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„Guardian“-Affäre Sicherheit sticht Freiheit

 ·  Die britische Regierung setzt eine Zeitung unter Druck - doch die Erregung der anderen Medien hält sich genauso in Grenzen wie die der Bürger. Und der Premierminister nimmt nicht einmal persönlich Stellung.

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Geht das nicht am Problem vorbeit?

Zitat: "Auf dem Wochenmarkt oder im Zug ist man aber schon froh, wenn man keine Angst verspüren muss, einfach grad mal so weggebombt zu werden, weil ein paar Spinner Zeit, Lust und Möglichkeit dazu hatten."

Die Wahrscheinlichkeit auf dem Wochenmarkt oder im Zug/Bahnhof von einem Spinner totgetreten zu werden, war ich den letzten zehn Jahren signifikant höher, als die Wahrscheinlichkeit, einer Bombe zum Opfer zu fallen.

Das gefühlte/herbeigeredete Risiko "Bombe" führte zu masiven Einschränkungen der Freiheit unbescholtener Bürger.
Das reale Risiko "Tottreter" führte zu - ja zu was eigentlich? Zu verfälschten Polizeistatistiken, "Selbst-" Beschränkungen der Berichterstattung, aufgezwungenen Sprachregelungen und Diffamierungen unabhängig denkender Bürger? Aber nicht zu adäquaten Gegenmaßnahmen im Tätermilieu.

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Herbert Mayer

Bitte Überschrift konkretisieren.

Es ist nicht die Sicherheit, es ist die GEFÜHLTE Sicherheit. Wer sich mal mit offenen Augen umschaut und dazu noch den Tatsachen ins Auge sieht, der weiß, dass weder die Londoner Videokameras, noch sonstige angeblich sicherheitserhöhende Maßnahmen wirken.

Das einzige, was ich kenne, was wirksam die Sicherheit erhöht, ist ein gesundes soziales Gefüge, sind Menschen, die sich umeinander kümmern.

Und genau daran krankt unsere Gesellschaft von Egomanen und Ellenbogenpolitikern, Abzockern, die nicht geächtet werden, weil durch die Globalisierung genügend neue Spielplätze frei sind, wo man wieder von vorne anfangen kann.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 22.08.2013 12:14 Uhr

Die selbsternannten Welt-und Freiheitsretter

der Medien spueren also deutlichen Gegenwind und die Briten sehen das gelassen. Vielleicht haben diese Menschen je etwas weniger Vertrauen in die meist unkontrollierte Macht dieser Damen und Herren, die glauben, sie seien die wahren Waechter der Freiheit. Das ist bei weitem nicht so. Und natuerlich sticht hier nicht Sicherheit die Freiheit aus, sondern beide Werte sind so eng aufeinander bezogen, dass sie so nicht gegeneinander ausgespielt werden koennen. Aber es hoert sich / liest sich ja so schoen. Platte Polemik eines Repraesentanten dieses sich selbstvergoetternden Teiles der Gesellschaft.
Nun, fuer "common sense" hat man wohl in Deutschland immer noch keine angemessene Uebersetzung gefunden . . .

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2013 12:44 Uhr
Servad Bogdanov

Wo ist die Polemik?

Lieber Freiheitsretter, selbsternannt oder auch nicht, als Sicherheitshysteriker die uns die Sicherheit als absolutes Supergrundrecht verkaufen wollen und denen es dabei aber nur darum geht ihre eigenen schmutzigen Interessen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Und beim Stichwort "unkontrolliert" fallen mir jedenfalls eher die Geheimdienstmafiosi von BND, NSA und wie sie alle heißen ein.

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Willy  Astor

Bei den "Angelsachsen" gilt leider halt....

" Die Einschätzung, in Britannien sei „eine rote Linie überschritten“, wie sie der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung am Mittwoch äußerte, wird auf der Insel nur von einer Minderheit geteilt" Zitat ende

Wrong our rright- MY Country!
Mit dieser (imho veralteten) Einstellung lässt sich nahezu alles rechtfertigen und erdulden- und mag es noch so "schräg" sein...

