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NSA-Affäre Angriff „Independent“, Konter „Guardian“

 ·  Die NSA-Affäre wird zu einem Wettlauf zweier Zeitungen. Der „Independent“ berichtet von einer großen Abhörstation im Nahen Osten. Der „Guardian“ kontert noch am Freitag mit der Neuigkeit, dass die NSA verschiedene Internet-Unternehmen für deren Zusammenarbeit bezahlt habe.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (31)
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klaus keller (klkeller) - 24.08.2013 16:51 Uhr

Das will ich auch haben!

„Die Bundesgesetzgebung verpflichtet die US-Regierung, Anbieter für Kosten zu entschädigen, wenn sie von der Regierung verpflichtet werden, rechtliche Verfahren einzuführen. Wir haben im Einklang mit diesem Gesetz Erstattungen angefordert.“

VOR dem Wechsel zu Grün-Rot!

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Hans Thomas Vogler

Dubioses Informationsgeplänkel

Noch ist überhaupt nicht raus, ob die dem "Independent" zugespielten Informationen überhaupt aus den Snowden-Unterlagen stammen oder dort enthalten sind. Die NSA weiss schlicht und einfach nicht, was der Whistleblower "gesichert" und mitgenommen hat. Nicht zuletzt deswegen lauten die jüngsten NSA-Vorwürfe in seine Richtung dsenn auch, er habe "seine Spuren verwischt".

Es ist also durchaus möglich, dass die angeblichen Snowden-Informationen des "Independent" tatsächlich aus Geheimdienstkreisen stammen, wie Snowden in der zitierten Erklärung vermutete. Das ist keine seltene Taktik der Desinformation.

Für den, der sich zwischen den ganzen Nebelkerzen und informationellen Leuchtkugeln noch einigermaßen gut auskennt, ergibt sich für die Geheimdienste ein erschreckend erbärmliches Bild.

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Joachim Steffen
Joachim Steffen (Pacu) - 24.08.2013 15:33 Uhr

Journalistische Infamie des Independent

Es geht doch nicht um einen Veröffentlichungswettkampf zwischen zwei Zeitungen, sondern es steht der Vorwurf im Raum, daß der Independent gezielt Informationen veröffentlicht hat, die von vielen als gefährdend eingestuft werden (obgleich eine massenhafte Ausspähung der Bevölkerung im Nahen Osten genauso fragwürdig ist wie überall sonst auch) und diese Veröffentlichung Herrn Snowden in die Schuhe schieben will.
Snowden und Greenwald haben sich hierzu eindeutig geäußert. Vom Independent gibt es nur beschämend schlecht überlegte Ausflüchte: nachdem Oliver Wright vom Independent zunächst nur zurückwies, von der Regierung zur Veröffentlichung überlistet worden zu sein, reagierte er auf die anschließende Frage von Greenwald, "What kind of source did you have? Why don't you generally describe your source?", nur noch noch mit einer persönliche Herabwürdigung Greenwalds, nicht mit einer Antwort zum Thema oder zu den Vorwürfen.
Herr Buchsteiner, das wäre einer genauen Recherche würdig.

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fritz Teich

Nur die alte staatliche Bundespost machte sowas umsonst und musste dies auch

Alle modernen Telekommunikationsunternehmen lassen sich auch solche Dienstleistungen bezahlen. Worin besteht der Neuigkeitswert? Ist die Leserschaft des Guardian neidisch?

Was haette der Independent zum Collateraql Damages video gesagt? Vermutlich "business as usual" and das waere noch viel haerter fuer die Kriergsfreunde gewesen. Dere Guardian schreit dagegen mit dem Dummkopf Assage "Kriegsverbrechen" und macht damit die Geschichte voellig kaputt.

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Rolf-Dieter Schmidt

Irreführende Überschrift

"Angriff „Independent“, Konter „Guardian“ und das lead in suggerieren ein Auflagengerangel zwischen zweier Medien. Dies erscheint mir so jedoch nicht richtig.

Wenn es überhaupt einen Angriff und Konter gibt, dann eher den, dass der Independent behauptet die Quelle seines Berichtes sei Snowden, der aber im Guardian genau dies bestreitet.

Könnten wir das mal klären?

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Alfred Heilmeier

Besser

Besser keine Geschäfte mit amerikanischen IT-Unternehmen machen. Sonst sind die Firmengeheimnisse futsch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2013 16:58 Uhr
Jörg Freisler
Jörg Freisler (JottEff) - 24.08.2013 16:58 Uhr

das wird ja spannend .....

