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Einreiseverbot für Grass „Hysterische Überreaktion“

 ·  Auch in Israel regt sich Kritik am Einreiseverbot für Günter Grass. „Wer Schriftsteller boykottiert, wird am Ende Bücher verbrennen“, warnt der israelische Autor Joram Kaniuk. Chemie-Nobelpreisträger Aaron Ciechanover bezeichnet es als falsch, „auf Unsinn mit neuem Unsinn zu antworten“.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 10.04.2012 22:01 Uhr

Einreiseverbot

Kürzlich spekulierte der Autor über die Schwierigkeiten die Jesus heute hätte, wollte er nach seinem Tod nach Emmaus gehen. Da wäre vielleicht eine wenig Erinnerung an die Umwege angebracht gewesen, die der kleine dt.-dt. Grenzverkehr und der "antifaschistische Schutzwall" der DDR den Reisenden auferlegt hatte. Von anderen Grenzen, z.B. der zwischen Nord- und Südkorea oder Indien und Pakistan und vielen afrikanischen Staaten ganz zu schweigen. Für den Iran besteht faktisch ein Einreiseverbot für alle Deutschen. Richtig spannend wäre der Artikel wohl geworden, wenn Herr Rößler einen Versuch unternommen und darüber berichtet hätte, wegen aktueller Ereignisse auf dem Landweg von Jerusalem nach Damaskus zu gelangen. Noch spannender wäre allerdings gewesen, wenn dies einer aus der Grass-Fan-Gemeinde versucht hätte, die sich so sehr über die Einreisebedingungen in Israel ereifert. Er hätte den Versuch mit größter Wahrscheinlichkeit nicht überlebt.

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Otto Meier

Vergangenheitsbewältigung?!

Da geht wohl noch einiges durcheinander. Am "Gedicht" von Grass allein kann das nicht liegen.

"Wir" leben doch nicht mehr im Nationalsozialismus. Und "wir" sind mehrheitlich doch keine Nazis. Wir haben jedes Recht zur Kritik an allem und jedem, sei es an Israel, Iran, Deutschland, Juden, Moslems, Christen, Politikern, Priestern oder wem oder was auch immer. Man nennt das auch Meinungsfreiheit.

Wir leben nicht in Sippenhaft. Das Deutsche Volk ist nichts und niemandem verpflichtet, außer sich selbst und seinem Handeln. Wir müssen zwar mit unserer Geschichte leben, aber nicht in ihr. Wir sind nicht die Statthalter Israels. Diese ewige Selbstgeißelung steht einer positiven Zukunft im Wege und fördert nur die ewig Gestrigen.

Israel fühlt sich also bedroht, hat es sich das nicht auch in gewissem Maße selbst zuzuschreiben? Wie ist sein Umgang mit Minderheiten im eigenen Land? Was bedeutet seine Siedlungspolitik? Rechtfertigt der Verdacht eines iranischen Angriffs einen Prävenschlag?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.04.2012 21:17 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 10.04.2012 21:17 Uhr

@ derquer

"Wir haben jedes Recht zur Kritik an allem und jedem...." Außer natürlich an Herrn Grass? Grass hat Israel übrigens nicht kritisiert, sondern eindeutig Stellung bezogen für ein Regime, welches Israel und den USA schon an den ersten Tagen seines Bestehens den Krieg erklärt hat und vom ersten Tag an Frauen, d.h. die Mehrheit des iranischen Volkes unterdrückt und massenweise hinrichtet und wie nach allen Revolutionen, dissidente Revolutionäre ermordet hat. Einem Regime, dem niemand sagt ihr seid selber schuld, wenn wir, die Wahren, Edlen und Guten, euch kritisieren wenn ihr von Deutschland gekaufte Autokräne zu Massenhinrichtungen benutzt. Sie sind wirklich nicht verprflichtet sich selbst zu geißeln. Warum machen Sie es trotzdem?

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Kemal Yildirim

Mann könnte doch...

