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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Ein Alarmzeichen

 ·  Die Hälfte der Italiener hat für Parteien gestimmt, die aggressiv antieuropäisch auftreten. Das ist ein besorgniserregendes Signal für den gesamten Kontinent.

Artikel Lesermeinungen (211)
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Lesermeinungssuche (gesamt):
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Fritz Garbor

Grillo hat der neofaschistischen Organisation Casa Pound eine Zusammenarbeit

angeboten.
Grillo schrieb ein Buch Menschenhasserbuch "Wir sind im Krieg..." Politik leht er ja ab,
dann muß man gleich kriegerusch sein, den Zivilstaat politscher Prägung lehnt er ja ab.
Aber was machen die Anarcho- Bubis in D.: Spielen Grillo- Fan!

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Fritz Garbor

Wir haben eine großen Dualismus in Europa: Brüssel, Merkel und Hollande wollen den

Superstaat,
die Italiener als hysterische Antwort darauf am liebsten gar keinen Staat mehr!
Denn Grillos "5 Sterne Bewegung" ist genauso staatsfeindlich - wie Berlusconis Neoliberalismus staatsverachtend ist: Das wählen zusammen 55 Prozent des Volks.
Dazu:
Griechen hassen den Staat!
Spanier verachten die Parteien - und letztlich auch alles Staatliche, da sie nicht mehr an das Recht glauben!
Gleichzeitig untergräbt Brüssel das regionale Recht!!!
Und das Antwort auf die regionalen Krisen, auch Herr Schäuble, der Burgbauer Europas, unterspült das Lokalrecht! Dümmer gehts nimmer.
So treibt Europa in die Anarchie. Grillo heißt diesmal der Vorgeschmack. Das lezte Mal war es noch duce.

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Corrado Bertani

Was heisst "antieuropäisch"?

"Die Hälfte der Italiener hat für Listen gestimmt, die aggressiv antieuropäisch auftraten": das ist tendenzioes. Die meisten Italiener sind grundsätzlich pro-Europa, wollen einfach ueberleben, was nach der "Behandlung" von Monti-BCE (= neue Steuer und keine Staatsinvestition) unmoeglich geworden ist. Nur eine Angabe: Wegen der neuen Steuern und Kuerzungen ist der Einkommen des ital. Staats im Jahr 2012 84 Billionen Euros niedriger als im J. 2011 gewesen. Mit Monti, den Angela Merkel begeistert begruesst hat, ist die Staatsverschuldung erstmas hoeher als 2000 Billionen Euros! Wenn Berlusconi nochmals politisch "ueberlebt" ist, dafuer muess man auch eine voellig verrueckte Wirtschaftspolitik auf europ. Ebene danken, die den Kranke mit der Krankheit toetet.
Ich habe ferner den Eindruck, dass die deutschen Journalisten das Phaenomen "Grillo" noch nicht verstanden haben.

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Andreas Wasert
Andreas Wasert (Wasert) - 27.02.2013 10:45 Uhr

Wahlalternative

Weil oft die Frage gestellt wird nach einer wirklichen Alternative zu den EU-Blockparteien CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, Piraten und Linke.
Die Partei der Vernunft könnte im September die deutsche Anti-Euro-Partei werden, die künftig Schirrmachers Schimpftiraden auf sich zieht, dazu braucht sie bundesweit 32.000 Unterschriften. Nachdem die Petition Stop-ESM bereits knapp 47.000 Teilnahmen verzeichnet, erscheint das m.E. ausgesprochen realistisch.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 27.02.2013 10:07 Uhr

Wie beim Bonbon: WER HATs GEWONNE?

