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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Frankreich Großväterchen, erwache!

 ·  Nachdem Frankreichs Präsident für seine Filmrolle nur Spott geerntet hat, zeigt sich Hollande nun tatkräftig: Das Land habe wesentliche Reformen eingeleitet. Und auch für die EU schwebt ihm Neues vor.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (55)
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Axel WERNER
Axel WERNER (AWParis) - 22.05.2013 10:42 Uhr

Des Kaisers neue Kleider

Der Fall Hollande / Frankreich ist doch nur ein Teilaspekt eines viel größeren Problems: Die nationalen Staatsregierungen sind alle am Ende ihrer Weisheit angekommen, nur zeigt sich das je nach Land auf verschiedene Weise. Europa ist inzwischen zu einer (zum Weinen traurigen) Lachnummer verkommen, weil die "Regierenden" nicht anerkennen wollen, daß sie jeder für sich nichts mehr erreichen können. Der Kaiser ist nackt! F erschöpft sich in schönen Reden, D hofft auf China, E und I bauen an Webereien für neue Kleider, und über die total verkommene griechische Oligarchie reden wir lieber erst gar nicht.
Im Grunde hat Hollande natürlich recht: Europa braucht eine tiefgreifende politische Neuordnung, damit seine enormen Ressourcen und Möglichkeiten genutzt werden können - zum Vorteil von allen. Aber das geht natürlich nicht mit einem Zentralapparat à la France, sondern nur mit einem föderalen System auf der Basis allgemeiner, freier und gleicher Wahlen.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 21.05.2013 16:39 Uhr

Er ist der Souverän

der noch vorsich hin souveränisiert, wenn ihm seine Abwahl bereits in der Vorwoche mitgeteilt worden ist. Sozialisten können wahrscheinlich keine Blut-Schweiß-und Tränenreden halten. Sie
loben den Sozialismus, auch wenn er nur noch ein Häufchen Asche ist. Schließlich war alles möglich, auch dann, wenn die Befreiung der Arbeiterklasse eigentlich nie zur Debatte stand.

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Antonio Sinigaglia

Es ist benutzlos


Ich denke dass solange wird er näher dem Volk sehen zu sein aus, ist er so nicht. Während spielt er darin, wird er keine Politik richtig zu tun. Als kritisiert er die europäische Politik die mag er nicht, gibt er deshalb eine Prüfung gegen seinen gleichen Grund.

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Rudolf Wirthig

Volksabstimmung

Was Hollande will muß einer Volksabstimmung unterzogen werden. Bisher wurden zur sogenannten "Eurorettung", aber eigentlich eine Rettung überschuldeter Staaten oder Banken ist, ununterbrochen Vertragsbestimmungen umgangen. So wurde zB die no-bail-out-Klausel zur Seite geschoben und der EZB der Ankauf von Staatsanleihen überschuldeter Staaten erlaubt. Nun will der französische Präsident die Stellung eines Präsidenten der europäschen Wirtschaftsregierung schaffen. Diese Person wird genauso scheitern wie die Außenbeauftragte der EU Ashton die diversen Alleingänge der Mitglieder nicht koordinieren kann. Das Vorhaben "gemeisame Anleihen", besser unter Eurobonds bekannt, ist die Vergemeinschaftung der Schulden. Die bisherigen Zahler werden der Souveränität in ihren Finanzhaushalten beraubt. Die Völker der Zahlerstaaten müssen daher vorsorglich bereits jetzt auf eine Volksabstimmung zur Einführung von Eurobonds dringen

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günther reichert

Platon-Robespierre-Honecker....alles Leute,die mit Theorie die Welt,sprich den Menschen verändern

wollten.

Platon-Robespierre-Honecker-.....und jetzt auch noch Hollande.Jeder auf seine Weise.
Bin gespannt ,ob die SPD in diesselbe Falle tappt.Die neue Theorie zur Steuererhöhungen weist in diese Richtung.Und die Grünen wollen das noch toppen.Eine verrückte Welt.

