Der frühere sozialdemokratische Ministerpräsident Miloš Zeman hat die Präsidentenwahlen in der Tschechischen Republik gewonnen. Nach Auszählung von 99 Prozent der Wahlkreise kam Zeman auf 55 Prozent, der konservative Außenminister Karel Schwarzenberg auf 45 Prozent der Stimmen.
Die Sozialdemokraten, die Kommunisten und der scheidende Präsident Václav Klaus hatten sich für Zeman ausgesprochen. Klaus durfte nach zwei Amtsperioden nicht noch einmal antreten. Zeman bestritt seinen Wahlkampf vorwiegend mit linkspopulistischen und nationalistischen Argumenten.
Schwarzenberg musste sich gegen den Vorwurf verteidigen, kein „echter Tscheche“ zu sein und durch seine Kritik an den Beneš-Dekreten die nationalen Interessen zu gefährden. Auf der Grundlage dieser Dekrete, die Teil der tschechischen Rechtsordnung sind, erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg die kollektive Entrechtung und Enteignung der Deutschen und schließlich ihre Vertreibung aus der Tschechoslowakei.
Miloš-neuer tschechischer Präsident
Jan Hlavac (Olav1)
- 31.01.2013, 02:51 Uhr
Na, ja. Die Tschechen.
Klaus Letis (odysseus_8)
- 28.01.2013, 18:26 Uhr
Wir haben hier viele tschechiche Flüchlinge des Prager
Frühlings integriert,
Karl Dietrich Naumann (Huga)
- 28.01.2013, 14:28 Uhr
der Nationalismus der Tschechen ist unerträglich
alois schneider (formal)
- 28.01.2013, 03:52 Uhr
Pro- Schwarzenbergswahlkampagne erschwächt stark den freien
Journalismus
Dagmar Chaloupkova (Sokrates111)
- 27.01.2013, 19:55 Uhr
