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Gesetz zur Home-Ehe In Frankreich bleibt es bei „Vater“ und „Mutter“

 ·  Präsident Hollande haben die Demonstrationen gegen die Homo-Ehe offensichtlich doch beeindruckt: Die sozialistische Mehrheit will darauf verzichten, die Bezeichnungen „Vater“ und „Mutter“ sowie „Ehefrau“ und Ehemann“ aus dem Gesetzbuch zu streichen.

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© AFP Vergrößern Protest gegen die Homo-Ehe in Paris am 13. Januar

Jetzt bleibt es doch bei „Vater“ und „Mutter“ in Frankreich. Unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die sozialistische Regierung zumindest einer Forderung der Gegner der „Ehe für alle“ stattgegeben. Im Rechtsausschuss der Nationalversammlung brachte der sozialistische Berichterstatter Erwann Binet einen Änderungsantrag ein, bevor die Nationalversammlung am 29. Januar die Beratungen über den Gesetzesentwurf zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe aufnimmt. Die sozialistische Mehrheit will darauf verzichten, dass die Bezeichnungen „Vater“ und „Mutter“ sowie „Ehefrau“ und Ehemann“ aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (Code civil) verschwinden. Ursprünglich war geplant, diese Begriffe durch Elternteil 1 und Elternteil 2 sowie Ehepartner 1 und Ehepartner 2 zu ersetzen. Die Gegner der „Ehe für alle“ hatten geargwöhnt, dass mit dieser Änderung der Geschlechterunterschied aufgehoben und die Familienstrukturen in ihren Fundamenten erschüttert würden.

Präsident Hollande, der sich von der Massendemonstration am 13. Januar in Paris zunächst unbeeindruckt gezeigt hatte, gibt offensichtlich etwas nach. An diesem Freitagabend will er die Wortführerin der Protestbewegung gegen die Homo-Ehe, Frigide Barjot, und zwei ihrer Mitstreiter im Elysée-Palast zu einem Gespräch empfangen.

Lange hatte sich Hollande gesträubt, sich auf einen Austausch mit den Kritikern seines Wahlkampfversprechens einzulassen. Der Präsident bleibt dabei, ein Referendum über die Homo-Ehe auszuschließen. Auch will er die Beratungen über den Gesetzentwurf nicht vertagen, wie es Frau Barjot und die Demonstranten am 16. Januar forderten. Die Organisatoren der „Demo für alle“ sind erbost über den sozialistischen Bürgermeister von Paris, Bertrand Delanoe, der von ihnen die Zahlung von 100000 Euro verlangte wegen der Beschädigung der Rasenfläche auf dem Marsfeld vor dem Eiffelturm. Es ist unüblich, dass die Stadtverwaltung bei genehmigten Demonstrationen Rechnungen entsendet, zumal es zu keinerlei Sachbeschädigung kam. Vielmehr hat die Rasenfläche nur darunter gelitten, dass mehrere hunderttausend Franzosen sich darauf versammelt hatten. Die Organisatoren bringt die Forderung Delanoes in finanzielle Schwierigkeiten. Sie sehen in der Rechnung einen politischen Racheakt. Delanoe befürwortet seit langem die Homo-Ehe und hat sich in der französischen Hauptstadt als Organisator der Gay Parade hervorgetan. Er unterstützt die von der Sozialistischen Partei zusammen mit dem Dachverband der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen organisierte Demonstration für die „Ehe für alle“ in der Hauptstadt.

Die Sozialistische Partei hat sich die Mobilisierung der Gegner zum Vorbild genommen und Busse in allen Landesteilen gemietet, um Befürworter nach Paris zu transportieren. Auch im Internet und den sozialen Netzwerken mobilisieren sich die Anhänger der Homo-Ehe. Sie streben an, genauso viele Demonstranten aufzubieten wie die Gegner am 13. Januar. Deren Zahl bleibt weiterhin ein Geheimnis. Während die Polizeipräfektur von 340.000 spricht, gehen die Veranstalter von einer Million Teilnehmern aus.

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