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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Einsatz von Kampfhubschraubern UN stufen Konflikt in Syrien als Bürgerkrieg ein

 ·  Das syrische Regime soll nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen auch Kampfhubschrauber gegen Aufständische einsetzen. Die amerikanische Außenministerin Clinton zeiht Russland der "Lüge".

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Jürgen Orlok

Lügen auch von der UN

Wenn Herr Ladsous behauptet, daß die syrische Regierung militärisch gegen die eigene Bevölkerung vorgehe, ist es eine Lüge. Eine Lüge, die die Gleichsetzung von bewaffneten Terroristen mit Zivilisten macht. Die UN lügt genauso wie damals zu Libyen.Es scheint Widersprüche zwischen den Propagandaabteilungen von Pentagon und Außenamt zu geben. Vergessen ist offenbar, daß NATO&Co Kampfhubschrauber gegen Zvilisten in Libyen einsetzten. Wo bitte sonst gilt der Einsatz von Militär gegen gegen die jeweils "definierten Terroristen" als unzulässig? In Afghanistan? Im Libyen des NTC? In Afrika? Die Terroristen fangen Kämpfe in zivilen Gebieten an , gefährden die Bevölkerung und dann wenn sie zu stark unter Druck geraten, bekommen sie einen humanitären Heiligenschein, da mit ihrem Abzug offensichtlich die Kampfhandlungen der Regierung eingestellt werden. Diese Widersprüche gehören thematisiert, Nicht Sprachrohr der Terroristen sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 23:22 Uhr
Helmut Scheller

@JÜRGEN ORLOK

Nun, eine Lüge ist es nicht. Natürlich sterben in Syrien auch Zivilisten, weil Assad die Macht nicht an die Rebellen abgeben und das Land dem Chaos überlassen will.
Aber interessant ist es schon, wie bei uns mit zweierlei Maß gemessen wird.
Wenn der Westen bei der Bekämpfung von Terroristen, nichts anderes sind ein Großteil der sunnitischen Aufständischen in Syrien, auch unbeteiligte Zivilisten tötet, was nicht nur in Palästina und in Afghanistan, Pakistan oder dem Yemen regelmäßig geschieht und in Serbien wie auch seinerzeit in Vietnam nicht ausgeschlossen sondern als hinnehmbar akzeptiert wurde, dann steht dies ausserhalb jeglicher Kritik der Medien.
Wenn allerdings ein, dem Westen nicht genehmer Politiker im Kampf gegen diejenigen, die ihn stürzen und mit ziemlicher Sicherheit auch töten wollen, den Tod von Zivilisten hinnimmt, dann soll dies plötzlich ein furchtbares Verbrechen sein?

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Martin Schmitt

Im Osblock haben die Zivilisten nicht geschossen

Wie kommen die "Zivilisten" zu schweren Waffen? Hat der Staat nicht etwa das Gewaltmonopol? Die Demokratiebewegung im Ostblock sah anders aus. Ich wünsche mir eine unabhängige und objektive Berichtserstattung. Ich möchte auch erfahren welche Rolle an diesen Bürgerkriegähnlichen Zuständen die Türkei hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 18:09 Uhr
Helmut Scheller

@MARTIN SCHMITT

Sie, wie schon im Fall Libyen, lange auf entsprechende Informationen deutscher Medien warten müssen.
Es wird doch nur nachgeplappert, was von bestimmten Presse (PR)-Agenturen im Auftrage der Politik politisch korrekt vorgegeben wird.
Für den Betrachter ist erkennbar, dass die Gewalt in Syrien seit über einem Jahr eskaliert. Jedem Betrachter müsste auch klar sein, dass das Assad-Regime mit einem ganz normalen unbewaffneten Aufstand der Bürger schon lange fertig geworden wäre.
Warum wohl läßt Assad mit schweren Waffen selbst in Wohngebiete schießen?
Weil Assad einen Völkermord am eigenen Volk begehen möchte? Wen will er dann beherrschen?
Man schießt mit diesen Waffen, weil sich schwer bewaffnete Rebellen(die Türken, also die NATO, und die Saudis lassen grüßen) und Putschisten in diesen Wohngebieten verstecken. Die sunnitischen Rebellen, sind am Tod der dort lebenden Christen und aller anderen Andersgäubigen doch interessiert, sie nutzen sie im Propagandakrieg gegen Assad.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 13.06.2012 13:35 Uhr

Warum immer das Gerede, dass es zum Buergerkrieg kommen kann? Es ist doch schon lange einer!

