentscheidung für ein korruptes Land und seine Banken Schäden für meine Auftraggeber, die Steuerzahler verursacht? Nein, wirklich nicht - ich bin doch nicht blöd.
General Motors ging mit Verbindlichkeiten von 177 Mrd. USD in Insolvenz: Ohne Währungsdiskussion
Dagegen scheinen Gebilde wie die Russian Commercial Bank (Cyprus) zum
unverzichtbaren Euro-Inventar zu gehören. 4,5% p.a. erhalten dort
Anleger für 2-Jahres-Einlagen ab 500.000 Euro. Steuerfrei im Mantel
einer Zypern-IBC. Brüssel schnürt gerade die "ESM-Pakete".
Weniger kuschelig geht es dagegen in Deutschlands (Markt-)Wirtschaft zu:
Creditreform meldet dort Forderungsausfälle von 114,3 Mrd. Euro im
Rahmen formeller Insolvenzen (2009+2010)-
Niemand kommt angesichts des Betrages auf die fixe Idee, EU-Bürger
für diese Ausfälle haften zu lassen, "um den Euro zu retten".
Das Ausfallvolumen von 114,3 Mrd.€ allein in Deutschland werden die
meisten nicht einmal wahrgenommen haben, gerade weil Verbindlichkeiten
in das Innenverhältnis von Schuldner und Gläubiger gehören.
Warum aber gilt jetzt Zyperns Briefkastenökonomie als
unverzichtbare Säule Europas ?
Die treibende Kraft ist hier die Korruption, flankiert von Narren. Die
Gesichter kennen Sie.
Zypern führt seine Überschuldung mutwillig selbst herbei - durch Stützung von Schwarzgeldverwahrern
.. die in dem Zwergstaat nach Gutsherrenart regieren.
Die betreffenden "Banken" könnten ebenso auf Malta oder
den Caymans angesiedelt sein. So aber residieren sie auf Zypern, das nun
als Staat dafür haften soll, dass sich die Geldwäscher mit
Ouzobonds verspekuliert haben.
Auf Island konnte solch ein Angriff auf die staatl. Souveranität
abgewehrt werden. Als die schiefliegenden Banken dort ihre politischen
Schutzgelderpresser ausschwärmen ließen, wehrte sich die Bevölkerung:
Die Marktversager wurden verstaatlicht und abgewickelt, pol. Komplizen
vor den Richter gebracht.
Zyperns korrupte Regierung dagegen lässt sich von den
Marktversagern dort bereitwillig zur Übernahme von Spielschulden drängen.
Nach der resultierenden mutwilligen "Sprengung" der
Staatskasse dient der ESM jetzt dazu, diese Zahllasten auf Europa abzuwälzen.
Die "Eurorettung" Zyperns markiert schmerzhaft deutlich den
Übergang von Politik zur Prostitution.
Die Eurokraten in Brussels sollen nicht behaupten, dass sie seit drei
Jahren die Haushalte der EU-Länder kennen. Das macht da eigentlich
Eurostat? Das macht da eigentlich die Kommission; sie hat
Vorschlagsrecht! So ist das, wenn die Frösche den Sumpf trocken
legen sollen: Widerspruch gegen Barroso.
Direkte Abwahl
Direkte Wahl des EP-Präsidenten
Überprüfung der Körperschaftsteuersätze durch den EU-Rat
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
Jüngste Beiträge