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Konflikt mit der Türkei : Erdogan-Sprecher: Deutschland unterstützt Gülen-Bewegung

  • Aktualisiert am

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Mitte März bei einer Wahlkampfveranstaltung im türkischen Eskisehir Bild: dpa

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes hat angezweifelt, dass die Gülen-Bewegung für den Putschversuch in der Türkei verantwortlich ist. Das sorgt in Ankara für Verärgerung.

          Der Sprecher des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Äußerungen von BND-Präsident Bruno Kahl über den Putschversuch in der Türkei kritisiert. Diese seien ein weiterer Hinweis dafür, dass Deutschland die Bewegung um den in den Vereinigten Staaten lebenden Prediger Fethullah Gülen „unterstütze“, sagte Ibrahim Kalin am Sonntag in einem Interview mit dem Sender CNN Türk.

          Die Türkei macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) sieht das jedoch anders. Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte er: „Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen“. Kahl sieht den Putschversuch zudem als „willkommenen Vorwand“ für die Massenentlassungen danach, die seiner Einschätzung nach ohnehin geplant waren.

          Erdogan-Sprecher Kalin warf Deutschland zudem wegen einer Kurden-Demo in Frankfurt Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. In Frankfurt waren am Samstag rund 30.000 Kurden aus ganz Deutschland unter dem dem Motto „Nein zur Diktatur – Ja zu Demokratie und Freiheit“ auf die Straße gegangen. Ziel war eine zentrale Kundgebung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz. Kalin dagegen bezeichnete das Newroz-Fest als „Vorwand“ für PKK-Propaganda.

          Kritik aus der Türkei : 30.000 Kurden demonstrieren in Frankfurt

          Demonstranten zeigten auch Fahnen mit dem Porträt des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan. Dies ist in Deutschland seit kurzem nicht mehr erlaubt. Die Polizei hatte Videoaufnahmen angekündigt, nachdem sich Demonstranten weigerten, die Fahnen einzurollen.

          Quelle: alri./dpa

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