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Nach der Parlamentswahl Europäer befürchten politische Krise in Italien

 ·  Nach der Wahl in Italien wächst die Sorge vor einer politischen Krise im Land - keine Partei konnte in beiden Parlamentskammern eine Mehrheit gewinnen. Bersani vom Mitte-links-Bündnis sprach vom Beginn der Zeit der Diplomatie. Auch Berlusconi zeigte sich offen für Koalitionsverhandlungen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)
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Silvia Bopp
Silvia Bopp (Shuki) - 28.02.2013 10:44 Uhr

Ganz ehrlich...

Ich freue mich über den Ausgang der Wahl in Italien. Ich mag dieseEUDSSR ganz einfach nicht. schon beim Anblick der Herren Schulz, van Rompuy und Barrouso wird mir übel. Ich will keine solchen Führer und 95 Prozent meiner Miteidgenossen auch nicht. Diese linke Bürokratie ist nichts für uns. Das selbe gilt für die Franzosen mit Ihrem Guigniolle Hollande an der Spitze. Faul und unzuverlässig und pukto Qualität geradezu katastrophal. Ich wünschte mir einen Zusammenschluss der Länder D,NL,S,DM, N,A,und GB. Dies mit einer bürgerlichen Regierung, dann könnte man ernsthaft über einen Beitritt der Schweiz diskutieren. Wenn ich aber höre das das 100 Mio Volk Türkei noch dazustoosen soll, ja dann, dann wird mir echt Angst und Bang.

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hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 27.02.2013 11:57 Uhr

Schon allein die Überschrift zähle ich zum Werkzeug der Propaganda, wer sind die "Europäer" und wo

sind sie? Doch nicht etwa Brüssel?....nene...es wird höchste Zeit, dass diesen selbsternannten "Europäern" die Stirn geboten wird.

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Herman Hesse
Herman Hesse (hesco) - 27.02.2013 10:00 Uhr

Die EU-Kommission machte deutlich, dass sie rasch eine stabile Regierung in Rom erwarte.

...uns was passiert wenn keine stabile Regierung zustande kommt? Befiehlt dann das Brüsseler ZK etwa dass Panzer aufgefahren werden?????

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Torsten Burdel
Torsten Burdel (ToBu66) - 27.02.2013 03:56 Uhr

Europäer oder Eurokraten?

Man sollte hier doch klar unterscheiden wer hier was befürchtet. Zudem sollte man beachten, daß Italien nicht gegen Europa gestimmt hat, sondern gegen den Euro und die bestehenden Strukturen in Brüssel. Ergo befürchten lediglich die Liebhaber des Euros sowie die Freunde des ausufernden Brüsseler Beamtenapperates die nun auftretenden politischen Unwegbarkeiten. Und das sollten sie auch!
In einem demokratischen System muß man das Votum der Wähler gegen die für den Euro notwendigen Reformen akzeptieren und sie ziehen lassen.
Der Brüsseler Apperat ist so hoffnungslos überdimensioniert, daß er umstrukturiert gehört.
Ein vereintes Europa mit einem funktionierenden Binnenmarkt ist gut und notwendig, nur haben die gestaltenden Politiker und Beamten es völlig vermasselt, da sie eher an ihre eigenen Pfründe als an das Wohl der `Resteuropäer` denken. Es sind eben nicht die Kritiker des Euros und des Brüsseler Verschwendungswahns die Feinde Europas sondern eben diese, die daran festhalten.

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Closed via SSO
Marcel Uelli (CHer) - 27.02.2013 01:52 Uhr

„keine Alternative“

Die Alternative kommt mit Neuwahlen. Dann werden nämlich die 25% welche den Wahlen fernblieb auch für Grillo stimmen. Darum versucht man tunlichst die Neuwahlen zu vermeiden, was jedoch bloss eine Zeitfrage ist.

Ich habe wirklich toll versucht mir vorzustellen wie es in der Schweiz wäre, wenn man Wahlen wiederholen lässt oder eben nicht wiederholen lässt je nachdem wie es dem Etablissement passt. Es kann doch nicht des Volkes Problem sein wenn Politiker zu eitel sind um MITEINANDER zu wirken (wirken, politiker arbeiten nicht)!