Keine Erhebung über die Italiener !!! Auch WIR wählen seit den Neunzigern zur einen Hälfte bürgerlich und zur Anderen prekarisch. Gerd Schröder hat die Wahl 2002 mit lausigen 2.065 Stimmen --bei nominell 40 Mio. Stimmberechtigten -- superknapp gewonnen. Danach kam nur noch Tiefflug bis zum Misstrauensvotum 2005 und dem Abflug aus dem Innenkreis der Macht. Wer tut sich heute noch schwer zu versprechen, dass Manna vom Himmel fällt ? Das ist nur die kleiner werdende Minderheit, die Manna in jedem möglichen Fall bezahlen wird. Nur 38 % des Volkes zahlt noch EkSt. Wer gewinnt scheinbar die Wahlen ? Prinzipiell die, die mit dem Manna den Staat zum Schuldenmachen treiben. Übrigens, Börsianer u.dgl. haben an Inflationen nun wirklich null Interesse. Die Italiener sind ein weiteres Indiz dafür, dass Europa
in der laufenden Krise -- eher mittelfristig -- im finanziellen Chaos versinken wird.

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Fritz Garbor

Klamauk ist es angeblich , die FAZ übernahm die offizielle Version diese Mannes: Grillo,

ein Anarchist, kein Staatsmann, einer, den den Staat verachtet, darüber das Recht, die Menschenwürde verachtet, "Leckt uns.." sagt...
Das alles sollte nicht lustig (geistig besoffen) analysiert werden, sondern präzise studiert und beschrieben werden:
Was sagen die ital. und deutschen Philosophen dazu?
In der Verachtung des Rechts entstand schließlich der terroristische Anarcho- Syndikalismus, aus der die auch erstmal "nur" operettenhafte faschistisch Bewegung mit ihrem "Medienstar" ersten hervorging. Alles weitere ist bekannt.
ja, ja, ich weiß, Geschichte wiederholt sich nicht, aber:
Varianten tauchen wieder auf, auch gefährliche, sich drehende, als Abspaltung aggressiv umkippende, das Lager wechselnde, von staatsfeindlich in staatsverherrlichend umkippende... . Denn in der grund- kulturellen Basis ist Italien kaum verändert.

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Helga Zießler

Die Sendung "Staatsgeheimnis Bankenrettung"...

die gestern (Dienstag) abend auf arte lief, habe ich - leider - nur teilweise gesehen. Aber das hat bereits genügt, dass mich das kalte Grausen packte. Wer kann, sollte versuchen, die Sendung irgendwo im web zu finden, vielleicht bei arte. Ich werde das jedenfalls versuchen, weil ich unbedingt den verpassten Teil noch sehen will.

Was die Italien-Wahl anbelangt, da sollten wir hier nicht auf dem hohen Ross sitzen. Ich kann nur sagen: alle Achtung vor den Italienern! Die haben ihren Protest wirkungsvoll zelebriert. Aber wer weiss - vielleicht besinnen wir uns auch bis zum Herbst und machen es denen nach? Zwar haben wir nicht so wunderbar geeignete Polit-Clowns wie die Italiener, um für das ganz große Erschrecken sorgen zu können, aber mit vielen Stimmen für eine der neuen Parteien könnten wir unsere derzeitige Dilettantentruppe auch das Fürchten lehren!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 10:21 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 27.02.2013 10:21 Uhr

Wieso Merkel und Co.?

Schröder. Fischer und (vor allem) Eichel haben die Griechen, wider besseres vorheriges Wissen in den Euro-Verbund 2001 hineingelassen. Sie haben alle gewusst, dass die über ihr eigenes Maastrichtkriterium professinell gelogen haben. Eichel wollte sogar seinen 1.Staats-sekretär rauswerfen lassen, der hatte schon seine Abmahnung, falls er sich öffentlich äußert (volle Wahrheit). Und sie haben auch die Trixerei der anderen gekannt. Die Deutschen waren 1998 so blöd, Kohl u.a. Stabilitätsfanatiker abzuwählen. Eine Korona linker Medien (auch DER SPIEGEL, der Augstein sen.) schrieb Schröder zur Macht, und genau das passiert in diesem Jahr wieder. Die Italiener spekulieren nur auf Geld von Oben, und damit werden sie Erfolg haben. Jedoch, das Geld wird vorher aus dem Norden kommen