... da freue ich mich auf die deutsche IT !

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 24.08.2013 09:56 Uhr

Interessante Entwicklung

Und so verkommt die angeblich nobelpreiswürdige Großtat eines Snowden zum Wettlauf um Auflage und Leser zweier Regionalzeitungen in England.
A propos Bezahlung: Ist eigentlich bekannt, wieviel z.B. der Guardian dem Snowden und seinen Helfern für die entwendeten Daten bezahlt hat?

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2013 23:12 Uhr
Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 25.08.2013 23:12 Uhr

Zahlungen für die Ware von S. sind schon bedeutsam, jedenfalls juristisch...

Danke für Ihren letzten Satz, Herr Steffen.
Die Eidesform und -formel der von Ihnen genannten Personen ist mir nicht geläufig. Die spezielle von S. schon. Sie geht in ihrer Belehrung ausdrücklich auf die dann von S. vollbrachte Tat ein und nennt die Folgen.
Politische Eide beziehen sich meist auf die Verfassung, die Pflicht zur Gefahrenabwehr und Gott. Da sind die CIA- und NSA-Texte wesentlich detaillierter.

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Joachim Steffen
Joachim Steffen (Pacu) - 25.08.2013 14:29 Uhr

Snowdens Tat und Clappers Beitrag @Raack

Wenn Herr Snowden nicht des Geldes wegen gehandelt hat, sind eventuelle Zahlungen des Guardian auch unerheblich für die Bewertung und die Spekulationen darüber dienen nur der Rufschädigung.
Außerdem darf daran erinnert werden, daß auch Präsident Obama, James Clapper sowie alle anderen involvierten Staatsdiener einen Eid auf die Verfassung der Vereinigten Staaten schworden, der mit ihrer Überwachungspraxis offensichtlich nicht vereinbar ist. Herr Clapper hat es sogar geschafft, den Kongreß zu belügen, ohne dafür in irgendeiner Form zur Rechenschaft gezogen zu werden. Auf die Frage "Does the NSA collect any type of data at all on millions or hundreds of millions of Americans?" entschied er sich mit "No." zu antworten. Der Abgeordnete Wyden, der in diesem Moment wußte, daß Clapper log, gab ihm sogar die Möglichkeit, seine Anwort abzuändern, was dieser jedoch abwies.
Wie bewerten Sie dies in Hinblick auf Eidbruch?
Snowdens Schicksal mag spannend sein, ist m.E. aber nicht das eigtl. Thema.

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 25.08.2013 08:55 Uhr

Snowdens Tat@Steffen

Nein, ich sage mit keinem Wort, daß S. wegen Geldes zum Hochverräter wurde. Daß er sich später das Diebesgut bezahlen ließ,hat wohl mit seinem Verratsentschluß nichts zu tun. Zum Verräter wurde er wohl eher aus Großmannssucht.

Im Zuge seiner 20Tausend Dollar-pro-Monat-Anstellung unterschrieb er das Standard-Eidformular, das auch eine Rechtsbelehrung über den Eidbruch, über den Hochverrat und seine Folgen enthält. Es geht also nicht um die private Perspektive guter Menschen, sondern um eine bewußte,eindeutige und mit Eidbruch und Hochverrat verbundene kriminelle Handlung.

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Joachim Steffen
Joachim Steffen (Pacu) - 24.08.2013 19:09 Uhr

Geldgier und Hochverrat? Ich glaube nicht.

Ihre erste Unterstellung, Herr Raack, Herr Snowden habe aus persönlichen Motiven und Geldgier dem Guardian die Information zugespielt, ist absurd angesichts der Tatsache, daß der Junge vorher auf Hawaii mit einem sicheren und hohen Einkommen lebte und heute als gejagter Geächteter über den Planet irrt - womit er im übrigen gerechnet hat, wie er in seinem ersten Interview in Hong Kong bereits äußerte. Spekulationen über Bezahlungen sind daher mehr als irreführend, zumal er die kopierten Daten auch anderen Diensten hätte anbieten können, was er immerhin nicht getan hat.
Ob ihn die Öffentlichmachung von Rechtsverstößen des Staates (Geheimdienste, Geheimgerichte und Regierungsverantwortliche im Verbund) zum Hochverräter macht, hängt von der Perspektive ab. Aus meiner Sicht offenbart das Ansinnen, über die aufgedeckte Praxis der Massenüberwachung von Privatleuten das Volk selbst, welches davon nichts wußte, entscheiden zu lassen, eine zutiefst demokratische Haltung.