Wann hört der Theorieterror auf?Jede Theorie hat Begrenzungen und Rahmenbedingungen.Ferner taugt ein Blick nur aus einer Richtung der Wirklichkeit nicht Problemlösungen anzugehen.

Platon hat man einst in Syrakus ins Gefängnis gesperrt und mußte als Sklave von athenischen Bürgern freigekauft werden.Platon hatte sich mit seinen Theorievorstellungen wie ein Staat auszusehen hat überschätzt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.05.2013 20:29 Uhr
Siegfried Meier

Platon-Robespierre-Honecker, Hitler wußte auch alles...

Herr Reichert, danke für Ihre Ausführung - ich bin ganz Ihrer Meinung! Möge uns das Schicksal vor Politikern bewahren, die gleich Sehern, ganz genau zu wissen vorgeben, wie man jetzt Politik zu machen habe. Leider ist der Ruf nach Sehern sehr mächtig, wie ich aus den Diskusionsbeiträgen herauslese. Die Wahrheit ist doch, dass wir in einer Welt des totalen Umbruchs leben. Hier kann man nur auf Sicht fahren - Klippen tauchen überraschend auf, sie gilt es zu umfahren. A. Merkel soll so weiter machen - ein Glück, dass sie uns nicht mit Visionen kommt.
Die Kommunisten glaubten sogar, dass der siegreiche Weg des Kommunismus wissenschaftlich bewiesen sei ... Sie hatten den selben Fehler wie Platon gemacht!

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Dirk  Lehmann

Noch ein paar Kostproben des irrsinnigen frz. Systems gefällig?

Na gut:

Pflegepersonal geht GRUNDSÄTZLICH mit spätestens 55 Jahren in RENTE.

Bis vor ein paar Jahren konnte eine Krankenschwester sogar nach nur insgesamt 15 (kein Schreibfehler, wirklich FÜNFZEHN !! ) Jahren mit der Hälfte der theoretischen maximalen Rentenzahlung eines fiktiv mit 55 beendeten Arbeitslebens in Rente gehen.
Die EINZIGE Voraussetzung, war, daß sie in den paar Jahren zwei KINDER bekommen hat.
Das ist KEINE Satire, das war bis vor einigen Jahren REALITÄT!
Faktisch bekam so eine Pflegekraft, die gerade mal angefangen hat, zu arbeiten, bei gleicher Restlebenszeit insgesamt MEHR Rentenzahlungen (erst recht bei Abzinsung) als eine solche, die tapfer und ehrlich bis 55 arbeitete.

Wer meint, WIR Deutsche hätten einen überbordenen Verwaltungsapparat, der sollte mal mutig in Frankreich arbeiten oder sich gar selbständig machen:
So ungefähr muss die Bürokratie in der DDR damals auch gewesen sein.... das spottet JEDER Beschreibung.
Die Staatsquote in F beträgt über 50% !!!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2013 16:46 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 21.05.2013 16:46 Uhr

Das geht alles noch,

aber das BIP gerechnet auf den Staatsbürger fällt rapide. Der Staat muss bei internationalen Privatbanken Milliarden an Krediten aufnehmen um das enorme Handelsbilanz-Defizit auszu-gleichen. Die Folge sind ernorme Zinslasten und die schleichende Unfähigkeit, alte Schulden zu tilgen. Alle Schuld für die Schulden liegen beim Staat. Es ist unsinnig auf das Finanzsystem zu
verweisen. In F gibt es zuviel Staat und zuwenige Ingenieure, das reicht als Kritik völlig aus.