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Leonhard Schmidt

Die Zustimmung für einen plärrenden Ex-Komiker

und einen sexbesessenen, großkapitalistischen Mafiosi, die den Italienern unrealistische, absurde Dinge versprochen haben sind wohl weniger ein Beleg für die EU-Feindlichkeit des italienischen Volkes als die grausame Einsicht, dass das politische und gesellschaftliche System Italiens vollends verrottet ist.
Ich bin nun gespannt wie dieser Signore Grillo sich verhält bzw. seine Abgeordneten. Sind diese Leute wirklich in die Politik gegangen um zu gestalten oder erweist sich diese Partei nur als übler Scherz, die ihren Wählern nun die Zunge rausstreckt und den Karren bewusst vor die Wand setzt? Berlusconi und seine Jünger kann man von vorn bis hinten komplett vergessen. Die sollten lieber in Genua die Mülltonnen leeren.

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Franz Kàràsz

Ein Alarmzeichen

Wie so oft, bedauerlicherweise, zeichnet auch diesen Artikel eine gewisse Überheblichkeit Italien gegenüber aus. Vielleicht sollte man zunächst einmal im eigenen Land nach dem rechten schauen, bevor man etwas oberflächlich und voreingenommen über seinen Nachbarn herfährt. Übrigens, ein Journalist sollte für das was er schwarz auf weiß niederschreibt auch geradestehen, sollte er eine gewisse Glaubwürdigkeit für sich in Anspruch zu nehmen gedenken, und dann wäre es bei einem Artikel über ein Wahlergebnis wohl nicht ganz falsch erst einmal das endgültige abzuwarten, bevor man es kommentiert!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 13:48 Uhr
Fritz Garbor

Ist Italien für Sie ine Heilige, eine schöne Diva, ein Goldenes Kalb, was anzubeten ist?

Ihre Medienkritik klingt faschistoid

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 27.02.2013 10:27 Uhr

Wieso denn ?

Italien hat sich für miese Staatsanleihen soviele Euro ins Land geholt, beginnend teils vor rund
10 Jahren, dass sich die Schulden zusätzl. um !!! 1,5 Billionen aufgehäuft haben. Was sollen die denn tun, um da wieder heraus zu kommen ? Es gibt im nächsten Jahr ein Rating, und danach zahlen sie 8 % Zinsen statt 4 % für Kredite. Italien steht vor einer Staatskrise 1.Ranges, Berlusconi soll die Brechstange machen. Monti hat eine zu zarte Hand. Italien will das Ausmaß der Tragik gar nicht wissen. Der Teil würde sogar einen (übrigens miesen) Quatschcomedian an die Macht lassen. Das nennt man Untergangsstimmung light.

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Fritz Reinhardt

"Mario Monti, der Mann, der im Ausland so viel Ansehen genießt" & "Klamauk Künstler"

Genau dieser journalistische Stil, der hinter diesen zwei Phrasen steht, ist für solche Wahlergebnisse verantwortlich. Statt auf die korrupten Lobbyisten und EU-Politiker mit all ihren vielen, gegen das Volk gerichteten, Gesetzen ein zu gehen, wollen sie uns erklären, wir sind ja nur auf diese Clowns herein gefallen. Kein Wort darüber, dass mittlerweile auch der einfältigste Bürger begriffen hat, das ESM und Target II nicht der Bevölkerung, nicht der sogenannten Krise, sondern nur dazu dienen, den Eigentümern der Großbanken die Taschen zu füllen.

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Klaus Hessenauer

man kann nur hoffen dass die richtigen...

das Alarmzeichen verstehen!

Alarm, dass es nicht mehr so weiter gehen kann
Alarm, dass nicht die Bangster von Goldman Sachs die Politik beherrschen dürfen
Alarm, dass offensichtlich jede Partei beser ist als die die den EURO Wahnsinn auf die Spitze treiben
Alarm, nicht weiter am Volk vorbei zu regieren!

Allein ich glaube nicht dran, die Konsequenz einen einmal eingeschlagenen Weg zu Ende zu gehen, buchstäblich koste es was es wolle ist beängstigend.

