Home
http://www.faz.net/-hox-777k9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Italien Zweiter Tag der Parlamentswahl

In Italien hat der zweite Tag der Parlamentswahl begonnen. Am Sonntag waren erst rund 55 Prozent der Berechtigten zur Wahl gegangen: deutlich weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren. Erste Ergebnisse werden am Nachmittag erwartet.

© AP Vergrößern Pier Luigi Bersani, der Vorsitzende der Demokratischen Partei in Italien, gibt am Sonntag in Piacenza seine Stimme ab

In Italien hat am Montagmorgen der zweite Tag der Parlamentswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten 7 Uhr morgens; sie schließen um 15 Uhr. Kurz danach werden die ersten Ergebnisse erwartet. Am Sonntag hatte sich zunächst nur eine mäßige Beteiligung abgezeichnet. Bei Schließung der Wahllokale am Sonntagabend hatte die
Wahlbeteiligung 55,17 Prozent betragen. Das waren nach Angaben der
Wahlkommission deutlich weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren. Damals hatte die Beteiligung bei 62,55 Prozent gelegen.

Die Wahlen werden europaweit mit Spannung verfolgt, da ihr Ausgang darüber entscheidet, ob und wie Italien den eingeschlagenen Weg der Reformen fortsetzt. In den letzten Umfragen vor der Wahl lag die Demokratische Partei (PD) mit ihrem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani knapp vor dem Parteienbündnisdes früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der aktuelle Regierungschef Mario Monti könnte als Koalitionspartner wichtig werden. Erschweren könnten eine Regierungsbildung unterschiedliche Mehrheiten in Ober- und Unterhaus. In der Europäischen Union wird befürchtet, dass bei einem Wahlsieg Berlusconis die Schuldenkrise wieder aufflammen könnte.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Karlsberg bietet gemischtes Verschuldungsbild

Nach Abschluss des Umtauschs der Alt-Anleihe erhalten die Anleger des Solarzulieferers 3W Power, die keine neuen Wertpapiere wollten, knapp 50 Prozent ihrer Anlage zurück. Mehr

27.08.2014, 13:11 Uhr | Finanzen
Wahl in Sachsen Bloß keine unangenehmen Fragen

Im Wahlkampf setzt Stanislaw Tillich auf Harmonie und versucht seine Wähler nicht mit Politik zu behelligen. Seine Strategie geht auf: Er ist so beliebt wie der Ur-Landesvater Kurt Biedenkopf. Mehr

30.08.2014, 22:39 Uhr | Politik
Neuwahlen in der Ukraine Das Ende des Kiewer Einmannprojekts

Der ukrainische Präsident Poroschenko will mit einer vorgezogenen Parlamentswahl seine Macht festigen. Doch noch fehlt ihm die Partei dazu. Das könnte sich bald ändern. Eine Analyse. Mehr

27.08.2014, 12:50 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 25.02.2013, 08:53 Uhr

Putins gezinkte Karten

Von Berthold Kohler

Wenn es, wie Außenminister Steinmeier sagt, nur dann Sinn hat, mit Moskau zu sprechen, „wenn Russland mit offenen Karten spielt“, dann sind derzeit sogar Gespräche sinnlos. Denn inzwischen weiß alle Welt, wie es der Kreml mit der Wahrheit hält. Mehr 193