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Siegfried Meier

Krankenschwester nach nur 15 Arbeitsjahren in Rente,wennn sie zwei Kinder hat

das muss nicht irrsinnig sein. Immerhin erfüllt sie den Generationsvertrag. Die Kinder sind ein kostbares Gut für die Zukunft Frankreichs und zukünftige Steuerzahler. Mag da die Mama ruhig in Rente gehen, zumal es nicht alle Mamas tun werden. Dieses Modell sollte man mal durchrechnen - es könnte sich lohnen, das auch bei uns so zu machen. Das Gegenmodell ist das vorsätzlich kinderlose Ehpaar. Geht dieses in Rente, beginnt das Schnorren. denn der Generationsvertrag wurde hier bewußt nicht erfüllt. Das kann viel teurer werden, als die französische Mama, die zwei Kinder in die Welt gesetzt hat. Die Deutschen sind auf dem Wege, ein eher kleines Volk in Europa zu werden, kleiner als das französische.

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Alexander Schmidt

Wann hört der Wahnsinn auf?

Zuerst die französische Idee von einer gemeinsamen Währung. Jetzt kommt der Wunsch einer politischen Union. Wann verstehen die Politiker endlich, es soll nicht weitergehen! Frankreich ist Frankreich, Deutschland ist Deutschland. Kooperation ist zu wünschen, auf jedem Fall, aber wo führt das jetzt alles hin? Europa ist noch nicht reif genug, ist immer noch nationalorientiert. Es kann nur zum Streit führen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2013 13:52 Uhr
Antonio Sinigaglia

Ja, ganz richtig...


Meisten den Leuten werden immer etwas wie die Europa zu heilen. Danach meinen sie darüber wie denken sie sei es nutzvoll für ihres Land. Das ist natürlich was sie lassen ihres Volk zu glauben. Ihre richtige Interesse ist leichter nur ihren Privilegen. Dafür verhalten sie sich
auch lächerlich. Jedes kann sofort gut oder schlecht werden, doch meinen sie sofort anders. Was mogen sie nie, ist es fach verantwortlich irgendwie su werden.

Endlich, obwohl seien sie erwachsene Menschen, mit wichtigen und überbezahlten Jobs verhalten sie...genauso wie die Kinder. Leider.

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Ralf Kowollik

Alte französische Ideen

Hollandes Forderung nach einer europäischen Wirtschaftsregierung ist eine altbekannte französische Idee, die unter dem Deckelmäntelchen der europäischen Integration darauf abzielt, die Unabhängigkeit der EZB einzuschränken, den Wettbewerb in Europa auszuhebeln und die als "zu stark" empfundene deutsche Wirtschaft zu schwächen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2013 21:44 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

Wenn Sie, Herr Kowollik ....

... so weit gehen und unseren französischen Freunden unterstellen, sie hätten eine mehr oder minder verborgene Absicht, die "als zu stark empfundene, deutsche Wirtschaft zu schwächen", dann frage ich mich, wie das vereinbar ist mit der Grundhaltung der von Ihnen präferierten Partei, deren früherer Vorsitzender ja gerade wieder wortgewaltig gedonnert hat, dass "in einem Jahr eingerissen werden solle, was über Jahrzehnte aufgebaut wurde".

(Den Furor Teutonicus eines Guido Westerwelle würde ich ja gerne mal erleben .... ist vermutlich zum Totlachen).

Offen gesagt: ich kann auch aus vollkommen rationalen Gründen, ohne Unterstellung böser Absichten, gegen eine zu enge Bindung unterschiedlicher Systeme in Europa sein. Auf jeden Fall aus gutem Grund, aber vor allem und in erster Linie wegen meiner Freiheit und der meiner Mitbürger. Schade, dass dies die vorgeblich "Liberalen" in Deutschland immer noch nicht kapiert haben.