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Sybille Schneeberger

patriot act

Wer nach 9/11 seit Auge auch ein wenig in den amerikanischen Presse gehalten hatte, durfte eine erschreckend gleichgeschaltete Presse erkennen, in welcher sehr schnell nichts mehr vom WTC 7 zu lesen war. Daher sind die meisten Leute überzeugt, dass 2 Gebäude und nicht deren 3 in sich zusammen stürzten! Leute, welche unangenehme Fragen stellten oder Geschichten erzählten welche Washington nicht gefiel, wurden auf die eine oder andere Weise ruhig gestellt. Der patriot act oder sein Gegenstück in London hilft den Regierungen viele unbequeme Personen ruhig zu stellen. Es gibt noch mutige Journalisten, die wohl auch wissen, dass sie am ev. so enden könnten, wie Michael Hastings. Mr Hasting hat noch vor seinem "Unfall" mit Leuten telefoniert und gemeint er stehe unter Beobachtung des FBI - er ist nicht der erste US-Journalist der unter FBI- Beobachtung stand und wird nicht der letzte sein. Was die USA machen, macht auch GB und den meisten Medienschaffenden ist dies auch bewusst.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2013 12:20 Uhr
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@Sybille Schneeberger

Jetzt überfordern Sie Ihre Mitforisten aber. Das ist geradezu "information-overload", welches Sie hier betreiben. Das grosse Bild will doch niemand sehen. Hier nicht, dort nicht und schon gar nicht der gemeine Konsument von Nachrichten. Alles Verschwörungstheorien.......wer will sich schon mit Menschen gemein machen, die an sowas glauben?

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Thomas Kobler

Ohne Sicherheit ist Freiheit nicht möglich...

...und ohne Freiheit ist Sicherheit nichts weiter als ein Beruhigungsmittel in der Knechtschaft. Dazwischen liegt aber ein weites Feld, wo eine Gesellschaft sich einrichten kann, damit ein erträgliches Klima entsteht.

Intellektuellen kann es nie genug Freiheit geben. Auf dem Wochenmarkt oder im Zug ist man aber schon froh, wenn man keine Angst verspüren muss, einfach grad mal so weggebombt zu werden, weil ein paar Spinner Zeit, Lust und Möglichkeit dazu hatten. Die Freiheitsrufe nach 9/11 kamen ja nicht gerade von der Seite, die man als beispielhaft hätte anführen können.

Auf der Strandliege am Roten Meer, wären mir als freiheitsliebendem Menschen aber ein paar strenge Kontrollen wahrscheinlich nicht ganz so lästig, wie man denken könnte . Wo liegt also das "richtige" Mass? Die US-Einheitsgrösse scheint uns nicht so richtig zu passen - ginge ohne? Bleibt also nur der mühsame Weg es für unsere Gesellschaft auszuforschen und einigermassen erträglich zu gestalten. Pofalla erträglich?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2013 13:59 Uhr
Thomas Kobler

Das ist ja gerade das Kreuz mit der Freiheit...

..., Herr Winkler - wo fängt sie an, und wo muss sie aufhören. Brat- oder Bockwurst? Diese eigentlich unbedeutende Wahl kann ein wunderbares Stück Freiheit sein, wenn der Magen knurrt im Stadion. Bei Herrn Gauck aus der absurden DDR, erschiene das möglicherweise nicht einmal auf seinem Freiheitsradar - aber wer weiss. Auch Herr Enzensberger könnte mit der Sicherheit eines erfolg- und gedankenreichen Lebens im Rücken mit zwei Würsten als Freiheitssymbole wohl kaum etwas anfangen - aber haben wir ihn schon mal mit Kohldampf erlebt?

Ich denke, dass es im heutigen Deutschland im Allgemeinen nicht so schlecht um die Freiheit bestellt ist, weil die Menschen mit den Erfahrungen aus nicht so weit zurückliegender Vergangenheit wahrscheinlich etwas aufgebrachter reagieren müssten im Moment, wenn es denn anders wäre.

...und Ferien in Aegypten wären nicht zum Aushalten - permanent dieses Gefühl etwas Hochkulturelles - oder Gefährliches - nicht gesehen zu haben, könnte mich womöglich umbringen.

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@Thomas Kobler

Immerhin machen Sie es sich mit Ihrer Analyse nicht allzu einfach. Es ist aber schon eine ganz spezielle Sichtweise von Freiheit, wenn man selbst "frei" auf der Strandliege in Ägypten liegen will, aber die "dortigen Wilden" gerne mit Maschinengewehr am Betreten des eigenen Ferienplatzes hindern will. Das, Herr Kobler, hat weder etwas mit Freiheit, noch mit intellektuell zu tun.

