Beitrag per E-Mail versenden
Maas und von der Leyen sehen EU-Beitrittsperspektive für die Türkei
Bundesminister
Maas und von der Leyen halten EU-Beitritt der Türkei für möglich
Von
Justizminister Heiko Maas und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen halten einen EU-Beitritt der Türkei nach eigenen Aussagen für möglich. Allerdings dürfe das Thema nicht mit der Flüchtlingskrise vermengt werden.
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.
Beitrag per E-Mail versenden
Vielen Dank
Der Beitrag wurde erfolgreich versandt.
Veröffentlicht: 11.03.2016, 12:42 Uhr
Bundesminister
Maas und von der Leyen halten EU-Beitritt der Türkei für möglich
Justizminister Heiko Maas und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen halten einen EU-Beitritt der Türkei nach eigenen Aussagen für möglich. Allerdings dürfe das Thema nicht mit der Flüchtlingskrise vermengt werden.
11.03.2016
© AFP
Von Asien nach Europa: die kürzlich eingeweihte Yavuz-Sultan-Selim-Brücke bei Istanbul
Bundesjustizminister Heiko Maas spricht sich für einen EU-Beitritt der Türkei aus. Er sei „grundsätzlich“ dafür, sagte er dem „Spiegel“. Allerdings dürfe das Thema nicht mit der Flüchtlingskrise vermengt werden. „Ich bin dafür, dass die Kapitel Justiz und Menschenrechte endlich eröffnet werden“, sagte Maas (SPD). „Dann muss die Türkei liefern, etwa bei Pressefreiheit und rechtsstaatlicher Justiz.“
Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht Chancen, das Land in die Europäische Gemeinschaft aufzunehmen, falls die Gespräche mit der Regierung in Ankara erfolgreich verlaufen sollten. Es sei „richtig, die Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei jetzt weiterzubringen“, sagte von der Leyen dem „Spiegel“. Dieser Prozess werde „über Jahre laufen“ und sei „auch für die Menschen in der Türkei gut“.
Mehr zum Thema
Die Opposition in Berlin sieht das anders. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hatte vergangene Woche gesagt, die Türkei entferne sich momentan politisch von Europa. Es habe deshalb keinen Sinn, neue Beitrittskapitel zu eröffnen.
Themen zu diesem Beitrag:
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben
Weitere Empfehlungen
Mehmet Şimşek
Erdogans Besänftiger
Vizepremier Mehmet Şimşek ist Kurde, Brite und Volkswirt. Er kommt aus einfachen Verhältnissen, aber hat international Karriere gemacht. Das alles könnte beim Neuanfang in der Türkei helfen.
Mehr
Von
Christian Geinitz, Wien
19.04.2017, 16:25 Uhr | Wirtschaft
Unregelmäßigkeiten bei Wahl
Türkei weist Vorwürfe als falsch zurück
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat auf Unregelmäßigkeiten beim Verfassungsreferendum in der Türkei hingewiesen. Der Bericht der Beobachtergruppe sei nicht objektiv und extrem parteiisch, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu.
Mehr
20.04.2017, 18:55 Uhr | Politik
TV-Film Nervöse Republik
Hier kommt etwas ins Rutschen
Der Film Nervöse Republik zeichnet ein Bild von Menschen in Erwartung einer Wende, von der sie nichts verstehen. Dem Regisseur gelingen erstaunliche Einsichten in die Gedanken seiner prominenten Gesprächspartner.
Mehr
Von
Hans Hütt
19.04.2017, 20:39 Uhr | Feuilleton
Verfassungsreferendum
Die Türkei am Scheideweg
Mehr als 50 Millionen wahlberechtigte Türken haben über die Zukunft ihres Landes entschieden. Eine knappe Mehrheit will, dass Präsident Erdogan künftig noch mehr Macht bekommt. Das Referendum hinterlässt eine gespaltene Gesellschaft
Mehr
21.04.2017, 08:28 Uhr | Politik