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Silvia Bopp
Silvia Bopp (Shuki) - 17.05.2013 09:57 Uhr

ach, wie habe ich gelacht

als ich gestern die Rede von Guignole Hollande sah. Ein Mann ohne jegliches Format. Eine Witzfigur. Wie er da seine Taten gerühmt hat. Einfach nur lächerlich. Und jetzt, jetzt will er noch eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone gründen. Womöglich mit Franzosen an deren Spitze. Jan dann gehts noch schneller bergab. Die können einfach nichts diese Sozialisten. Traumtänzer, die auf Kosten der anderen leben und schmarotzen wollen. Wir in der Schweiz lachen nur noch über Frankreich. Berlusconis Idee von einem Latinoeuropa (inkl. F) ist als gar nicht so schlecht. Wir müssen uns vom Süden endlich trennen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2013 16:50 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 21.05.2013 16:50 Uhr

Heisst der wirklich

vorne so? Dann müsste er eine exaltierte Mutti gehabt haben. Mit diesem Stilgefühl kann nur der Abstieg die Folge sein. Aber ein prima Pappa soll er sein bei S. Royal, 4 Kinder o la la.

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Dirk  Lehmann

Frau Bopp, Hollande ist gerade mal 1 Jahr im Amt !

Ihren Linkenhass können Sie sich sparen:

Hollande hat das ERBE von Jahrzehnten rechtskonservativer Politik angetreten.
Chirac und Sarkozy haben den Schlamassel zu verantworten, den Hollande jetzt auszubaden hat.

Ebenso, wie Schröder das Kanzleramt nach 16 Jahren STILLSTANDES unter Kohl erbte.
Und wer hat dann (zu) brutale Reformen durchgezogen? Die von Ihnen so geschmähten deutschen Linken!

Und da wir bei den "Guignols" sind: Sarkozy, ein SCHWÄTZER sondergleichen, hat Frankreich mit seinem ihm eigenen Größenwahn dorthin gebracht, wo es jetzt steht - oder besser: liegt.

Das WIRKLICHE Problem von Hollande ist das in Frankreich EXTREME Spektrum innerhalb der politischen Linken:
Das reicht von ultraorthodoxen Alt-Kommunisten bis zu eher moderaten Sozialdemokraten.

Dazu kommt dann die Bequemlichkeit der Bürger, die immer nur fordern, ohne mal über die daraus resultierenden Probleme nachzudenken, Egoismus PUR, wohin man sieht.

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Josef Erwin Herz

Frage: Wie kann man die zum Erbrechen tüchtigen Deutschen aufs Kreuz legen?

Was die Franzosen unter fairen Konkurrenzbedingungen nicht zu leisten fähig sind, wollen sie, und dies traditionell, durch ihre geölte Dilomatiemaschinerie wieder wettmachen, indem sie ihren Konkurrenten nachträglich die Butter vom Brot nehmen.
Aber Europa ist nicht dazu da, die selbstverschuldete Misere der Franzosen dauerhaft zu subventionen. Europa darf nicht zum Opfer der Franzosen werden.
Frankreich sollte daher endlich einmal lernen, ehrlich zu sich selbst zu sein, und sich in diesem Kontext auf seine reale Bedeutung reduzieren, indem es seine Juniorpartnerschaft mit Deutschland endlich akzeptiert.
Denn nach allen Erfahrungen der letzten 400 Jahre wird der deutsche Michel wohl nicht so dumm sein, die Regierung Deutschlands - über europäisch-bürokratische Umwege - den Franzosen in die Hände zu spielen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2013 23:23 Uhr
Dirk Lupberger

Allerdings ...

... haben wir dafür keine Zeit!

Problem ist nur, daß die ganze Welt bis auf Frankreich, v.a. auch China, aus der jüngeren Geschichte sozialistischer Systeme gelernt hat (Idéfix war doch sein Name, oder?).

Frankreich unter der jetzigen Regierung sucht noch einen 'Sponsor', der ein solches aus eigener Kraft nicht mehr finanzierbares System und damit die 'Grande Nation' finanziert.
Daher der 'Flankenwechsel' des Landes an die 'Spitze der Südstaaten Europas', der nicht nur Deutschland als letztes (größeres) haftendes Land alleine dastehen läßt, sondern die von Ihnen richtigerweise geforderte notwendige Machtpolitik im Interesse der europäischen Nationen untergräbt.