Von wo haben all die, auf Assads Seite hier stehen, ihre Weisheit her???

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 13:45 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 14.06.2012 13:45 Uhr

Ja der Wille, Herr Scheller

es gibt zuviele in unserem Lande, die den Willen haben andere Menschen zu Missinformieren, und indoktrinieren. Sie wollen doch nicht Versuchen, wir weis zumachen, dass Rebellen ganze Staedte zerstoeren konnen mid einfachen Geweren! Ich habe zerstoerte Haeuser und Wohnbloeck gesehen, die NUR mir schweren Panzern angerichtet werden konnten. Selbst die DW - die nur eine selbsherrliche, linke Geselschft ist, hat da einen Bericht gebracht in dem viele solche Bilder zu sehen sind. Sie koennen vor mir Hire eigene Meinung haben. Aber warum ihr Einsatz fuer Gewaltherrscher???

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 14.06.2012 01:08 Uhr

Herr Scheller, sind Sie sich sicher, dass Sie sich wiklich informiren?

Ich habe den Eindruck, dass Sie sich indoktrinieren lassen. Ich kann auch Medien rund um die Welt empfangen. Und scho, als ich etwa 16 war, noch im Zwangsarbeitslager, haben die Kommunisten versucht - mit Hochdruck - mich zu indoktrinieren, ist denen aber nicht gelungen - obwohl die zuschlagen konnten wann immer sie wollten.

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Helmut Scheller

@JOSEF BUJTOR

Weil sie fähig sind, die Quellen des Internets und des Satellitenfernsehens zu nutzen, weil sie noch zum Denken fähig sind und ihre Hirne nicht vom Unterschichtenfernsehen degeneriert wurden. Ist doch ganz einfach, versuchen Sie es einfach auch einmal oder versuchen Sie wenigstens einmal, die Argumente dieser Menschen zu verstehen oder ernsthaft zu widerlegen.
Widerlegen ist allerdings weniger eine Glaubens- als eine Wissensfrage und das Netz sowie ausländische Satellitensender sind voll von Wissen.
Wem es allerdings ausreicht, sich per der weitgehend gleichgeschalteten deutscher Printerzeugnisse und der "Berichte" deutscher Korrespondenten, denen ihre Zentralen sagen, was sie gefälligst gesehen und gehört haben (ich erinnere an die bösen Erfahrungen eines Ulrich Tilgner mit dem ZDF), zu informieren, der muss eben mit seiner Pseudo-Weisheit leben - Pech gehabt. Nie war es so einfach, sich zu informieren - allerdings setzt dies den Willen jedes Einzelnen zur Information voraus.

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Peter Pen

Ernte der westlichen Kriegstreiberei

Auch deutsche Politiker und Medien heizen die gewalttätigen Auseinandersetzungen an. Läuft doch nach Plan. Kosovo, Irak, Afghanistan, Libyen, Ägypten, nun Syrien und der Libanon, die Blutspur westlicher Menschenrechtskriege wird immer länger, die Begründungen für die Kriegstreiberei immer einfältiger.

Ich nehme an es ist das alte Prinzip von innerem Chaos durch militärische Einsätze im Äußeren abzulenken. Die Politiker des "Westens" sind völlig inkompetent, haben ihre Länder ins Schuldenchaos gestürzt, Arbeitsplätze nach Asien verschafft. Da kommen doch Kriege im Namen der Ersatzreligion "Menschenrechte" gerade recht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 14:07 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 14.06.2012 14:07 Uhr

Herren Scheller, Pen

Wirklich EINFAELRTIG sind Sie meine Herren!!! Ich will nicht auf all die "weisheiten" die jemand Ihnen eindoktriniert hat eingehen.
Aber Vietnam geistert immer noch in ihren Kreisen herum. Ich habe erst vor einigen Tagen mit einer jungen Studentin aus Vietnam gesprochen, die nichts mehr mit Ho Chi Minh anfangen konnte. In Vietnam gibt es viel weniger Ho-Freunde, als im Westen. Dort gab es nur eine kleine Gruppe bessener, die diese unheilvolle, Kommunistische Ideologe, durchsetzen wollten. Dafuer mussten soviele Vietnamesen und andere Menschen sterben und heute suchen die Vietnamesen nach dem US-Dollar und NICHT nach der Marx-Ideologie. Meine Herren, ich wuensche Ihnen nicht, dass Sie meine und Millionen anderer Menschen Erfahrung mit dieser Ideologige machen muessen.