... gleich auch noch seine Geburtsstadt bombardieren. Nur so mal praeventiv. Mit Verlaub, aber dieses Getue nervt langsam. In Syrien und anderswo sterben tagtaeglich h
unzaelige Menschen - Frauen, Kinder, Alte - und mit WAS beschaeftigen wir uns? Ich finde das ganze anti- und prosemitische, auf weiten Strecken von BEİDEN Seiten geheuchelte Gerede langsam peinlich. Die Juden sind fürwahr nicht das einzige Volk das irgendwann einmal zu Leiden hatte; Indianer, Maya, eine unbekannte Zahl an Kleinststaemmen in den Urwaeldern dieser Welt, Russlanddeutsche, Ostturkmenen etc.... ALLE wurden und/oder werden auf die eine oder andere Art unterdrückt, ermordet, vergewaltigt. WO bitte sind da die ganzen Kommatazaehler?

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Viktor Krieger

@Heike Schneider: Zum Thema Bücherverbrennung


Die Aussage ist korrekturbedurftig:
"Die Bücherverbrennungen fanden im Dritten Reich in Deutschland statt!" Die Verbrennungen, Makulierungen von Büchern un und Säuberungen der Bibliotheksbestände fanden nicht nur im 3. Reich, sondern wesentlich früher und umfangreicher in Sowjetrussland bzw. in der Sowjetunion statt, seit 1917, allerdings mehr im verborgenen und nicht so wirkungsvoll in Bildern wie in D.

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Andreas Raab
Andreas Raab (winzling) - 10.04.2012 15:08 Uhr

manche Meldungen gehen unter

hysterisch? oder vielleicht eher neurotisch? Solches Verhalten ist bei Israel und Juden verständlich - denn Juden wurden seid Jahrhunderten verfolgt, unterdrückt, ermordet und bedroht. Angst vor Vernichtung rechtfertigt aber nicht jede Reaktion. Ein israelischer Präventivschlag gegen den Iran wäre auch schlicht ungerechtfertigt! Denn wenn es eine atomare Bedrohung dort gibt, so geht diese nicht vom Iran aus! - Dies konnte man erst kürzlich einer Meldung von dpa in Focus online vom 26.02.2012, 12:31 "Iran baut nach US-Berichten offenbar nicht an Atombombe" nachlesen ;-) Das sollten zumindest die Außenministerien und Regierungen der Länder die gegen den Iran hetzen zur Kenntnis nehmen! *A

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Ulrich Pillmann

keine Einreise für ehemalige SS-Leute

ich kann verstehen, dass Israel die Einreise ehemaliger SS-Angehörigen verweigert.
machen das die USA nicht auch ?
oder Polen, Russland, ... ?

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 10.04.2012 11:53 Uhr

Einen Schreiber kritisieren gleich mit Buecher verbrennen, wasnoch - o heiliger Grass

Am End sind die Iaraelis an allem schuld. Grass ist noch nicht ueber dem Zerfall des Mommunismus. Der mann wird immner jammern. Und seine Anbeterwerden mitjammern. Und Demokratie ist ein Fremdwort fuer ihn. Denn er sagt erwollte nur die - frrei gewaehlte - israelische Regierung kritisieren. das ist so richtig links-deutsch: Wer falsch waehlt, wird mit der gewaehlten Regierung verdammt. Links hat immer recht. Sollte das mal nicht der Fall sein demonstrieren wir bis zum Umfallen.

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Günter Busse

Danke, Günter Grass!

Ich denke, die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass Grass tatsächlich eine wichtige Debatte losgetreten hat. Denn wie war denn die Situation vor dem Grass-Gedicht?
Ein Krieg lag in der Luft, es wurde über konkrete Angriffspläne Israels berichtet, über Militärübungen über Griechenland, die als Vorbereitung eines Krieges dargestellt wurden.