Wohin eine fehlende Untermauerung politischer Macht durch wirtschaftliche Stärke auch für Europa führt, zeigt die Geschichte des 'Aufstiegs und Falls großer Nationen' (Paul Kennedy).

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Josef Erwin Herz

Welches Moment wird für die Zukunft entscheidend sein?

Herr Lacher, ich glaube nicht, dass die Zukunft eine Frage der Quantität ist. Denken wir in diesem Kontext nicht nur an die kulturell prekären Türken, denken wir an die Inder und die Chinesen, welche für ganz Europa eine Herausforderung darstellen.
Mit französichen Methoden werden wir hier keinen Blumentopf gewinnen können. Auch nicht mit Oettingers, welche auf Staatskosten auf ihrem Altenteil sitzen. Oettinger ist doch ein Typ, der für nichts zu gebrauchen ist.
Was wir brauchen, sind stringende Grundlagen des Denkens und des Handelns, damit Europa eine Macht wird, um mit den anderen Mächten der Welt in Konkurrenz treten zu können.
Europäische Politik muss daher Machtpolitik im Interesse der europäischen Nationen sein, wobei die starken Nationen (einschließlich der Schweiz und Norwegen) voran gehen müssen, ohne falsche Rücksichtnahme auf die Schuldenländer, wozu ich auch Frankreich rechne. Ich glaube nicht, dass wir noch Zeit haben, uns mit Sozialismus zu beschäftigen.

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Rolf Huchthausen

Das Problem aus einem erfolglosen €URO-Raum eine erfolgreiche Gemeinschaft zu machen, ...

... definiert sich über die Verteilung der Lasten aus der Sause der letzten 10 Jahre. Wie Hollande das auch nennen mag, er will das andere für die Schulden FRA's einstehen. Seine Reformen ist ein "rosa-Schleifchen" um eine Riesentüte Mist!

Was uns da als zivilisatorische Errungeschaft €URO verkauft wird, ist ein Beleg für Verwaltungskriminalität, Verletzung der Aufsichtspflichten bzw. unterdenteppichkehren von systemischen Inkompatibilitäten unter grundverschiedenen Staaten. Man ist auf politischer Seite eher gewillt, das Heil der Bevölkerung zu opfern als diesen historischen Fehler im €URO zu korrigieren.

Das nenne ich mal Verantwortung. Auch Hollande hat dieses Gen entdeckt, Fehler macht man auf Gemeinschaftsebene, Erfolge feiert man zu Hause. Nur in seinem Fall gibt es da nix zu feiern.

Energieunion? Da gibt es eine abgestimmte europäische Politik, nur in FRA ist die immer noch nicht angekommen. Das Leben bestraft die Zuspätgekommenen. Das trifft aber in toto auf FRA zu.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2013 21:50 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

In diesem Zusammenhang ....

... lieber Herr Huchthausen, ist es bemerkenswert, dass die von den LINKEN in Auftrag gegebene Studie zum Schicksal des Euro davon ausgeht, dass eine "Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Südländer" ebenfalls ca. 10 Jahre dauern würde. Die von Ihnen benannte "Zeit der Sause" der letzten 10 Jahre hat also ihre direkte Entsprechung in mindestens 10 mageren Jahren. Der EU und dem Euro steht damit eine wahrhaftig "langer Marsch" ins Haus .... Zweifel, ob die betroffenen Länder die politische Durchsetzungskraft haben, ihrer Bevölkerung 10 Jahre lang Austerität zu verordnen, sind durchaus angebracht.

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günther reichert

Hollande zeigt,dass allein Intelligenz und Beherrschung von Fertigkeiten nicht ausreichen,umfassende

Probleme zu lösen.