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Helmut Scheller

@PETER PEN

Natürlich sind auch deutsche Politiker dabei, wenn es darum geht, die Konflikte in anderen Staaten anzuheizen - solange diese Konflikte in ihrem Interesse sind.
Dass diese Konflikte sehr lange anhalten können, dass beweisen nicht nur Afghanistan und der Irak.
Als es 1955 in der chinesischen Provinz Tibet wieder einmal zu einem blutigen Aufstand gegen die Herrschaft Pekings über die Region kam, fand dieser seine Unterstützung durch die USA.
Man schickte über die CIA Ausbilder und Waffen. Erst 1974, als der Vietnam-Krieg der USA als verloren galt, ließ man um der eigenen Rolle in Südostasien wegen willen die einstigen Freunde, den Dalei Lama und seine Exilregierung wie auch die tibetanischen Guerillas im Stich und begann einen Annäherungskurs an die kommunistischen Machthaber Chinas, die als Ping-Pong-Politik in die Geschichtsbücher Einzug fand.
Im Prinzip hatte der Westen also bereits 1955 Anteil an der Ausuferung eines innerchinesischen Konfliktes, der bis heute andauert.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 13.06.2012 13:28 Uhr

Natürlich herrscht Bürgerkrieg in Syrien.

Wie sich die Bilder zwischen einstmals Libyen und nun Syrien gleichen. Erschreckend.

Da agiert und agitiert ein Rebell aus dem sicheren London Rami Abdel Rahman und will Kofi Annan, der neben Assad alles menschenmögliche tut, damit die Liste der Regelungen eingehalten werden und immer wieder funken die Rebellen dazwischen.

Ich weiß nicht, ob das die Köpfe der Militärs nicht verstehen: Wenn offiziell deutlich von Assad gesagt wird, dass er sich an die vorgeschriebenen Pläne zu Verhandlung halten will und die Rebellen das nicht wollen, weil sie was ganz anderes wollen, kann Assad sich auf den Kopf stellen und mit den Füßen Klavier spielen. Annan könnte ihm dabei noch - ebenfalls auf dem Kopf stehend - die Noten umblättern. Es hilft nichts.

Rebellen heißen Rebellen, weil sie gegen das, was ist- nämlich Assad- rebellieren. Sie wollen ihn nicht. Sie wollen, weil der Chef in London sitzt, einen west-freundlichen, der sich von Ahmadinedschad lossagt und dann - freie Fahrt i.d.Iran.

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Gerd Weghorn
Gerd Weghorn (weghorn) - 13.06.2012 12:55 Uhr

Die "Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer" ist grundgesetzkonform!

Was das Assad-Regime im Falle eines "Bürgerkriegs" unternimmt, das ist auch noch deutschem Recht nicht nur legitim, sondern legal. Zur Begründung dieser Tatsache darf ich hier den Art. 87a GG zitieren, in welchem es u. a. heißt:

"Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung (...) Streitkräfte (...) bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen."

Würden sich die USA und die anderen Unterstützer der Aufständischen aus dem Bürgerkrieg heraushalten, dann wären die Oppositionellen im Lande - es soll sich um Sunniten handeln, die über die absolute Mehrheit verfügten? - gezwungen (!), bei der "Willensbildung des Volkes" den Weg des gewaltlosen Widerstandes zu beschreiten, der nicht nur in der DDR "die Wende" gebracht hat.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:34 Uhr
Helmut Scheller

@GERD WEGHORN

Natürlich würden die Staaten des westlichen Parteienfeudalismus auf gewaltsame Versuche, das bestehende Gesellschaftssystem zu stürzen, nicht wesentlich anders reagieren, als dies der syrische Herrscher derzeit praktiziert.
Wie haben den Großbritannien auf die Versuche irischer Befreiungsbewegungen, die Herrschaft Londons über den Norden Irlands zu beenden, in der Vergangenheit reagiert?
Ich bin gerade in Belfast und Derry gewesen und habe mit eigenen Augen gesehen, dass die irische Bevölkerungsgruppe lange nicht unter den gleichen Lebensbedingungen existiert, wie die englische und die schottische. So werden Nordiren in Belfast in Ghettos gehalten, die von Mauern und Zäunen umgeben sind und deren Tore, jederzeit geschlossen werden können, was von Zeit zu Zeit, wenn es politisch wieder unruhiger wird, auch geschieht.
Ich habe die Polizeistationen gesehen, die wie Festungen abgesichert und von Unmengen von Nato-Stacheldraht umgeben sind. Ein neuer Aufstand und das Militär schießt dort...

