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Separatisten-Gebiete : Russland gründet Regierungskommission für Ostukraine

  • Aktualisiert am

Eine Frau in ihrer durch Mörserbeschuss zerstörten Wohnung in Doneszk Bild: AFP

Trotz der Waffenruhe verschlechtert sich die humanitäre Lage für die Bewohner in der Ostukraine. Nun hat Russland seine bisher verdeckte Unterstützung für die abtrünnigen Regionen Donezk und Lugansk zur Regierungsaufgabe gemacht.

          Angesichts der zunehmend schweren humanitären Lage im Konfliktgebiet Ostukraine hat Russland eine Regierungskommission für die Unterstützung der Regionen Donezk und Lugansk gegründet. Einer am Sonntag in Moskau veröffentlichen Anordnung von Regierungschef Dmitri Medwedew zufolge werden aus 15 russischen Ministerien jeweils stellvertretende Minister mit der Arbeit in der Kommission betraut. Damit stellt Russland seine umstrittene Unterstützung der von der Ukraine abtrünnigen Gebiete Donezk und Lugansk erstmals auf eine offizielle Ebene.

          Unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung soll das Gremium die Hilfe für das vom Krieg gezeichnete Gebiet sowie den Wiederaufbau dort koordinieren. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums ist offiziellen Angaben zufolge nicht in der Kommission.

          Die russische Führung hatte zuletzt immer wieder davor gewarnt, dass die wirtschaftliche und finanzielle Blockade des Donbass durch die ukrainische Regierung zu einer Katastrophe führe. Die Infrastruktur in dem Konfliktgebiet ist vielerorts zerstört. Menschenrechtler berichten von verheerenden Zuständen mit Hunger, fehlender Heizung und Wassermangel.

          In der Konfliktregion wurde am Sonntag der mittlerweile zehnte russische Hilfskonvoi erwartet, wie das Zivilschutzministerium in Moskau mitteilte. Die 170 Lastwagen haben offiziellen Angaben zufolge 1400 Tonnen humanitäre Güter geladen. Die Ukraine hatte diese Lieferungen als Verletzung ihrer Hoheitsrechte kritisiert. In Lugansk und Donezk haben sich nicht anerkannte Volksrepubliken gegründet, die sich von der Ukraine losgesagt haben.


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          Quelle: dpa

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