http://www.faz.net/-gq5-7nj5s

Niederlande : Wilders hetzt Anhänger gegen Marokkaner auf

  • Aktualisiert am

Geert Wilders (rechts) und der Kandidat der „Partei für die Freiheit“ für die Kommunalwahl, Leon de Jong, auf einer Wahlparty am Mittwochabend in Den Haag Bild: AFP

Mit Äußerungen gegen Marokkaner hat der Rechtspopulist Geert Wilders in den Niederlanden für Empörung gesorgt. Nun wollen Einwandererorganisationen Strafanzeige gegen ihn erstatten.

          Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat seine Anhänger gegen marokkanische Einwanderer aufgehetzt und damit im ganzen Land für große Empörung gesorgt. Wilders hatte auf einer Wahlveranstaltung in Den Haag seinen Zuhörern zugerufen: „Wollt ihr in dieser Stadt und in den Niederlanden mehr oder weniger Marokkaner?“ Daraufhin riefen seine Anhänger mehrfach laut: „Weniger, weniger“ – „Das werden wir dann regeln“, sagte Wilders unter lautem Applaus.

          Wilders Aussagen haben aus Sicht von Kritikern eine neue Qualität, weil er in der Vergangenheit nur die Ausweisung krimineller Ausländer verlangt hatte. Die Fragestellung erinnert zudem an die berühmte Sportpalastrede des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels, in der er 1943 mit einer ähnlichen Formel zum „Totalen Krieg“ aufgerufen hatte.

          Marrokkanische Organisationen kündigten am Donnerstag an, Anzeige gegen den Politiker zu erstatten. In der Kommunalwahl war die Wilders-Partei nur in Den Haag und Almere angetreten. In Den Haag blieb sie zweite Kraft hinter der linksliberalen D66. In Almere verbuchte sie wie schon 2010 einen Sieg.

          Topmeldungen

          Wirtschaftswachstum : „Der Aufschwung geht weiter“

          Der deutsche Wirtschaftsmotor brummt weiter: 2,3 Prozent Wachstum sollen es in diesem Jahr sein, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Damit korrigiert er seine Prognose aber nach unten.

          Doppelte Beitragszahlungen : Rentner rebellieren gegen Regierung

          Millionen Deutsche zahlen im Alter auf ihre Betriebsrenten hohe Krankenkassenbeiträge. Die Koalition wollte das bislang nicht ändern – doch jetzt tut sich was.

          „Satanische Juden“ : Schluss mit den Entschuldigungen für Louis Farrakhan!

          Der Anführer der „Nation of Islam“ fällt durch antisemitische Äußerungen auf und durch Kumpanei mit den Führerinnen der größten sozialen Bewegung Amerikas. Warum lässt die liberale Linke ihm das durchgehen? Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.