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Druck in Iran nimmt zu Expertenrat rügt Rafsandschani

24.07.2009 ·  In Iran hat der frühere Staatspräsident Rafsandschani im Machtkampf mit dem geistlichen Führer Chamenei einen Rückschlag erlitten. 50 der 86 Mitglieder des Expertenrats fordern die Unterstützung Chameneis.

Von Rainer Hermann, Abu Dhabi
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In Iran hat der frühere Staatspräsident Rafsandschani im Machtkampf mit dem geistlichen Führer Chamenei einen Rückschlag erlitten. 50 der 86 Mitglieder des Expertenrats, dem Rafsandschani vorsteht und der über das Amt des geistlichen Führers entscheidet, haben ihn aufgefordert, seine Unterstützung für Chamenei klar auszudrücken. Er solle dafür sorgen, dass die Opposition, die sie „Opportunisten“ nennen, scheitert.

Derweil nimmt der Druck auf den iranischen Staatspräsidenten Ahmadineschad zu, sich von seinem Ersten Stellvertreter, Rahim Maschaie, zu trennen. Dazu forderte ihn am Freitag ein weiterer Vertrauter Chameneis auf. In seiner Freitagspredigt sagte der Hardliner Ahmad Chatami, andernfalls werde die Legitimität Ahmadineschads untergraben. Ahmadineschad hat sich bisher den Forderungen aus seinem Lager nicht gebeugt, den mit ihm verschwägerten Rahim Maschaie zu entlassen.

Unterdessen traten vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York mehr als 100 Iraner aus Protest gegen die Präsidentenwahl vom 12. Juni in einen Hungerstreik. Sie forderten den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, auf, die Menschenrechtsverletzungen in Iran zu überprüfen und einen Sondergesandten zu ernennen. Die Frau des Oppositionsführers Mussawi, Zahra Rahnavard, sagte, unter den 500 Personen, die seit dem 12. Juni verhaftet und nicht wieder freigelassen worden seien, befinde sich auch ihr Bruder Shapour Kazemi, ein 62 Jahre alter Kommunikationsingenieur. Sie beschrieb ihn als unpolitisch. Er sei verhaftet worden, um Druck auf Mussawi auszuüben. Alle Versuche, seine Freilassung zu erreichen, seien gescheitert.

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Jahrgang 1956, Korrespondent für Wirtschaft und Politik in der arabischen Welt mit Sitz in Abu Dhabi.

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