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Fritz Garbor

Den kulturellen Hintergrund der 5 -Sternenbwegung auszuleuchten, wäre einer Großen Zeitung

angemessen: ich hoffe, daß da noch was kommt:
- Beziehung zur mächtigen Tradition des Anarchosyndikalismus in Italien, aus der ja auch der Faschismus sproß, das war ein den Staat u. Parteien völlig ablehnende und verachtende BEWEGUNG, die das tradierte Bürgerrecht Italiens, das im 19.Jh. noch sehr besitzrecht- bezogen war, mit Terroranschlägen angriff.
Ein Höhepunkt der MOVIMENTO war am endedes WK ! die Landgüter- und Fabrikbesetzungsbewegung, die das Bürgertum einschüchterte, dieses fürchtete dann berechtigterweise den Umsturz zur Anarchie und Kommunismus.
Mussiloni wechselte im WK 1 die Propaganda- Front und gab sich nun als Terrorspezialist zur Rettung des Bürger aus, ... so setzte er sich über Erpressungen ganz anarchisch (d.h. ohne Rechtsgrundlage) seine MACHT durch.
Grillo steht in seiner Staats- und Rechtsverachtung !!!! letztlich auch in diesen mächtigen Anarcho- Tradition- Italiens.
Ihn dann immer nur als harmlosen Komiker zu titulieren, ist wohl reichlich leichtfertig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 12:30 Uhr
Christoph Kuehnen

Ich kann

bei der Forderung Grillos, Politker verpflichtend über die nationale Verfassung zu unterrichten und deren Wissen zu prüfen leider keine Staats-und Rechtsverachtung finden.
Würden Sie die gleichen Beurteilungskriterien bei jeder Partei, auch in Deutchland, so ansetzen, könnten Sie keine Partei mehr wählen.
Parteien MÜSSEN anhand ihres Wahlprogramms und nicht irgendwelcher Stereotypen bewertet werden! (--> siehe: Demokratie)

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Christoph Kuehnen

Jaja...

der Artikel beginnt mit Märkten usw. (Devisenmärkte in rot) und endet mit "keine Alternative", was dann den Rahmen für die Forderung einer schnellen Einigung bildet.
Das ist natürlich an ein deutsches Publikum geschrieben, das in den letzten 30 Jahren nur eine Partei an der Macht sah und erst seit 2005 wieder eine Opposition kennt. -->Ein klassischer Kulturschock.
Die Italiener sollen sich mal ruhig Zeit lassen mit ihrer Regierungsbildung.
Ich habe mir gerade die zentralen Forderungen der "5 Sterne" angesehen und komme zu dem Schluss, dass diese eine wahrlich gute Alternative sind.

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Rolf Jonasson

Und schon wird in der gewohnten Hysterie die nächste Krisen-Sau durchs Dorf getrieben.

Die Europäer? Wohl eher die Politclowns, die sich selbst für die großen Europäer halten, sie fürchten die nächste Krise - und merken gar nicht mehr, dass sie selbst die Permanent-Krise verursachen. Wie blind muss man sein, um nicht zu bemerken, dass es ja wohl - gelinde gesagt - ein Konstruktionsfehler der Gemeinschaft ist, wenn schon ein "falsches" Wahlergebnis in einem Mitgliedsland das Kartenhaus zum Einsturz zu bringen droht? Wieso begreifen die Euromantiker nicht, dass es schlicht unmöglich ist eine gemeinsame Währung zu erhalten, solange an der Schuldenfront jeder macht, was er will? Und das das Problem natürlich nicht dadurch lösen kann, dass man den Pleitestaaten immer noch mehr untragbare Kredite gibt, das ist schlicht absurd. Und warum glauben Juncker, Barroso, Schäuble und Co allen Ernstes, dass wir Bürger nicht merken, dass und wie sie uns immer tiefer reinreiten? Ihr werdet die Quittung bekommen, da ist Italien erst der Anfang, und dann ist Schluss mit lustig. Wetten?!

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George Rauscher

Falsche Behauptung

EU Politiker befürchten eine politische Krise. Europäer sehen eine Chance, daß bald endlich ein Europa nach ihren Vorstellungen erwachsen kann, ein wahres Europa der guten Nachbarschaft, nicht der Zwangsgeldverordnung und Fremdbestimmung aus einem Zwergenland.

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Hans-Eberhard Fischer

"Europäer befürchten politische Krise in Italien"

Welche "Europäer" denn ???
Allein die Politkaste in Brüssel, Berlin und vielleicht auch in Paris befürchtet eine womöglich folgenreiche Krise in Italien.

Ich schätze, der größte Teil der EU- / Euro-Bürger wären froh darüber, wenn eine Krise in Italien den Euro in die Luft sprengen würde - egal, was das kostet - Hauptsache Ende.
Und wenn dann diese demokratisch nicht legitimierte Brüsseler Bürokraten-Autokratie gleich mit in den Hades (!) führe, das wäre dann das Sahne... nein ich will dieses blöde Wort nicht verwenden.

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Nadine Hoffmann
Nadine Hoffmann (Raffz) - 26.02.2013 21:41 Uhr

Erde an Elfenbeinturm: Die hausgemachte Krise ist schon da, es will nur keiner wahrhaben.


