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Nach Enttarnung : Mutmaßlicher CIA-Agent verlässt Russland

  • Aktualisiert am

Redebedarf: Der amerikanische Botschafter Michael McFaul verlässt das russische Außenministerium in Moskau. Bild: dpa

Nach seiner Enttarnung und Verhaftung hat der mutmaßliche CIA-Agent Russland verlassen. Er soll versucht haben, einen Russen für den amerikanischen Geheimdienst anzuwerben.

          Ein in Russland gefasster mutmaßlicher CIA-Agent hat einem Fernsehbericht zufolge das Land verlassen. Der Sender NTV zeigte am Sonntag Bilder von einem Mann an einem Flughafen. Zu sehen war, wie der Mann an einem Check-in-Schalter steht und durch die Sicherheitskontrolle geht. Laut NTV wurden die Aufnahmen am Sonntag am Moskauer Flughafen Scheremetjewo gemacht. Bei dem Gefilmten handele es sich um Ryan Fogle.

          Am Dienstag hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB Fogles Festnahme bekannt gegeben. Der mutmaßliche Agent soll versucht haben, einen Russen für den amerikanischen Geheimdienst anzuwerben. Als Tarnung soll er in der politischen Abteilung der amerikanischen Botschaft in Moskau gearbeitet haben. Russland erklärte Fogle zur „unerwünschten Person“, die das Land umgehend verlassen müsse.

          Die namentliche Nennung gegnerischer Spione widerspricht diplomatischen Gepflogenheiten.

          Nach der Festnahme des mutmaßlichen CIA-Agenten hatte die russische Regierung in der vergangenen Woche eine Reise des Chefs ihres Sicherheitsrats in die Vereinigten Staaten angekündigt. Nikolai Patruschew werde am 20. und 21. Mai Washington besuchen, um den amerikanischen Präsidenten Barack Obama eine Botschaft von Russlands Staatschef Wladimir Putin zu übermitteln, hatte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen gesagt. Es handle sich dabei um eine Antwort auf eine Botschaft Obamas an Putin vom April.

          Putin hatte am 15. April Obamas Sicherheitsberater Tom Donilon empfangen, der nach damaligen Angaben Uschakows eine „sehr konstruktive“ Botschaft Obamas überbrachte. Diese enthielt demnach Vorschläge zur Verstärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, zur nuklearen Abrüstung und zur Raketenabwehr. Moskau kündigte seinerzeit an, eine Antwort auf die Botschaft ebenfalls durch einen Gesandten überbringen zu lassen.

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