http://www.faz.net/-gq5-8c6y9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Aktualisiert: 10.01.2016, 10:37 Uhr

Katalonien Separatisten einigen sich auf Regierungsbildung

Nach zähem Ringen haben sich die Separatisten in Katalonien auf eine Regierung geeinigt. Neuwahlen sind somit abgewendet. Und was aus Kataloniens Regionalpräsident Artur Mas wird, meinen spanische Medien auch schon zu wissen.

© AP Vor dem Abtritt? Kataloniens bisheriger Regionalpräsident Artur Mas.

Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter haben sich am Samstag auf die Bildung einer Regierung in der nordspanischen Region geeinigt.  Gut drei Monate nach der Wahl und nur einen Tag vor Ablauf einer Frist einigten sich die Allianz „Junts pel Sí“ (Gemeinsam fürs Ja) und die kleine linksradikale Partei CUP in Barcelona auf eine Koalition, wie der Präsident der Separatisten-Bewegung „Katalanische Nationalversammlung“ (ANC), Jordi Sánchez, am Samstag mitteilte. „Es gibt ein Abkommen. Wir haben eine Regierung und Stabilität“, schrieb er bei Twitter. Möglich wurde die Einigun nur, weil der bisherige Regionalpräsident Artur Mas auf sein Amt verzichtet.

Die Einigung kommt nur kurz vor dem spätestmöglichen Zeitpunkt. Hätten sich die Parteien bis morgen nicht geeinigt, hätte es Neuwahlen in der spanischen Region geben müssen. Die Verhandlungen zwischen dem bürgerlichen Mas und der linksextremistischen CUP hatten sich seit den Wahlen vom 27. September hingezogen. Mas wurde vor allem wegen der Verwicklung seiner Partei in diverse Korruptionsskandale abgelehnt. Zweimal scheiterte Mas im Parlament mit dem Versuch, wiedergewählt zu werden.

Die separatistische Allianz von Mas hatte bei der Regionalwahl am 27. September zwar die meisten Sitze, aber nicht die absolute Mehrheit gewonnen. Mas war daher im Parlament auf die Unterstützung der separatistischen Linkspartei CUP angewiesen.

Mehr zum Thema

Quelle: dpa/AFP/wie.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Quartalszahlen Twitter bleibt hinter den Erwartungen zurück

Analysten hatten mehr von dem Kurznachrichtendienst erwartet – doch Twitter kann mit dem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr nicht mithalten. Die Umsatzprognose für das dritte Quartal sieht noch schlechter aus. Mehr

27.07.2016, 00:03 Uhr | Wirtschaft
Wahl in Berlin Bürgermeister Müller will klare Kante gegen AfD zeigen

Der Regierende Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Michael Müller präsentierte die Plakatkampagne seiner Partei. Im September wählen die Berliner ein neues Abgeordnetenhaus und damit auch den Regierenden Bürgermeister. Mehr

29.07.2016, 18:12 Uhr | Politik
Trump und Putin Die Suche führt nach Russland

Trump sucht Clintons gelöschte E-Mails und bittet den Kreml um Hilfe. Als Finderlohn könnte Putin sogar auf eine Anerkennung der Krim-Annexion hoffen. Mehr Von Andreas Ross, Philadelphia

28.07.2016, 21:21 Uhr | Politik
Bitte einsteigen! Von Sevilla nach Granada im Al Andalus

Mit dem Zug Al Andalus lässt sich in alten Salon-Wagen der Süden Spaniens erkunden. Die Strecke führt durch Andalusien – mit Zwischenstopps zur Weinprobe und Besuchen in einer spanischen Reitschule sowie der Alhambra. Mehr

29.07.2016, 08:14 Uhr | Reise
Promis freuen sich für Clinton Sie haben meine Stimme, Ma’am

Nach ihrer Rede freuen sich viele Prominente mit Hillary Clinton. Wie viele? Das zeigt ein Video, in dem zahlreiche amerikanische Berühmtheiten gemeinsam für die ehemalige First Lady singen. Mehr

29.07.2016, 18:09 Uhr | Politik

Söder persönlich

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Die Kanzlerin bekräftigt „Wir schaffen das“ und die CSU bleibt leise? Nein, denn jetzt hat sich Markus Söder zu Wort gemeldet. Fragt sich nur, was er denn von der Kanzlerin erwartet hatte. Mehr 36 25