Gleichzeitig gab es in den Medien eine Darstellung des Konfliktes, in dem die israelische Politik massiv verharmlost und der Iran dämonisiert wurde.
Günter Grass hat das Schweigen über den Krieg tatsächlich gebrochen. Er hat viele andere, die ebenfalls gegen den Krieg sind, ermutigt, es ihm gleich zu tun.
.
Viele Bürger, auch wenn sie selbst nicht über jedes Detail dieses Konfliktes informiert sind, haben den Eindruck gewonnen, dass Grass diffamiert wird. Viele fragen sich, warum in den Medien nur die Gegner von Grass, nicht aber die große Gruppe der Grass-Verteidiger zu Wort gekommen ist.
.
Grass hat sich wirklich verdient gemacht.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 10.04.2012 09:18 Uhr

An Dreistigkeit kaum zu übertreffen.

Da fordert Außenminister Lieberman vehement Iran auf, endlich internationale Inspektoren in die Atomanlagen zu lassen, für Israel lehnt er solche Inspektionen natürlich kategorisch ab. Aber noch dreister, wie in einem anderen Kommentar mitgeteilt, ist sein Einreiseverbot für eine UNO-Delegation, welche die Situation palästinensischer Flüchtlinge in den israelischen Lagern inspizieren wollte.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 10.04.2012 09:00 Uhr

Auch hier, weil es so schön entlarvend ist.

"Das Gremium der UNO in Genf hat beschlossen, die Auswirkungen der israelischen Siedlungspolitik zu untersuchen. Die Regierung in Jerusalem reagiert mit einem Einreiseverbot."
Bericht im Schweizer Tagesanzeiger vom 26.03.12
Hier scheint mir wohl eher ein Kampf zwischen Außenminister Lieberman und Innenminister Jischai ausgebrochen zu sein, wer von beiden besser auf die Pauke hauen kann.

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Albert Gutwein

Antisemitismus! Wirklich?

Ich finde den Streit um’s Grass Gedicht sehr erfrischend! Endlich kommt Leben in die müde, deutsche Poetenbude. Lesley Stahl, CBS Journalistin und Moderatorin der Sendung „60 minutes“, interviewte Meir Dagan, den mittlerweile entlassenen Chef des israelischen Geheimdienstes „Mossad“. Meir Dagan sagt dazu: Ein Angriff Israels auf Iran's Nuklear Einrichtungen würde verhehrende Folgen für die Region haben .... Und: ... er äußert die Befürchtung, selbst er, ein dekorierter Offizier der Armee und ein Mann, der sein Leben in den Dienst seines Landes stellte, werde in seiner Heimat Israel höchstwahrscheinlich des „Antisemitismus“ bezichtigt werden, wenn er öffentlich erkläre, er respektiere die arabische Kultur und er habe sogar gute Freunde unter den Arabern ....
Im Internet: The Spymaster: Meir Dagan on Iran's threat

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Ralf Vormbaum

Das Opfer

Das Einreiseverbot ist in der Tat so dumm wie das Gedicht. Man muss sich fragen, ob in heutiger Zeit überhaupt noch etwas ohne hysterische Reaktionen bleibt. Grass hat erreicht, was er wollte, den Skandal mit ihm als "Opfer" im Mittelpunkt.

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 10.04.2012 08:14 Uhr

Souverän

Ja, der israelische Innenminister hätte souveräner reagieren können. Aber die Reaktion ist in einem Land, das täglich mit Terror überzogen und regelmäßig von seinen Nachbarn und dem Iran mit Auslöschung bedroht wird, zumindest verständlich. Denn das israelische Umfeld, etwa die Palästinenser, ist ohne Frage antisemitisch. Und da klingt dieses Geschreibsel eines deutschen Dichters schnell, als käme es aus der gleichen Ecke, zumal die Reaktionen in deutschen Foren ja deutlich beweisen, dass der Antisemitismus hierzulande offenbar die letzten Hemmungen abwirft. Allerdings wäre ein lauten LOL auf dümmliche Bemerkungen wie, an dem Unsinn von Grass wäre was dran, weil die Israelis heftig reagieren, die bessere Reaktion gewesen. Aber mal sehen, wie man in Deutschland reagiert, wenn dieses Land ähnlich bedroht ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.04.2012 16:45 Uhr
Michael Uihlein

Auch Araber sind Semiten

und - wenn man der Bibel folgt, sogar Söhne Abrahams!
Wie können sie dann - von Personen mit Sebsthass einmal abgesehen - "antisemitisch" sein?

