Home
http://www.faz.net/-gq5-767qe
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Selbstmordanschlag in Ankara Tote und Verletzte vor amerikanischer Botschaft

Bei einem Selbstmordanschlag vor der amerikanischen Botschaft in Ankara sind zwei Personen getötet worden, unter ihnen der Attentäter. Der türkische Innenminister Güler bezichtigt eine linksextremistische Organisation des Attentats.

© REUTERS Vergrößern Spurensicherung: Offenbar hatte ein Selbstmordattentäter eine Bombe gezündet

Bei einem Selbstmordanschlag auf die amerikanische Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara sind am Freitag mindestens zwei Personen getötet worden. „Es gibt zwei Tote, den Attentäter und einen türkischen Sicherheitsmann“, sagte Ankaras Gouverneur Aladin Yüksel. Zudem sei eine Frau verletzt worden, die wegen eines Visaantrags vor Ort war. Türkische Fernsehsender berichteten von mehreren Verletzten.

Der Attentäter sei ein 30 Jahre alter Türke, der der verbotenen Organisation DHKP-C angehört habe, berichteten türkische Sender unter Berufung auf Innenminister Muammar Güler. Der DHKP-C werden in der Türkei vor allem Anschläge gegen Polizei und Justiz mit dem Ziel eines Umsturzes vorgehalten.

Nach einer Meldung des Senders CNN-Türk explodierte der Sprengsatz während der Überprüfung eines Besuchers im Eingangsbereich der Visumsstelle an einem Seiteneingang der Botschaft. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass eine Tür und ein Fenster des Gebäudes herausgerissen wurden. Im Hauptgebäude der Botschaft gab es keine Schäden. Der Explosionsort liegt in der Nähe der deutschen Botschaft.

Ankara Anschlag Verletzte Eine Frau wurde bei dem Anschlag schwer verletzt © dpa Bilderstrecke 

Die türkische Polizei riegelte den Anschlagsort ab, auch von innen wurde das Botschaftsgebäude versperrt. Berichten zufolge befürchteten die Behörden, dass ein möglicher zweiter Anschlag verübt werden könnte.

Krankenwagen und Feuerwehr waren im Einsatz. Medienberichten zufolge hatten Vertreter der Vereinigten Staaten in Ankara bereits mehrmals mit den türkischen Behörden über mögliche Sicherheitsrisiken für die Botschaft gesprochen, die wie andere Vertretungen im Zentrum der türkischen Hauptstadt liegt.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Afghanistan IS bekennt sich zu Anschlag in Dschalalabad

Ein Selbstmordattentäter tötet in Ostafghanistan Dutzende Menschen. Diesmal kritisieren die Taliban den Anschlag. An ihrer Statt brüstet sich die Terrormiliz Islamischer Staat mit der Tat. Mehr

18.04.2015, 13:41 Uhr | Politik
Jemen Attentäter zündet Sprengstoff vor iranischer Botschaft

Bei einem Selbstmordanschlag auf die Residenz des iranischen Botschafters in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind mindestens drei Menschen getötet worden. Rettungssanitäter sprachen zudem von mehreren Verletzten. Mehr

03.12.2014, 10:50 Uhr | Politik
Terroranschlag in Kenia Ein ganzes Land trauert

Während geistliche Würdenträger in Kenia zur Einheit aufrufen, beginnen drei Tage Staatstrauer. Wut herrscht in dem Land auf die Sicherheitskräfte, die nach Ansicht vieler Beobachter zu langsam auf den Überfall der Universität in Garissa reagiert haben. Mehr

05.04.2015, 15:37 Uhr | Politik
Istanbul Ein Toter bei Selbstmordanschlag

In Istanbul hat sich eine Attentäterin in einer Polizeiwache in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag im Sultanahmet-Viertel in der Altstadt ist ein Polizist getötet worden. Der Tatort liegt in der Nähe der Sehenswürdigkeiten Hagia Sophia und der Blauen Moschee. Mehr

07.01.2015, 13:56 Uhr | Politik
Anschlag auf Marathon Gericht spricht Attentäter von Boston schuldig

Ein Gericht hat Dschochar Zarnajew wegen des Terroranschlags auf den Boston-Marathon schuldig gesprochen. Dem 21-Jährigen droht damit die Todesstrafe. Mehr

08.04.2015, 20:51 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.02.2013, 12:37 Uhr

Alles nur Taktik?

Von Markus Wehner

Angela Merkel und Sigmar Gabriel beginnen jetzt einen Bürgerdialog. Man kann das als Show abtun, mit der sich Politiker an die Bürger ranschleimen. Aber damit macht man es sich zu einfach. Mehr 1