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Ellen Ramcke
Ellen Ramcke (ellenR) - 26.02.2013 11:42 Uhr

Geldwertstabilität ade

An alle Euro"Retter", eines dürfte jetzt wohl klar sein.
Das Ende des Spardiktats von Merkel ist hiermit eingeleitet.
Der ClubMed + F werden ihren Einfluss in der EZB geltend machen
die Notenpressen anzuschmeissen. Anders können die ihre
wirtschaftlichen Probleme nicht lösen. Der Euro wird zur italienischen
Lira verkommen.

Was gedenkt A.M. dagegen zu unternehmen?

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Ralf Kle
Ralf Klemann (Ralle69) - 26.02.2013 11:08 Uhr

Kann mich mal jemand aufklären?

Hallo, also ich habe jetzt einige, nicht alle Beträge hier gelesen. Und ich beginne mich zu Fragen, wer eigentlich hier die Zeit hat zu Schreiben. Früher hieß es mal, hinter der FAZ steckt immer ein kluger Kopf. Wie wäre es denn mal mit Fakten Fakten Fakten!
Ich gebe ja ungern der FAZ recht, und in vielen Punkten ist sie mir zu konservativ oder rechts, aber diesem Artikel kann ich zumindest die nötige Klarheit nicht absprechen. Bisher hat noch niemand hier gesprochen, wann denn werden soll, wenn wir Europa abschaffen?
Was passiert denn mit einer neuen DM oder Nordeuro, wenn wir wieder alleine gegen alle sind?
Was passiert mit unseren Industriearbeitsplätzen, wenn diese neue Währung dann aufgewertet wird, wie der Franken?
Sollen wir dann abwerten, wie die Japaner? gibt es dann einen Währungskrieg.
Klar, wenn ich Rentner wäre, ja dann wäre mir das egal. Hauptsache meine Kaufkraft steigt. Aber was ist mit uns anderen?
Kann mir mal einer das Erklären? Bitte
liebe Grüße

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 16:34 Uhr
Closed via SSO

Gute Frage

"Was passiert mit unseren Industriearbeitsplätzen, wenn diese neue Währung dann aufgewertet wird, wie der Franken?"

Übersetzt heißt es:

Wie gut, dass die Südländer für eine konsequente Währungsschwäche sorgen. Dadurch bleiben die arbeitslos und im Norden bleiben die Produkte für den außereuropäischen Markt billig, weil der Euro billig ist. Lasst die ruhig im Sklavenboot unten sitzen, bis der Arzt kommt. Wir verweilen derweil auf dem Sonnendeck und erfreuen uns an frischer Luft und Sonne pur.

Eine Aufwertung im Norden würde zu einer Abschwächung des Exportes führen, aber zu einer Anhebung der Binnenwirtschaft, weil mit einer Aufwertung auch Lohn- und Gehaltssteigerungen einhergehen. Das hätte wiederum zur Folge, dass die Arbeitsplätze der Binnenwirtschaft gestärkt würden.

Die Schweiz mit dem Franken wurde übrigens 2012 Innovationsland Nr1. Ein Zusammenhang auf den Hans Olaf Henkel schon vor 2 Jahren verwies. Eine starke Währung fördert die Innovation.

Deutschland rutschte auf Nr. 6

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Ellen Ramcke
Ellen Ramcke (ellenR) - 26.02.2013 11:50 Uhr

Was passiert denn mit einer neuen DM oder Nordeuro?

Herr Klemann,
Es gibt Alternativen:
"Vortrag Prof Hankel in Luzern" Youtube

Den Euro nach aussen erhalten und nach innen die nationalen Währungen einführen.
Der Mann hat Ahnung. Hat im Wirtschaftsministeruim unter Schiller gearbeitet und
war u.a. zuständig für die Aufwertung der D Mark.

Habe mir den Vortrag schon zweimal reingezogen, werde es noch ein drittes Mal tun.
Sehr empfehlenswert.

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Hans Lutz Oppermann

Die Rechte hat verloren, Berlusconi ist out!