Freiheit ist eine Geisteshaltung. Auch nicht intellektuelle und arme Menschen profitieren von dieser Freiheit. Freiheit ist nicht das Recht, sich auf Kosten Dritter rücksichtslos zu bereichern. Diese materielle Art von Freiheit wird ja nun gerade auch in den USA und in UK verteidigt, wobei die Freiheit als Geisteshaltung unter die Räder kommt.

Auch bei uns geht es nur noch um materielle Freiheit. Die Freiheit des anders sein, des unangepassten, des rebellischen - kurz, die Freiheit als Geisteshaltung - ist den Menschen in Deutschland nicht einmal begrifflich mehr bekannt. Sic!

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Davor Topić
Davor Topić (davor_t) - 22.08.2013 11:18 Uhr

Nein,

hier geht es nicht so sehr um die nationale Sicherheit ("viele Menschenleben sind potentiell bedroht") sondern um die totale Kontrolle der Menschheit, ein totalitäres Vorgehen, und die Grossheit der Menschen nimmt es gar nicht wahr. Das ist besorgniserregender als diese konkrete Vernichtung des Materials.

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Hans-Jürgen Lehmann

Nun, auch in England

schlafen sie langsam ein.

Wir sind ja hier momentan Vorreiter.

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Joachim Arnold
Joachim Arnold (arnie39) - 22.08.2013 10:45 Uhr

In England "hält sich die Erregung in Grenzen"

Dafür wird in Deutschland typischerweise wieder mal die Hysterie geschürt. Herr Gabriel, der Gute, will die EU einschalten. Klingt so , als wolle er am liebsten die Kavallerie hinschicken, wie Steinbrück dereinst in die Schweiz!

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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 22.08.2013 10:34 Uhr

Neue Themen braucht das Land

Vernünftige Leute, die Briten, von bewundernswerter Gelassenheit!

Auch um ihre Zeitungen kann man sie beneiden. Keine Hysterie, sachliche Meldungen an der richtigen Stelle, im Bewußtsein, daß ihre Regierung streng nach dem Gesetz handelt.

Bald auch wird wieder Vernunft in Deutschland einkehren, die Ersatz-Aufregung über englische Petitessen wird einschlafen.Und man kann sich richtigen Themen zuwenden, wie zum Beispiel dem auch in unserem Land drohenden Fracking mit seinen verheerenden Folgen für Mensch und Natur.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2013 11:41 Uhr
Servad Bogdanov

Themen gibt es reichlich

Nicht nur die Engländer haben tolle andere Themen wie ihren Adelspopanz, den Bart von lächerlichen Nachrichtenvorlesern und natürlich, in memoriam alte Großmacht, Allmachtsphantasien im Mittelmeer.

Aber auch wir müssen uns nicht scheuen die Totalüberwachung ganz nach hinten bei der Berichterstattung zu stellen und uns an so tollen Dingen wie explodierenden Luftmatratzen, Schildkröten im Badeteich, Wald-Uschi und anderem Firlefanz zu erheitern. Gibts mal nichts zu berichten, dann helfen uns auch hier die Tommies mit neusten Fotos aus ihrem abgewrackten Königshaus.

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Stephan Bittokleit

Das mit der "Nationalen Sicherheit"...

... ist doch schon zu allen Zeiten ein Argument gewesen, wenn es um die Begehrlichkeiten der jeweiligen machtausübenden Kreise einer Gesellschft geht. Ob Kriege geführt oder Meinungsführer mundtot gemacht werden, eins ist zu 99% gewiss, um das Interesse aller geht es bei solchen Dingen eben gerade nicht ... .

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Michael Volpert

Gesamtbild

Man muss doch einfach mal das ganze Bild betrachten: Fangen wir mal damit an, dass der Herr Obama Träger des Friedensnobelpreises ist (2009) - was hat er dafür getan? Nichts...
Im Gegenteil: In der USA gibt es immernoch die Todesstrafe (man könnte es auch legalisierten Mord nennen!), Guantanamo ist immer noch "im Betrieb", ein Whistleblower (Manning) wird zu 35 Jahren Haft verurteilt - in Deutschland ist lebenslang (24 Jahre) die Höchststrafe...ein weiterer (Snowden) wird gejagt und ausgerechnet von den bösen Russen geschützt...

