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Eingeständnis des Präsidenten : Obama: Libyen war mein größter Fehler

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Selbstkritisch in Bezug auf seine Libyen-Politik: der scheidende amerikanische Präsident Barack Obama Bild: Reuters

Ende des Jahres endet nach acht Jahren seine Amtszeit, doch den Blick zurück wagt Barack Obama schon jetzt: In einem Interview lobt er sich für die Gesundheitsreform, zeigt sich aber auch selbstkritisch.

          Neun Monate vor Ablauf seiner Präsidentschaft hat der amerikanische Präsident Barack Obama öffentlich Bilanz gezogen. Als größten Fehler bezeichnete Obama sein Vorgehen nach dem Sturz des libyschen Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011. Auf eine entsprechende Frage nach seinem „schlimmsten Fehler“ antwortete Obama in einem Interview von „Fox News Sunday“: „Wahrscheinlich, dass ich nicht für den Tag nach der Intervention in Libyen geplant habe, die mir damals als richtige Entscheidung erschien.“

          Libyen versank nach dem Sturz Gaddafis in Chaos und Bürgerkrieg. In dem Machtvakuum breitete sich die Terrormiliz Islamischer Staat aus. Auch Menschenschmuggler nutzen fehlende staatliche Strukturen aus. Als größte Errungenschaft bezeichnete Obama, „die Rettung der Wirtschaft vor einer großen Depression“.

          Sein „bester Tag im Weißen Haus“ sei die Verabschiedung der Gesundheitsreform gewesen. Als „schlimmsten Tag“ bezeichnete der Präsident seinen Besuch in Newton (Connecticut), wo am 14. Dezember 2012 bei einem Amoklauf in einer Schule 28 Menschen getötet worden waren.

          Am meisten vermissen wird Obama nach eigenen Worten die Präsidentenmaschine Air Force One. Und am meisten freue er sich darauf, wieder im Freien laufen zu können. Und mit Blick auf seine grauen Haare gestand Obama ein: „Offensichtlich bin ich älter geworden, aber ich vermute, in mancher Hinsicht hält der Job dich jung.“

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