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 24.08.2013 19:07 Uhr

Herr Krause

Alles schön und gut. Ich sehe keine Differenz zwischen unseren Auffassungen. Nur eine vielleicht: Ich erkenne keine verletzte Menschenwürde. Jedenfalls nicht in unserem Land. Über andere Länder mögen andere urteilen. Also: Kein Opfer, kein Täter.

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Lutz Krause

Die zitierten Grundfesten unserer Demokratie sind Recht und Gesetz ?

Es geht um die Menschenwürde, diesen Wert- und Achtungsanspruch, der den Menschen kraft ihres Menschseins zukommt. Es ist das sittliche Prinzip, das nach der Barbarei des vorherigen Jahrhunderts nicht nur unsere Verfassung, sondern auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 bestimmt. Die Menschenwürde ist, so Jürgen Habermas, „die moralische Quelle, aus der sich die Gehalte aller Grundrechte speisen“.

Davon haben einige der Netzapologeten aus dem Silicon Valley keine Ahnung, wenn sie arrogant feststellen „privacy is an illusion“ oder „privacy is no longer a social norm“. Sie verkennen, dass der Schutz der Privatheit Teil der Menschenwürde ist. Er darf nur in Ausnahmefällen, unter strenger Kontrolle, gelockert werden. Das ist der rote Faden, der sich durch nicht weniger als 14 Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zieht, mit denen es, gegen staatliche Entscheidungen, die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wiederhergestellt hat.

Gerhart Baum, FAZ 19.6.2013

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 24.08.2013 17:16 Uhr

Nein, sehr geehrter Herr Krause,

nicht der Überbringer steht am Pranger, sondern ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter Hochverräter. Die zitierten Grundfesten unserer Demokratie sind Recht und Gesetz und nicht das Bauchgefühl einer einsamen Masse. Und es bleibt beim rechtsstaatlichen Grundsatz: Kein Opfer - kein Täter.

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Lutz Krause

Wer den Überbringer der ungeheuerlichen Nachrichten . . .

. . . immer noch an den Pranger stellt statt sich über die entstandene paranoide Parallelwelt zu empören, die drauf und dran ist, die Grundfesten unserer Demokratie zu zerstören, sei der Artikel von Frank Schirrmacher vom 17.06.2013 ›Der verwettete Mensch‹ zur Aufklärung nahegelegt.

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Rolf-Dieter Schmidt

Sie haben wirklich angenommen...

...der Guardian, der Independent, der Spiegel, die FAZ und alle anderen Medien wollten die Welt retten?

DAS finde ich interessant.

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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 24.08.2013 09:56 Uhr

Das diese miesen und undemokratischen...

Machenschaften der machtgeilen und fast schon faschistoiden Geheimdienste keinen weltweiten Aufschrei erzeugte zeigt, dass die Menschen dies scheinbar dem Alltag unterstellen. Hier wird einem trügerische Sicherheit verkauft...bezahlt mit dem Verlust der Freiheit, der Meinungsäußerung und der Pressefreiheit. Es hat sich unreguliert von den Regierungen eine vierte Macht in den Staaten gegründet...und nur eine Minderheit scheint es zu stören. W A H N S I N N

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ted danson

Niemand...

Spricht in diesem Zusammenhang über die deutschen Zeitungen. Denn hierzulande sind die sogenannten Journalisten allesamt so schlecht, feige oder gekauft, dass niemand von denen jemals eine solche oder ähnliche geartete Aufdeckung zustande bringen würde. Wie lange hat es nach den Guardian-Enthüllungen gedauert bis jemand in einer deutschen Redaktion darauf kam, dass der BND

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Malte Marquardt

Das der SIS

beim Guardian so hysterisch rein geschlagen hat, verwundert mich.

Da doch im "Westen" alle Verbrechen einfach öffentlich ablaufen.

Ohne Konsequenzen.

Egal ob Kriegsverbrechen oder die dutzenden "Bankenskandale" - also Manipulationen der Märkte bis ins Mark (!) - wo es um Billionen Dollar geht - das passiert halt - irgendwann macht Hollywood einen Film davon und gut ist.