Deutschland bekommt - angeblich von ausländischen Geheimdiensten - Informationen über Terroranschläge in Deutschland...woher wussten die das, wenn die Personen in Deutschland wohnten und dort kommunizierten? Spätestens dort musste JEDEM klar gewesen sein, dass es Möglichkeiten gibt (die auch angewendet werden), um eine vollständige Überwachung durchzuführen!

Dennoch gibt die Bundesregierung an, es handele sich um Neuland und man habe von nichts gewusst

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Klaus Wege (covenants) - 22.08.2013 10:18 Uhr

Kostümiert als Vaterlandsbewahrer fordern fragwürdige Polit-Milieus Gehorsam und Respekt ein

"Bedrohungen", denen die selbsternannten Retter bei ihren Inszenierungen entgegentreten, werden nach Schauwert selektiert. Reale Bedeutung ist nebensächlich.

Wie gründlich solche Bühnen-Sicherheitspolitik versagt, offenbart das Beispiel der Krankenhausinfektionen:
Weitgehend unbeachtet von politischen Heldendarstellern sterben in dt. Kliniken jährlich 15.000 Bürger an erst dort erworbenen Infektionen.
(Dass solche Opfer nicht schicksalhaft hingenommen werden müssen, zeigt das Vorbild der Niederlande. Die Fallquoten sind dort massiv günstiger)
Das routinierte Klinikversagen beschert der dt. Bevölkerung alle 10 Wochen Opferzahlen auf dem Niveau des 9/11-Anschlages. Pech für deutsche Patienten:
Das stille Sterben bietet der Politik keine attraktiven Dominanzbilder für die Pressemappe:
Kein huldvoller Besuch bei strammstehenden Sondereinheiten, kein Posieren vor Patriots, keine schicken Wunderwaffen.
Reale Bedrohungen ... medial zu langweilig für politische Rettungsdarsteller.

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George Rauscher

Ich stelle mir das so vor

Der „Independent Reviewer of Terrorism Legislation beugt sich über den Fall", wie es hier so schön heißt. Dieser Mann hat das Recht auf seiner Seite, und das Recht beugt sich mit ihm...

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Rolf-Dieter Schmidt

Noch gelassen

Dieser Skandal ist in vielerlei Hinsicht einzigartig, beinahe hätte ich gesagt, Neuland.

Die Politik verhält sich bedeckt und beobachtet die öffentliche Resonanz. Die Bürger fühlen sich mehrheitlich (noch) gar nicht betroffen, reagieren nur lau bis gar nicht - und dennoch bewegt sich was.

Obwohl es keine Massenaufmärsche gibt, fühlt sich ein Obama genötigt, erste kosmetische Schritte einzuleiten und ein Cameron lässt sich sogar zu einer (törichten) Panik-Attacke hinreißen. Ich nenne das mal einen Anfang.

Die britische Presse? Die Printpresse in einer schwierigen Lage. Onlineangebote graben ihr mehr und mehr das Wasser ab. Wer keinen investigativen Journalismus betreibt, fühlt er sich gar nicht betroffen, und hat ganz andere Probleme, als sich solidarisch zu zeigen (und dabei automatisch noch für die Konkurrenz zu werben). Bedauerlich, aber wohl Realität.

Wir müssen auf die Beharrlichkeit derer hoffen, die sich des Themas angenommen haben. Und auf mehr von Snowden.

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Rüdiger Lorenz

Totalitarismus sticht Demokratie

wäre der zutreffendere Titel gewesen!
Warum will der Autor -wie die große Teile der gleichgeschalteten englischen Presse- den Eindruck erwecken, die Zerstörung von Festplatten oder die Praktizierung von Sippenhaft im Fall Miranda würde einen Beitrag zur Sicherheit leisten?
Ist ihm schon selbst nicht mehr bewusst, dass er damit die Sprachregelungen dieser Undemokraten übernimmt oder hält er die Mär der "Unfreiheit gegen Sicherheit"-Protagonisten tatsächlich für bare Münze?

Die Welt würde sicherer werden, wenn vorgebliche Demokraten sich demokratische Werte zueigen machten, statt zu morden, zu foltern, die persönliche Freiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Privatspähre zu verletzen, wenn politische Entscheidungen nicht nur und ausschließlich von hegemonialen Motiven bestimmt wären. Sprechen sie nicht deren Sprache!