Vielleicht hat es der ein oder andere dort oben wirklich noch nicht mitbekommen, aber die Krise ist schon längst da. Und sie ist nicht nur wirtschaftlicher oder politischer Natur, nein, auch die Medien selbt werden zum Krisenherd.

Im Kontext des Zeitungssterbens sollte man sich überlegen, ob man weiter auf arrogant macht und Bürger als zu dumm deklariert, oder ob man endlich seiner Aufklärungspflicht nachkommt, dorthin guckt, wo der meiste Dreck ist und anfängt, die Dinge beim Namen zu nennen und auch aufhört, Kritiker als Populisten zu diffamieren.

Oder wem fühlen sich Redakteure verpflichtet?

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Elisabeth Dreier

Was hat ein M. Schulz da reinzureden?

Kann der Typ nicht wenigstens nicht einmal anderen ihre Arbeit machen lassen. Wird doch fürstlich entlohnt, zumind. für sein Niveau.

Schon die Abschaffung des EU Parlamentes wäre ein Segen, ganz zu schweigen von dem Euro. Diese EU hat sich zu einem demokratiefeindlichem Gebilde entwickelt. Östereich, Holland, GB, alle haben starke EU - kritische Parteien. Wenn nun auch Italien mehrheitlich Eu-/Eurokritisch entscheidet, dann hat sich doch ganz Brüssel in eine stille Ecke zu verziehen, verschämt zu beraten, sich mächtig zu ändern oder sich aufzulösen.

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Beat Leutwyler
Beat Leutwyler (beat126) - 26.02.2013 20:47 Uhr

Merkel, Schäuble, Schulz, Barroso, Draghi, Assmussen und Co. ...

... es passiert nichts automatisch - ausser man tut es!

Glauben Sie denn wirklich, die Eurokrise verschwinde, wenn die Ursachen nicht bekämpft werden?

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 26.02.2013 20:31 Uhr

Ein guter Tag für die Demokratie

Heute ist ein guter Tag für alle freiheitsliebenden Demokraten in Europa. Besonders kann man den Italienern dazu gratulieren, dass sie den undemokratisch an die Macht gelangten Monti abgestraft haben. Ich fürchte nur, dass jetzt in Italien so lange gewählt wird, bis das Ergebnis von Brüssel und Berlin goutiert wird. Das hat ja Tradition in der EU.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 21:15 Uhr
Elisabeth Dreier

Dann tun Sie etwas dagegen, gehen Sie auf die Straße, beteiligen Sie sich an Initiativen.

Zeichnen Sie z. B. die „Initiative Bürgerrecht Direkte Demokratie“ mit Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld!
Diese Liste kann im Netz gezeichnet werden. Auf der Internetseite sind die wesentlichen Argumente für mehr direkte Demokratie und eine Änderung des Wahlrechts m. E. sehr gut dargelegt. Nicht umsonst beteiligt sich eine DDR Bürgerrechtlerin. Denn auch mich erinnert diese Beschneidung der Freiheit durch die allmächtige Staats-/EU-Bürokratie, Bevormundung durch die Politik und die Bevorteilung einer kleiner Klientel an die DDR. In der DDR waren nur die Gesetze und Regeln des Regimes wesentlich einfacher gehalten, jeder Dumme wusste was abgeht, wie weit er/sie gehen durfte.

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Richard Löwe

Europäer hoffen auf politische Krise

durch Italien!

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Peter Giessinger

Die politische Krise ist längst da,

nur will es keiner wahr haben. Die sogenannte Schuldenkrise ist so eine politische Krise. Generiert über Jahrzehnte durch unfähige Politiker, die ihr eigenes Finanzsystem nicht verstehen. Geschmückt mit Regeln und Gesetzen, die per Definition niemals funktionieren können, aber sich für das Wahlvolk plausibel und wünschenswert anhören. Leider funktioniert eine Volkswirtschaft aber nicht wie ein Handwerksbetrieb, und so führt uns eine selbsternannte schwäbische Hausfrau noch tiefer in die Rezession, anstatt ihre Hausaufgaben anzugehen. Was als nächstes passiert ist sehr einfach vorher zu sehen: Italien wird denselben Weg gehen, wie Spanien und Griechenland. Später wird Frankreich folgen, und wenn es dann niemanden mehr gibt, den man zugrunde richten könnte, werden wir an der Reihe sein. Aber bitte sagt dann bloß nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 21:51 Uhr
Alex Grendelmeier

Vorbilder

Für eine Volkswirtschaft scheint mir ein seriös geführter Handwerksbetrieb durchaus als Vorbild zu taugen. Der kann jedenfalls auf Dauer nicht mehr ausgeben als er einnimmt.

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26.02.2013, 19:23 Uhr

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