Und weiter: Was hat Kritik an Israels Säbelrasseln und dessen unkritischer Unterstützung durch das sebsternannte "gute" Deutschland mit Antisemitismus zu tun?

Und was die Bedrohung Israels durch iranische Atomwaffen betrifft: Es ist nicht auszuschließen, dass diese genauso "real" (zum besseren Verständnis: erfunden) ist, wie einst die Bedrohung durch irakisches Giftgas. Es gehört eben zur Kultur des Orients, von der eigenen Ohnmachtdurch martialisches Gebahren und lautstarke, nicht ernst gemeinte Drohungen abzulenken!

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Tony Tilger
Tony Tilger (Kopf8) - 10.04.2012 07:30 Uhr

Grass hat längst gewonnen

Grass wollte Israel wegen dessen permanent völkerrechtswidrigen Verhaltens an den Pranger stellen.

Das hat er gründlich geschafft.

Grass wollte auf die sofort refelexhaft geschwungene Antisemitismuskeule hinweisen, die jeder Kritik an Israel folgt.

Mit Dank an Broder & Co fürs Reintappsen in diese Falle: Das haben sie für ihn erledigt.

Grass stellte die Frage, warum an Iran und Israel so unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden. Israel hat die A-Bombe, lässt keine Kontrolle zu, droht einem anderen Land mit Angriff. Gibt es Sanktionen gegen Israel?

Die durchgehende Weigerung von Politik und Medien, diesen Punkt zu diskutieren, ist Antwort genug. Das Einreiseverbot zeigt die hysterische Angst vor diesem Thema.

Rd. 60% der Europäer halten Israel für die größte Gefahr für den Frieden. (2003/2011) - denen musste Grass nichts mehr erklären. Die tiefgehende Kluft zwischen Medienmeinung und öffentlicher Meinung zu verdeutlichen - das hat Grass damit aber geleistet.

Grass hat gewonnen.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Was gefragt werden muß:

Wieviele der Zigtausend Grass-Unterstützer in den Leserforen haben je in ihrem Leben ein Buch dieses Autors gelesen?

Hat denn wenigstens der aktuelle Skandal den Absatz der Grass-Bücher in den Buchhandlungen beflügelt?

Apropos: mir ist inzwischen der Appetit auf Grass-Lektüre gründlich vergangen. Das war schon bei Walser ganz genau so.

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Konstantin Schneider

Wo Grass recht hat, hat er recht

Auch wenn alle Gefahren nur eingebildet sind, also der Iran gar nicht beabsichtigt eine Atombombe auf Israel zu werfen und Israel dies auch nicht vorhat, so muss ein Dichter doch sagen dürfen, was er denkt. Und sollte es wirklich zum Superkrieg zwischen Teheran und Tel Aviv kommen, dann haben auch Jordanien und Syrien und der Libanon nichts zu lachen. Nie mehr Opfer zu sein wollen, ist völlig legitim. Also die Atombomben werden auch im Nahen Osten nicht hochgehen, weil viel zu viel Muslime sterben würden und das wäre dann das Ende der Mullahs in Persien. Aber ein bißchen dran erinnert werden, muss schon, da hatte Grass völlig recht.

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Siebo M. H. Janssen

Grass Debatte

Grass hat sicherlich mit seiner pauschalen Kritik an Israel daneben gegriffen, zielführender und klarer wäre eine Kritik an der israelischen Regierung gewesen - und überaus berechtigt...Auch seine Auffassung, dass er bisher nicht sagen könnte/durfte, was er nun mit "letzter Tinte" schreibt erinnert doch sehr an das angebliche Joch der PC unter der schon Jenninger, Walser und Sarrazin zu leiden glaubten. Nein, dies Gedicht von Grass ist ein Missgriff, aber wird damit die Kernaussage falsch? Nein! Die israelische Regierung - genau wie die Regierung des Iran - steuern auf einen unkontrollierbaren Konflikt in der Region zu, der diese in ein Schlachtfeld mit Hundert tausenden Toten auf allen Seiten verwandeln kann...An dieser dramatischen Möglichkeit ändert auch ein schlechtes Gedicht von Grass nichts...Dies zu erkennen ist nicht antisemitisch, auch wenn er anders, klüger und weniger pauschalisierend hätte formulieren können. Damit wird er aber nicht zum Antisemiten!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.04.2012 16:52 Uhr
Michael Uihlein

Oh doch!