200 Kommentare die dem klugen Autor widersprechen, sind auch ein Zeichen.

Wer als führender Kopf des deutsche Journalismus, Sig. Grillo mit Berlusconie gleich setzt, hat selbst die Signale nicht verstanden. Berlusconi's Politik war immer nur auf seinen Vorteil gerichtet, komme was wolle, er hat Italien abgewirtschaften und verkommen lassen.

Wer die Justiz mit der Mafia vergelicht gehört nicht in ein Parlament. Wer aber der Jugend eine Chance gibt und eine Plattform aufbaut, damit sie zu Wort kommt und dann auch noch, wegen eigenen persönlichen Verfehlungen auf ein Mandat verzichtet, darf zu recht ein Vorbild genannt werden.

Die Mehrheit in Italien hat Berlusconi die rote Karte gezeigt, er hat weder in der Kamer noch im Senat eine Mehrheit. Er ist es nicht mehr, der die Geschicke Italiens bestimmt. Barsani kommt jetzt die Aufgabe zu die Chancen zu nutzen und auch auf die Jugend Italiens zu zugehen. Die Grillos werden ihn nicht in Ruhe lassen, sie werden ihn fordern.

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Hans Mehler
Hans Mehler (Mehler1) - 26.02.2013 10:23 Uhr

Das "Ende der Alternativlosigkeit" ist -hier oft bejubelt- ziemlich genau das Problem.

Die nationalliberale, rechtspopulistische Negation eines europäischen Projekts, ist ein Teil des Alternativlosen. Tatsächlich stehen dahinter keine Ideen, ausser nationalistischer Ressentiments (der faule Südländer) und geradezu aberwitzige ökonomische Vorstellungen, deren Voraussetzung die völlige Zerschlagung transnationaler Konzerne, Zollkriege ohne Ende und die Einführung harter Grenzregime wäre. Wer sich derartige Zustände im Rahmen der Absatzeroberung für seine Waren vorstellt, muss auch gleich über das autoritäre System nachdenken, dass die entstehenden Friktionen übersteht. Am Ende wird es die Macht genau dieser Eliten verfestigen. Die Demokratisierung Europas setzte zunächst in den Ländern an. Wieso verlangt der Rechts-Mitte-Wähler von seinem politischen Personal nicht Transparenz ihrer Einkünfte, Offenlegung ihrer Lobbybeziehungen, um mal ein paar Prinzipien zu nennen. Das ist das "Demokratiedefizit" welches von genau denen produziert wird, die es nun beklagen. Brandstiftung.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 17:01 Uhr
Hans Mehler
Hans Mehler (Mehler1) - 26.02.2013 17:01 Uhr

Herr Müller

leider ist das aber die Richtung - rechte Parolen, Nationalismus, Ressentiments. Das Programm gegen Griechenland z.B. ist ökonomischer Unsinn, weil es die Wirtschaftskraft des Landes zerstört. Stattdessen hat man die Parolen des Finanzmarktes ausgegeben, die ja nur ihre kriminellen Kredite zurückhaben wollen. Transportmittel sind die Klischees vom faulen Südländer und der scheinbaren Selbstverständlichkeit für den Normalbürger, dass Schulden zurück gezahlt werden müssen. Der aber hatte und hat ja gar nichts von den Geldmengen, die da verschoben werden. Also warum schliessen wir uns nicht mit dem Otto-Normalbürger in Spanien, Italien, Griechenland... zusammen und fordern die Kohle für ein demokratisches, soziales Aufbauprogramm? Warum träumen wir nicht das, statt Ratingagenturen und ihren Apologeten die Macht zu überlassen? Frau Blunthofer hat recht - wieso organisieren wir uns nicht als erstes das politische Personal dazu, jeder in seinem Land und zusammen in Europa.

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Roland Müller

Herr Mehler,

es geht nicht um Rechtspopulismus, sondern darum, das das europäische Projekt schlicht an Otto-Normalbürger vorbeigeht. Die Frage, warum die Italiener sparen sollten, stinkt mir zum Beispiel gewaltig. Wenn man arbeitslos ist und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, aber der Wohnungssteuereintreiber von Herrn Monti vor der Tür steht, stellt sich wirklich die Frage, warum und vor allen Dingen wo man sparen könnte. Bei Politikern, die sparen und schröpfen nicht auseinander halten können, stellt sich diese Frage natürlich nicht. Und bei der eigenen Klientel kommt nicht einmal die Streichung der überflüssigsten Subventionitis von allen in Frage. Aber ganz davon abgesehen, sollte Ihnen doch klar sein, das so manchem, der um die nackte Existenz kämpft, nicht der Sinn danach steht, für Europa zu blechen. Oder?

