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EU-Agenturen in London : Entscheidung über Umzug fällt im November

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Bald in Frankfurt ansässig? Die Stadt am Main hat sich um die europäische Bankenaufsicht EBA beworben. Bild: EBA

Frankfurt und Bonn haben sich um zwei EU-Agenturen beworben, die aus London abziehen. Im November wird die Entscheidung gefällt. Die Gewinner dürfen sich auf erhebliche Zusatzeinnahmen freuen.

          Die deutschen Bewerberstädte Bonn und Frankfurt am Main werden erst im November erfahren, ob sie nach dem Brexit eine der aus London abziehenden EU-Agenturen beherbergen dürfen. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beschlossen am Donnerstagabend in Brüssel, dass es im Oktober noch eine politische Diskussion über die Bewerbungen geben soll. Erst danach wird dann im November bei einem EU-Ministertreffen eine geheime Wahl stattfinden, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk mitteilte.

          Bei den aus London umziehenden Behörden handelt es sich um die EU-Arzneimittelagentur EMA und die Bankenaufsicht EBA. Deutschland bewirbt sich mit Bonn um die EMA, die 890 Beschäftigte hat, und mit Frankfurt um die EBA, für die 189 Personen arbeiten. Doch die Erfolgschancen für die beiden deutschen Städte sind noch völlig offen: Für die EMA haben sich bisher 17 Mitgliedsstaaten offiziell beworben, bei EBA belaufen sich die Bewerbungen auf fünf. Drei andere Länder haben zudem eine Bewerbungsabsicht bekundet. Die Bewerbungsfrist endet nach der Entscheidung vom Donnerstag am 31. Juli.

          Nach einer von Tusk via Twitter verbreiteten Infografik soll die EU-Kommission die Kandidaturen bis zum 30. September anhand der Kriterien bewerten. Im Oktober soll es dann „eine politische Diskussion auf Basis der Kommissionsbewertung“ geben, bevor im November auf Ministerebene abgestimmt wird.

          Diejenigen Städte, die sich in dem Standortwettbewerb durchsetzen, dürfen auf erhebliche Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. Zuletzt sorgten beide Agenturen in London für rund 39.000 zusätzliche Hotelübernachtungen pro Jahr.

          Quelle: marf./dpa/AFP

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