Was ist da wohl, was die so nervös macht....

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 23.08.2013 20:59 Uhr

So lässt es sich erklären

wie diese an Ende genannten US Konzerne so schnell so gewaltig wachsen konnten.
Wenn man mit Geheimdiensten arbeitet u auch noch von den bezahlt wird dann ist man der Konkurrenz immer 2 Schritte voraus-u im Gegenzug revanchieren sich die Geheimdienste die dann dafür sorgen dass die Namen dieser Konzerne in den Medien ständig zelebriert werden(so sind die kleinen Klitschen Apple u Facebook binnen kürzester zu Riesen geworden u haben gesorgt dass man so mit nur 4 firmen Zugriff auf so ziemlich alles hat weil diese fast die gesamte Infrastruktur beherschen.)
Nicht beherschbare Konkurrenzsysteme aus dem Ausland mit hoher Verbreitung wurden quasi eliminiert(zb nokias Symbian nachdem 2 microsoft männer bei den Finnen das Sagen haben.
In der Hinterhand hat man noch Amazon(wird aber vermutlich noch 2-3 jahre dauern bis wir hier mehr zu erfahren) u die zentralisierung u erleichterte kontrolle des Datenverkehrs durch die Datencloud die mit enormem Aufwand von Google u MS vorangetrieben wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2013 14:51 Uhr
fritz Teich

Das Internet ist bekanntlich eine Erfindung der Militaers

Jedenfalls muss man jede Clound vermeiden und sei es nur um die Daten von Handy und PC to syncronisieren.

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Andreas Rütte
Andreas Rütte (Ruette) - 23.08.2013 20:35 Uhr

Langsam aber sicher kristallisiert sich ein gutes Stück Wahrheit heraus

Internationale Medien, wie etwa der „Independent“ oder der „Guardian" handhaben diese weltweite Spionage- und Geheimdienstkrise meisterlich. Jedenfalls unter Berücksichtigung der schwierigen Rahmenbedingungen.

Die gewählte "Salamitaktik" wirkt außerordentlich gut :)

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Rolf-Dieter Schmidt

Freitagabend im Kanzleramt

"Herr Pofalla, ich bins."
"Frau Bundeskanzlerin! Noch nicht im Wochenende?"
"Schön wärs. Gleich noch ein Interview und sicher werde ich nach dieser Snowden-Geschichte gefragt. Was ist da letzter Stand?."
"Kein Problem. Cameron hat dem Guardian eingeheizt und die haben jetzt eine Kooperation mit der New York Times"
"Das ist prima. Die liest in Deutschland kein Mensch"
"Geht aber noch weiter, Frau Bundeskanzlerin. Gleichzeitig hat heute der britische Independent irgendwas über eine GCHQ Abhörstation in Sandland geschrieben und bezieht sich dabei auf Snowden-Papiere. Der aber will mit denen gar nicht gesprochen haben, und mutmaßt, dass die Informationen von David stammen, um Snowden zu diskreditieren."
"Bitte?"
"Vergessen Sie's. Niemand in Amerika interessiert sich für eine Abhörstation bei den Wüstenflöhen. Unwahrscheinlich, dass das von Snowden kommt."
"Das erzählen wir aber niemanden, gelle?"
"Natürlich nicht!"
Pofalla beendet das Gespräch. Endlich Wochenende!

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Martin  Sore

Nach dem lesen der originalen Veröffentlichungen bleibt zu bemerken, das

es in diesem Fall der Independent ist, der erstmals in dieser Causa, für die Briten unsd Amerikaner sensible Informationen veröffentlicht hat. Weiterhin mutet es mir seltsam an, das dei Frankfurter Allgemeine fortgesetzt falsche Zitate der von Herrn Greenwald getätigten Aussage publiziert. Eine Gegendarstellung von Greenwald ist seit 2 Tagen auf der Website des Guardian einsehbar. Ich gehe das Risiko ein das dieser Kommentar von mir erneut nicht veröffentlicht wird, obschon ich dies als deutliches Signal verstünde. Der derzeit primär aus London berichtende Journalist scheint mir mitnichten objektiv zu berichten. Dafür gibt es, für den der englischen Sprache mächtigen und informierten Leser, zu viele Diskrepanzen zwischen Realität und Hier veröffentlichten Artikeln. Das bin ich von der FAZanders gewohnt. Schade. Wo das Thema doch mittlerweile alle Gesellschaftsschichten der Republik, zu Recht, interessiert.

