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Putin zur Ukrainekrise : „Ein solch apokalyptisches Szenario ist unwahrscheinlich“

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Der russische Präsident, Wladimir Putin, während einer Gedenkveranstaltung am Grabmal des unbekannten Soldaten in Moskau Bild: dpa

An einem Krieg mit Europa sei Russland nicht interessiert, sagt Wladimir Putin. In den jüngsten Gesprächen von Minsk sieht der russische Präsident laut eigener Aussage Anzeichen von neuem Vertrauen zwischen Moskau, Berlin und Paris.

          Russlands Präsident Wladimir Putin sieht mehr als eine Woche nach den Ukraine-Friedensgesprächen in Minsk eine Chance für eine Normalisierung der Lage im Kriegsgebiet Donbass. „Wenn das Minsker Abkommen für eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine erfüllt wird, dann bin ich überzeugt, dass die Situation sich schrittweise normalisiert“, sagte Putin. Russland sei wie Europa nicht an Krieg interessiert, betonte der Präsident nach Kreml-Angaben am Montag in einem Interview des Staatsfernsehens. „Ich denke, dass ein solch apokalyptisches Szenario wohl kaum möglich ist – und hoffe, dass es dazu nicht kommt“, sagte Putin.

          Vielmehr sieht er Anzeichen dafür, dass allmählich wieder Vertrauen zwischen Russland, Deutschland und Frankreich durch die jüngsten Verhandlungen in Minsk entstehe. In der weißrussischen Hauptstadt war am 12. Februar ein Friedensplan für den Donbass verabschiedet worden.

          Den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko forderte Putin auf, mit der Ostukraine auf „zivilisierte Weise“ ein Verhältnis aufzubauen und die Rechte und Interessen der Menschen im Donbass zu schützen. Zugleich warnte er vor „revanchistischen“ Versuchen, die vor einem Jahr von Russland einverleibte Schwarzmeerhalbinsel Krim zurückzuerobern.

          Poroschenko hatte zuvor angekündigt, das seit März von Russland „okkupierte Gebiet“ wieder unter ukrainische Kontrolle zu bringen. Der Westen kritisiert die Annexion als Völkerrechtsbruch und hat Russland deshalb mit Sanktionen belegt.

          Putin kritisierte zudem Aussagen Poroschenkos, der Kreml selbst habe vor einem Jahr die Gewaltexzesse bei den proeuropäischen Protesten auf dem Majdan in Kiew ausgelöst. „Ich wundere mich manchmal einfach nur etwas über die öffentlichen Äußerungen der Führung der Ukraine“, sagte Putin.

          Poroschenko hatte behauptet, Putins Berater Wladislaw Surkow habe in Kiew Scharfschützen kommandiert, um auf Demonstranten schießen und die Lage dort eskalieren zu lassen. „Das ist absoluter, völliger Blödsinn, derart weit weg von der Wirklichkeit, dass du dich nur wundern kannst, woher so etwas kommt“, meinte Putin. Er forderte seinen ukrainischen Kollegen auf, sich Vorlagen seiner Geheimdienste genauer anzuschauen.

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