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Ehemaliger Präsident Aristide will nach Haiti zurückkehren

15.01.2010 ·  Der frühere haitianische Präsident Aristide hat sich bereiterklärt, aus seinem südafrikanischen Exil zurückzukehren, um „das Leid meiner Landsleute zu teilen und weiteres Sterben zu verhindern“. Er hatte die Politik Haitis 15 Jahre lang dominiert und diktatorische Züge entwickelt.

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Der ehemalige haitianische Präsident Jean-Bertrand Aristide hat sich am Freitag bereiterklärt, aus seinem südafrikanischen Exil nach Port-au-Prince zurückzukehren, um „das Leid meiner Landsleute zu teilen und weiteres Sterben zu verhindern“. Bei einer von der südafrikanischen Regierung organisierten Pressekonferenz am Freitag in Johannesburg sagte Aristide im Beisein seiner Frau Mildred, sie seien bereit, „heute, morgen oder wann immer nach Haiti zurückzukehren und beim Wiederaufbau zu helfen“.

Seinen Worten zufolge hätten „Freunde“ ein Flugzeug mit Hilfsgütern organisiert, mit dem er und seine Frau nach Haiti fliegen könnten. Die Frage, ob er sich um eine Einladung der haitianischen Regierung bemühe, wollte Aristide nicht beantworten.

Aristide, der die Politik Haitis 15 Jahre lang dominiert und dabei diktatorische Züge entwickelt hatte, war im Februar 2004 nach einem bewaffneten Aufstand gegen seine Regierung und massivem internationalen Druck ins Exil gegangen. Aristide behauptet bis heute, er sei damals von amerikanischen und französischen Soldaten aus seinem Palast entführt und unter Gewaltandrohung in ein Flugzeug verfrachtet worden.

Nach mehreren Wochen unfreiwilligen Aufenthalts in der Zentralafrikanischen Republik hatte die südafrikanische Regierung unter ihrem damaligen Präsidenten Thabo Mbeki Aristide und seiner Familie Asyl angeboten. Seither lebt der ehemalige haitianische Präsident in Pretoria. Sowohl Aristide als auch seine aus Amerika stammende Frau sind seither an der „University of South Africa“ (Unisa) als „Forscher“ beschäftigt.

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