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Phillip Stolze
Phillip Stolze (philze) - 13.06.2012 12:29 Uhr

warum ziehen wir uns nicht einfach komplett,inklusive industrie und humanitärer hilfen aus afrika

zurück, dann kann da endlich mal alles richtig revolutioniert werden ohne irgendwelche großen brüder die eingreifen und damit den natürlichen lauf der entwicklung entschieden stören.die großen afrikanischen diktatoren können sich nur so lange im amt halten wie geld aus den industrienationen ihre kassen füllen und die arme gesellschaft kann sich nicht durch arbeit ernähren, da niemand genug geld hat um sich ein afrikanisches produkt zu kaufen, denn die lebensmittel und klamotten aus europa sind ja schließlich günstiger. WENN DIE AFRIKANISCHE GESELLSCHAFT ENDLICH BEGREIFT,DASS SIE MIT IHRER MASSE JEDEN DIKTATOR STÜRZEN KANN wird dies auch passieren.nur merkt sie das nicht, solang wir in unserer geordneten gesellschaft diese geheuchelte hilfe noch als balsam für unsere seele brauchen,weil wir es nicht begreifen,dass wir einfach nur glück hatten hier geboren zu sein.
wie hilft man einem obdachlosen am besten? 1.)ich geb ihm 500€ bar auf die hand oder 2.)ich helfe ihm sich selbst zu helfen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 13:35 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 13.06.2012 13:35 Uhr

Sehr schön was Sie schreiben und Sie haben recht.

die nordafrikanische Gesellschaft hatte sich mit Gaddafi selbständig und unabhängig vom Westen machen wollen. Gaddafi hatte die AU aufgebaut nach europäischem Vorbild der EU.

Wie ist es ihm erganangen ? Alle Diktatoren, die sich vom Westen abwandten und allein, ohne IWF und NATO aber die UN-Verträge zum Völkerrecht unterschrieben hatten, wurden auf kriegerische Art und Weise beseitigt.

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 13.06.2012 10:19 Uhr

Den Bürgerkrieg haben wir im Irak immer noch - trotz westlicher Intervention.

Was seltsam ist, sind die Urteile der westlichen Presse in diesem Konflikt. Einzelne Journalisten - wie der Damaskus-Korrespondent der ARD oder ein Analyst im DLF vor einigen Tagen - betonen, dass Assad sehr viel Rückhalt in der Bevölkerung hat. Kann es nicht sein, dass die Analyse der Russen über die dortige Lage richtig ist? Im Irak wurde ein Diktator beseitigt - heute gab es dort wieder einen Bombenanschlag mit 25 Toten. Hat der Westen dort den Frieden gebracht? Vermutlich wäre die Gesamtopferzahl viel geringer, hätte man den brutalen aber säkularen und nicht islamistischen Diktator dort belassen. In Syrien kämpft Assad ja gegen Al Quaida. Ist es nun richtig, diese Kräfte zu stärken indem man Assad bekämpft? Wer weiss denn schon, was wirklich in dem Land vorgeht? Mir sind die Urteile der westlichen Gutmenschen zu vorschnell. Immerhin ist Assad kein Islamist, seine Frau ist unverschleiert, die Nicht-Moslems im Land unterstützen ihn und haben panische Angst vor dem Islamismus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 12:35 Uhr
Helmut Scheller

@GERHART MANTEUFFEL

Die Nicht-Moslems haben auch allen Grund, vor dem, im Westen so erwünschten Untergang der Assad-Regimes Angst zu haben.
Da wurde und wird immer wieder von den zivilen Opfern in der Stadt Homs palavert - alle sollen sie Opfer Assads sein. Kann so pauschal nicht stimmen, denn die UN-Inspektoren mussten feststellen, dass es sich fast ausschließlich um Opfer sunnitischen Milizen - sorry: der "Befreiungskämpfer" handelte. Sie ermordeten dort massenhaft Christen, Shiiten und Alawiten
Sollte dieser "arabische Frühling" dank westlicher "Schützenhilfe" Erfolg haben, dürfen wir uns in Europa auf eine neue Flüchtlingswelle einstellen, dann werden nämlich tausende Christen einer neuen Heimat bedürfen, da ihnen in ihrer alten Heimat dann Verfolgung und tödlicher Terror drohen.
Der Westen öffnet gerade einem Religionskrieg, der durch den Assad-Clan seit Jahrzehnten, teils mit sehr harter Hand und, nach westlichen Maßstäben, nicht immer mit rechtsstaatlichen Mitteln verhindert wurde, Tür und Tor.