An dieser dramatischen Möglichkeit ändert auch ein schlechtes Gedicht von Grass nichts...
Oh, doch!
Denn plötzlich ist die Welt gezwungen, sich mit Israels "Recht" auf einen Erstschlag auseinander zu setzen!

p.S.:
Dieses "Recht" wäre schon längst weltweit verneint und ein Beharren darauf mit schärfsten Sanktionen bestraft worden, wenn Deutschland es in einer vergleichbaren Situation (die es glücklicherweise nicht gibt!) für sich beanspruchen würde!

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Lars Kröner

Ein Geschenk für die Kritiker Israels

Die Erklärung zur Persona Non Grata ist doch ein Geschenk für die eigentliche Sache um die es Günter Grass geht.
Besser kann man sich imho nicht blamieren, billiger auch nicht und ich denke das es GG eigentlich egal ist ob er da hin darf oder nicht. Symbolisch war es ein Eigentor seitens Israel.

Wer meint GG hätte sich da was geleistet, ok, der Meinung kann man sein aber was sich der israelische Innenminister geleistet hat topped das Ganze doch noch um ein Vielfaches, es hat jetzt einen wirklich politischen Chrarakter bekommen und so schnell kriegen die den Schwung aus der Kiste nicht mehr raus, zumindest hier in Deutschland werden wohl immer mehr Menschen erkennen das Antisemitismus mehr mißbraucht als zu Recht angewendet wird.
Mir kann man jedenfalls bei aller berechtigter Kritik an Israels Politik kein Antisemitismus nachsagen, da kenne ich ganz andere Kritiker im Freundeskreis UND die sind komischerweise alle echte Juden mit goldenem Davidstern als Halskette ! Komisch, oder ?!

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Christian Ermecke

Die offizielle israelische Reaktion ist verständlich,

allerdings wird sie wenig bewegen, denn Grass' dümmliche Gleichsetzung der von Feinden umgebenen Demokratie Israel mit dem kriminellen Machthaber an der Spitze des leidgeprüften Iran ist typisch für das oberflächliche Meinungskonstrukt vieler. Nicht, daß jetzt alle Grass-Befürworter Antisemiten wären. Aber Medien sorgen für Meinungsbildung, die Berichterstattung über den "Nah-Ost-Konflikt" blendete Jahr für Jahr den täglichen Terror gegen Israel bis auf wenige Ausnahmen aus, sodaß die israelischen Abwehrmaßnahmen in einem völlig anderen Licht erscheinen mußten und der deutsche Michel weiß nun mal wenig über die Geschichte des Staates Israel, der sich bereits ab Tag 1 seiner drohenden Vernichtung durch seine Nachbarn erwehren mußte, z.T. auch gegen die Schikanen seiner eigenen "Verbündeten". Auf Verträge konnte Israel nie bauen, da sie durch ihre arabischen Verhandlungspartner immer gebrochen wurden, also setzt man nun auf Stärke. So überlebt man wenigstens, trotz "schlechter Kritiken".

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 09.04.2012 22:24 Uhr

Dem Iran die Atombombe?

Ein Land, in dem Ehebrecherinnen gesteinigt, Homosexuelle eingekerkert und Regimegegner gehaengt werden? Die Atombombe in der Hand einer Regierung die Israel nach Schleswig-Holstein verlegen moechte? Wenn es um Atombomben in den Haenden von Wahnsinnigen geht, gibt es vielleicht nicht nur ein Recht sondern die Pflicht zum Praeventivschlag auf die Atomanlagen um Schlimmeres zu verhueten.

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Jahrgang 1967, politischer Korrespondent für Israel und die Palästinensergebiete mit Sitz in Jerusalem.

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