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Veröffentlicht: 21.02.2015, 03:56 Uhr

Spannungen mit Russland Nato-General warnt vor russischer Invasion

Der Krieg in der Ukraine habe die Effektivität der russischen Truppen bewiesen, sagt der Vize-Kommandeur der Nato in Europa. Das könnte Moskau zu Einmärschen in Bündnisländer verleiten. Auch Russlands Präsident Putin warnt den Westen, dass Russland militärisch nicht zu besiegen sei.

© Reuters Russische Soldaten bei einer Parade

Angesichts des Krieges im Osten der Ukraine hat ein hochrangiger Nato-General davor gewarnt, dass Russland Gebiete erobern könnte, die zu Ländern des Verteidigungsbündnisses zählen. Der Vize-Kommandeur der Nato für Europa, Adrian Bradshaw, sagte am Freitag in einer Rede im Londoner Royal United Services Institute, in der umkämpften Ostukraine seien russische Soldaten stationiert und dies sei eine gefährliche Situation für die Nato.

„Russland könnte denken, dass die riesigen konventionellen Truppen, die es in so kurzer Zeit mobilisieren konnte, (...) in Zukunft genutzt werden könnten, nicht nur um einzuschüchtern und zu nötigen, sondern auch um Gebiete der Nato zu erobern“, warnte Bradshaw. Russland bestreitet allerdings nach wie vor, dass es die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit seinen Truppen unterstützt.

Vor kurzem hatte der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ gesagt, Russland könne ohne weiteres in die baltischen Staaten einmarschieren, um die Reaktionsfähigkeit der Nato zu testen. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte diese Woche, für die drei baltischen Nato-Mitgliedsländer Lettland, Litauen und Estland bestehe eine „reale Gefahr“.Die Nato hatte Anfang Februar beschlossen, ihre Sicherheitsvorkehrungen an ihren östlichen Grenzen zu verstärken.

„Russland untergräbt internationale Ordnung“

Unterdessen haben die Vereinigten Staaten Russlands Haltung im Ukraine-Konflikt abermals scharf kritisiert. Die russische Regierung halte sich nicht an ihre Zusagen, sei für den Bruch der Waffenruhe mitverantwortlich und verletze internationales Recht, indem sie im Nachbarland „illegal interveniert“, sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki. Die Unterstützung für die Rebellen in der Ostukraine „untergräbt die internationale Diplomatie und die multilateralen Institutionen – die Grundlagen unserer modernen globalen Ordnung“.

Psaki rief Russland auf, umgehend seinen Beitrag zur Umsetzung des Minsker Abkommens zu leisten. Die von der ukrainischen Regierung und den Rebellen unterzeichnete Vereinbarung sei „die Grundlage für eine dauerhafte Lösung in der Ostukraine“.

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Russlands Präsident Wladimir Putin kritisierte die Überlegungen der Amerikaner, die Ukraine mit Waffen zu versorgen, ungewöhnlich scharf. „Niemand sollte Illusionen haben, dass er eine militärische Überlegenheit über Russland erreichen könnte“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. „Wir werden auf solche Abenteuer immer eine adäquate Antwort haben“, betonte er in Moskau.

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