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Freitag, 17. Februar 2012
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Ermittlungen gegen Sicherheitsfirma Blackwater soll Waffen in den Irak geschmuggelt haben

22.09.2007 ·  Die private amerikanische Sicherheitsfirma Blackwater war jüngst in die Schlagzeilen geraten, nachdem Wachleute des Unternehmens in Bagdad elf Menschen erschossen hatten. Jetzt gibt es neue Vorwürfe: Die Justiz ermittelt offenbar wegen illegalen Waffenschmuggels.

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Die amerikanische Justiz hat Ermittlungen gegen die private Sicherheitsfirma Blackwater aufgenommen. Dabei geht es um Hinweise, wonach Angestellte von Blackwater illegal Waffen in den Irak geschmuggelt und dort auf dem Schwarzen Markt verkauft haben sollen. Es wird vermutet, dass die Waffen so in die Hände einer Terrororganisation gelangt sind.

Es gebe genug Beweise für eine Anklage, teilten Regierungsbeamte der Nachrichtenagentur AP am Freitag in Washington mit. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in North Carolina geleitet, wo Blackwater seinen Sitz hat. Unterstützt werden sie von Beamten aus der internen Kontrollabteilung des Verteidigungs- und des Außenministeriums.

Schnellfeuerwaffen, Nachtsichtgeräte, Armierungen

Zuvor hatte die Zeitung „News&Observer“ aus Raleigh im amerikanischen Staat North Carolina unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise berichtet, die Staatsanwaltschaft prüfe Vorwürfe, Blackwater habe Schnellfeuerwaffen, Nachtsichtgeräte, Armierungen und andere Militärgüter ohne die nötigen Genehmigungen ausgeführt. Auch auf einem Übungsgelände in North Carolina seien möglicherweise Dutzende Schnellfeuerwaffen ohne Genehmigung eingesetzt worden.

Zwei frühere Blackwater-Angestellte hätten internationale Geschäfte mit gestohlenen Schusswaffen gestanden und arbeiteten mit den Ermittlern zusammen, hieß es weiter.

Elf Menschen erschossen

Blackwater war jüngst in die Schlagzeilen geraten, nachdem Wachleute des Unternehmens in Bagdad vergangenen Sonntag elf Menschen erschossen. Laut einem Bericht der „Washington Post“ hat die irakische Regierung ihre Ermittlungen zu dem Vorfall mittlerweile auf sechs weitere Gewalttaten seit Jahresbeginn ausgeweitet, an denen die Firma ebenfalls beteiligt gewesen sein soll. Dabei seien mindestens zehn Iraker getötet worden.

Blackwater schützt mit rund 1000 Beschäftigten die amerikanische Botschaft in der irakischen Hauptstadt. An Aufträgen der Regierung hat Blackwater seit der Invasion im Irak mehrere hundert Millionen Dollar verdient.

Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice ordnete nach dem Vorfall am vergangenen Sonntag eine umfassende Überprüfung der Sicherheit von Diplomaten in Bagdad an. Es müsse geklärt werden, wie diese künftig gewährleistet werden solle, hieß es im State Departement.

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