Außer er wäre ein Schlitzohr gewesen und hat den Franzosen Change versprochen ,um an die Macht zu kommen,wohlwissend,dass er mit seiner Vorstellung keine Probleme lösen kann,dafür aber im Elysée-Palais sitzt.Das wäre dann aber als Irreführung einzustufen.

Ob Bling-Bling à la Hollande oder Bling-Bling à la Sarkozy,es führt kein Weg vorbei,dass Franzosen aufwachen und mehr von ihren Staatslenkern fordern.

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Karl-Heinz Düren

Es geht immer so weiter

Mehr Zentralismus, mehr Bürokratie, mehr Personal und mehr Einfluss von Frankreich. Den eigenen wirtschaftlichen Niedergang kompensiert Frankreich auf Kosten Deutschlands. Wann leisten wir endlich Widerstand und weisen diese unsolidarischen Nationalisten in die Schranken?

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Elisabeth Dreier

Deutschland ist nicht zu einer vertieften EU bereit.

Wer hat das gesagt? W. Schäuble, A. Merkel, P. Steinbrück, J. Trittin,... aber nicht die Bevölkerung. Denn diese wird nur andauernd an der Nase herumgeführt. Staatsfernsehen ahoi. So etwas darf nicht ohne Volksabstimmung stattfinden, denn von einem französischen Präsidenten möchte hier wohl keiner regiert werden. Ganz abgesehen, dass man diesen Mann nun nur noch als Clown ansehen kann.
Und auch der Nutzen einer vertieften EU erschließt sich mir nicht so ganz, denn den Euro wird dies nicht retten, auch wird sie der französischen Wirtschaft nicht helfen. Es wird das Bürokratiemonster EU noch mehr aufblähen, mächtiger werden und alle Entscheidungen verlangsamen. Und dies in einer Zeit, die von gewaltigen Umbrüchen begleitet wird. Immerhin wird die EU von ehemaligen Schwellenländern, wie China und Indien wirtschaftlich gerade überholt, mit wohl drastischen Folgen. Aber wir spielen weiter auf der Insel EU, toller Ausblick.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2013 23:39 Uhr
Dirk Lupberger

... irgendwo müssen die viel zuvielen französischen Beamten ja hin!

15,2% des frz. BSP werden für Beamtengehälter verwendet (D: 7,8%) [Quelle: NZZ] (allein für die Einkommenssteuer werden drei Mal soviel Beamte benötigt wie in D).

Eine 'vertiefte EU' setzt zunächst einmal eine Angleichung der Steuer- und Sozialsysteme sowie eine vergleichende Analyse der Produktivität der jew. Verwaltungen voraus, auf deren Basis 'Benchmarks' zu setzen sind [Thema für ein weiteres FAZ-Dossier!].

Hier hat die EU/Brüssel in den vergangenen 10-15 Jahren NICHTS geleistet, sich und die Mitgliedsstaaten dafür aber von unvollständig geprüften und manipulierten Zahlen der Beitrittskandidaten zu weitreichenden falschen Entscheidungen verleiten lassen.

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George Gerhardt

„Wir haben wesentliche Reformen für das Land eingeleitet“, sagte Hollande.

Echt? Welche denn?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2013 10:54 Uhr
Dirk  Lehmann

NA, die ERSTE Aktion war ja das ABSENKEN des Rentenalters zurück auf 60 JAhre...

eine wirklich "mutige" reform...

Die Einsenbahner gehen übrigens bereits mit spätestens 55 in rente.

Die Fahrer der Hochgeschwindigkeitszüge TGV bekommen immer noch die Schmutzzulage aus dem Dampflokzeitalter.
Und das Größte:
Die Gewerkschaften dort haben sogar durchgesetzt, daß diese Schmutzulage sogar im URLAUB bezahlt wird....

Deutsche krummbuckeln für ein durch und durch marodes, extrem bürokratisiertes SYstem in Frankreich, welches schon seit langer zeit bei und am Tropf hängt.

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Dietmar Blum

Posten schaffen?

Bereits gefühlte 200% zu viele!