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Leo Eckmann
Leo Eckmann (Eckig) - 22.08.2013 09:31 Uhr

Falscher Titel: "Sicherheit ersticht Freiheit" wäre passender

Warum die vernichtung dieser Festplatten und der Druck auf eine zeitung "mehr Sicherheit" bringen soll, erschliesst sich mir nicht.
Was aber kalr gezeigt wurde, ist, dass die Herrschenden in GB auf ihre eigene Verfassung scheissen, wenn es ihnen passt.
Die Amis haben es mit dem "Patriot Act" vorgemacht, den zwar Bush Jr. erlassen, der als "Ultra-Reformen" angekündigte Obama bisher nur unwesentlich entschärft hat.
"Wehret den Anfängen!" Das hätte man vor 10 Jahren sagen müssen, jetzt stecken wir schon mitten drin auf dem Weg in die Überwachungswelt mit faschistischen Zügen.
Da fühlt man sich doch wieder gezwungen "Ahoi" zu rufen, ganz laut und mit dem Stimmzettel ;-)

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Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 22.08.2013 09:25 Uhr

"es handelt sich um typisches Maulheldentum"

von Leuten, die sehr genau wissen, dass sie die Unfreiheit akzeptiert haben, aber bequem leben wollen, auf Kosten der Zukunft.
So wird der Weg des geringsten Widerstands gegangen, Popanze aufgebaut und vermieden, Sachverhalte zu hinterfragen, da man die Antworten eh, mangels Masse, ignorieren muss.

Herr Winkler, man kann Ihnen nur zustimmen.

Bezüglich der NSA Angelegenheit sollte man sich einmal fragen, weshalb die Damen und Herren so konsequent ihre Aufgaben vollziehen, welche Motivation, welche industrielle, finanzielle Zielsetzung sich hinter ihren Aktivitäten verbirgt.

Macht, diese Antwort ist nur Gesülze der Hahnentritt Machiavellisten, auch nur eine Verschleierung, die von grossem Nutzen ist, cui bono?

zum Grusse

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Peter Wombel

Hahnebüchen

Das die Affäre um den Guardian und das passive Verhalten der übrigen Medien und der britischen Bevölkerung ein Zeichen dafür ist, das Sicherheit Freiheit sticht darf stark bezweifelt werden. Dass das totale Ausspähen der Bevölkerung ein Mehr an Sicherheit bringt ist nicht belegt sondern eine regelmäßig wiederholte plumpe Behauptung derjenigen, die sich nicht in die Karten schauen lassen möchten. Und worin der Sicherheitsgewinn in der Zerstörungsaktion bei Guardian liegt, kann auch kein Mensch nachvollziehbar erklären.

Die Ursache der Gleichgültigkeit auf der britischen Insel dürfte eher darin bestehen, dass dieses Volk dank Dauerüberwachung und medialer Verblödung schon nicht mehr in der Lage ist gegen Machenschaften der Geheimdienste aufzubegehren. So befaßt sich die heruntergekommene Weltmacht lieber mit dem Bart affiger Moderatoren, Bildern von ihrer Adelsbrut und Kriegsspielen im Mittelmeer. Wer erst einmal dieses Niveau erreicht hat, dem ist letztlich alles gleichgültig.

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Gerold Keefer

"die Erregung der anderen Medien hält sich genauso in Grenzen"

Tja, die Medien sind entweder gekauft oder haben vorauseilend dazugelernt.

Die ganze Geschichte ist ein Test dafür, wie weit man gehen kann. Erst wenn die Leute in großer Zahl auf die Strasse gehen wir man sich bescheiden. Allerdings ist es vielen nicht mehr bewußt, dass Freiheit und Bürgerrechte mit Blut, Schweiss und Tränen erkämpft werden mussten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2013 11:46 Uhr
Andreas Buntrock

Genauso ist es vielen LEIDER nicht bewusst,

" Allerdings ist es vielen nicht mehr bewußt, dass Freiheit und Bürgerrechte mit Blut, Schweiss und Tränen erkämpft werden mussten."

dass Freiheit und Bürgerrechte manchmal eben auch mit Blut, Schweiß und Tränen verteidigt werden müssen.

MfG
A. Buntrock

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21.08.2013, 18:22 Uhr

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