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Roswitha Blunthofer

Ich gebe Ihnen recht

und wenn man weiss - was hier die wenigsten wahrhaben wollen - dass die Abgeordneten der Partei DIE LINKEN alle ihre Einkünfte und Nebeneinkünfte offenlegen, in ihren Gesetzesvorhaben keine kopierten Texte von Lobbyisten übernehmen, sondern öffentlich Interessengruppen nennen, für die sie sich einsetzen und als Partei sowieso keine Grosspender im Hintergrund haben, fragt man sich, warum es nicht Massenweise von a l l e n Abgeordneten gefordert wird. Es wäre ein erster kleiner Schritt zur Transparenz von Entscheidungen und für das Vertrauen und für demokratischere Verhältnisse. Jeder kann das tun, denn Abgeordnete haben Emailadressen und Büros, in denen so etwas sehr wohl ankommt. Dazu muss man kein Linker sein. Im Gegenteil: Die Wirkung wäre noch grösser, beschämten die eigenen Wähler "ihre" Partei. Aber das wäre eben Ausdruck eines positiven Willens.

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Jim Zu

Sehr gutes demokratisches Zeichen!

Nur zu gerne würde ich auf dieses Alarmzeichen noch eins raufsetzen. Die EU ist nicht legitimiert und ich brauche auf keine möchtegern BVerfG um für mich zu entscheiden, dass Institutionen wie der ESM deutlich!!! zu weit gehen. Die EU wird sich so auf noch mehr Widerstand einstellen müssen. Demokratisch oder garnicht. Die Kommissare scheinen sich für letzteres entscheiden zu wollen.

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Micha Siebert
Micha Siebert (michasb) - 26.02.2013 09:47 Uhr

Vorteile

und dann haben Sie noch vergessen, dass wir ja kein Geld mehr im Urlaub tauschen müssen (weil die meisten sich sowieso keinen mehr leisten können) und Rentner sich in Spanien niederlassen können. Phrasen-Gauck läßt grüßen.
Ja, die EU ist das Paradies auf Erden, allerdings nur für die Eurokraten, die sich damit ihr Verwaltungsparadies geschaffen haben.
Je schneller dieses Monstrum auf dem Müllhaufen der Geschichte, neben der DDR, endet, desto besser für die Menschen in Europa.

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Rolf Joachim Siegen

Als wenn es 'Alarmzeichen' nicht auch in Deutschland

zur Genuege gaebe. Doch scheinen sich auch gewisse Medien an diese hinlaenglich bekannten Tatbestaende gewoehnt zu haben.

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Horst Ziegler

Besorgniserrregend?

Es gibt nicht die normative Kraft des Faktischen, also die EU durch die Hintertür.

Die Italiener wollen zurück zur LIRA, sie haben keine Lust sich einem Leistungswettbewerb zu stellen, den sie nicht gewinnen können. Deshalb ist es gut, wenn Italien dann unter Berlusconi geht. Der nächste Kandidat ist Spanien.

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Maria  Berger

"Damit Europa werde.." (Romano Guardini)

muss die EU vergehen.

Auch der Italiener Mario Perniola schrieb Kluges zu Europa :
"Vom Zustand Europas", die Verachtung der Qualität und die kommenden Konflikte

Jetzt muss Italien nur noch Papst werden.

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25.02.2013, 18:33 Uhr

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Puppenspieler Putin

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Die Hoffnung auf eine Lösung in der Ukraine-Krise hat wenig mit dem Ergebnis des Genfer Krisengipfels zu tun. Skepsis ist berechtigt, wie Putins jüngster Fernsehauftritt zeigt. Mehr 8