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Robert Bendix

Die vergleichsweise wenigen Informationen, alleine über das geheime "Wirken" z.B. der...

...USA, GB und ihrer Geheimdienste nebst all den Rechtsbrüchen nationalen und
internationalen Rechts, welches uns seit WikiLeaks und Edward Snowden bekannt
geworden ist, führt zwangsläufig zu einer völligen Neubewertung der Grundlagen
der Wertegemeinschaft der westlichen Welt!
Es stellt sich zwischenzeitlich ernsthaft die Frage, ob es den angeblich weltweit
zu bekämpfenden Terrorismus ohne das rücksichtslose und rechtlich unreflektierte
Handeln der vermeintlichen Bewahrer der Grundwerte unserer Gesellschaft so
überhaupt geben würde!
Der von den Staaten der westlichen Welt und ihren größtenteils unkontrollierten
Institutionen ausgehende Staatsterror hat zwischenzeitlich Überwachungsstaat-
Monster geschaffen, die nach meiner persönlichen Wahrnehmung eine weit
größere Bedrohung für die demokratischen Grundordnungen der westlichen
Welt darstellen, als es "Al Kaida" oder andere je schaffen könnten!
Wer ohne Augenmaß die ganze Welt terrorisiert, der züchtet den
weltweiten Terror selbst!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2013 12:21 Uhr
Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 24.08.2013 12:21 Uhr

@Hartmut Jacques

Hierzu hat Prof. Bernhard Verbeek eine lesenswerte Abhandlung verfasst:
Die Wurzeln der Kriege. Zur Evolution ethnischer und religiöser Konflikte. (2004)

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Hartmut Jacques

So ist es

Man schafft sich seit Jahren die Feinde, die man sonst nicht hätte. Es ist ein Freudsches Syndrom. Im Grunde ist der Trick uralt. Nichts hilft besser, die eigene Gesellschaft bei der Stange zu halten, als äußere Feindbilder. Das funktioniert schon seit den Babyloniern und vermutlich schon viel länger. Wer noch frei ist, selbst zu denken, wird diesen Ansatz in nahezu allen Religionen finden. Wie Tucholsky einmal sagte "der eine Klumpen (Menschen) hasst den anderen, weil er der andere ist und der andere hasst den einen, weil er der eine ist." Simpler und präziser lässt es sich kaum ausdrücken.
Traurig ist: Menschen sind offenbar völlig lernresistent und dazu noch wahrnehmungsunfähig. Sie laufen immer noch den archaischen Rezepten allzu gerne nach.

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Christoph Wirtz

Greenwald ist nicht gut beraten, auf die Machtdemonstrationen des britischen Geheimdienstes ...

.... in dieser Weise zu reagieren: "„Sie werden noch bereuen, was sie getan haben.“

Eine solche Personalisierung, mit Drohungen und Gegendrohungen, schadet dem gesamten Anliegen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.08.2013 15:47 Uhr
Hans Thomas Vogler

Full ACKQ, aber...

Man sollte zu Greenwalds Ehrenrettung aber sagen, dass diese "Drohung" in einem hochemotionalen Moment ausgesprochen wurde, als er seinen Lebenspartner vom Flughafen abholte, nachdem dieser zuvor 9 Stunden lang von den Briten drangsaliert wurde.

Wie würden Sie reagieren, wenn es Ihre Frau gewesen wäre?

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Detlef von Seggern

Neue Erkenntnis

Ist dies nur die Spitze eines Eisberges, welcher durch „immer“ neue Enthüllungen, ans Licht der Öffentlichkeit gerät? Es dürfte zu vermuten sein. Sieht man doch diesbezüglich immer mehr, wie weit die Verquickungen des englischen Geheimdienstes GCHQ mit dem US - amerikanischen NSA reichen. Über weitere Querverbindungen zum CIA wie auch des israelischen Mossad, ganz zu schweigen. Dienste, in dessen Naturell es liegt - zu Tricksen, zu Täuschen und Lügen, aber auch Desinformationen zu streuen.

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23.08.2013, 17:03 Uhr

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Von Berthold Kohler

Die Nato brauchte ihre Zeit, um aus dem Winterschlaf zu erwachen. Jetzt muss sie an ihrer Ostgrenze Flagge zeigen, um nach innen und nach außen glaubwürdig zu bleiben. Mehr 158 50