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Entführung Caliparis Tod: Keine Vorwürfe an amerikanische Soldaten

26.04.2005 ·  Wegen der tödlichen Schüsse auf den italienischen Geheimdienstchef Calipari bei der Befreiung der entführten Journalistin Giuliana Sgrena ist den Schützen kein Vorwurf zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der amerikanischen Armee.

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Bei den Schüssen auf das Fahrzeug der im Irak befreiten italienischen Journalistin Giuliana Sgrena haben die betroffenen amerikanischen Soldaten laut einem Verteidigungsexperten „im Großen und Ganzen“ lediglich Anweisungen befolgt. Dies werde das Ergebnis der Untersuchungen eines Sonderausschusses der amerikanischen Armee sein, erklärte der ranghohe Beamte in Washington. Der Bericht werde sich allerdings kritisch mit der Angemessenheit der entsprechenden Anweisungen auseinandersetzen. Dazu gehöre vor allem die Frage, ob es zulässig gewesen sei, Gewalt anzuwenden.

Der Beamte ließ offen, ob die Soldaten, die an einer Straßensperre nahe des Bagdader Flughafens die Schüsse auf das Fahrzeug der Italiener abgaben, in irgendeiner Form wegen ihres Verhaltens kritisiert würden. Beobachter vermuten allerdings, daß dies nicht der Fall sein werde, da der Untersuchungsausschuß ja zu dem Schluß komme, daß sie lediglich Befehle ausgeführt hätten. Bei dem Zwischenfall am 4. März wurde der Geheimdienst Nicola Calipari getötet, der sich schützend über Sgrena geworfen hatte.

Italienisches Einverständnis fraglich

Der Gewährsmann ließ ebenfalls offen, ob die italienischen Vertreter in dem Militärausschuß den Bericht akzeptieren würden. Von Anfang an hatte es wegen der Beurteilung des Zwischenfalls Meinungsverschiedenheiten zwischen Rom und Washington gegeben, wie italienische Medien berichteten.

So hat die italienische Seite stets Aussagen amerikanischer Soldaten zurückgewiesen, das Fahrzeug mit Sgrena und den Geheimdienstbeamten sei zu schnell gefahren. Auch habe es vor den Schüssen keinerlei Warnung gegeben. Dies wurde von der amerikanischen Seite bestritten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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