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„Anti-Terror-Operation“ : Ukrainische Armee rückt in Donezk-Region vor

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Ein ukrainischer Soldat mit Schnellfeuergewehr ruft in Richtung prorussische Demonstranten vor der Luftwaffenbasis in Kramatorsk Bild: REUTERS

Sicherheitskräfte der Interimsregierung in Kiew haben den Militärflughafen zwischen Kramatorsk und Slawjansk gestürmt, den Separatisten unter Kontrolle gebracht hatten.

          Die ukrainische Übergangsregierung hat ihren angekündigten angekündigten Einsatz gegen prorussische Milizen im Osten des Landes begonnen. Zu Schusswechseln zwischen ukrainischen Einheiten und moskautreuen Aktivisten kam es in der Nähe der Städte Kramatorsk und Slawjansk im Verwaltungsgebiet Donezk. Die Doppelstadt ist das nördliche Tor des Donbass, des schwerindustriellen Herzlands der Ostukraine. Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte am Abend zunächst, dass es Tote gegeben habe. Andere seriöse Quellen zweifeln dies indes an. Ein endgültiger Beweis steht zur Stunde aus. Interimspräsident Oleksandr Turtschinwo sagte, man habe den Flugplatz unter Kontrolle gebracht. Das russische Staatsfernsehen berichtete von mindestens vier Toten. Turtschinow hatte den Beginn des Einsatzes am Dienstagmorgen im Parlament in Kiew verkündet. Ziel des Vorrückens im Norden des ostukrainischen Gebiets Donezk sei der „Schutz der Bürger vor Terroristen, die das Land zerreißen wollen“. Ein Ultimatum des Präsidenten, die Waffen niederzulegen und besetzte Gebäude zu verlassen, hatten die Aufrührer am Montag verstreichen lassen.

          Ein ukrainischer Militärkommandeur drohte den prorussischen Separatisten im Osten des Landes am Dienstag mit ihrer  „Vernichtung“. „Sie müssen gewarnt sein, dass sie vernichtet werden, wenn sie ihre Waffen nicht niederlegen“, sagte General Walerij Krotow, der stellvertretende Kommandeur der ukrainischen Spezialkräfte (SBU). Die prorussischen Kämpfer würden von hunderten Soldaten des russischen Militärgeheimdienstes GRU unterstützt, die „große Erfahrung mit Konflikten“ hätten, sagte Krotow. Die ukrainische Übergangsregierung hatte am Dienstag ein erstes Bataillon der Nationalgarde in den unruhigen Osten des Landes entsandt.

          In Slawjansk halten prorussische Kräfte seit Tagen mehrere  Verwaltungsgebäude besetzt. Auch in mehreren anderen Städten der Region sind öffentliche Gebäude von prorussischen Gruppen besetzt.  Sie fordern ein regionales Referendum über eine Angliederung an Russland.

          In der Nähe der Städte Kramatorsk und Slawjansk im Verwaltungsgebiet Donezk gingen ukrainische Soldaten am Dienstag gegen moskautreue Aktivisten vor Bilderstrecke

          Der ukrainische Übergangspräsident Turtschinow hatte im ukrainischen Parlament bekanntgegeben, dass die Operation der Sicherheitskräfte und der Armee gegen die bewaffneten Separatisten im Osten der Ukraine begonnen habe. Dabei werde „schrittweise und mit Augenmaß“ vorgegangen, denn außer „russischen Diversanten und Terroristen“ lebten dort auch „von der russischen Propaganda betrogene Bürger der Ukraine“ sowie „unschuldige Ukrainer“. Das wichtigste Ziel sei es, diese „Menschen zu schützen“. Russlands Außenminister Lawrow forderte, die Aktion zu beenden. Wenn die ukrainische Regierung Gewalt anwende, könne das die für Donnerstag geplanten Vierer-Gespräche der Vereinigten Staaten, der EU, der Ukraine und Russlands gefährden.

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