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Alexander Rady

Einsatz gegen das eigene Volk...

oder gegen die ->Rebellen<-, die unnachgiebig und ohne Gnade vorgehen?
„Wir haben uns zu einem taktischen Rückzug entschlossen, um Opfer unter den Zivilisten zu vermeiden“, sagte der syrische Rebellenführer Riad al Asaad.
Sollte es nicht eher heissen "Wir haben uns aus taktischen Gründen hier in der Stadt eingegraben, um Zivilisten als Schutzschilde zu benutzen, aber das klappt nicht, also lieger weg hier und sich als Retter aufspielen"?

Dieses Schauspiel ist wiederlich... Dass die Assadtruppen plündern, mag ja sein, dass machen aber alle Truppen im Krieg. Dass die Assadtruppen gegen das eigene Volk (nicht Rebellen) vorgehen, kann ich nicht recht glauben (abgesehen von "Kollateralschäden"); hier scheinen die Rebellen größeren Nutzen zu haben (ua durch die Berichterstattung).

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 12:21 Uhr
Helmut Scheller

@ALEXANDER RADY

Als Opfer werden in unseren Medien interessanter Weise immer nur Menschen gezeigt, die man auf Grund ihres Äußeren als Zivilisten "erkennt". Allerdings muss man bei den Aufständischen davon ausgehen, dass sie, sofern es sich nicht gerade um putschende Militärs handelt, nicht uniformiert sind und ihr ziviles Auftreten als Kampfvorteil im Widerspruch zur Haager Landkriegsordnung missbrauchen.
Insofern werden uns sicher ständig die im Kampf gegen das Assad-Regime Gefallenen, die von den Zivilisten unterscheidbar sind, als "ermordete Zivilisten" untergeschoben.
Kinder wurden ermordet - oder kamen sie einfach "nur" im Rahmen von Kampfhandlungen, an denen sie beteiligt waren, um? In den orientalischen Ländern sind Kinder viel reifer als bei uns, sie heiraten sehr früh und bekommen auch entsprechend früh ihre ersten eigenen Kinder.
Den Status, den bei uns ein 18jähriger hat, der als Bundeswehrsoldat nach Afghanistan geht, hat in Syrien bereits ein 14jähriger. Das sollte man nicht vergessen.

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Helmut Scheller

Wundern Sie sich wirklich...

Ich kann Ihre Verwunderung jedenfalls nicht nachvollziehen.
In Syrien gab es im März 2011 Demonstrationen für ein Mehrparteiensystem, für Demokratie - was auch immer die Demonstranten darunter verstanden haben.
Sehr schnell wurden die Auseinandersetzungen gewalttätig - und zwar von beiden Seiten, denn wenn die Gewalt nur vom Assad-Regime ausgegangen wäre, hätte es keine Entwicklung der anfangs friedlichen Demonstrationen zu Auseinandersetzungen geben können, die für Assad zu einer existentiellen Gefahr wurden.
Kampfhubschrauber wie auch schwere Waffen setzt doch auch ein Diktator nur ein, wenn er ihrer bedarf um der Qualität der Bewaffnung seiner Gegner etwas gelichwertiges entgegen setzen zu können. Die Aufständischen wurden über die Türkei mit allem versorgt, dessen sie bedurften. Wenn dem nicht so wäre, hätte das Assad-Regime den Aufruhr doch schon längst im Keim ersticken können, denn es nach wie vor nicht die Mehrheit des Volkes gegen sich, sondern hochgerüstete Regimegegner.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 13:50 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 13.06.2012 13:50 Uhr

Ein lang geplanter Einmarsch

Ich möchte noch hinzufügen, was ich auf einem Blog imi- Informationsstelle gegen Militarisierung gelesen habe. Es ist so, dass diese Opposition ins Eskalationsgefüge des Westens passt, z.B. Absage an Verhandlungen oder Komprisse und immer wieder nach militärischen Eingreifen schreit.

Saudi-Arabien, Katar, Kuweit schicken Waffen.

Ausbildung der Rebellen erfolgt schon lange durch US-amerikanische, französiche und britische Truppen i.d. Türkei, Libyen, Nord-Libanon und auch in Syrien selbst scheinen westl. Spezialeinheiten zu sein.

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