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Willem Jan Van der Woude

55 AKW's, Agrar Subventionen und Zuwanderung

Genau das ist Frankreichs mittelfristige Problem, das auf Europäische Ebene sozialisiert werden sollte unter dem Deckmantel einer europäischen Wirtschaftsregierung.
Französische Politik hat sich seit EMU im Austausch für die DDR nicht geändert.

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Christine Sontag

Aua, die nüchterne Wahrheit tut weh!

Als Deutsch-Französin muss ich mit Schrecken feststellen, wie wahr die Aussagen und Analysen aller Ihrer biserigen Kommentare sind.

"Pépère tranquille" (ruhiges Grossväterchen) hat heute in der Pressekonferenz erneut bewiesen, dass er ein "capitaine de pédalo" (Tretbootkapitän) ist und bleibt.

Er hält nicht nur seine eigenen Wähler für Idioten sonder ganz Frankreich, Europa und den Rest der Welt.

Abwahl? Die Idee liegt auf der Hand, ist aber kaum denkbar, denn in der Opposition hier steckt der Wurm. Die Herrschaften sind vorerst noch im Kampf mit und gegen sich selbst im Stress.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.05.2013 14:32 Uhr
Christine Sontag

Stimmt nicht ganz

Bei der Wahl des Präsidenten wurde allgemein nicht FÜR Hollande sondern GEGEN Sarkozy gestimmt.
Leider sind nur ca. die Hälfte der eingetragenen Wähler zur Urne gegangen. Von dieser Hälfte bekam Hollande knapp mehr als 50 %. Heute ist er statistisch bei über insgesamt 70 % unbeliebt. Dass er an die Macht kam, war für ihn selbst wohl die grösste Überraschung seines Lebens.
Hollande wurde vorher nur in einem Département gewählt, das völlig bankrott ist. Seine Minister waren bisher fast alle unbekannt und viele davon sind es auch heute nach einem Regierungsjahr noch!
Die Wahlversprechen waren eindeutig oberflächlich, wenn man ein wenig von Politik versteht und nicht nur ideologisch denkt.
Sarkozy war als Person recht unbeliebt geworden, trotz harter Arbeit und mutiger Entscheidungen, die er durchgesetzt hat. Auch sollte man behaupten dürfen, dass Frau Merkel und Herr Sarkozy gemeinsam äusserst wirksam die Krise "verarbeitet" haben.
Hollande + Clique sind durch Unwissenheit gefährlich

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Horst lauterbach
Horst lauterbach (ash26e) - 16.05.2013 22:28 Uhr

Herr Holland

als gewählter Präsident der Französischen Republik sind Sie doch gewählt, um die Probleme Frankreichs zu bewältigen. Wennn Sie diese Probleme jetzt an Die EU weitergeben heßt das auf deutsch, Sie wissen nicht weiter!! Also treten Sie zurück und lassen Sie in Frankreich neu wählen.

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Wolfgang Richter

Stop!

Eine gemeinsame "Wirtschaftsregierung" mit dem sozialistischen Frankreich darf es nicht geben.
Jede "Vertiefung" der Brüsseler Bürokratie-Diktatur ist abzulehnen.
Es ist nicht unsere Aufgabe, Frankreichs marode Banken zu retten, das französische Staatsdefizit zu begleichen und uns zum Dank dafür von Hr. Hollande auch noch Vorschriften machen zu lassen.
Frankreich ist ein großes, stolzes Land mit vielen sehr gut ausgebildeten Bürgern. Es kann und muß seine Probleme selber lösen, ohne andere zu belasten.

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16.05.2013, 17:40 Uhr

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Die Sozialdemokraten blasen seit Monaten die Backen auf: Der Mindestlohn! Die Frührente! Die Energiewende! Und doch schlägt sich das in den Umfragen nicht nieder. Denn die Partei kreist vor allem um sich selbst. Ein Kommentar. Mehr